Licht an, Licht aus: das geht auch ohne zum Schalter zu laufen. Mit Smart Lights kannst du deine Beleuchtung per Smartphone, Sprachbefehl oder automatisch steuern. Du kannst Lampen dimmen, die Lichtfarbe verändern oder feste Abläufe einrichten. Und dafür musst du nicht unbedingt deine komplette Beleuchtung austauschen. Oft reichen schon smarte Leuchtmittel. Doch wie funktioniert smarte Beleuchtung eigentlich? Welche Möglichkeiten gibt es und brauchst du dafür eine Bridge? Wir erklären dir, wie du deine Lampen smart machst und worauf du bei der Einrichtung achten solltest.
Das erfahrt ihr gleich
- So funktionieren Smart Lights
- Die Vorteile smarter Beleuchtung
- Smart Lights nachrüsten: Diese Möglichkeiten gibt es
- So kannst du Smart Lights steuern
- Ist eine Bridge oder ein Hub nötig?
- Funktionen von Smart Lights
- Smart Lights ins Smart Home integrieren
- Was passiert, wenn das Internet ausfällt?
- Smarte Beleuchtung muss nicht kompliziert sein
Smart Lights sind Lampen oder Leuchtmittel, die sich über eine digitale Verbindung steuern lassen. Statt ausschließlich über einen klassischen Lichtschalter kannst du sie beispielsweise per App auf deinem Smartphone bedienen. Je nach Modell sind auch Sprachsteuerung, Fernbedienungen oder automatische Abläufe möglich. Smarte Leuchtmittel sehen dabei zunächst aus wie ganz normale LED-Lampen. Sie verfügen allerdings zusätzlich über Funktechnik und können sich mit deinem WLAN oder einem anderen Smart-Home-System verbinden. So kannst du beispielsweise festlegen, dass sich das Licht morgens automatisch einschaltet oder abends langsam herunterdimmt. Viele Smart Lights bieten außerdem mehr Möglichkeiten als einfach nur „an“ und „aus“. Du kannst die Helligkeit verändern, unterschiedliche Weißtöne einstellen oder, bei RGB-Leuchtmitteln, aus zahlreichen Farben wählen.

Smarte Beleuchtung kann vor allem im Alltag praktisch sein. Du musst nicht jedes Mal zum Lichtschalter laufen, wenn du die Helligkeit verändern oder eine Lampe ausschalten möchtest. Besonders praktisch sind automatische Abläufe. So kannst du zum Beispiel einstellen, dass sich das Licht im Wohnzimmer jeden Abend zu einer bestimmten Uhrzeit einschaltet. Oder du lässt deine Lampen morgens langsam heller werden, um den Sonnenaufgang zu simulieren.
Auch beim Verlassen der Wohnung kann Smart-Home-Beleuchtung hilfreich sein: Mit einer entsprechenden Automation lassen sich mehrere Lampen gleichzeitig ausschalten. Ein weiterer Vorteil ist die individuelle Lichtstimmung. Zum konzentrierten Arbeiten eignet sich helles, eher kühles Licht, während warmes und gedimmtes Licht am Abend für eine gemütlichere Atmosphäre sorgen kann.
Du brauchst nicht zwingend eine komplett neue Beleuchtung, um deine Lampen smart zu machen. Welche Lösung für dich infrage kommt, hängt vor allem davon ab, welche Lampen und Schalter du bereits verwendest.
Die einfachste Möglichkeit zum Nachrüsten sind smarte Leuchtmittel. Du schraubst das herkömmliche Leuchtmittel aus und ersetzt es durch eine smarte Variante. Dabei solltest du auf den passenden Sockel achten. Ein E27-Leuchtmittel passt beispielsweise nicht in eine Fassung für E14. Auch die maximale Leistung und die Bauform können eine Rolle spielen. Nach der Einrichtung lässt sich die Lampe je nach Modell über eine App oder andere Steuerungsmöglichkeiten bedienen.
Eine weitere Möglichkeit sind komplette smarte Lampen. Dabei ist die Technik bereits fest in der Leuchte integriert. Das kann sinnvoll sein, wenn du ohnehin eine neue Steh‑, Tisch- oder Deckenlampe anschaffen möchtest. Der Vorteil daran ist, dass du dich nicht um das passende Leuchtmittel kümmern musst. Dafür lässt sich die Lichtquelle bei manchen Modellen allerdings nicht so einfach austauschen, wenn sie einmal defekt ist.
Du möchtest deine vorhandenen Leuchtmittel behalten? Dann kann ein smarter Lichtschalter die passende Alternative für dich sein. Er wird anstelle des herkömmlichen Schalters installiert und kann anschließend in ein Smart-Home-System eingebunden werden. Hier ist allerdings etwas mehr Vorsicht gefragt als beim einfachen Austausch eines Leuchtmittels. Für die Installation eines fest verbauten Lichtschalters solltest du im Zweifel eine Elektrofachkraft hinzuziehen.
Smarte Beleuchtung bietet verschiedene Möglichkeiten zur Steuerung. Welche davon verfügbar sind, hängt vom jeweiligen System und Modell ab.
Per Smartphone: Über die passende App kannst du einzelne Lampen oder ganze Gruppen steuern. Du kannst sie ein- und ausschalten, dimmen oder, sofern unterstützt, die Lichtfarbe verändern.
Per Sprache: Viele Smart Lights lassen sich mit Sprachassistenten verbinden. Dann reicht beispielsweise ein Sprachbefehl, um das Licht einzuschalten oder zu dimmen.
Per Fernbedienung: Einige Systeme bieten eigene Fernbedienungen. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du nicht jedes Mal dein Smartphone hervorholen möchtest.
Automatisch: Besonders interessant wird smarte Beleuchtung, wenn du Automationen einrichtest. Deine Lampen können dann abhängig von Uhrzeit, Sonnenaufgang oder anderen Bedingungen reagieren.
Nicht jedes Smart-Light-System funktioniert auf die gleiche Weise. Manche Leuchtmittel können sich direkt mit deinem WLAN verbinden. Andere nutzen Funkstandards wie Zigbee oder benötigen eine zusätzliche Bridge beziehungsweise einen Hub. Eine Bridge dient vereinfacht gesagt als Vermittlung zwischen deinen smarten Lampen und deinem Netzwerk. Die Lampen kommunizieren mit der Bridge, während du sie beispielsweise über eine App steuerst. Der Vorteil solcher Systeme kann darin liegen, dass du viele Geräte miteinander vernetzen kannst. Außerdem ist die Kommunikation je nach Funkstandard nicht ausschließlich vom WLAN abhängig. Es gibt aber auch Smart Lights, die ohne zusätzliche Bridge auskommen. Deshalb lohnt sich vor dem Kauf ein Blick auf die technischen Voraussetzungen des jeweiligen Systems.
Nicht jedes smarte Leuchtmittel bietet dieselben Funktionen. Überlege dir deshalb zunächst, was deine Beleuchtung können soll.
Achte darauf, dass das Leuchtmittel in deine vorhandene Fassung passt. Außerdem sollte es mit deinem gewünschten Smart-Home-System beziehungsweise der verwendeten App kompatibel sein.
Die Helligkeit wird bei LED-Leuchtmitteln in Lumen angegeben. Je höher der Wert, desto heller kann die Lampe leuchten. Für eine kleine Tischlampe brauchst du beispielsweise weniger Licht als für eine zentrale Deckenleuchte.
Auch die Farbtemperatur kann bei Smart Lights verändert werden. Warmweißes Licht wirkt gemütlich und eignet sich besonders für den Abend. Neutral- oder Kaltweiß kann dagegen beim Arbeiten oder konzentrierten Tätigkeiten angenehmer sein. Einige Modelle bieten eine große Bandbreite an einstellbaren Weißtönen. Andere können zusätzlich farbiges Licht erzeugen.
Wenn du die Helligkeit deiner Lampe flexibel anpassen möchtest, sollte das Leuchtmittel ausdrücklich dimmbar sein. Bei smarten Lampen funktioniert das in der Regel über die App, einen Sprachbefehl oder eine kompatible Steuerung.
WLAN, Bluetooth, Zigbee und andere Funkstandards haben unterschiedliche Eigenschaften. Während WLAN-Leuchtmittel häufig direkt mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden können, benötigen andere Systeme möglicherweise eine Bridge. Überlege deshalb auch, wie viele smarte Geräte du später miteinander verbinden möchtest. Wenn du deine Beleuchtung nach und nach zu einem größeren Smart Home ausbauen willst, kann ein System mit mehreren kompatiblen Geräten interessant sein.
Smarte Lampen können mehr, als nur auf einen Befehl zu reagieren. In einem vernetzten Smart Home lassen sie sich mit anderen Geräten und Abläufen kombinieren. So kannst du beispielsweise eine Routine erstellen, bei der sich morgens die Rollläden öffnen und gleichzeitig das Licht langsam heller wird. Oder du verknüpfst deine Beleuchtung mit einem Bewegungssensor: Betrittst du nachts den Flur, geht automatisch ein gedimmtes Licht an. Auch Szenen sind möglich. Dabei werden mehrere Einstellungen mit einem einzigen Befehl aktiviert. Eine „Filmabend“-Szene könnte beispielsweise das Wohnzimmerlicht dimmen, während andere Lampen ausgeschaltet werden.
Wichtig ist dabei, dass die beteiligten Geräte miteinander kompatibel sind. Nicht jedes Smart-Home-Gerät kann automatisch mit jedem anderen kommunizieren.
Ob deine Smart Lights auch ohne Internet funktionieren, hängt vom jeweiligen System ab. Manche Funktionen laufen weiterhin über das lokale Netzwerk oder eine Bridge, während cloudbasierte Funktionen möglicherweise nicht verfügbar sind. Auch der klassische Lichtschalter kann eine Rolle spielen: Wird eine smarte Lampe darüber dauerhaft vom Strom getrennt, kann sie anschließend natürlich nicht mehr per App oder Sprachsteuerung angesprochen werden.
Deshalb solltest du smarte Leuchtmittel möglichst nicht regelmäßig über einen herkömmlichen Schalter komplett vom Strom trennen. Für die alltägliche Bedienung sind App, Sprachsteuerung oder ein kompatibler smarter Taster die bessere Wahl.
Der Einstieg in Smart Lights ist einfacher, als es zunächst klingt. Wenn du deine vorhandene Beleuchtung behalten möchtest, kannst du zunächst einzelne Leuchtmittel austauschen und ausprobieren, welche Funktionen du im Alltag tatsächlich nutzt. Möchtest du nur eine Lampe per Smartphone dimmen, reicht möglicherweise bereits ein einzelnes smartes Leuchtmittel. Soll später die gesamte Wohnung miteinander vernetzt werden, lohnt sich dagegen ein Blick auf das Zusammenspiel verschiedener Geräte und Smart-Home-Systeme. So kannst du deine Beleuchtung Schritt für Schritt an deine Bedürfnisse anpassen von der einfachen Steuerung per App bis hin zu automatisierten Lichtszenen für den ganzen Tag.
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