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Wann brau­che ich einen Luftreiniger?

Ein Luftreiniger kann die Qualität der Raumluft steigern. Das ist etwa bei Allergien sinnvoll. Hier findest du alles dazu.

Sau­be­re Luft ist ein ent­schei­den­der Fak­tor für dei­ne Gesund­heit und dein Wohl­be­fin­den. Wäh­rend wir drau­ßen häu­fig über Fein­staub, Abga­se oder Pol­len spre­chen, wird die Luft­qua­li­tät in Innen­räu­men oft unter­schätzt. Dabei ver­brin­gen wir den Groß­teil unse­res Tages in geschlos­se­nen Räu­men, etwa zu Hause oder im Büro. Ein Luft­rei­ni­ger kann dir dabei hel­fen, deine Raum­luft zu ver­bes­sern. Doch wann ist ein sol­ches Gerät wirk­lich sinn­vollErfah­re hier, wie Luft­rei­ni­ger funk­tio­nie­ren, wann du dir einen Luft­rei­ni­ger zule­gen soll­test und wor­auf du beim Kauf ach­ten solltest.

Was ist ein Luft­rei­ni­ger und wie funk­tio­niert er?

Ein Luft­rei­ni­ger ist ein elek­tri­sches Gerät, das die Raum­luft von Schad­stof­fen, Par­ti­keln und Gerü­chen befreit. Dazu saugt er die Luft an, lei­tet sie durch meh­re­re Fil­ter­stu­fen und gibt sie anschlie­ßend gerei­nigt wie­der in den Raum ab.

Die wich­tigs­ten Bestand­tei­le eines Luftreinigers

Die meis­ten moder­nen Luft­rei­ni­ger arbei­ten mit einem mehr­stu­fi­gen Filtersystem.

Vor­fil­ter: Der Vor­fil­ter ist die ers­te Rei­ni­gungs­stu­fe eines Luft­rei­ni­gers und ent­fernt gro­be Par­ti­kel wie Staub, Haa­re oder Flu­sen aus der Raum­luft. Dadurch wer­den die nach­ge­la­ger­ten Fein­fil­ter ent­las­tet und ihre Lebens­dau­er ver­län­gert. In vie­len Gerä­ten lässt sich der Vor­fil­ter ein­fach her­aus­neh­men und reinigen.

HEPA-Fil­ter: Der HEPA-Fil­ter ist das Herz­stück vie­ler Luft­rei­ni­ger und fil­tert selbst feins­te Par­ti­kel wie Pol­len, Haus­staub­mil­ben, Schim­mel­spo­ren oder Fein­staub aus der Luft. Dadurch eig­net er sich beson­ders für Allergiker*innen und Men­schen mit emp­find­li­chen Atem­we­gen. Hoch­wer­ti­ge HEPA-Fil­ter kön­nen einen Groß­teil die­ser Par­ti­kel zuver­läs­sig aus der Raum­luft entfernen.

Aktiv­koh­le­fil­ter: Der Aktiv­koh­le­fil­ter ist dar­auf spe­zia­li­siert, Gerü­che sowie gas­för­mi­ge Schad­stof­fe aus der Raum­luft zu bin­den. Er kommt häu­fig bei Koch­düns­ten, Ziga­ret­ten­rauch oder Abga­sen von drau­ßen zum Ein­satz. In Kom­bi­na­ti­on mit einem HEPA-Fil­ter sorgt er für spür­bar fri­sche­re und ange­neh­me­re Raumluft.

Ven­ti­la­tor: Der Ven­ti­la­tor sorgt dafür, dass die Raum­luft kon­ti­nu­ier­lich durch die ver­schie­de­nen Fil­ter­stu­fen des Luft­rei­ni­gers gelei­tet wird. Sei­ne Leis­tung beein­flusst maß­geb­lich, wie schnell und effi­zi­ent die Luft im Raum gerei­nigt wird. Vie­le Gerä­te bie­ten unter­schied­li­che Leis­tungs­stu­fen, um Luft­strom und Geräusch­pe­gel anzupassen.

Luft­rei­ni­ger, Luft­wä­scher oder Ioni­sa­tor: Was ist der Unterschied?

Viel­leicht ist dir schon auf­ge­fal­len, dass Begrif­fe wie Luft­rei­ni­ger, Luft­wä­scher oder Ioni­sa­tor oft syn­onym ver­wen­det wer­den. Sie unter­schei­den sich jedoch deut­lich in ihrer Funktionsweise.

Luft­rei­ni­ger fil­tern Schad­stof­fe mecha­nisch aus der Raum­luft und redu­zie­ren so die Belas­tung durch Pol­len, Staub und ande­re All­er­ge­ne. Sie arbei­ten mit mehr­stu­fi­gen Fil­ter­sys­te­men, die Par­ti­kel unter­schied­li­cher Grö­ße zuver­läs­sig zurück­hal­ten. Dadurch eig­nen sie sich beson­ders für Allergiker*innen und Men­schen mit emp­find­li­chen Atem­we­gen. Hier fin­dest du übri­gens wei­te­re Tipps zur Ver­bes­se­rung der Luft für Allergiker*innen.

Luft­wä­scher arbei­ten in der Regel mit Was­ser, in dem Staub und ande­re Par­ti­kel aus der Luft gebun­den wer­den. Gleich­zei­tig erhö­hen sie die Luft­feuch­tig­keit im Raum, was vor allem in der Heiz­pe­ri­ode als ange­nehm emp­fun­den wird. Bei sehr fei­nen Par­ti­keln sind sie jedoch meist weni­ger effek­tiv als Luft­rei­ni­ger mit Filtersystem.

Ioni­sa­to­ren laden Par­ti­kel in der Luft elek­trisch auf, sodass sie sich an Ober­flä­chen wie Wän­den oder Möbeln abset­zen. Dadurch wer­den sie zwar aus der Luft ent­fernt, jedoch nicht aktiv gefil­tert oder gesam­melt. Ioni­sa­to­ren erset­zen daher kein klas­si­sches Fil­ter­sys­tem und eig­nen sich eher als Ergän­zung denn als allei­ni­ge Lösung.

Wann brau­che ich einen Luftreiniger?

Ob ein Luft­rei­ni­ger sinn­voll ist, hängt stark von dei­ner Wohn­si­tua­ti­on, dei­nem All­tag und mög­li­chen gesund­heit­li­chen Beschwer­den ab. Es gibt aller­dings ein paar Situationen/Lebens­um­stän­de in denen ein Luft­rei­ni­ger auf jeden Fall sinn­voll ist.

Bei All­er­gien und Heuschnupfen

Für All­er­gi­ker*innen ist sau­be­re Raum­luft beson­ders wich­tig. Pol­len, Tier­haa­re und Haus­staub kön­nen Beschwer­den wie Nie­sen, jucken­de Augen oder Atem­pro­ble­me aus­lö­sen. Ein Luft­rei­ni­ger mit HEPA-Fil­ter kann die­se Par­ti­kel aus der Luft ent­fer­nen und so die Belas­tung in Innen­räu­men redu­zie­ren – vor allem wäh­rend der Pol­len­sai­son. In die­sem Arti­kel fin­dest du sechs Model­le, die für Allergiker*innen beson­ders zu emp­feh­len sind.

Bei Fein­staub­be­las­tung in Städten

In urba­nen Gebie­ten oder in der Nähe stark befah­re­ner Stra­ßen gelangt Fein­staub auch in Woh­nun­gen und Häu­ser, so dass auch regel­mä­ßi­ges Lüf­ten nicht immer für aus­rei­chend sau­be­re Luft sor­gen kann. Luft­rei­ni­ger kön­nen die Fein­staub­kon­zen­tra­ti­on im Raum deut­lich sen­ken und so die Luft­qua­li­tät verbessern.

Bei Tier­haa­ren und Haustieren

Klar, Haus­tie­re sor­gen für Freu­de, brin­gen aber auch Haa­re, Haut­schup­pen und Gerü­che mit sich. Luft­rei­ni­ger hel­fen, die­se Par­ti­kel aus der Luft zu fil­tern und sind daher nicht nur für Men­schen mit Tier­haar­all­er­gien oder emp­find­li­chen Atem­we­gen sinn­voll.

Bei unan­ge­neh­men Gerüchen

Koch­düns­te, Ziga­ret­ten­rauch oder Umge­bungs­ge­rü­che kön­nen sich hart­nä­ckig in Räu­men hal­ten. Aktiv­koh­le­fil­ter in Luft­rei­ni­gern sind dar­auf spe­zia­li­siert, Gerü­che und gas­för­mi­ge Stof­fe zu bin­den und die Luft fri­scher wir­ken zu lassen.

Bei Schim­mel­pro­ble­men

Schim­mel ent­steht häu­fig in feuch­ten, schlecht belüf­te­ten Räu­men. Ein Luft­rei­ni­ger kann Schim­mel­spo­ren aus der Luft fil­tern und so die Belas­tung redu­zie­ren. Wich­tig ist jedoch: Die Ursa­che des Schim­melsetwa zu hohe Luft­feuch­tig­keitmuss zusätz­lich beho­ben wer­den. Ein Luft­rei­ni­ger allein reicht nicht aus. Hier kann aber ein Luft­ent­feuch­ter hel­fen. Hier kommst du zum Ver­gleich von Luftentfeuchtern.

In moder­nen, gut gedämm­ten Gebäuden

Neu­bau­ten und sanier­te Woh­nun­gen sind oft sehr luft­dicht. Das spart Ener­gie, kann aber dazu füh­ren, dass sich Schad­stof­fe und CO₂ schnel­ler anrei­chern. Ein Luft­rei­ni­ger kann hier ergän­zend zum regel­mä­ßi­gen Lüf­ten ein­ge­setzt wer­den, um die Luft­qua­li­tät zu verbessern.

Wofür eig­net sich ein Luft­rei­ni­ger nicht?

Auch wenn Luft­rei­ni­ger in vie­len Situa­tio­nen nütz­lich sind, haben sie kla­re Gren­zen und erset­zen kei­nes­falls fri­sche Luft. Regel­mä­ßi­ges Lüf­ten ist wei­ter­hin uner­läss­lich, um Koh­len­di­oxid aus dem Raum zu ent­fer­nen und gleich­zei­tig fri­schen Sau­er­stoff her­ein­zu­las­sen. Beson­ders bei che­mi­schen Schad­stof­fen, Gasen oder flüch­ti­gen orga­ni­schen Ver­bin­dun­gen sto­ßen vie­le Gerä­te an ihre Leis­tungs­gren­zen, da die­se Stof­fe nur begrenzt oder gar nicht vom Fil­ter erfasst wer­den. Ein Luft­rei­ni­ger soll­te daher immer als ergän­zen­de Maß­nah­me ver­stan­den wer­den, die die Raum­luft ver­bes­sert, aber nicht die Grund­vor­aus­set­zung für ein gesun­des Raum­kli­ma ersetzt. Fri­sche Luft, rich­ti­ge Belüf­tung und gege­be­nen­falls bau­li­che Maß­nah­men blei­ben daher unverzichtbar.

Wel­che Fil­ter­ty­pen gibt es?

Die Fil­ter­tech­nik ist das Herz­stück eines Luft­rei­ni­gers. Je nach Ein­satz­be­reich kom­men unter­schied­li­che Fil­ter zum Einsatz.

HEPA-Fil­ter: Sie gel­ten als beson­ders effek­tiv und kön­nen selbst feins­te Par­ti­kel aus der Luft ent­fer­nen. Sie sind ide­al für All­er­gi­ker und Men­schen mit emp­find­li­chen Atemwegen.

Aktiv­koh­le­fil­ter: Die­se Fil­ter bin­den Gerü­che und gas­för­mi­ge Schad­stof­fe. Sie sind beson­ders nütz­lich in Küchen, Raucher*innenhaushalten oder Woh­nun­gen in stark befah­re­nen Gegenden.

Vor­fil­ter: Ein Vor­fil­ter fängt gro­ben Schmutz ab und schützt die emp­find­li­che­ren Fil­ter. Er ver­län­gert deren Lebens­dau­er und kann oft ein­fach gerei­nigt werden.

Zusatz­tech­no­lo­gien: Man­che Luft­rei­ni­ger ver­fü­gen über zusätz­li­che Funk­tio­nen wie UV-Licht oder Ioni­sa­ti­on. Die­se kön­nen die Wir­kung ergän­zen, erset­zen aber nicht die mecha­ni­sche Filterung.

Den rich­ti­gen Luft­rei­ni­ger aus­wäh­len: Dar­auf soll­test du achten

Raum­grö­ße und Leistung

Ent­schei­dend ist, dass der Luft­rei­ni­ger zur Grö­ße des Raums passt. Her­stel­ler geben an, für wel­che Raum­flä­che ein Gerät geeig­net ist. Wich­tig ist dabei der soge­nann­te CADR-Wert, der angibt, wie viel sau­be­re Luft pro Stun­de erzeugt wird.

Laut­stär­ke

Gera­de im Schlaf­zim­mer oder im Home­of­fice spielt der Geräusch­pe­gel eine gro­ße Rol­le. Vie­le Gerä­te bie­ten einen Nacht- oder Lei­se­mo­dus.

Zusatz­funk­tio­nen

Auto­ma­tik­pro­gram­me, Luft­qua­li­täts­sen­so­ren, Timer oder App-Steue­rung erhö­hen den Bedien­kom­fort und machen den Ein­satz flexibler.

War­tung und Filterwechsel

Fil­ter müs­sen regel­mä­ßig gerei­nigt oder aus­ge­tauscht wer­den, um eine gleich­blei­ben­de Leis­tung zu gewähr­leis­ten. Beim Kauf lohnt es sich, auch auf die Fol­ge­kos­ten für Ersatz­fil­ter zu achten.

Pfle­ge und War­tung: So bleibt dein Luft­rei­ni­ger effektiv

Damit ein Luft­rei­ni­ger dau­er­haft effek­tiv arbei­tet und die Raum­luft zuver­läs­sig von Staub, Pol­len oder ande­ren Par­ti­keln befreit, ist regel­mä­ßi­ge Pfle­ge ein Muss. Dazu gehört zunächst, den Vor­fil­ter regel­mä­ßig zu rei­ni­gen oder aus­zu­wa­schen, damit gro­be Par­ti­kel nicht die fei­ne­ren Fil­ter ver­stop­fen. Auch die Haupt­fil­ter solltest du gemäß den Her­stel­ler­an­ga­ben aus­tau­schen, um die vol­le Leis­tung des Geräts sicher­zu­stel­len. Zusätz­lich soll­te der Luft­rei­ni­ger selbst regel­mä­ßig ent­staubt wer­den, damit sich weder Schmutz noch Abla­ge­run­gen im Inne­ren sammeln.

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Ein Luft­rei­ni­ger kann die Raum­luft spür­bar ver­bes­sern, ins­be­son­de­re für All­er­gi­ker*innen, Stadt­be­woh­ner*innen oder Haus­hal­te mit Haus­tie­ren. Er redu­ziert Pol­len, Staub, Tier­haa­re, Gerü­che und teil­wei­se sogar Fein­staub, sorgt für fri­sche­re Luft und stei­gert dein Wohl­be­fin­den. Gleich­zei­tig ersetzt er jedoch nicht das regel­mä­ßi­ge Lüf­ten oder die Besei­ti­gung von Schad­stoff­quel­len. Ein Luft­rei­ni­ger lohnt sich vor allem dann, wenn gezielt Par­ti­kel­be­las­tun­gen redu­ziert wer­den sol­len oder die Luft­qua­li­tät auf­grund bau­li­cher Gege­ben­hei­ten ein­ge­schränkt ist. Rich­tig ein­ge­setzt ist er eine sinn­vol­le Ergän­zung für dein gesun­des Raumklima.

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