Wäh­rend Apple gera­de die ers­ten Char­gen der neu­en Model­le iPho­ne 12, 12 Mini, 12 Pro und 12 Pro Max aus­lie­fert, tau­chen im Netz bereits Gerüch­te zu ihren Nach­fol­gern auf. Dabei dürf­ten bis zur Vor­stel­lung des iPho­ne 13 noch eini­ge Mona­te hin sein. Hin­wei­se zum ver­bau­ten Dis­play, zu den Kame­ras und natür­lich dem neu­en Pro­zes­sor gibt es aber schon jetzt. Hier erfährst du alles, was bis­her über das neue Smart­pho­ne bekannt ist.

Model­le: Es könn­ten wie­der vier Smart­pho­nes sein

Kommt ein neu­es Flagg­schiff auf den Markt, ste­hen mit ihm heu­te oft auch ein paar Vari­an­ten bereit. Apple hat­te etwa beim iPho­ne 11 neben der Basis-Ver­si­on auch noch das Pro und das Pro Max ver­kauft. Beim aktu­el­len iPho­ne 12 sind es vier Gerä­te: das iPho­ne 12, das klei­ne­re iPho­ne 12 Mini, das bes­ser aus­ge­stat­te­te iPho­ne 12 Pro und das gro­ße iPho­ne 12 Pro Max. Es ist sehr wahr­schein­lich, dass Apple dies auch in der neu­en Genera­ti­on fort­führt. Aktu­ell ist also mit fol­gen­den Model­len zu rechnen:

  • iPho­ne 13 (6,1 Zoll)
  • iPho­ne 13 Mini (5,4 Zoll)
  • iPho­ne 13 Pro (6,1 Zoll)
  • iPho­ne 13 Pro Max (6,7 Zoll)

Design: Klei­ne­rer Notch und dün­ne­res Gehäuse

Nicht weni­ge Fans der Mar­ke freu­ten sich sehr über das neue Design des aktu­el­len Smart­pho­nes iPho­ne 12. Das liegt in ers­ter Linie an den kla­ren Kan­ten, die an die belieb­ten Model­le iPho­ne 4, 4S, 5 und 5S erin­nern. Was sich jedoch so man­cher gewünscht hat­te, ist lei­der nicht ein­ge­trof­fen: eine Ver­klei­ne­rung der Notch. Die ist beim iPho­ne 12 noch immer rela­tiv groß gera­ten. Ändern könn­te sich das mit dem kom­men­den iPho­ne 13. Laut dem Lea­ker Ice Uni­ver­se soll Apple die­sen Schritt planen.

Gleich­zeitig schrumpft wohl auch das Gerät selbst – zumin­dest in der Tie­fe. Ver­än­de­run­gen bei Dis­play, Pro­zes­sor, 5G-Modem und Akku sol­len das ermög­li­chen. Das iPho­ne 13 könn­te also deut­lich schlan­ker sein als sein Vor­gän­ger. Durch­aus mög­lich ist auch, dass Apple Platz durch weg­fal­len­de Ports spart. Bereits 2016 ver­bann­te das Unter­neh­men den Kopf­hö­rer-Anschluss aus sei­nen Gerä­ten. Gerüch­ten zufol­ge soll Apple sogar den Light­ning-Anschluss los­wer­den wol­len. Das pro­phe­zei­te der Ana­lyst Ming-Chi Kuo schon 2019. Wahr­schein­lich ist jedoch, dass Apple das zunächst bei einem Modell aus­pro­biert. Per­fekt dafür geeig­net wäre das iPho­ne 13 Mini. Die rest­li­chen iPho­nes könn­ten von Light­ning auf USB‑C wechseln.

Pas­send dazu

Dis­play: iPho­ne 13 kommt wohl mit 120 Hertz

Beim iPho­ne 12 mach­te Apple end­lich auch in der Basis-Ver­si­on sei­nes Flagg­schiffs den Sprung von einem LCD-Dis­play zu einem OLED-Bild­schirm. In der Fol­ge zeigt das Smart­pho­ne Far­ben deut­lich kräf­ti­ger und Kon­tras­te stär­ker. Beim iPho­ne 13 wäre ein Rück­schritt undenk­bar. Auch das kom­men­de Smart­pho­ne dürf­te also wie­der über ein sol­ches Panel verfügen.

Schon vor der Ankün­di­gung von iPho­ne 12 & Co. ging in der Bran­che jedoch das Gerücht um, dass das Smart­pho­ne auf ein Dis­play mit hoher Bild­wie­der­hol­ra­te set­zen könn­te. Bewahr­hei­tet hat sich das am Ende aller­dings nicht. Auch beim iPho­ne 13 ist ein Bild­schirm mit 120 Hertz (Hz) des­halb wie­der ein gro­ßes The­ma. Tat­säch­lich könn­te sich Apple sol­che „Pro­Mo­ti­on“-Bild­schir­me für das kom­men­de Modell auf­ge­spart haben. Das ergibt auch durch­aus Sinn, denn noch ste­hen kaum Apps und Games zur Ver­fü­gung, die solch hohe Bild­wie­der­hol­ra­ten unter­stüt­zen. Ende 2021 könn­te sich das bereits deut­lich ver­än­dert haben.

Wie die korea­ni­sche Sei­te „The Elec“ ver­mu­tet, sol­len die Bild­schir­me aller­dings nur in den zwei Top-Model­len iPho­ne 13 Pro und Pro Max zum Ein­satz kom­men. Außer­dem sol­len sie auf der LTPO-Tech­no­lo­gie basie­ren. Durch poly­kris­tal­li­nes Nie­der­tem­pe­ra­turoxid (Low-Tem­pe­ra­tu­re Poly­crystal­li­ne Oxi­de) ver­brau­chen die Bild­schir­me weni­ger Ener­gie. Die erhöh­te Bild­wie­der­hol­ra­te hät­te so kaum nega­ti­ve Aus­wir­kun­gen auf die Lauf­zeit der Gerä­te. Außer­dem las­sen sie sich sehr gut als Always-on-Dis­plays nut­zen. Eine ent­spre­chen­de Funk­ti­on wäre für die neu­en Smart­pho­nes also nicht auszuschließen.

Zwei Umstän­de spre­chen für den Ein­satz sol­cher Dis­plays: Zum einen nutzt Apple die Tech­nik bereits in der Watch Seri­es 5 und 6, zum ande­ren soll LG die Pro­duk­ti­on der Bild­schir­me aktu­ell erhö­hen. In ers­ter Linie geschieht das wohl wegen der Nach­fra­ge durch Apple.

Kame­ras: Ver­bes­ser­te Ultra­weit­win­kel-Kame­ra in Sicht

Im iPho­ne 12 ste­cken bekannt­lich zwei Lin­sen für Fotos mit ein­fa­chem Weit­win­kel und Ultra­weit­win­kel. Beim 12 Pro und 12 Pro Max kommt jeweils eine Lin­se für opti­schen Zoom (Tele­ob­jek­tiv) dazu. Außer­dem ist in den Smart­pho­nes ein LiDAR-Sen­sor ver­baut, der etwa beim Fokus­sie­ren von Moti­ven und bei AR-Anwen­dun­gen hel­fen soll. Die tech­nisch bes­ten Sen­so­ren sind übri­gens den Kame­ras im 12 Pro Max vorbehalten.

Laut dem Ana­lys­ten Ross Young soll das iPho­ne 13 in der Basis-Vari­an­te die­se eben­falls bekom­men. Das wäre also ein klei­nes Upgrade für das Smart­pho­ne. Aller­dings bleibt es wohl den­noch bei nur zwei Lin­sen. Die neu­en Pro-Model­le könn­ten hin­ge­gen auf eine ver­bes­ser­te Ultra­weit­win­kel-Kame­ra set­zen. Die­se scheint end­lich einen Auto­fo­kus und eine mit f/1.8 licht­stär­ke­re Blen­de zu haben.

Natür­lich sind auch wie­der Fort­schrit­te bei der Soft­ware zu erwar­ten. Wel­che das im Detail sind, bleibt aller­dings abzuwarten.

Chip­satz und Mobil­funk: Neu­er A15 und neu­es 5G-Modem

Was den Chip­satz im kom­men­den iPho­ne 13 angeht, scheint eines bereits klar zu sein: Er hört auf den Namen A15. Das lässt sich allei­ne schon durch die bis­he­ri­ge Ent­wick­lung erklä­ren. Im aktu­el­len iPho­ne 12 kommt ein A14 Bio­nic zum Ein­satz. Davor war es der A13 Bio­nic, davor der A12 Bio­nic und so wei­ter. Was in dem Chip steckt, ist hin­ge­gen das grö­ße­re Geheim­nis. Tat­säch­lich gibt es dar­über bis­her kaum Infor­ma­tio­nen. Noch schnel­ler und ener­gie­spa­ren­der soll er sein. Offen­bar fer­tigt Apple den Pro­zes­sor in einem neu­en 5nm+-Verfahren, das intern auch den Namen „N5P“ trägt. Das soll am Ende für das Plus an Leis­tung und den gerin­ge­ren Ener­gie­be­darf sor­gen. Das hat Her­stel­ler Trend­For­ce bereits ver­ra­ten.

Der neue Mobil­funk­stan­dard 5G spielt wohl auch beim iPho­ne 13 wie­der eine gro­ße Rol­le. Dass das Smart­pho­ne dafür in allen Vari­an­ten bereit sein dürf­te, ist wohl gesetzt. Dafür ver­baut Apple laut aktu­el­len Infor­ma­tio­nen das neue X60-Modem von Qual­comm. Im aktu­el­len iPho­ne 12 scheint ja des­sen Vor­gän­ger X55 zu ste­cken. Ein Vor­teil des Modems: Es kann sich gleich­zei­tig mit Fre­quen­zen unter­halb von 6 Giga­hertz (GHz) und schnel­le­ren mmWave-Fre­quen­zen ver­bin­den. Das iPho­ne nutzt das aktu­ell ver­füg­ba­re Netz so immer ide­al aus. Außer­dem soll der 5G-Chip deut­lich weni­ger Ener­gie ver­brau­chen, güns­ti­ger in der Her­stel­lung und gleich­zei­tig auch klei­ner gefer­tigt sein.

Akku: Soft­board-Bat­te­rien im iPho­ne 13

Apple gestal­tet das iPho­ne 13 offen­bar an zahl­rei­chen Ecken effi­zi­en­ter. Gleich­zei­tig will das Unter­neh­men aber wohl auch neue Akkus ein­set­zen. Genau­er geht es um Soft­board-Bat­te­rien. Sie sol­len einen klei­ne­ren Form­fak­tor bei glei­cher Leis­tung ermög­li­chen. Dadurch spart Apple ent­we­der wert­vol­len Platz für ein schlan­ke­res Design ein oder ver­bes­sert die Bat­te­rie­leis­tung im Ver­gleich zum Vorgänger.

Auch lesens­wert
iPho­ne 12: So lädst du das Smart­pho­ne rich­tig auf 

Preis und Ver­öf­fent­li­chung: Nor­ma­li­sier­ter Ter­min­plan erwartet

2020 lief vie­les nicht wie gewohnt. Damit hat­ten auch Unter­neh­men wie Apple zu kämp­fen. Das iPho­ne 12 stand also nicht, wie sonst üblich, im Sep­tem­ber in den Läden, son­dern erst im Okto­ber. Beim iPho­ne 12 Mini und iPho­ne 12 Pro Max dau­er­te es mit dem Release sogar bis Novem­ber. 2021 könn­te alles wie­der in gere­gel­te­ren Bah­nen lau­fen. Zu erwar­ten ist eine Vor­stel­lung im Sep­tem­ber, mit einer Aus­lie­fe­rung weni­ge Tage später.

Preis­lich will Apple wohl auf dem aktu­el­len Niveau blei­ben. Das zei­gen schon jetzt Ein­spa­run­gen wie der feh­len­de Netz­ad­ap­ter und die eben­falls feh­len­den Ear­Pods bei aktu­el­len iPho­nes. Mit den tech­ni­schen Neu­hei­ten scheint Apple wei­ter die Kos­ten an eini­gen Stel­len zu mini­mie­ren, um teu­re Kom­po­nen­ten an ande­rer Stel­le aufzufangen.

iPho­ne 13: Leaks sind mit Vor­sicht zu genießen!

Bekann­te Lea­ker, Bran­chen­in­si­der und Ana­lys­ten lie­gen mit ihren Infor­ma­tio­nen und Ein­schät­zun­gen in man­chen Din­gen viel­leicht rich­tig, in ande­ren nicht. All die­se Infor­ma­tio­nen sind im Grund noch Gerüch­te und des­halb mit einer gesun­den Por­ti­on Skep­sis zu betrach­ten. Gewiss­heit bringt erst die offi­zi­el­le Vor­stel­lung durch Apple Ende 2021.