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Fernseher

HDMI 2.1 vs. eARC: Was du wirk­lich brauchst

Beim Anschließen von Fernseher, Soundbar und Blu-ray-Player zeigt sich schnell, welche Rolle HDMI, ARC und eARC für den richtigen Sound und ein flüssiges Bild spielen.

Der neue Fern­se­her steht ein­satz­be­reit im Wohn­zim­mer, die Sound­bar ist aus­ge­packt, die Spiel­kon­so­le war­tet schon. Beim Anschlie­ßen tau­chen in den Anlei­tun­gen dann Begrif­fe auf, die auf den ers­ten Blick kryp­tisch wir­ken: HDMI 2.1, ARC, eARC. Das kann schon mal ver­wir­rend sein. Hier erfährst du, was HDMI 2.1 und eARC von­ein­an­der unter­schei­det, wofür du wel­che Tech­nik brauchst und wor­auf du beim Kauf und beim Anschlie­ßen ach­ten solltest.

Was ist was: HDMI 2.1 und eARC

HDMI 2.1 und eARC wer­den oft gemein­sam genannt, haben aber unter­schied­li­che Auf­ga­ben. HDMI 2.1 ist eine Wei­ter­ent­wick­lung von HDMI (steht für „High-Defi­ni­ti­on Mul­ti­me­dia Inter­face“), also der digi­ta­len Schnitt­stel­le, über die Gerä­te wie Fern­se­her, Kon­so­len oder Sound­bars Bild und Ton über­tra­gen. Der Stan­dard legt unter ande­rem fest, wie vie­le Daten gleich­zei­tig über­tra­gen wer­den kön­nen. HDMI 2.1 bie­tet dabei mehr Band­brei­te, also mehr Platz für Daten. Das ist vor allem dann wich­tig, wenn dein Fern­se­her oder Moni­tor hohe Auf­lö­sun­gen und hohe Bild­ra­ten dar­stel­len soll, etwa 4K mit 120 Hertz.

eARC küm­mert sich dage­gen nur um den Ton. Die Abkür­zung steht für „Enhan­ced Audio Return Chan­nel“, auf Deutsch etwa „erwei­ter­ter Audio­rück­ka­nal“. eARC ist die wei­ter­ent­wi­ckel­te Form von ARC und wur­de als Teil der HDMI‑2.1‑Spezifikation ein­ge­führt. Die Funk­ti­on ermög­licht es, den Ton vom Fern­se­her über ein HDMI-Kabel an eine Sound­bar oder einen AV-Recei­ver zu senden.

Wenn guter Ton wich­tig ist: eARC

Der Begriff „Rück­ka­nal“ kann erst ein­mal irri­tie­ren. Gemeint ist die Rich­tung inner­halb der HDMI-Ver­bin­dung: Häu­fig lau­fen Signa­le über HDMI zum Fern­se­her hin, etwa von einer Kon­so­le oder einem TV-Stick. Bei eARC nutzt der Fern­se­her den­sel­ben Ver­bin­dungs­weg in die ande­re Rich­tung und gibt den Ton an die Audio­an­la­ge weiter.

Wich­tig ist noch ein Punkt: eARC wur­de zwar im Umfeld von HDMI 2.1 ein­ge­führt, kann aber auch an Gerä­ten mit älte­ren HDMI-Ver­sio­nen vor­han­den sein, wenn der Her­stel­ler die Funk­ti­on unter­stützt. Kurz gesagt: HDMI 2.1 ist der tech­ni­sche Rah­men für moder­ne Bild­funk­tio­nen. eARC ist also eine HDMI-Funk­ti­on für die Ton­über­tra­gung zwi­schen Fern­se­her und Audioanlage.

Wann sich eARC wirk­lich lohnt

eARC wird vor allem dann wich­tig, wenn der Fern­se­her Ton an eine exter­ne Audio­an­la­ge wei­ter­ge­ben soll, also an eine Sound­bar oder einen AV-Recei­ver. In der Regel las­sen sich auch die Laut­stär­ke sowie das Ein- und Aus­schal­ten direkt über die TV-Fern­be­die­nung steuern.

Im Ver­gleich zum Vor­gän­ger ARC unter­stützt eARC auch moder­ne Audio­for­ma­te mit höhe­rer Qua­li­tät. Dazu gehö­ren unkom­pri­mier­te Mehr­ka­nal-Audio­for­ma­te und moder­ne Sur­round-For­ma­te wie Dol­by Atmos oder DTS:X. eARC kann sich daher loh­nen, wenn du Fil­me mit Raum­klang nutzt oder eine hoch­wer­ti­ge Sound­bar ange­schlos­sen hast.

Was HDMI 2.1 bei Bild und Gam­ing verändert

HDMI 2.1 ist vor allem bei der Bild­über­tra­gung span­nend. Die höhe­re Daten­ra­te macht moder­ne Bild­funk­tio­nen mög­lich, die älte­re HDMI-Ver­sio­nen nur ein­ge­schränkt schaf­fen. Das ist beson­ders fürs Gam­ing inter­es­sant. Eine aktu­el­le Kon­so­le oder ein Gam­ing-PC kann Spie­le in 4K mit bis zu 120 Bil­dern pro Sekun­de aus­ge­ben, wenn Fern­se­her und Anschluss das unter­stüt­zen. Das Bild wirkt dann flüs­si­ger, auch Ein­ga­ben wer­den schnel­ler umgesetzt.

Dazu kom­men HDMI-Funk­tio­nen wie VRR und ALLM. VRR steht für varia­ble Bild­wie­der­hol­ra­te. Der Fern­se­her passt sei­ne Bild­ra­te fle­xi­bel an das Spiel an, was Ruck­ler und Bild­feh­ler redu­zie­ren kann. ALLM steht für auto­ma­ti­schen Latenz­mo­dus. Das bedeu­tet, der Fern­se­her wech­selt selbst­stän­dig in einen Modus mit gerin­ger Ver­zö­ge­rung, sobald du spielst. Für Seri­en, nor­ma­les Fern­se­hen oder gele­gent­li­ches Strea­ming ist HDMI 2.1 oft weni­ger ent­schei­dend. Wenn du also kei­nen Wert auf hohe Bild­ra­ten, 8K oder spe­zi­el­le Gam­ing-Funk­tio­nen legst, merkst du im All­tag häu­fig kaum einen Unterschied.

HDMI 2.1 vs. eARC: Der Unter­schied in typi­schen Situationen

Wenn dir flüs­si­ges Bild wich­tig ist

Spielst du an einer PS5, Xbox Series X oder an einem Gam­ing-PC, ist HDMI 2.1 meist der span­nen­de­re Punkt. Der Anschluss kann hohe Bild­ra­ten in 4K ermög­li­chen und unter­stützt Funk­tio­nen, die das Spiel­erleb­nis ver­bes­sern. eARC spielt in die­sem Fall nur dann eine grö­ße­re Rol­le, wenn der Ton zusätz­lich an eine Sound­bar oder einen Recei­ver wei­ter­ge­lei­tet wer­den soll. Für das Bild selbst bringt eARC kei­nen Vorteil.

Wenn guter Ton im Mit­tel­punkt steht

Schaust du vor allem Fil­me, Seri­en oder Sport und nutzt dazu eine Sound­bar, ist eARC oft wich­ti­ger als HDMI 2.1. Der Fern­se­her kann den Ton dann bequem an das Audio­sys­tem zurück­ge­ben. Für vie­le Haus­hal­te gilt des­hal­b️: Wer nicht inten­siv spielt, braucht nicht auto­ma­tisch einen HDMI‑2.1‑Fernseher mit allen Funk­tio­nen. Eine gute eARC-Ver­bin­dung kann im All­tag wich­ti­ger sein als die höchs­te Bildspezifikation.

Wenn du bei­des möchtest

Die Kom­bi­na­ti­on aus bei­dem ist ide­al, wenn du moder­ne Bild­funk­tio­nen und guten Ton willst. Dann hängt die Kon­so­le direkt am Fern­se­her, damit 4K mit 120 Hertz oder ähn­li­che Funk­tio­nen mög­lich blei­ben. Der Ton läuft anschlie­ßend per eARC vom Fern­se­her zur Sound­bar oder zum Recei­ver. Das ist oft die prak­tischs­te Lösung, wenn meh­re­re Gerä­te im Wohn­zim­mer zusam­men­spie­len sollen.

Brauchst du für eARC auto­ma­tisch HDMI 2.1?

Hier ent­steht beson­ders oft Ver­wir­rung. eARC wur­de zwar im Rah­men von HDMI 2.1 defi­niert. Das bedeu­tet aber nicht auto­ma­tisch, dass jedes Gerät mit eARC alle HDMI‑2.1‑Funktionen für Bild unter­stützt. In der Pra­xis gibt es Fern­se­her, bei denen ein Anschluss mit ARC oder eARC gekenn­zeich­net ist, obwohl das Gerät nicht alle typi­schen HDMI‑2.1‑Bildfunktionen bie­tet. Des­halb lohnt sich ein genau­er Blick in die tech­ni­schen Daten. Ent­schei­dend ist also nicht nur die Ver­si­ons­num­mer, son­dern die kon­kre­te Funk­ti­ons­lis­te. Steht dort eARC, küm­mert sich der Anschluss um den Ton­rück­ka­nal. Steht zusätz­lich 4K bei 120 Hertz, VRR oder ALLM, dann sind auch wich­ti­ge Bild­funk­tio­nen an Bord.

So prüfst du dein Gerät

Ein Blick auf die Anschluss­leis­te oder ins Daten­blatt hilft meist schnell wei­ter. Ach­te auf die Beschrif­tung direkt am Fern­se­her oder an der Sound­bar. Häu­fig fin­dest du dort Hin­wei­se wie „ARC“ oder „eARC“.

Die­se Punk­te sind beson­ders wichtig:

  • Ist ein HDMI-Anschluss am Fern­se­her aus­drück­lich mit ARC oder eARC markiert?
  • Unter­stützt der Fern­se­her 4K mit 120 Hertz, VRR oder ALLM, falls du spielst?
  • Unter­stützt auch die Sound­bar oder der Recei­ver eARC, wenn du hoch­wer­ti­gen Ton nut­zen möchtest?

Wich­tig ist außer­dem: Nicht jeder HDMI-Port am Fern­se­her kann alles. Ein Anschluss kann für eARC zustän­dig sein, wäh­rend ande­re Ports die inter­es­san­ten Bild­funk­tio­nen für Kon­so­le oder PC übernehmen.

Wel­che Kabel du wirk­lich brauchst

Beim Kabel gilt: Nicht immer ist ein Neu­kauf nötig. Für ARC reicht in vie­len Fäl­len ein nor­ma­les High-Speed-HDMI-Kabel. Bei eARC und moder­nen Gerä­ten funk­tio­niert die Ver­bin­dung oft eben­falls mit vor­han­de­nen Kabeln, wenn sie ordent­lich ver­ar­bei­tet sind. Rund um vol­le HDMI‑2.1‑Bildfunktionen wie 4K mit 120 Hertz ist ein hoch­wer­ti­ges Ultra-High-Speed-HDMI-Kabel die sichers­te Wahl.

Falls Bild oder Ton aus­set­zen, liegt das Pro­blem nicht immer am Gerät. Häu­fig ist ein unge­eig­ne­tes oder beschä­dig­tes Kabel die Ursa­che. Tau­sche des­halb im Zwei­fel zuerst das HDMI-Kabel, bevor du lan­ge in Menüs suchst.

HDMI und eARC: Typi­sche Set­ups im Wohnzimmer

Fern­se­her und Soundbar

Das ist die ein­fachs­te Vari­an­te. Ver­bin­de die Sound­bar mit dem HDMI-Anschluss am Fern­se­her, der mit ARC oder eARC beschrif­tet ist. Danach akti­vie­re in den Ton­ein­stel­lun­gen des Fern­se­hers die Audio­aus­ga­be über HDMI.

Kon­so­le, Fern­se­her und Soundbar

Wenn du die Bild­funk­tio­nen einer moder­nen Kon­so­le nut­zen willst, schlie­ße die Kon­so­le direkt an einen pas­sen­den HDMI-Port des Fern­se­hers an. Die Sound­bar ver­bin­dest du sepa­rat mit dem eARC-Anschluss des TVs. So bleibt das Bild­si­gnal direkt am Fern­se­her, wäh­rend der Ton sau­ber wei­ter­ge­ge­ben wird.

AV-Recei­ver als Zentrale

Bei meh­re­ren Gerä­ten kann ein Recei­ver die Schalt­zen­tra­le sein. Ach­te dann dar­auf, dass auch der Recei­ver die Funk­tio­nen unter­stützt, die du wirk­lich nut­zen willst. Fehlt dort etwa die Unter­stüt­zung für hohe Bild­ra­ten, kann das den gesam­ten Signal­weg ausbremsen.

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HDMI 2.1 vs. eARC — dar­auf kommt es an

Die Ent­schei­dung ist meist ein­fa­cher, als es zunächst wirkt. Wenn du vor allem fern­siehst oder stream­st und bes­se­ren Klang möch­test, ist eARC oft wich­ti­ger als HDMI 2.1. Wenn du häu­fig spielst und Wert auf hohe Bild­ra­ten legst, soll­test du bei HDMI 2.1 genau­er hin­se­hen. Willst du bei­des, brauchst du eine sinn­vol­le Kom­bi­na­ti­on aus pas­sen­den Anschlüs­sen, einem geeig­ne­ten Kabel und kor­rekt ver­bun­de­nen Geräten.

Am Ende zählt nicht die größ­te Zahl auf dem Kar­ton, son­dern die Funk­ti­on, die du wirk­lich nutzt. Wer die Unter­schie­de kennt, spart Zeit beim Anschlie­ßen, ver­mei­det Fehl­käu­fe und holt mehr aus Fern­se­her, Kon­so­le und Sound­bar heraus.

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