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Smartphones

Hua­wei: Neu­er AI-Assis­tent soll mensch­li­che Emo­tio­nen erkennen

Schnell, intelligent, emotional: Huawei steckt sich hohe Ziele für seine künftigen Smartphone-Generationen.

Sie wis­sen (fast) alles, blei­ben dabei aber doch immer sehr sach­lich: Sprach­as­sis­ten­ten wie Siri, Ale­xa oder Cor­ta­na geben zuver­läs­si­ge Ant­wor­ten und ste­hen ihren Nut­zern bedin­gungs­los Rede und Ant­wort. Etwas zu mecha­nisch, wie Hua­wei fin­det. Der Smart­pho­ne-Her­stel­ler soll daher an einer Soft­ware arbei­ten, die mit Usern emo­tio­nal inter­agiert und mensch­li­che Gefüh­le zu deu­ten versteht.

Da hat sich der chi­ne­si­sche Kon­zern ein ambi­tio­nier­tes Ziel gesetzt: Angeb­lich arbei­ten Inge­nieu­re und Pro­gram­mie­rer an einer künst­li­chen Intel­li­genz, die es Hua­wei-Smart­pho­nes künf­tig erlau­ben soll, ihre Besit­zer bes­ser zu ver­ste­hen. Für gewöhn­lich zei­gen sich AI-basier­te Sys­te­me wenig empa­thisch – Tech­nik ist ja auch nicht gera­de für spon­ta­ne Gefühls­aus­brü­che oder aus­ge­reif­ten see­li­schen Bei­stand bekannt. Wie pho­neAre­na berich­tet, soll sich das im Hau­se Hua­wei aber bald ändern.

Per­so­na­li­sier­te Ant­wor­ten schon bald Realität?

Wie James Lu, Direc­tor of AI Pro­duct Manage­ment bei Hua­wei, betont, fasst der chi­ne­si­sche Kon­zern vor allem län­ge­re und per­so­na­li­sier­te Ant­wor­ten als mög­li­che Aus­rich­tun­gen einer emo­tio­na­len AI-Ein­heit ins Auge. Dadurch sol­len sich Nut­zer weni­ger ein­sam füh­len, bei ihrem Smart­pho­ne auf Ver­ständ­nis tref­fen und neue Bewäl­ti­gungs­stra­te­gien für Stress‑, Angst- oder Trau­er­ge­füh­le ent­de­cken. Vor­aus­set­zung dafür wäre eine Soft­ware mit hohem IQ – und vor allem auch mit hoher emo­tio­na­ler Intel­li­genz. Bis­lang tun sich Maschi­nen aber sicht­lich schwer, sub­jek­ti­ve Gefüh­le in ein ver­wert­ba­res Zah­len­sys­tem zu über­set­zen und ent­spre­chend zu reagieren.

For­schung nutzt Gesichts­ana­ly­se und Spracherkennung

Laut den Tech-For­schern des ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­mens Gart­ner soll sich aber auch die­ses Pro­blem künf­tig umge­hen las­sen. Indem der AI-Assis­tent das Gesicht des Smart­pho­ne-Nut­zers per Sel­fie­ka­me­ra ana­ly­siert, ent­steht ein für den Com­pu­ter ver­wert­ba­res Mus­ter, das durch­aus eine Inter­pre­ta­ti­on zulässt. Zusätz­lich könn­te über ver­schie­de­ne Ton­la­gen und ‑höhen die Stim­me als Ana­ly­se­pa­ra­me­ter ver­wen­det werden.

Annet­te Zim­mer­man, Vize-CEO von Gart­ner, lässt sich sogar dazu hin­rei­ßen, eine recht stei­le The­se in den Raum zu wer­fen: Im Jahr 2022 sol­le das Smart­pho­ne unser See­len­le­ben bes­ser ken­nen als unse­re eige­ne Fami­lie. Ob das nicht eher in den Bereich Sci­ence-Fic­tion gehört? Zumin­dest Hua­wei scheint der Mei­nung zu sein, dass die­se Visi­on bald Rea­li­tät wer­den könnte.

Erst vor Kur­zem wur­de der Her­stel­ler für sein P20 Pro vom Komi­tee der Tech­ni­cal Image Press Asso­cia­ti­on (TIPA) für das “bes­te Foto-Smart­pho­ne der Welt” aus­ge­zeich­net. Im Herbst 2019 plant er dann auch noch, sein ers­tes 5G-Mobil­ge­rät auf den Markt zu brin­gen. Denk­bar also, dass auch in wei­te­ren Berei­chen bahn­bre­chen­de Ent­wick­lun­gen zu erwar­ten sind.

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