So findest du zur alten Form zurück
Während der Schwangerschaft freuen sich werdende Mütter über jeden Zentimeter, den ihr Bauch runder und runder wird. Kaum ist das Kind jedoch auf der Welt, wird der Bauch eher kritisch beäugt und für viele ist das Thema Abnehmen nach der Schwangerschaft sehr wichtig. Wurde er monatelang zärtlich gestreichelt, wird nach der Geburt nur noch unzufrieden in seine Röllchen gekniffen. Wie du deinen postnatalen Babybauch nach der Schwangerschaft loswirst, erfährst du in diesem Ratgeber. Folgende Kapitel verraten, warum zusätzliche Pfunde einfach dazugehören und wie sie wieder verschwinden:
Inhaltsverzeichnis
Recht auf Pfunde nach der Geburt!
Neun Monate kommen sie, neun Monate brauchen sie, bis sie verschwinden: Die Rede ist von den Pfunden, die sich während der Schwangerschaft still und heimlich auf Hüfte, Po und Bauch niederlassen. Essen für zwei, weniger Sport oder Kuchen mit anderen werdenden Müttern unterstützen die Speicherbereitschaft der Fettdepots. Die Natur hat sich tatsächlich etwas dabei gedacht, dass du während der Schwangerschaft etwas mehr auf den Rippen hast und diese Polster auch danach noch etwas verweilen. Die Schlagzeilen der Klatschpresse postulieren zwar, dass moderne und sexy Frauen nach der Geburt eines Kindes in Nullkommanix gertenschlank sind, sehen dabei jedoch über einen sehr wichtigen Aspekt hinweg: Dein Körper ist in der Lage, ein Lebewesen in sich wachsen und gedeihen zu lassen und es anschließend zur Welt zu bringen. Was für Strapazen das für eine Frau bedeutet, hast du am eigenen Leib erfahren. Wenn du als frischgebackene Mutter also unglücklich an dich herunterschaust, sagst du dir: Das, was du da siehst, ist die Extraportion Energie, die du für die Schwangerschaft und die Geburt brauchtest.
Danach benötigst du vor allem Geduld, denn vieles regelt dein Körper ganz von selbst. So machen sich in den ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt die meisten überschüssigen Kilos von allein aus dem Staub und das Abnehmen nach der Schwangerschaft geht fast von allein von statten. Alles, was dann noch bleibt, sollte dich nicht aus der Ruhe bringen. Dabei handelt es sich um Reserven, die für die Stillzeit wichtig sind. Diese paar Pfunde purzeln im Laufe der Stillzeit in der Regel ebenfalls wie von selbst. Der postnatale Babybauch sollte auf keinen Fall durch weniger Essen zum Verschwinden gebracht werden. Solange dein Baby von deiner Brust trinkt, wäre eine Diät völlig unangebracht und erzwungenes Abnehmen nach der Schwangerschaft trotz stillen nicht gesund für das Kind. Dein Kind hat ein Recht darauf, genüsslich alle Nährstoffe auszukosten, die es für ein gesundes Wachstum braucht. Kommt der Körper in ein Energiedefizit, greift er automatisch auf die Fettreserven zurück und Bauchfett verlieren funktioniert fast wie von alleine, denn so funktionieren Diäten. Diese Fettdepots sind allerdings durch Schadstoffe belastet, die das Kind mit der Muttermilch aufnehmen würde. Eine Gewichtsabnahme durch ein Kaloriendefizit sollte also in keinem Ernährungsplan für stillende Mütter vorkommen. Der Kalorienbedarf der Mutter ist während der Stillzeit sogar erhöht. Stillen hilft also beim Loswerden überschüssiger Pölsterchen – solange du dir die Energie nicht gerade durch Sahnetorte und Pizza zuführst.
Die richtige Ernährung nach der Schwangerschaft zum Abnehmen
Neben der Bewegung kannst du mit einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nach der Geburt den Weg zum flachen Bauch beschleunigen und überschüssiges Bauchfett schnell verlieren. Ein strenger Ernährungsplan birgt jedoch Gefahren: Wenn dein oberstes Ziel ein schlanker Body ist, können Sport und Ernährung schnell zu Stressfaktoren werden. In erster Linie gilt deine Aufmerksamkeit dem neuen Familienmitglied. Genieße die Stunden und die gemeinsamen Mahlzeiten mit deinen Liebsten. Koche und esse bewusst.
Hier unsere Tipps für Lebensmittel, die du in deinen Ernährungsplan nach der Schwangerschaft einbauen solltest:
Verwende zum Braten Pflanzenöle anstatt Butter.
Ziehe bei Nudeln, Brot und Reis die Vollkornvariante den verarbeiteten hellen Versionen vor.
Kartoffeln und vollwertige Getreideprodukte machen satt und versorgen dich mit wichtigen Kohlenhydraten und Vitaminen.
Obst und Gemüse sollten immer in Mengen vorhanden und deine erste Wahl sein, wenn du zwischendurch Lust auf einen kleinen Snack verspürst.
Heimliche Dickmacher sind Alkohol, versteckter Zucker in Säften, Joghurts und Limonaden sowie ein Übermaß an Milch. Warst du also bisher eine Latte-macchiato-Trinkerin, probiere es doch mal mit einem Cappuccino.
Den Saft ersetzt du durch Schorle, und den fertigen Fruchtjoghurt tauschst du gegen einen selbst zubereiteten Quark mit frischem Obst oder Fruchtmark und nach Bedarf ein wenig Honig.
Achte auf natürlich verarbeitete Lebensmittel, dann funktioniert das Abnehmen nach der Schwangerschaft schnell.
Abnehmen nach der Schwangerschaft durch Sport
Hast du ein Kind zur Welt gebracht, hast du das härteste Workout bereits hinter dir. Nach neun Monaten Schwangerschaft und dem kräftezehrenden Akt der Geburt solltest du auf sehr belastenden Sport verzichten. Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt solltest du dich von der anstrengenden Zeit erholen und Kraft tanken. Yoga, leichte Gymnastikübungen und Spaziergänge sind in dieser Zeit optimal. Dein Fokus beim Training sollte auf Bauch und Beckenboden liegen, da diese Bereiche unter der Geburt ganz schön zu leiden hatten. Rückbildungskurse werden von vielen Krankenkassen bezahlt und helfen dabei, den Körper in seine alte Form zu bringen. Eine Beckenbodenübung, die du nach der Wochenbettzeit immer gut zwischendurch machen kannst, besteht darin, die Beckenbodenmuskeln anzuspannen – als müsstest du den Harndrang zurückhalten, weil gerade keine Toilette in der Nähe ist.
Sind Schon- und Stillzeit um und du wieder voll einsatzbereit, gilt es, das Abnehmen nach der Schwangerschaft durch Sport und die passende Ernährung anzukurbeln. Ist dein Beckenboden wieder stabil, kannst du mit leichten Sporteinheiten beginnen. Mache dir jedoch nicht unnötig den Stress, auch noch zusätzliche Fitnesstermine wahrnehmen zu müssen. Es gibt viele Möglichkeiten, sich mit deinem Baby gemeinsam zu bewegen. Erfolgreich abnehmen nach der Schwangerschaft bedeutet auch, viele Wege zu Fuß zurückzulegen, die Treppen zu nehmen und wann immer es geht, flotte Spaziergänge mit dem Kinderwagen zu machen. Wenn du auf diese Weise Bewegung in deinen Alltag bringst, hast du ein angemessenes Sportpensum schnell erreicht und Bauchfett verlieren geht wie von alleine. Einige Fitnessstudios und Sportvereine bieten Kurse für Eltern-Kind-Turnen an. Lasse es langsam angehen und wähle milde Sportformen, bei denen du deinen Beckenboden nicht überlastest. Schwimmen, Aquagymnastik, Pilates und Yoga sind geeignete Sportarten für die Zeit nach der Rückbildung und fördern die Fettverbrennung am postnatalen Babybauch.
Tipp: Treibe am besten Sport, nachdem du gestillt hast, denn dann sind deine Brüste weniger empfindlich.
Ungeeignet sind folgende Sportarten nach der Geburt: Joggen, Ballsportarten, Aerobic, Zumba und ähnliche Fitnesskurse, außerdem Kraftübungen für die geraden Bauchmuskeln. Es ist von allen Bewegungen abzuraten, die Druck auf den Beckenboden verursachen.
Fazit: Mit Gelassenheit zum Wohlfühlgewicht
Mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung kannst du nach der Schwangerschaft abnehmen und dein Wohlfühlgewicht erreichen. du wirst sehen: Wenn du gelassen bleibst, gesundes Essen genießt, dir regelmäßig Pausen gönnst und Freude daran hast, dich endlich wieder auszupowern, wächst die Motivation mit jedem schwindenden Kilo, und das Abnehmen nach der Schwangerschaft passiert ganz nebenbei. Hier noch einmal die wichtigsten Punkte im Überblick:
Hab Geduld mit dir: Manche Frauen kostet es viel Disziplin und Zeit, bei anderen geht es schnell und einfach.
Entscheidend ist auch, ob du bereits vor der Schwangerschaft Sport gemacht hast. Ein durchtrainierter Körper findet leichter zur alten Form zurück.
Setze dir realistische Ziele, zum Beispiel ein bis zwei Kilo pro Monat. So vermeidest du den Jo-Jo-Effekt.
Nimm dein Baby mit zum Sport, verabrede dich mit Freundinnen oder sehe die Sporteinheit als Auszeit, in der du dich nur um dich kümmerst.