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Ver­ständ­lich erklärt: Was ist ein VPN und wozu brauchst du es?

Ein VPN-Tunnel ist wie ein geschützter Geheimgang von deinem Rechner zu einem anderen Computer.

VPN steht für Vir­tu­al Pri­va­te Net­work – eine Tech­nik, mit der du dich im Inter­net ver­ste­cken kannst. War­um das manch­mal nötig ist und wie ein VPN funk­tio­niert, ver­rät UPDATED in die­sem Beitrag.

VPN – Tarn­kap­pe fürs Internet

Ein Vir­tu­al Pri­va­te Net­work (VPN) ist eine Tech­no­lo­gie, die es dir ermög­licht, eine ver­schlüs­sel­te und siche­re Ver­bin­dung zu einem ent­fern­ten Netz­werk her­zu­stel­len. Mit einem VPN schützt du dei­ne Pri­vat­sphä­re und dei­ne Daten vor uner­wünsch­ter Über­wa­chung und Datensammlung.

In die­sem Zusam­men­hang spricht man häu­fig auch von einem VPN-Tun­nel. Tat­säch­lich kannst du dir die­se siche­re Ver­bin­dung wie einen Geheim­gang von dei­nem Com­pu­ter zu einem ande­ren Com­pu­ter vor­stel­len. Das funk­tio­niert durch die Erstel­lung einer ver­schlüs­sel­ten Ver­bin­dung zwi­schen dei­nem Gerät und dem VPN-Ser­ver. Mit einer VPN-Ver­bin­dung hast du die Mög­lich­keit, anonym auf ein Netz­werk bezie­hungs­wei­se Web­sei­ten zuzugreifen.

So funk­tio­niert ein VPN-VClient

Für die Ver­bin­dung zu einem VPN nutzt du einen VPN-Cli­ent. Das ist eine Anwen­dung, die du auf dei­nem Com­pu­ter, Tablet oder Smart­phone instal­lierst, um eine Ver­bin­dung zu einem VPN-Ser­ver herzustellen.

 

Das VPN-Netz­werk ist sozu­sa­gen ein Ver­mitt­ler: Ver­bin­dest du dei­nen Rech­ner mit einem vir­tu­el­len pri­va­ten Netz­werk, gibt ledig­lich der VPN-Ser­ver sei­ne IP-Adres­se an den Ser­ver der Ziel­sei­te wei­ter. Eben­so gibt die Ziel­sei­te dei­ne Daten an den VPN-Ser­ver wei­ter, der sie an dei­nen Rech­ner wei­ter­lei­tet. So ver­steckst du die IP-Adres­se dei­nes Rech­ners, das vir­tu­el­le pri­va­te Netz­werk macht dei­nen Com­pu­ter nahe­zu unsichtbar.

Da alle Daten, die zwi­schen dei­nem Gerät und dem VPN-Ser­ver aus­ge­tauscht wer­den, ver­schlüs­selt und geschützt sind, wird es für Drit­te schwie­ri­ger, auf die­se Daten zuzu­grei­fen oder sie zu steh­len. Im Grun­de ist nie­mand außer­halb die­ses VPN-Tun­nels in der Lage, die Kom­mu­ni­ka­ti­on zu ver­fol­gen, zu über­wa­chen oder Daten zu stehlen.

3 Vor­tei­le: Hier­für brauchst du ein VPN

Es gibt meh­re­re Grün­de, ein VPN zu ver­wen­den. Ein wich­ti­ger Grund ist der Schutz der Pri­vat­sphä­re. Indem man eine VPN-Ver­bin­dung ver­wen­det, kann man sicher­stel­len, dass die Online-Akti­vi­tä­ten nicht von Drit­ten ver­folgt oder über­wacht wer­den können.

Schutz vor Cyberangriffen

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Grund ist der Schutz vor Cyber­an­grif­fen. Ein VPN ver­schlüs­selt nicht nur die Daten, die über­tra­gen wer­den, son­dern ver­birgt auch dei­ne IP-Adres­se. Dadurch wird es schwie­ri­ger, dei­nen Stand­ort zu ermit­teln und ihn gezielt anzugreifen.

Ein wei­te­rer Grund für die Ver­wen­dung eines VPN ist der Schutz vor Cyber­an­grif­fen. Ein VPN ver­birgt die IP-Adres­se des Benut­zers, so dass er schwe­rer zu loka­li­sie­ren und anzu­grei­fen ist. Wenn ein Benut­zer zum Bei­spiel von einem öffent­li­chen WLAN aus auf sei­ne Bank­kon­ten zugreift, ist es für einen Angrei­fer schwie­ri­ger, sei­ne Daten zu steh­len, wenn er ein VPN verwendet.

Geo­blo­cking austricksen

Zusätz­lich kannst du ein VPN ein­set­zen, um Geo­blo­cking zu umge­hen. Geo­blo­cking bezeich­net eine Tech­no­lo­gie, mit der der Zugriff auf bestimm­te Inhal­te im Inter­net je nach geo­gra­fi­schem Stand­ort des Nut­zers ein­ge­schränkt oder ganz blo­ckiert wird. Das bedeu­tet, dass Inhal­te wie Vide­os, Musik, TV-Sen­dun­gen oder Web­sei­ten nur in bestimm­ten Län­dern oder Regio­nen ver­füg­bar sind und von ande­ren Stand­or­ten aus nicht auf­ge­ru­fen wer­den kön­nen. Geo­blo­cking wird von vie­len Unter­neh­men ein­ge­setzt, um ihre Inhal­te nur in bestimm­ten Län­dern oder Regio­nen anzu­bie­ten oder um Urhe­ber­rechts­ver­let­zun­gen zu vermeiden.

Durch die Ver­bin­dung mit einem Ser­ver in einem ande­ren Land greifst du auf Inhal­te zu, die in dei­nem Land mög­li­cher­wei­se ein­ge­schränkt sind. Das ist beson­ders nütz­lich, wenn du auf Rei­sen bist oder in Län­dern lebst, in denen bestimm­te Web­sites oder Diens­te blo­ckiert sind. Auch schützt dich ein VPN immer, wenn du von einem öffent­li­chen WLAN aus auf das Inter­net zugreifst.

Zen­sur von Web­sites und sozia­len Netz­wer­ken umgehen

Ein VPN hilft auch in Län­dern, in denen das Inter­net zen­siert wird, die­se Zen­sur zu umge­hen und den Zugriff auf blo­ckier­te Web­sites, sozia­le Medi­en und Mes­sa­ging-Apps wie Face­book, Twit­ter oder Whats­App zu ermög­li­chen. So blei­ben die Inter­net­ak­ti­vi­tä­ten der Nut­zer vor staat­li­cher Über­wa­chung und Zen­sur geschützt wäh­rend über den VPN-Cli­ent blo­ckier­te Inhal­te zugäng­lich sind.

Es ist jedoch zu beach­ten, dass die Nut­zung von VPNs in eini­gen Län­dern ille­gal sein kann und schwe­re recht­li­che Kon­se­quen­zen haben kann. Es ist wich­tig, sich über die Geset­ze und Vor­schrif­ten in dem betref­fen­den Land zu infor­mie­ren und nur einen seriö­sen VPN-Dienst zu nut­zen, um sicher­zu­stel­len, dass die Pri­vat­sphä­re und Sicher­heit des Nut­zers geschützt sind.

Bes­ser nicht knau­sern: Qua­li­tät ist nicht kostenlos

Es gibt Anbie­ter, die ihren VPN-Cli­ent kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len, aber auch Anbie­ter, die dafür Geld ver­lan­gen. In der Regel gilt: Ein qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ger VPN-Dienst wird sei­nen Dienst sel­ten dau­er­haft kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len. Ins­be­son­de­re wenn er unbe­grenz­te Band­brei­te oder erwei­ter­te Funk­tio­nen zur Ver­fü­gung stellt.

Da ein VPN-Anbie­ter den gesam­ten Inter­net­ver­kehr des Nut­zers ver­ar­bei­tet und spei­chert, ist es zudem wich­tig, einen ver­trau­ens­wür­di­gen Anbie­ter zu wäh­len, der sicher, zuver­läs­sig und schnell ist, der kei­ne Pro­to­kol­le spei­chert oder die dei­ne Pri­vat­sphä­re beein­träch­tigt. Eini­ge der bekann­tes­ten VPN-Anbie­ter auf dem Markt sind ExpressVPN, NordVPN, Surfs­hark, CyberG­host und Pri­va­te Inter­net Access.

Nach­tei­le: Vor­sicht vor der Speed-Bremse

Bei der Ver­wen­dung eines VPNs gibt es aller­dings auch ein paar Nach­tei­le. So kann er die Ver­bin­dungs­ge­schwin­dig­keit ver­lang­sa­men, was ins­be­son­de­re bei der Ver­wen­dung von Strea­ming-Diens­ten wie Net­flix oder Ama­zon Prime Video ein Pro­blem dar­stel­len kann.

Eini­ge Web­sites, Diens­te und Online-Platt­for­men sind zudem in der Lage, auf­grund der IP-Adress­be­rei­che von VPN-Anbie­tern oder bestimm­ten Merk­ma­len von VPN-Ver­bin­dun­gen zu erken­nen, dass du eine VPN-Ver­bin­dung nutzt. Dies kann bei­spiels­wei­se der Fall sein, wenn ein VPN-Anbie­ter nur eine begrenz­te Anzahl von IP-Adres­sen nutzt oder wenn der VPN-Dienst eine unge­wöhn­lich hohe Anzahl von Ver­bin­dun­gen aus den­sel­ben IP-Adress­be­rei­chen aufweist.

In eini­gen Fäl­len blo­ckie­ren die­se Betrei­ber dann den Zugriff auf ihre Diens­te. Um eine sol­che Blo­cka­de zu umge­hen, kannst du ver­su­chen, einen ande­ren VPN-Ser­ver oder ‑Anbie­ter zu nut­zen, der nicht blo­ckiert wird, oder alter­na­ti­ve Tech­no­lo­gien wie Pro­xies oder Tor nutzen.

Ist es legal, ein VPN zu nutzen?

Ein VPN ist an sich nicht ille­gal. In vie­len Län­dern ist es legal und sogar emp­foh­len, ein VPN zu nut­zen, um die Pri­vat­sphä­re im Inter­net zu schüt­zen und auf Inhal­te zuzu­grei­fen, die auf­grund geo­gra­fi­scher Ein­schrän­kun­gen sonst nicht ver­füg­bar wären.

Aller­dings kann die Nut­zung eines VPNs ille­gal sein, wenn du es dazu benutzt, kri­mi­nel­le Akti­vi­tä­ten wie bei­spiels­wei­se Hack­ing, Betrug oder den Zugriff auf ille­ga­le Inhal­te zu ver­schlei­ern. Auch die Umge­hung von geo­gra­fi­schen Ein­schrän­kun­gen, um bei­spiels­wei­se auf län­der­spe­zi­fisch blo­ckier­te Inhal­te zuzu­grei­fen, kann in eini­gen Län­dern ille­gal sein.

Es ist daher wich­tig, dass du dich über die loka­len Geset­ze und Bestim­mun­gen infor­mierst, bevor du ein VPN nutzt und sicher­zu­stel­len, dass du es nur für lega­le Zwe­cke einsetzt.

VPN: Schutz vor Cyber­an­grif­fen und mehr

Ins­ge­samt ist ein VPN eine nütz­li­che Tech­no­lo­gie, die Nut­zern dabei hilft, ihre Online-Pri­vat­sphä­re und Sicher­heit zu schüt­zen. Durch die Ver­wen­dung eines VPNs kön­nen Nut­zer ihre Daten verschlüsseln.

Wenn du ein VPN ver­wen­dest, bist du zwar vor den meis­ten Arten von Über­wa­chung und Angrif­fen geschützt. Den­noch ist es wich­tig, wei­te­re Sicher­heits­maß­nah­men zu ergrei­fen. So soll­test du zu dei­nem Schutz Anti-Viren-Soft­ware ver­wen­den und unsi­che­re Web­sites meiden.

Zudem emp­fiehlt es sich, einen ver­trau­ens­wür­di­gen Anbie­ter zu wäh­len, damit dei­ne Daten auch wirk­lich sicher und du vor Cyber­an­grif­fen geschützt bist.

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