Ein wichtiges Doku­ment aus­druck­en – das geht nicht nur über den PC: Druck­aufträge lassen sich auch über ein Smart­phone oder Tablet mit Android anweisen, und zwar auf viele unter­schiedliche Arten. Welche das sind und wie das geht, erfahren Sie im Fol­gen­den.

Alternative: Als PDF drucken

Die Druck­funk­tion erfordert nicht zwin­gend einen Druck­er. So ist es mit einem Android-Smart­phone auch möglich, Doku­mente als PDF abzus­pe­ich­ern. Ein entsprechen­der Ein­trag befind­et sich für gewöhn­lich im Druck­di­a­log. Sie haben dann die Option, eine Kopie im inter­nen Spe­ich­er anzule­gen oder in die Cloud via Google Dri­ve zu ver­schieben. Da dies eine Stan­dard-Funk­tion der meis­ten Druck-Apps ist, benöti­gen Sie hier­für keinen Zugriff auf Zusatz-Hard­ware.

Welche Voraussetzungen muss mein Drucker erfüllen?

Ihr Druck­er muss lediglich im sel­ben Net­zw­erk angemeldet sein wie Ihr Smart­phone. Bei Druck­ern jün­geren Datums müssen Sie diesen Umweg aber gar nicht erst gehen, da diese meist auch einen Zugriff über Blue­tooth und die Cloud erlauben. Mit ein­er App Ihres Druck­er­her­stellers sind Sie aber in jedem Fall auf der sicheren Seite, so es denn offizielle Soft­ware gibt.

Um eine App und einen oder mehrere Druck­er einzuricht­en, gehen Sie wie fol­gt vor:

  1. Öff­nen Sie die “Ein­stel­lun­gen” auf Ihrem Android-Smart­phone.
  2. Nutzen Sie dann die Such­funk­tion und führen Sie eine Suche nach dem Begriff “Druck­en” aus.
  3. Tip­pen Sie auf den gle­ich­nami­gen Ein­trag. Sie gelan­gen in eine Über­sicht der instal­lierten Apps und Druck­er.
  4. Mit einem Fin­ger­tipp auf “Dienst hinzufü­gen” instal­lieren Sie neue Apps, wobei sich der Google Play Store automa­tisch öffnet.

Wenn Sie mehrere Kon­ten auf Ihrem Smart­phone instal­lieren, lassen sich so auch unter­schiedliche Druck­er anzeigen. Bei der Arbeit sind etwa die heimis­chen Geräte ver­steckt, während es daheim mit dem Pri­vat-Account umgekehrt ist. Das bew­erk­stel­li­gen Sie in den Ein­stel­lun­gen unter “Kon­ten”, wo Sie auf “Kon­ten hinzufü­gen” tip­pen.

Google Cloud Print

Auch ohne spezielle App lassen sich Doku­mente vom Android-Smart­phones über die Cloud und entsprechende Druck­er aus­geben. Das ist seit Android 4.4 KitKat der Fall, das eine inte­gri­erte Cloud Print-Funk­tion besitzt. In den Vorgängerver­sio­nen war der Down­load der soge­nan­nten Google Cloud Print-App die Voraus­set­zung. Druck­aufträge lassen sich dadurch aus ein­er App her­aus über die “Teilen”-Option aus­druck­en. Dabei ist zu beacht­en, dass nicht jede App dieses Fea­ture unter­stützt. Für gewöhn­lich ist es aber in gängi­gen Office-Anwen­dun­gen wie Microsofts Office 365 enthal­ten. Je nach App find­et sich die Option zum Aus­druck­en unter­schiedlich tief im Menü ver­steckt: In Google Pho­tos ist der Ein­trag “Druck­en” im Menü mit den drei untere­inan­der liegen­den Punk­ten enthal­ten. In Google Docs hinge­gen müssen Sie im Menü zunächst “Teilen & Exportieren” anwählen, um erst dann im näch­sten Unter­menü die entsprechende Option zu erhal­ten.

Da Cloud Print aber den Umweg über das Inter­net geht und Dat­en auf Google-Servern zwis­chen­spe­ichert, ist der Ein­satz auch eine Sicher­heits­frage. Ein gewiss­es Risiko beste­ht bei ver­net­zten Geräten zwar immer, doch soll­ten Sie vor dem Aus­druck sen­si­bler Dat­en via Cloud Print über­legen, ob nicht auch eine Meth­ode ohne Netz infrage kommt.

Klassischen Drucker cloudfähig machen

Der Vorteil von Cloud Print ist, dass auch Druck­er ohne jegliche draht­lose Verbindungsmöglichkeit­en ange­sprochen wer­den kön­nen, solange das Gerät an einen inter­net­fähi­gen PC angeschlossen und dieser eingeschal­tet oder zumin­d­est im Stand­by ist. Voraus­set­zung dafür ist ein Mac- oder Win­dows-Rech­n­er mit instal­liertem Chrome-Brows­er. Und so geht’s:

  1. Schal­ten Sie den PC ein und öff­nen Sie Chrome.
  2. Geben Sie “chrome://devices.” (ohne Anführungsstriche) in die Adressleiste des Browsers ein und sie bekom­men eine Über­sicht angezeigt, die sämtliche im Net­zw­erk angemeldete Geräte auf­führt.
  3. Nach einem Klick auf “Druck­er hinzufü­gen” unter “Klas­sis­ch­er Druck­er” sollte auch Ihr Gerät in der Liste auf­tauchen und eine entsprechende Mel­dung angezeigt wer­den, dass die Hard­ware ein­satzbere­it ist. Die Abhängigkeit von einem PC ist zwar je nach Sit­u­a­tion mal mehr mal weniger umständlich, doch spart diese Meth­ode Zeit, wenn Com­put­er und Druck­er ohne­hin immer angeschal­tet sind.

Drucken via Bluetooth

Manche Druck­er unter­stützen auch Verbindun­gen per Blue­tooth. Die Ein­rich­tung erfol­gt dabei wie bei kabel­losen Kopfhör­ern oder anderen Blue­tooth-Geräten: Gehen Sie in den Ein­stel­lun­gen in die Blue­tooth-Optio­nen, schal­ten Sie das Fea­ture gegebe­nen­falls an und suchen Sie nach dem Druck­er. Sollte die Hard­ware nicht in der Liste erscheinen, müssen Sie das Fea­ture wahrschein­lich auch am Druck­er selb­st aktivieren. Wie das geht, ste­ht in der Gebrauch­san­weisung. Druck­en via Blue­tooth lässt sich zwar schnell ein­richt­en, bietet aber oft weniger Möglichkeit­en als das Druck­en mit Apps über WLAN und Co., etwa eingeschränk­te Unter­stützung von Dateifor­mat­en.

Welche Apps zum Drucken via Smartphone gibt es?

Die großen Druck­er­her­steller sind im Google Play Store für gewöhn­lich mit ein­er eige­nen App vertreten – oft sog­ar mit mehreren. Die Band­bre­ite rang­iert dabei von Busi­ness-Lösun­gen bis zu ein­fachen All­t­ags-Anwen­dun­gen. Im Fol­gen­den wollen wir Ihnen einige Beispiele geben, welche Apps für Sie infrage kom­men. Nicht alle Apps arbeit­en mit allen For­mat­en zusam­men – es kön­nte also sein, dass Sie bes­timmte Bild- oder Textfor­mate zunächst umwan­deln müssen, bevor sie in den Druck gehen kön­nen. Pro­bieren Sie es andern­falls mit ein­er Drit­tan­bi­eter-App.

Fol­gende Apps stam­men direkt von den jew­eili­gen Druck­er­her­stellern:

Instal­l­lieren Sie die zu Ihrem Druck­er passende App. Bevor der erste Auf­trag abgeschickt wer­den kann, ist es in der Regel nötig, den Druck­er zu suchen. Öff­nen Sie dazu die App und fol­gen Sie den Anweisun­gen. Sollte die App den Druck­er nicht erken­nen, dann stellen Sie zunächst sich­er, dass die Kabel richtig angeschlossen sind und das Gerät eingeschal­tet ist. Geht es dann immer noch nicht, liegt dies wom­öglich an Ihrem Router: Ältere Mod­elle tren­nen LAN und WLAN, was sich aber umstellen lässt. Wie das geht, ent­nehmen Sie dem Hand­buch Ihres Routers.

Sollte Ihr Druck­er­her­steller keine eigene Soft­ware zur Ver­fü­gung stellen, dann ste­hen auch Apps von Drit­tan­bi­etern zum Down­load bere­it, die nicht nur auf bes­timmte Mod­elle zugeschnit­ten sind. Beispiele hier­für sind unter anderem:

  • Cloud Print plus
  • Print­Bot

    Der Name von “Cloud Print plus” deutet es bere­its an: Die App nutzt Googles Cloud, um Druck­aufträge zu bear­beit­en.

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