Weich, flau­schig und mög­lichst knit­ter­frei – so soll die Wäsche aus dem Trock­ner kom­men. Mit Trock­ner­bäl­len gelingt das, ver­spre­chen die Anbie­ter. Was die klei­nen Kugeln wirk­lich kön­nen und wor­auf Sie beim Ein­satz ach­ten soll­ten, erklä­ren wir Ihnen hier.

Wir gehen in die­sem Arti­kel auf fol­gen­de Mate­ria­li­en und Alter­na­ti­ven genau­er ein:

Klei­ne Kugeln, gro­ße Wir­kung?

Wenn Weich­spü­ler kei­ne Opti­on ist, etwa bei Baby­klei­dung, All­er­gien oder aus öko­lo­gi­schen Grün­den, sind Trock­ner­bäl­le eine gute Alter­na­ti­ve, um trotz­dem für wei­che Wäsche zu sor­gen. Denn: Wer­den die klei­nen Bäl­le zur Wäsche in den Trock­ner gelegt, sol­len sie für wei­che­re und glat­te­re Stof­fe sor­gen. Sie sol­len so den Weich­spü­ler erset­zen und zum Teil sogar das Bügeln. Vie­le Nut­zer berich­ten zudem, dass die klei­nen Bäl­le den Trock­nungs­pro­zess ver­kür­zen wür­den, was Zeit und Ener­gie spart.

Das Prin­zip dahin­ter ist ein­fach: Wäh­rend sich die Trom­mel des Trock­ners dreht, wir­beln dort auch die Trock­ner­bäl­le her­um. Dabei rol­len sie über die Wäsche, bewe­gen die­se und heben sie an, sodass die war­me Luft über­all hin­kommt — mit dem Ergeb­nis, dass sich die Stoff­fa­sern glatt­strei­chen.

Trock­ner­bäl­le im Ein­satz

Beim Ein­satz der Bäl­le gilt: Mehr ist mehr. Um ein opti­ma­les Ergeb­nis zu erhal­ten, soll­ten Sie die klei­nen Hel­fer nicht zu spar­sam ein­set­zen. Bei einer halb vol­len Trom­mel sind bis zu vier, bei einer vol­len Trom­mel bis zu acht Bäl­le opti­mal.

Das Ball-Mate­ri­al: Filz, Kunst­stoff oder Kera­mik

Trock­ner­bäl­le gibt es in den ver­schie­dens­ten Mate­ria­li­en. Wäh­rend eini­ge eine glat­te, leicht porö­se Ober­flä­che haben, erin­nern man­che Kugeln mit ihren Nop­pen eher an einen Mas­sa­ge­ball. Wel­che Vari­an­te die rich­ti­ge für Sie ist — wenn Sie etwa All­er­gi­ker sind, beson­ders emp­find­li­che Klei­dungs­stü­cke wie zum Bei­spiel Ihre Dau­nen­ja­cke trock­nen möch­ten — kön­nen Sie der fol­gen­den Mate­ri­al­kun­de ent­neh­men:

Wol­le

Meist wird hier­für neu­see­län­di­sche Schaf­wol­le ver­wen­det. Teil­wei­se gibt es die Bäl­le auch aus Filz. Die Natur­fa­sern sind bio­lo­gisch abbau­bar, für All­er­gi­ker geeig­net und beson­ders sanft zur Wäsche. Auch für Tier­be­sit­zer sind die Woll­bäl­le eine gute Wahl: Der Ball sam­melt Tier­haa­re, die an der Klei­dung hän­gen, ein­fach ein. Im Trock­ner selbst sind sie zudem deut­lich lei­ser als die Kunst­stoff-Bäl­le. Für duf­ten­de Wäsche kön­nen Sie vor dem Ein­satz im Trock­ner auch eini­ge Trop­fen äthe­ri­sche Öle auf die Woll­ku­geln geben. Fle­cken auf Ihrer Klei­dung müs­sen Sie dabei nicht befürch­ten. Äthe­ri­sche Öle bestehen trotz ihres Namens nicht aus Fet­ten son­dern aus Was­ser­dampf. Sie ver­duns­ten daher recht schnell und vor allem voll­stän­dig, so dass sie kei­ne Fle­cken hin­ter­las­sen.

Opti­mal geeig­net für:

  • Emp­find­li­che Wäsche­stü­cke
  • Baby­klei­dung
  • All­er­gi­ker
  • Tier­haa­re auf der Klei­dung
Pas­send dazu

Kunst­stoff

Die Plas­tik­va­ri­an­te ist meist mit Nop­pen oder klei­nen Spit­zen besetzt. Dadurch wer­den die Wäsche­stü­cke zusätz­lich mas­siert und weich­ge­klopft. Die Wäsche wird dadurch noch flau­schi­ger. Auch schwe­re Wäsche­stü­cke las­sen sich so pro­blem­los bewe­gen. Die Plas­tik­bäl­le sind des­halb beson­ders wirk­sam bei Dau­nen. Eini­ge der Bäl­le sind mit einer zusätz­li­chen Duft­kam­mer aus­ge­stat­tet. Wird die­se gefüllt, über­trägt sich der Duft auf die Wäsche. Nach­teil: Der har­te Kunst­stoff ist laut, und er nutzt den Stoff der Klei­dungs­stü­cke zum Teil ab. Außer­dem könn­ten sich bei hohen Tem­pe­ra­tu­ren Che­mi­ka­li­en aus dem Kunst­stoff lösen. Die Kunst­stoff­ku­geln sind des­halb für All­er­gi­ker und Klein­kin­der eher nicht geeig­net.

Opti­mal geeig­net für:

  • Schwe­re Wäsche­stü­cke
  • Unemp­find­li­che Klei­dung
Pas­send dazu

Kera­mik

Mit ihrer porö­sen Ober­flä­che und dem hoh­len Kern haben Trock­ner­bäl­le aus Kera­mik zwei zusätz­li­che Vor­tei­le: Die raue Ober­flä­che ist grif­fi­ger und bewegt so die Tex­ti­li­en noch ein­fa­cher, sodass sich die­se bes­ser auf­lo­ckern las­sen. Der hoh­le Kern lässt sich zusätz­lich mit Was­ser fül­len. Sobald die Tem­pe­ra­tur im Inne­ren des Trock­ners steigt, heizt sich auch das Was­ser in der Kugel auf und beginnt zu ver­damp­fen. Durch die Kera­mik gelangt der Was­ser­dampf an die Wäsche, die dadurch prak­ti­scher­wei­se geglät­tet wird.

Opti­mal geeig­net für:

  • All­er­gi­ker
  • Baby­klei­dung
  • Schwe­re Wäsche­stü­cke
  • Stark ver­knit­ter­te Klei­dung

Prak­ti­sche Alter­na­ti­ven zu Trock­ner­bäl­len

Alu­fo­lie

Wird Alu­fo­lie zu klei­nen Bäl­len zusam­men­ge­knüllt, leis­tet sie im Trock­ner gute Diens­te. Die Alu-Kugeln sor­gen dafür, dass die Wäsche sich nicht sta­tisch auf­lädt. Damit die Tex­ti­li­en weich und locker wer­den, kön­nen Sie die Folie um einen Ten­nis­ball wickeln und in den Trock­ner geben.

Opti­mal geeig­net für:

  • Syn­the­ti­sche Stof­fe, die sich schnell sta­tisch auf­la­den
  • Unemp­find­li­che Klei­dung

Ten­nis­bäl­le

Ten­nis­bäl­le kön­nen Trock­ner­bäl­le grund­sätz­lich sogar erset­zen. Vor­aus­set­zung ist aller­dings, dass sie farb­echt sind. Auf­grund ihres rela­tiv hohen Gewichts sind sie außer­dem sehr laut in der Trom­mel. Ihr Vor­teil ist, dass sie etwa Dau­nen sehr gut auf­lo­ckern kön­nen.

Opti­mal geeig­net für:

  • Dau­nen
  • Schwe­re Wäsche­stü­cke

Gut rie­chen­de Wäsche – Trock­ner­bäl­le mit Duft

Trock­ner­bäl­le sor­gen für flau­schig wei­che Wäsche – wer­den sie mit äthe­ri­schen Ölen oder ande­ren Duft­stof­fen gefüllt, las­sen sie Ihre Klei­dung zusätz­lich auch gut rie­chen, so dass Sie auf den Weich­spü­ler ver­zich­ten kön­nen. Dazu gibt es prin­zi­pi­ell 2 Mög­lich­kei­ten.

Trock­ner­bäl­le mit Duft: Eini­ge Kunst­stoff­bäl­le kön­nen bereits mit Duft gekauft wer­den. Die Aus­wahl reicht von natür­li­chen Gerü­chen wie Zitro­ne oder Apfel bis hin zu exo­ti­schen Aro­men wie etwa Mee­res­bri­se. Man­che Trock­ner­bäl­le aus Plas­tik haben auch eine klei­ne Aus­spa­rung. In die­se kön­nen Sie klei­ne Duft­stäb­chen ste­cken, die Sie zu den Trock­ner­bäl­len dazu kau­fen kön­nen.

Äthe­ri­sche Öle: Wenn Sie statt­des­sen Trock­ner­bäl­le aus Wol­le ver­wen­den, kön­nen Sie die­se mit eini­gen Trop­fen von äthe­ri­schen Ölen selbst zum Duf­ten brin­gen. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  • Geben Sie je nach gewünsch­ter Inten­si­tät des Duf­tes fünf bis zehn Trop­fen von einem Öl oder ver­schie­de­nen Ölen direkt auf einen Ball und legen Sie die­sen dann wie gewohnt zur nas­sen Wäsche in den Trock­ner. Wie­der­ho­len Sie die­sen Schritt mit den wei­te­ren Bäl­len, die Sie in den Trock­ner legen.
  • Geben Sie die glei­che Men­ge an Öl, also etwa fünf bis zehn Trop­fen pro Ball, in einen luft­dicht ver­schließ­ba­ren Behäl­ter, etwa ein grö­ße­res Ein­weck­glas. Schüt­teln Sie das Glas, bis sich das Öl am Rand des Gefä­ßes ver­teilt hat. Geben Sie nun die tro­cke­nen Bäl­le in das Glas und schüt­teln Sie es erneut. Sofern die Bäl­le kom­plett tro­cken waren, kön­nen Sie sie auch im Glas lagern. Das hat den Vor­teil, dass sie den Duft noch stär­ker auf­neh­men.
  • Trock­ner­bäl­le mit Duft­kam­mern: Die­se Vari­an­te fin­det sich bei den meis­ten Kera­mik- und auch eini­gen Kunst­stoff­bäl­len. Dabei ist das Inne­re der Bäl­le hohl und lässt sich befül­len. Geben Sie dazu je nach Her­stel­ler­an­wei­sung Was­ser in den Innen­raum. In der Regel kann der Hohl­raum des Balls kom­plett gefüllt wer­den. Fügen Sie nun eini­ge Trop­fen Öl hin­zu. Je nach gewünsch­ter Inten­si­tät des Duf­tes, kön­nen Sie auch hier fünf bis zehn Trop­fen pro Ball ver­wen­den. Im Trock­ner erwärmt sich das Was­ser im Ball und gibt über Was­ser­dampf sei­nen wohl­rie­chen­den Duft ab.

Äthe­ri­sche Öle mischen – Duf­ten­de Kom­bi­na­tio­nen

Äthe­ri­sche Öle für Ihren Trock­ner­ball gibt es in den ver­schie­dens­ten Duf­trich­tun­gen. Die ein­zel­nen Düf­te kön­nen dabei auch ver­mischt wer­den. Beson­ders schö­ne Kom­bi­na­tio­nen:

  • Min­ze und Oran­ge
  • Laven­del und Rose
  • Grape­fruit und Zitro­ne
  • Ros­ma­rin und Laven­del
  • Zimt und Oran­ge
  • Euka­lyp­tus und Zitro­ne
  • Min­ze und Limet­te

Pfle­ge­tipps für die cle­ve­ren Kugeln

Trock­ner­bäl­le aus Wol­le, Filz oder Kera­mik soll­ten nach dem Gebrauch an der Luft gela­gert wer­den. Um Platz zu spa­ren, kön­nen Sie die Kugeln auch im luft­durch­läs­si­gen Stoff­beu­tel auf­be­wah­ren. Trock­ner­bäl­le aus Kunst­stoff sind pfle­ge­leich­ter und las­sen sich gut in einer geschlos­se­nen Box lagern. Nach dem Ein­satz im Trock­ner sind alle Bäl­le sofort wie­der bereit für die nächs­te Run­de.

Fazit: Ein­fach mal aus­pro­bie­ren!

Sie wol­len auf kei­nen Fall für noch ein unnüt­zes Haus­halts­ge­rät Geld aus­ge­ben? Bei den Trock­ner­bäl­len ist die­ses Risi­ko gering: die Anschaf­fungs­kos­ten sind sehr nied­rig und zudem hal­ten die Bäl­le eini­ge Jah­re durch, bevor sie ihre Form ver­lie­ren oder das Mate­ri­al brü­chig und porös wird und sie ersetzt wer­den müs­sen. In die­ser Zeit kön­nen Sie sich teu­re Trock­ner­tü­cher und Weich­spü­ler spa­ren. Außer­dem kommt die Klei­dung mit weni­ger Fal­ten aus dem Trock­ner. Dadurch spa­ren Sie zusätz­lich Zeit beim Bügeln.

Ob die Wun­der­ku­geln auch Zeit beim Trock­nen und somit Ener­gie sowie Strom­kos­ten ein­spa­ren — dazu gibt es unter­schied­li­che Erfah­run­gen. Pro­bie­ren Sie es ein­fach mal aus, und freu­en Sie sich in jedem Fall über flau­schi­ge Wäsche!

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