Face­book will offen­bar noch tie­fer in das Hard­ware-Geschäft ein­stei­gen als bis­lang ange­nom­men: Gerüch­ten zufol­ge ent­wi­ckelt das Unter­neh­men nicht nur einen smar­ten Laut­spre­cher, son­dern auch einen eige­nen Pro­zes­sor. Der­zeit wer­de ein ent­spre­chen­des Team gebil­det.

Face­book sucht angeb­lich der­zeit nach Per­so­nal, um das Team für die Pro­zes­sor-Ent­wick­lung zu ver­stär­ken, berich­tet Bloom­berg. Eine Stel­len­aus­schrei­bung wei­se auf die­sen Bereich hin – und dar­auf, dass sich das Pro­jekt noch in einem frü­hen Sta­di­um befin­de. Der ent­spre­chen­de Mana­ger soll die Arbeits­grup­pe auf­bau­en und sich in den Berei­chen Chips‑, Halb­lei­ter- und Firm­ware-Ent­wick­lung aus­ken­nen.

Trend zu eige­nen Chips

Mit einem eige­nen Pro­zes­sor wür­de Face­book dem aktu­el­len Trend vie­ler Unter­neh­men fol­gen, sich durch selbst ent­wi­ckel­te Hard­ware unab­hän­gi­ger von Zulie­fe­rern wie Qual­comm oder Intel zu machen. Apple bei­spiels­wei­se baut seit 2010 sei­ne eige­nen Chips und nutzt die­se sehr erfolg­reich in einer Viel­zahl an Pro­duk­ten. Goog­le hat eben­falls bereits KI-Chips ent­wi­ckelt, die zum Bei­spiel auch in künf­ti­gen Smart­pho­nes der Pixel-Rei­he ver­baut wer­den könn­ten.

Die Chips könn­ten bei Face­book eine Viel­zahl an Auf­ga­ben erfül­len: So ist zum Bei­spiel ein Ein­satz für Künst­li­che-Intel­li­genz-Soft­ware denk­bar, eben­so wie in den Daten-Cen­tern des sozia­len Netz­werks. Außer­dem könn­ten Pro­zes­so­ren bei diver­ser Hard­ware eine Rol­le spie­len – etwa bei dem für Mai erwar­te­ten Vir­tu­al-Rea­li­ty-Head­set Ocu­lus Go, des­sen Nach­fol­ger oder dem geheim­nis­vol­len smar­ten Laut­spre­cher.

Gleich zwei Laut­spre­cher im Som­mer 2018?

Gerüch­ten zufol­ge arbei­tet Face­book nicht nur an einem eige­nen Pro­zes­sor und selbst pro­du­zier­ten Halb­lei­tern. Das Unter­neh­men soll auch zwei smar­te Laut­spre­cher pla­nen, die noch im Som­mer 2018 erschei­nen könn­ten. Das eine Gerät soll den Code­na­men “Por­tal” tra­gen, das ande­re in der Ent­wick­lung “Alo­ha” genannt wer­den.

Zu den Fea­tures der Gerä­te gehö­ren angeb­lich Touch­screens, die Video­chats ermög­li­chen sol­len. Die Steue­rung erfol­ge weit­ge­hend über Sprach­be­feh­le. Außer­dem wer­de ange­sichts der guten Akus­tik von App­les Home­Pod noch dar­an gear­bei­tet, den Klang zu ver­bes­sern. “Alo­ha” soll zudem auch Gesichts­er­ken­nung beherr­schen. Als Release-Ter­min steht aktu­ell der Monat Juli 2018 im Raum.