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Smartphones

Apple soll Shazam kau­fen – für 400 Mil­lio­nen US-Dollar

"Zum Shazamen tippen" – der Musikerkennungsdienst hilft seit 1999 bei der Identifizierung des Ohrwurms. Nun soll Apple die App übernehmen.

In der Weih­nachts­zeit steigt bekannt­lich die Shop­ping-Lau­ne – auch Apple macht hier anschei­nend kei­ne Aus­nah­me. Doch statt in Süß­kram, Socken oder Par­füm inves­tie­ren die Kali­for­ni­er lie­ber in eine App: Auf der Ein­kaufs­lis­te soll der Musi­k­er­ken­nungs­dienst Shazam ste­hen. Und wer darf sich anschlie­ßend über das Geschenk freu­en? Ver­mut­lich alle Apple-Music-User.

Ob im Club, im Café oder auf der Par­ty: Wem ein unbe­kann­ter Song gefällt, braucht nur sein Smart­pho­ne zu zücken, die App Shazam zu öff­nen und die­se kurz zuhö­ren zu las­sen – schon erhält man alle Infos zum neu­en Lieb­lings­lied. Dank Ver­knüp­fun­gen zu den grö­ße­ren Strea­ming­diens­ten kann der neue Ohr­wurm auch gleich in End­los­schlei­fe laufen.

Shazam soll Apple Music bereichern

Gegrün­det wur­de Shazam bereits 1999 – anfangs ließ sich der Musi­k­er­ken­nungs­dienst noch via SMS nut­zen, spä­ter wur­de das “Shazamen” dann dank der App weit­aus beque­mer. Bis Sep­tem­ber 2016 wur­de die belieb­te App bereits eine Mil­li­ar­de Mal her­un­ter­ge­la­den. Laut Tech­Crunch arbei­te­te Shazam aller­dings immer noch defi­zi­tär. Trotz­dem steht ein Deal über rund 400 Mil­lio­nen US-Dol­lar im Raum. Wie­so also könn­te Apple solch eine Sum­me wert sein?

Die Ant­wort ist ver­mut­lich ganz ein­fach: Apple wür­de durch die Über­nah­me sei­nen eige­nen Strea­ming­dienst Apple Music auf­zu­wer­ten ver­su­chen. Mit 27 Mil­lio­nen Abon­nen­ten bleibt die­ser näm­lich auch wei­ter­hin deut­lich hin­ter dem Kon­kur­ren­ten Spo­ti­fy zurück. Die­ser ver­zeich­net gan­ze 60 Mil­lio­nen zah­len­de Mitglieder.

Wie unab­hän­gig bleibt Shazam nach einer Übernahme?

Wie genau Apple Shazam in sein bestehen­des Musik-Pro­gramm inte­grie­ren will, bleibt aber noch abzu­war­ten. Apple-Music-User kön­nen sich sicher­lich über eini­ge prak­ti­sche Neue­run­gen durch die Über­nah­me freu­en. Was jedoch auf alle ande­ren Nut­zer der App – ins­be­son­de­re sol­che mit einem Android-Betriebs­sys­tem – zukommt, ist noch unklar.

Der Kauf soll laut Insi­dern heu­te ver­kün­det wer­den. Wie es dann mit der bis­lang unab­hän­gi­gen App wei­ter­geht und wel­che kon­kre­ten Schrit­te Apple dann ein­schla­gen wird, wird vor­aus­sicht­lich auch erst mit der offi­zi­el­len Bestä­ti­gung des Deals bekannt gegeben.

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