Apple reagiert auf heim­li­che Bild­schirm­auf­zeich­nun­gen nam­haf­ter Apps. Das Unter­neh­men stellt den betrof­fe­nen Fir­men ein Ulti­ma­tum: Wer nicht inner­halb von 24 Stun­den die Ana­ly­se-Soft­ware ent­fernt, fliegt aus App­les App Store.  

Apple hat auf Tech­Crunchs Vor­wür­fe reagiert und den Her­stel­lern diver­ser Apps ein Ulti­ma­tum gestellt. Die unmiss­ver­städn­li­che Bot­schaft: Jeder, der sei­ne Ana­ly­se-Tools nicht inner­halb von 24 Stun­den aus sei­ner Soft­ware ent­fernt, fliegt aus dem App Store. Das bis­he­ri­ge Vor­ge­hen der betrof­fe­nen App-Her­stel­ler bedeu­te einen ein­deu­ti­gen Ver­stoß gegen App­les Richt­li­ni­en. Ein ille­ga­les Ver­hal­ten, das nicht tole­riert wer­de. Was war über­haupt pas­siert?

Apps zeich­nen heim­lich auf und ver­sen­den unver­schlüs­selt

Das Online-Maga­zin Tech­Crunch brach­te es ges­tern an den Tag: Diver­se nam­haf­te Rei­se- und Shop­ping-Apps aus App­les App Store haben heim­lich Bild­schirm­auf­zeich­nun­gen in Form von Screen­shots und Vide­os gemacht. Die Zustim­mung der Nut­zer war dafür aller­dings nicht ein­ge­holt wor­den – statt­des­sen wur­den die Auf­nah­men von den jewei­li­gen Apps zum Teil unver­schlüs­selt an einen exter­nen Ser­ver gesen­det.

Wen das kalt lässt, soll­te sich vor Augen füh­ren, um wel­che Art Daten es geht: Namen, Adres­sen und Kre­dit­kar­ten­de­tails – hoch­sen­si­ble Daten also, die den Unter­neh­men von ihren Nut­zern anver­traut wur­den. Betrof­fen von dem Skan­dal sind unter ande­rem Anwen­dun­gen von Expe­dia, Hotels.com, Air Cana­da, Hol­lis­ter und Aber­crom­bie & Fitch.

Ana­ly­se-Tool von Glass­box

Sämt­li­che betrof­fe­nen Unter­neh­men nut­zen ein Ana­ly­se-Tool von Glass­box. Des­sen Spre­cher hat im Gespräch mit Tech­Crunch betont, dass man den App-Anbie­tern nicht vor­schrei­be, die Nut­zer über die Bild­schirm­auf­zeich­nun­gen auf­zu­klä­ren.

Genau das aller­dings tun App­les App-Store-Nut­zungs­be­din­gun­gen: Dem­nach muss jede App eine Daten­schutz­richt­li­nie beinhal­ten, wel­che die Erfas­sung und Ver­ar­bei­tung von Daten durch die App offen­legt. Das ist in den von Tech­Crunch auf­ge­deck­ten Fäl­len nicht gesche­hen. Aktu­ell ist nicht bekannt, wie die betrof­fe­nen Unter­neh­men auf App­les Ulti­ma­tum reagie­ren.