Der USB-Stick ist dei­ne Mini-Fest­plat­te für die Hosen­ta­sche. Er ist hand­lich, prak­tisch und robust, hält dabei aber den­noch jede Men­ge Spei­cher­platz für dei­ne Datei­en bereit. Im Nu spei­cherst du auf ihm Fotos, Doku­men­te, Musik – als Siche­rungs­ko­pie, oder um sie bequem über­all hin mit­zu­neh­men. Doch was tun, wenn der klei­ne Stick plötz­lich nicht mehr das macht, was du von ihm erwar­test? UPDATED zeigt dir, wie du dei­nen USB-Stick beschreibst und wie du bei mög­li­chen Pro­ble­men vor­gehst.

So liest und beschreibst du einen USB-Stick

Wenn für den Daten­trans­port kein Netz­werk ver­füg­bar oder die Über­tra­gung zu unsi­cher ist, ist er genau­so zur Stel­le wie als Spei­cher zur Daten­si­che­rung: der USB-Stick. Denn er ist nicht nur klein und hand­lich, son­dern sehr leicht zu benut­zen. Zum Lesen der Daten steckst du ihn ein­fach an einen der USB-Anschlüs­se dei­nes PCs, Lap­tops oder – mit­hil­fe eines Adap­ters – an das Tablet. In der Regel erscheint anschlie­ßend sowohl bei Win­dows als auch auf einem Mac-Com­pu­ter ein Fens­ter mit dem Inhalt, der sich auf dem USB-Stick befin­det. Die gewünsch­ten Datei­en kannst du dann ein­fach ankli­cken.

Um neue Daten auf den USB-Stick zu spie­len, kannst du ent­we­der die ent­spre­chen­den Datei­en öff­nen und sie anstatt wie üblich auf der Fest­plat­te dies­mal auf dem Lauf­werk des USB-Sticks spei­chern. Das ist in der Regel mit F: oder G: und dem Namen des Stick-Her­stel­lers oder einer Mar­ken­be­zeich­nung gekenn­zeich­net. Oder du öff­nest bei Win­dows den Explo­rer bezie­hungs­wei­se bei Mac den Fin­der, klickst die ent­spre­chen­de Datei an und ziehst sie per Drag-and-drop auf das Lauf­werk mit dem USB-Stick.

Wie kannst du einen USB-Stick for­ma­tie­ren?

War­um ist es sinn­voll einen USB-Stick zu for­ma­tie­ren?

Mit einer For­ma­tie­rung las­sen sich sämt­li­che Daten auf dem USB-Stick sicher ent­fer­nen. Ein­fa­ches Löschen ist dafür oft nicht genug – die Daten kön­nen danach unter Umstän­den noch immer wie­der­her­ge­stellt wer­den. Nach einer For­ma­tie­rung las­sen sich die Daten dage­gen nur sehr schwie­rig oder gar nicht mehr wie­der­her­stel­len.

Das Ent­fer­nen sämt­li­cher Daten­res­te durch eine For­ma­tie­rung hat jedoch auch noch wei­te­re Vor­tei­le. So kann es bei­spiels­wei­se dazu füh­ren, einen beschä­dig­ten USB-Stick wie­der bes­ser zum Lau­fen zu bekom­men.

Auf dei­nem Stick sind Pro­gram­me vor­in­stal­liert, die du nicht benö­tigst? Du willst den Stick an jemand ande­res wei­ter­ge­ben und sicher­ge­hen, dass der­je­ni­ge kei­ne dei­ner Spu­ren dar­auf (wieder-)findet? Du willst alte bezie­hungs­wei­se Viren-infi­zier­te Datei­en rück­stands­los ent­fer­nen? Dann soll­test du den USB-Stick for­ma­tie­ren, sprich ihn kom­plett löschen und für neue Daten vor­be­rei­ten. Ver­ge­wis­se­re dich vor­her aber, dass du die Daten auf dem Stick wirk­lich nicht mehr benö­tigst oder sie noch an ande­rer Stel­le gesi­chert hast.

USB-Stick for­ma­tie­ren bei Win­dows

Zum For­ma­tie­ren bei Win­dows schließt du den USB-Stick an und rufst das ent­spre­chen­de Lauf­werk auf und star­test von dort aus die For­ma­tie­rung. Gehe dafür fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Suche das für den USB-Stick ange­leg­te Lauf­werk im Explo­rer bezie­hungs­wei­se Arbeits­platz oder kli­cke unten links auf das Win­dows-Logo und anschlie­ßend auf Com­pu­ter. Dort fin­dest du den USB-Stick unter Gerä­te mit Wech­sel­me­di­en.
  2. Mit einem Rechtsklick auf das Lauf­werk öff­nest du das Dia­log­feld.
  3. Kli­cke dort auf For­ma­tie­ren, wor­auf­hin sich ein neu­es Fens­ter öff­net.
  4. Unter Datei­sys­tem steht stan­dard­mä­ßig das For­mat FAT32. Falls dort statt­des­sen das For­mat NTFS ange­zeigt wird und du den Stick auch auf einem Mac benut­zen willst, wäh­le unbe­dingt das For­mat FAT32 aus. Denn USB-Sticks im NTFS-For­mat kann ein Mac zwar lesen, jedoch nicht beschrei­ben. Die Spei­cher­ka­pa­zi­tät und die Grö­ße der Zuord­nungs­ein­hei­ten brauchst du nicht zu ver­än­dern.
  1. Unter Volu­men­be­zeich­nung änderst du auf Wunsch den Namen des USB-Sticks.
  2. Mit einem Häk­chen bei Schnell­for­ma­tie­rung akti­vierst du eine schnel­le Grund­for­ma­tie­rung, die in der Regel aus­rei­chend ist. Für eine tie­fe­re, gründ­li­che­re For­ma­tie­rung inklu­si­ve einer Über­prü­fung des Daten­trä­gers lässt du das Häk­chen ein­fach weg.
  3. Nach dem Klick auf Start musst du bestä­ti­gen, dass du dir im Kla­ren dar­über bist, sämt­li­che Daten unwie­der­bring­lich zu löschen. Anschlie­ßend star­tet die For­ma­tie­rung.

So schützt du dei­nen USB-Stick

Um einen USB-Stick lan­ge und pro­blem­los nut­zen zu kön­nen, soll­test du …

  • … die Schutz­kap­pe nach jeder Nut­zung wie­der auf­ste­cken.
  • … den USB-Stick vor Näs­se schüt­zen.
  • … ihn kei­ner gro­ßen Hit­ze aus­set­zen.
  • .… ihn stets behut­sam ein­ste­cken oder her­aus­zie­hen.
  • … ihn erst nach Been­di­gung aller Daten­über­tra­gun­gen abzie­hen.
  • … ihn bei einem Mac erst “aus­wer­fen”.
  • … den USB-Stick nicht quet­schen.

USB-Stick for­ma­tie­ren bei Macs

Zum For­ma­tie­ren bei einem Mac schließt du den USB-Stick eben­falls ein­fach an. Danach gehst du fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Öff­ne das Fest­plat­ten­dienst­pro­gramm. Das fin­dest du ent­we­der unter Pro­gram­me > Dienst­pro­gram­me, oder du gibst in der Spot­light-Suche oben rechts Fest­plat­ten­dienst­pro­gramm ein und drückst anschlie­ßend die Enter-Tas­te.
  2. Wäh­le per Klick in der lin­ken Spal­te den USB-Stick an. Im Fens­ter rechts öff­net sich dann ein Menü.
  3. Kli­cke in der obe­ren Menü­leis­te auf den Rei­ter Löschen.
  4. Unter For­mat soll­test du MS-DOS-Datei­sys­tem (FAT) aus­wäh­len, wenn der USB-Stick auch auf einem Win­dows-Rech­ner genutzt wer­den soll, denn die ande­ren For­ma­te kann Win­dows nicht erken­nen.
  5. Unter Name änderst du auf Wunsch den Namen des USB-Sticks.
  6. Kli­cke auf Löschen und bestä­ti­ge den Befehl anschlie­ßend noch ein­mal.

So las­sen sich ver­lo­re­ne Daten wie­der­her­stel­len

Der USB-Stick wird nicht erkannt oder ist beschä­digt? Der Rech­ner zeigt beim Aus­le­sen eine Feh­ler­mel­dung? Viel­leicht ist noch nicht alles ver­lo­ren. Ver­ge­wis­se­re dich zunächst, dass die Ver­bin­dung ein­wand­frei funk­tio­niert. Pro­bie­re den USB-Stick an einem ande­ren Steck­platz aus, falls er vom Rech­ner nicht erkannt wird. Tes­te die Steck­plät­ze mit einem wei­te­ren, intak­ten Stick oder einer exter­nen Fest­plat­te, um sicher­zu­stel­len, dass der Feh­ler nicht an den USB-Steck­plät­zen liegt. Goog­le zur Sicher­heit auch nach einem aktu­el­len Trei­ber für dei­nen USB-Stick.

Kann Win­dows den Stick erken­nen, zeigt aber eine Feh­ler­mel­dung, pro­bie­re die bord­in­ter­ne Feh­ler­hil­fe, um ver­lo­re­ne Daten ggf. wie­der her­zu­stel­len:

  1. Kli­cke unten links auf das Win­dows-Logo und gib anschlie­ßend auf Explo­rer auf dei­ner Tas­ta­tur ein. Kli­cke auf das pas­sen­de Such­ergeb­nis.
  2. Ein Fens­ter öff­net sich. Suche dar­in nach dem USB-Stick und wäh­le ihn per Rechtsklick an.
  3. Kli­cke anschlie­ßend auf Eigen­schaf­ten > Tools > Feh­ler­über­prü­fung > Jetzt prü­fen.
  4. Set­ze jeweils ein Häk­chen bei Datei­sys­tem­feh­ler auto­ma­tisch kor­ri­gie­ren und Feh­ler­haf­te Sek­to­ren suchen/wiederherstellen und kli­cke anschlie­ßend auf Star­ten.

Wenn dein Mac den Stick nicht erkennt, kannst du das Repa­rie­ren über fol­gen­de Maß­nah­men pro­bie­ren:

  1. Gehe zunächst auf Fin­der > Ein­stel­lun­gen > All­ge­mein und set­ze dort ein Häk­chen vor Exter­ne Fest­plat­ten. Dann soll­te der Stick wie­der im Fin­der oder auf dem Desk­top auf­tau­chen.
  2. Wird er zwar erkannt, ist aber mit einer Feh­ler­mel­dung ver­se­hen, öff­ne das Fest­plat­ten­dienst­pro­gramm. Die­ses kannst du über die klei­ne Lupe oben rechts in der Menü­leis­te suchen. Gehe im Pro­gramm auf Ers­te Hil­fe, wäh­le dann den USB-Stick aus und kli­cke auf Repa­rie­ren.

Haben die haus­ei­ge­nen Pro­gram­me kei­nen Erfolg, kann spe­zi­el­le Soft­ware viel­leicht noch etwas ret­ten. Geeig­ne­te Pro­gram­me für Win­dows sind “Recu­va”, “PC Inspec­tor File Reco­very” oder “Kroll Ontrack Easy­Re­co­very Home” (kos­ten­pflich­tig).

Für den Mac sind die kos­ten­pflich­ti­gen Pro­gram­me “Disk War­ri­or” oder “Data Res­cue” zu emp­feh­len.

Auch lesens­wert
USB-Stick wird nicht erkannt: Dar­an kann es lie­gen

USB-Stick ein­fach nut­zen und repa­rie­ren

Ein USB-Stick hat gera­de mal den Umfang einer Kau­gum­mi­pa­ckung und ist trotz­dem in der Lage, meh­re­re Giga­byte an Daten zu spei­chern. Sei­ne Grö­ße und das gerin­ge Gewicht machen ihn zum idea­len Daten­trä­ger für unter­wegs. Denn der klei­ne Ste­cker ist robust, dazu schnell und ein­fach ein­setz­bar. Dazu kannst du ihn ein­fach mit Daten beschrei­ben oder auch for­ma­tie­ren.

Wenn dein Lap­top oder Com­pu­ter den USB-Stick nicht sofort erkennt oder eine Feh­ler­mel­dung anzeigt, ist das noch kein Grund zur Panik. Mit den Feh­ler­hil­fe-Pro­gram­men dei­nes Rech­ners las­sen sich der ver­meint­lich defek­te Stick und oben­drein dei­ne Daten oft­mals ret­ten. Und wenn auch die­se nicht hel­fen, gibt es spe­zi­el­le Soft­ware, die dei­ne Datei­en viel­leicht doch noch zum Vor­schein bringt.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.