Goog­le kommt lang­sam, aber offen­bar gewal­tig. Der ame­ri­ka­ni­sche Such­ma­schi­nen­rie­se bläst anschei­nend mit Macht zum Angriff auf die smar­ten Spea­ker von Ama­zon, Leno­vo und Co., die mit einem Dis­play aus­ge­rüs­tet sind. Zulie­fe­rer sol­len sich einem Report zufol­ge auf eine mil­lio­nen­fa­che Nach­fra­ge ein­stel­len.

“Ich sage nicht, dass wir es nicht tun”, hat­te Goo­g­les Vize­chef Rishi Chan­dra noch im April über einen mög­li­chen eige­nen Smart Spea­ker mit Dis­play gesagt. Schließ­lich hat­ten die Kali­for­ni­er frü­her im Jahr ihre Smart-Dis­play-Platt­form für ver­schie­de­ne Part­ner geöff­net, um intel­li­gen­te Laut­spre­cher mit dem Goog­le Assis­tent zu ent­wi­ckeln. Leno­vo schlug zu und ver­öf­fent­lich­te mitt­ler­wei­le ein Smart Dis­play à la Ama­zon Echo Show.

Gleich drei Mil­lio­nen Gerä­te zum Start?

Und was ist mit dem Goog­le Home? Der glänzt bis­lang noch mit einer glat­ten Ober­flä­che mit ein paar Leuch­ten, doch von einem Dis­play kei­ne Spur. Doch das dürf­te nicht mehr lan­ge auf sich war­ten las­sen, wenn man einem Report von Nik­kei Asi­an Review Glau­ben schen­ken darf. Dem­nach will Goog­le bereits im ers­ten Schwung um die drei Mil­lio­nen Ein­hei­ten des neu­en Smart-Spea­ker-Modells in den Markt drü­cken. Das sol­len Quel­len “aus Indus­trie­krei­sen” ver­ra­ten haben.

Wel­cher Her­stel­ler behält die Nase vorn?

Der Plan klingt höchst ambi­tio­niert, wenn man sich zum Ver­gleich die Absatz­zah­len des Ama­zons Echo Show ansieht. Nach dem Start im ver­gan­ge­nen Som­mer sol­len in die­sem Jahr nach den Markt­ana­lys­ten von Cana­lys nur 315.000 Stück ver­kauft wor­den sein. Ins­ge­samt sei­en 2017 rund 35 Mil­lio­nen smar­te Laut­spre­cher welt­weit über den Laden­tisch gegan­gen, egal ob mit Dis­play oder ohne.

Kann Goog­le da mit einem eige­nen Spea­ker punk­ten, der nicht nur Fra­gen beant­wor­tet oder Musik abspielt, son­dern auch Vide­os und Koch­re­zep­te zeigt? Eile ist gebo­ten, denn wohl im Sep­tem­ber bringt Leno­vo sei­ne Ver­si­on in Deutsch­land her­aus – und auch LG und JBL dürf­ten den Kali­for­ni­ern noch zuvor­kom­men.