Microsoft will kün­ftig wieder im Smart­phone-Markt mit­mis­chen – die neuen Mod­elle sollen mit herkömm­lichen Handys allerd­ings nur noch wenig zu tun haben: Form und Funk­tion sollen sich stark unter­schei­den, eben­so kön­nte das Betrieb­ssys­tem völ­lig neu sein. Der Konz­ern will damit eine bish­er nicht existierende Geräte-Kat­e­gorie schaf­fen.

Microsoft-Chef Satya Nadel­la hat in einem Inter­view auf marketplace.org bestätigt, dass der Hard- und Soft­ware­hersteller Geräte entwick­eln will, die nicht mit den heuti­gen Mod­ellen ver­gle­ich­bar sind. Diese Devices sollen sich dabei an der Sur­face-Rei­he ori­en­tieren. Das sind soge­nan­nte 2-in-1-Con­vert­ibles, die Tablet- und Note­book-Eigen­schaften kom­binieren. Damit wür­den die Neuen­twick­lun­gen eher voll­w­er­ti­gen PCs ähneln, die mit ein­er aus­gereiften Con­tin­u­um-Funk­tion auch als Desk­top-Gerät in Kom­bi­na­tion mit Mon­i­tor, Maus und Tas­tatur ver­wen­det wer­den kön­nen.

Microsoft-Patent zeigt faltbares Smartphone

Im Jan­u­ar war bere­its ein Patent aufge­taucht, das ein auf­falt­bares Smart­phone zeigt. Bei Bedarf ver­wan­delt es sich in ein Tablet. Seit­dem hal­ten sich die Gerüchte, nach denen Microsoft an einem Sur­face Phone arbeit­et, das als Maßstab für kom­mende Neuen­twick­lun­gen dienen kön­nte. Ob Microsoft seine neuen Geräte allerd­ings selb­st bauen oder nur bei der Entwick­lung helfen wird, ver­ri­et Nadel­la nicht. Dage­gen stellte er klar, dass alle wichti­gen Soft­ware-Pro­duk­te weit­er­hin für Android und iOS zur Ver­fü­gung ste­hen.

Der herkömm­liche Smart­phone-Markt spielt für Microsoft kaum noch eine Rolle. Waren die Kali­fornier mit Win­dows Phone 8.1 dur­chaus noch erfol­gre­ich, hat Win­dows 10 für Smart­phones im weltweit­en Handy-Markt mit­tler­weile aus­ge­di­ent. Das let­zte Win­dows-Flag­gschiff war das Lumia 950 XL. Als Alter­na­tiv­en zum tra­di­tionellen Smart­phone kön­nten nach Ein­schätzung mehrerer Experten in der Zukun­ft auch Mixed-Real­i­ty-Geräte tau­gen.