Das Technik-Jahr beginnt stets sehr früh, nämlich mit der großen „Consumer Electronics Show“, kurz CES, in Las Vegas. Die Messe ist die erste Gelegenheit für viele Hersteller, ihre Neuheiten für das beginnende Jahr zu zeigen. Und auch 2026 enttäuschen die nicht, denn es gibt einige spannende Geräte und Technologien zu bestaunen. Hier findest du ein paar der Highlights, die es im schillernden Zockerparadies zu bestaunen gibt oder die in dessen Rahmen vorgestellt wurden.
Bisher gibt es nur eine Handvoll Kopfhörer, die versucht sich in dem von In-Ear-Modellen dominierten Markt abzuheben, indem sie auf eine offene Bauweise setzen. Dazu gehören etwa die Bose Open Earbuds und die Nothing Ear(open). Im neuen Jahr könnte das Thema aber aus seiner Nische ausbrechen, denn auf der CES haben einige weitere Hersteller eigene Modelle angekündigt. Eine der größten Marken in diesem Bereich, Harmanns Untermarke JBL, hat sogar gleich mehrere Modelle bereitstehen. Die Sense Pro kommen zu einem Preis von rund 200 Euro und sind die Premium Open Earbuds aus dem Hause JBL. Sie bieten „kabelloses Hi-Res-Audio mit adaptivem Bass-Boost“, was vor allem audiophile Nutzer*innen mit Hang zu tiefen Tönen ansprechen dürfte. Ebenfalls mit an Bord: Spatial Audio. Die rund 50 Euro günstigeren Sense Lite bauen auf dem Design der Pro auf, müssen aber auf räumliches Audio verzichten. Willst du eher Open Earbuds zum ans Ohr klippen, könnten die Soundgear Clips etwas für dich sein. Sie werden rund 150 Euro kosten und haben deutlich mehr einen Accessoire-Charakter. Besonders interessant könnten auch die Endurance Peak 4 werden, denn die bieten aktives Noise Cancelling (ANC) — für Open Earbuds eher ungewöhnlich.
JBL steht mit Open Earbuds aber nicht alleine da. Anker bringt unter dem Namen Soundcore ebenfalls offene Modelle auf den Markt. Die AeroFit 2 Pro haben sogar eine kleine Besonderheit, die sie vom Rest abhebt: Sie können sich auf Wunsch in eine Art In-Ear-Kopfhörer verwandeln. Das soll dann auch direkt das integrierte ANC verbessern. Zwar gibt es noch keinen Europa-Termin, aber der Preis dürfte um die 180 Euro liegen.
Shokz ist eher bekannt für Knochenleitungskopfhörer, also Modelle, die Schwingungen direkt an den Schädelknochen leiten und somit für Außenstehende fast unhörbar sind. Mit den OpenDots One hat das Unternehmen aber bereits Clip-On-Open-Ears im Angebot. Erweitert wird das nun um die OpenFit Pro. Für 250 Euro verspricht das Unternehmen nicht nur „außergewöhnlichen Klang“, sondern auch eine Geräuschreduzierung. ANC ist das zwar nicht, aber laut ersten Testhörer*innen auf der CES funktioniert das System überraschend gut. Mal sehen, welche weiteren Hersteller in diesem Jahr auf das Konzept von Open-Ear-Kopfhörern setzen.
Weltweit buhlen Samsung und LG stets um den ersten Platz, wenn es um die Marktanteile im OLED-TV-Segment geht. Kein Wunder also, dass die beiden Unternehmen auf der CES auch dieses Jahr neue Modelle vorstellen, um den Kampf richtig anzuheizen. Samsung hat in Las Vegas den neuen S95H im Gepäck. Der Flaggschiff-OLED-TV kommt in den Größen 55, 65, 77 und 83 Zoll auf den Markt. Der soll vor allem deutlich heller sein, nämlich 35 Prozent mehr als das Vorgängermodell. Außerdem mit an Bord ist der Samsung Art Mode. Der sorgt bis dato vor allem in den „The Frame“-Modellen für schicke digitale Kunst an der Wand. Die One Connect Box streicht Samsung hingegen leider, stattdessen gibt es klassische Anschlüsse auf der Rückseite. Optional gibt es aber die Wireless Connect Box, falls die Kabel am TV stören sollten.
Bei LG ist vor allem die C‑Serie beliebt. Mit dem C6 und dem C6H gibt es von der gleich zwei neue Modelle. Ersterer kommt in 48, 55 und 65 Zoll und bietet einen neuen, stärkeren Prozessor. Der soll stark verbessertes AI-Upscaling bieten, sowie SDR-Bilder in HDR verwandeln. Natürlich kann der C6H das auch, in 77 und 83 Zoll. Die Größen sind aber nicht die einzigen Unterschiede. Die H‑Variante kommt mit einem verbesserten Panel, das deutlich mehr Helligkeit eine bessere Farbdarstellung liefern soll. Noch besser in allen Belangen ist dann natürlich der neue LG G6, aber eben auch deutlich kostspieliger. Eine Überraschung im OLED-Bereich gibt es bei LG noch zusätzlich: den OLED evo W6. Der bringt die Wallpaper-TV-Reihe zurück und glänzt durch seine extrem schlanke Bauweise, die ihn perfekt für die Montage an der Wand macht – umso mehr, da er komplett kabellos mit Funk-Anschlussbox läuft. Das 77 oder 83 Zoll große Gerät dürfte aber an der 10.000-Euro-Marke kratzen. Vielleicht besser, dass LG bisher keinen Preis nennt.
Zu einer Zeit, in der Smartwatches noch in den Kinderschuhen steckten, brachte Pebble ein Modell auf den Markt, das ein komplett anderes Konzept verfolgte als der Rest. Mit seinen e‑Paper-Displays hat die Marke schnell die Herzen von Technik-Fans und Nerds gewonnen. Das lag vor allem am offenen System, für das sich vergleichsweise einfach Anwendungen entwickeln ließen. Weitere Vorteile der Uhren waren ihre vergleichsweise kompakte Bauweise, sehr lange Akkulaufzeiten und eine sehr gute Ablesbarkeit bei starker Sonneneinstrahlung. Leider wurde die Marke aber Ende der 2010er an Fitbit verkauft, das schließlich in Google aufgegangen ist. Der Technik-Gigant hat jetzt aber die Namensrechte von Pebble an den damaligen Mitbegründer Eric Migicovsky zurückgegeben. Außerdem hat Google das Betriebssystem als Open Source veröffentlicht. Migicovsky startet jetzt einen Neuanfang. Gleich drei neue Modelle soll es geben: die Pebble 2 Duo mit Schwarz-Weiß-Display, die Pebble Time 2 mit Farb-Display und HR-Sensor sowie die stylische Pebble Round 2. Sie alle sind ab sofort vorbestellbar, im Vergleich zu den damaligen Uhren deutlich verbessert und vor allem direkt zum Start mit tausenden Watchfaces und Apps verfügbar. Die Preise liegen bei rund 200 Euro pro Uhr.
Was früher noch das Revier von GoPro war, ist heute ein stark umkämpfter Markt: Actioncams. In den vergangenen Jahren hat sich hier besonders DJI als sehr starke Alternative zum Platzhirschen hervorgetan. Das Unternehmen bietet mit der Osmo Nano sogar ein Gerät an, das extrem klein ist und ein anklippbares Display bietet. Genau da setzt die neue Actioncam von Leaptic an. Die Untermarke von Dreame, hierzulande vor allem durch Saugroboter bekannt, will nicht nur 8K-Videoqualität bieten, sondern auch viel künstliche Intelligenz zur Verbesserung der Videos integrieren. Das Design orientiert sich sehr stark an der Osmo Nano, scheint aber nicht ganz an dessen Kompaktheit heranzureichen. Wie sich das Gerät gegen seine direkte Konkurrenz in der Praxis schlägt, bleibt natürlich abzuwarten.
Die Body Scan 2 von Withings ist eine durchaus imposante Körperwaage, weil sie eben so viel mehr ist als nur das. Über 60 messbare Gesundheitsindikatoren erfasst das Gerät. Dazu gehören etwa Risikofaktoren für Hypertonie, die Leistung des eigenen Stoffwechsels und mehr. Das soll helfen, die eigene Gesundheit im Auge zu behalten und entsprechende Veränderungen im eigenen Lebensstil anzustoßen. Kaum eine Körperwaage auf dem Markt bietet so einen großen Umfang, der durch KI-Integration und eine umfangreiche App besonders einfach zu tracken ist. Allerdings lässt sich das Withings auch fürstlich bezahlen. Mehr als 600 Euro soll die Waage kosten, wenn sie in diesem Jahr auf den Markt kommt.
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