Nicht jedes Klei­dungs­stück ist für den Trock­ner geeig­net. Und wenn ein Ober­teil, eine Hose oder Unter­wä­sche dafür geeig­net sind, dann viel­leicht nicht immer auf der glei­chen Stu­fe. Zum Glück gibt es einen Weg, das her­aus­zu­fin­den. In dei­ner Klei­dung fin­dest du näm­lich ein klei­nes Zet­tel­chendas die Her­stel­ler ein­nä­hen. Dar­auf sind unter­schied­li­che Zei­chen zu sehen. Sie zei­gen an, ob und wie du das Stück waschen, bügeln und eben trock­nen darfst. Im Fol­gen­den erfährst du, wel­che Zei­chen für Trock­ner ste­hen und was die ein­zel­nen Sym­bo­le eigent­lich bedeuten.

Trock­ner-Zei­chen: So sieht das Grund­sym­bol aus

Zunächst ist es wich­tig, dass du das Sym­bol für das Trock­nen über­haupt erkennst. Es ist auf dem Zet­tel­chen mit den Pfle­ge­hin­wei­sen an unter­schied­li­cher Stel­le zu fin­den. Das Grund­sym­bol ist ein schwar­zes Qua­drat mit einem Kreis in der Mit­te. Ist die­ses Zei­chen so oder in einer Abwand­lung vor­han­den, ist das Klei­dungs­stück für den Trock­ner geeig­net. Ist das Zei­chen mit einem deut­li­chen „X“ durch­ge­stri­chen, darf die Beklei­dung kei­nes­falls in den Trock­ner. Miss­ach­test du dies, geht das Stück viel­leicht kaputt und kann im schlimms­ten Fall sogar Schä­den an dei­nem Gerät verursachen.

Maschi­nel­le Trock­nung: Die Sym­bo­le und ihre Bedeutung

Das durch­ge­stri­che­ne Trock­ner-Zei­chen fin­dest du in Klei­dung öfter. Das Grund­sym­bol kommt wie oben beschrie­ben aber nie zum Ein­satz. Statt­des­sen gibt es direkt eine genaue­re Bezeich­nung dazu. Die­se ergibt sich aus einer Abwand­lung des Sym­bols. Wie die­se aus­se­hen und was sie bedeu­ten, erfährst du im Folgenden.

Sym­bol mit gefüll­tem Kreis: Trock­nen ohne Hitze

Auch die­ses Zei­chen kommt in der Pra­xis eher sel­ten vor. Es beschreibt einen Trock­nungs­vor­gang ohne Hit­ze. Du darfst sie also in den Trock­ner geben, aller­dings nur mit kal­ter Luft trock­nen. Auf dem Gerät gibt es dafür meist Pro­gram­me wie das Küh­len oder Durch­lüf­ten ohne Wär­me. Schaue, wel­che Opti­on sich bei dei­nem Trock­ner dafür eig­net. Infor­ma­tio­nen dazu fin­dest du auch in der Bedienungsanleitung.

Pas­send dazu

Qua­drat mit Kreis und waa­ge­rech­tem Strich: Scho­nend trocknen

Man­che emp­find­li­chen Klei­dungs­stü­cke las­sen sich den­noch trock­nen. Aller­dings soll­te die Maschi­ne dabei beson­ders scho­nend vor­ge­hen. Gekenn­zeich­net ist ent­spre­chen­de Klei­dung mit dem Grund­sym­bol für den Trock­ner und einem zusätz­li­chen waa­ge­rech­ten Strich dar­un­ter (sie­he unten). Wäh­le bei dei­nem Gerät ein­fach ein Schon­pro­gramm und gib die Wäsche in die Maschine.

Qua­drat mit Kreis und zwei waa­ge­rech­ten Stri­chen: Sehr scho­nend trocknen

Bei bestimm­ten Klei­dungs­stü­cken ist auch das Schon­pro­gramm ein­fach nicht scho­nend genug. Auf der Wäsche spie­gelt sich das durch das Grund­sym­bol mit zwei waa­ge­rech­ten Stri­chen dar­un­ter wider. In die­sem Fall soll­test du ein Spe­zi­al­pro­gramm wäh­len, also einen beson­de­ren Schon­gang. Hat dein Gerät die­sen nicht, hän­ge die Klei­dung lie­ber ein­fach auf.

Qua­drat mit Kreis und einem Punkt: Trock­nen mit nied­ri­ger Temperatur

Nun kom­men wir in den Bereich, in dem du erst­mals mit Hit­ze trock­nen kannst. Die ers­te Stu­fe ist durch das Grund­sym­bol mit einem Punkt im Kreis ange­ge­ben (sie­he unten). Hier­bei han­delt es sich um Klei­dung, die du bis zu einer Tem­pe­ra­tur von 60 Grad trock­nen soll­test. Alles dar­über kann die Klei­dung oder die Auf­dru­cke beschä­di­gen. Stel­le bei dei­nem Trock­ner also ein ent­spre­chen­des Pro­gramm oder hän­disch die Tem­pe­ra­tur auf bis zu 60 Grad ein.

Qua­drat mit Kreis und zwei Punk­ten: Trock­nen mit nor­ma­ler Temperatur

Eher unemp­find­li­che Tex­ti­li­en kannst du auch bei höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren trock­nen. Das ent­spre­chen­de Sym­bol besteht aus dem Grund­sym­bol mit zwei Punk­ten im Kreis. Genau­er geht es hier um Klei­dung, Hand­tü­cher, Bett­wä­sche und mehr, die bei bis zu 80 Grad in den Trock­ner kön­nen. Auch in die­sem Fall gilt: Stel­le ein ent­spre­chen­des Pro­gramm am Gerät ein oder dre­he die Tem­pe­ra­tur auf einen Wert zwi­schen 60 und 80 Grad.

Pas­send dazu

Qua­drat mit Kreis und drei Punk­ten: Trock­nen mit hoher Temperatur

Ist die­ses Zei­chen auf dei­ner Wäsche zu fin­den, darfst du Klei­dungs­stü­cke und ande­re Tex­ti­li­en bei maxi­ma­ler Tem­pe­ra­tur trock­nen. Die­se ist am Ende nur durch dei­nen Trock­ner begrenzt. Ein genau­er Grenz­wert lässt sich des­halb nicht fest­le­gen. Du kannst dein Gerät also auf das hei­ßes­te Pro­gramm oder die höchst­mög­li­che Tem­pe­ra­tur ein­stel­len, ohne der Wäsche zu schaden.

Natür­li­che Trock­nung: Wenn die Wäsche nicht ins Gerät sollte

Manch­mal ist es bes­ser, wenn du die Wäsche gar nicht erst in den Trock­ner gibst. Tex­ti­li­en, bei denen du eine natür­li­che Art der Trock­nung ver­wen­den soll­test, sind beson­ders gekenn­zeich­net. Das ent­spre­chen­de Sym­bol hebt sich rela­tiv deut­lich vom nor­ma­len Trock­ner-Zei­chen ab. Der Kreis ent­fällt kom­plett. Es bleibt zunächst nur das schwar­ze Qua­drat ste­hen. Auch hier­bei han­delt es sich wie­der um ein Grund­sym­bol. Genaue­re Hin­wei­se auf die kor­rek­te Art der Trock­nung geben die Abwand­lun­gen des Zeichens.

Qua­drat mit einem ver­ti­ka­len Strich: Trock­nen auf der Leine

Zeigt das Eti­kett ein Qua­drat mit einem ver­ti­ka­len Strich in der Mit­te (sie­he unten), soll­test du die Wäsche an der Wäsche­lei­ne trock­nen. Direk­te Son­nen­ein­strah­lung ist in die­sem Fall kein Pro­blem. Alter­na­tiv kann es sein, dass du statt­des­sen ein Qua­drat mit einer Run­dung an der obe­ren Sei­te des Qua­drats fin­dest. Die­ses Sym­bol hat die glei­che Bedeu­tung, ist aber etwa in den USA eher verbreitet.

Qua­drat mit zwei ver­ti­ka­len Stri­chen: Tropf­nass trock­nen auf der Leine

Es kann sein, dass statt nur einem ver­ti­ka­len Strich gleich zwei davon im Qua­drat zu sehen sind. Hast du ein sol­ches Klei­dungs­stück, soll­test du es tropf­nass auf­hän­gen. Das ist schon beim Wasch­gang zu beden­ken, denn oft schleu­dern Maschi­nen die Klei­dung so stark, dass kaum mehr Näs­se im Tex­til steckt. Tropf­nas­ses Auf­hän­gen ist bei­spiels­wei­se nach einer Hand­wä­sche pro­blem­los möglich.

Qua­drat mit drei ver­ti­ka­len Stri­chen: Vor dem Auf­hän­gen schleudern

Im Prin­zip stellt die­ses Sym­bol das Gegen­teil zu den zwei Stri­chen dar. Hier soll­te die Wäsche vor dem Auf­hän­gen einen Schleu­der­gang absol­vie­ren. Die­ser sorgt dafür, dass viel Näs­se aus dem Klei­dungs­stück ent­weicht. Anschlie­ßend hängst du die Wäsche dann auf der Lei­ne auf.

Qua­drat mit waa­ge­rech­tem Strich: Trock­nen im Liegen

Bei der Dar­stel­lung eines waa­ge­rech­ten Strichs in der Mit­te des Qua­drats han­delt es sich um Wäsche zum Trock­nen im Lie­gen. Die­se soll­test du also nicht auf die Wäsche­lei­ne hän­gen, son­dern auf einer was­ser­fes­ten Unter­la­ge aus­brei­ten. Auch in die­sem Fall dür­fen die Tex­ti­li­en direkt in der Son­ne liegen.

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Qua­drat mit zwei waa­ge­rech­ten Stri­chen: Tropf­nass im Lie­gen trocknen

Wie schon bei den zwei ver­ti­ka­len Stri­chen geht es auch bei den bei­den waa­ge­rech­ten Stri­chen um eine Trock­nung im tropf­nas­sen Zustand. Hier aller­dings natür­lich im Lie­gen. Brei­te die nas­se Wäsche auch in die­sem Fall wie­der auf einer was­ser­fes­ten Unter­la­ge aus und las­se sie dort, bis sie kom­plett tro­cken ist. Direk­te Son­ne beschleu­nigt den Vorgang.

Qua­drat mit Quer­strich in der lin­ken obe­ren Ecke: Im Schat­ten trocknen

Zusätz­lich zu den oben genann­ten Stri­chen in der Mit­te des Qua­drats, kann auch ein Quer­strich in der lin­ken obe­ren Ecke zu sehen sein. Dann soll­test du die Wäsche zwar wie beschrie­ben trock­nen, aber ohne direk­te Son­nen­ein­strah­lung. Hän­ge oder lege sie also in den Schat­ten. Andern­falls kann es etwa zu einem Aus­blei­chen der Tex­ti­li­en kom­men, so dass die Farben nicht mehr so schön sind wie zuvor.

Fazit: Genau­es Hin­schau­en schont dei­ne Kleidung

Tex­ti­li­en kön­nen sehr emp­find­lich sein. Trock­nest du sie falsch, ris­kierst du, dass die Stof­fe Scha­den neh­men oder die Far­ben aus­blei­chen. Bei­des soll­test du natür­lich ver­mei­den. Schaue des­halb genau auf die Hin­wei­se auf den klei­nen Zet­tel­chen. Bei T‑Shirts fin­dest du die­se meist an einer der seit­li­chen Näh­te wei­ter unten. Bei Hand­tü­chern und Bett­wä­sche ste­chen sie oft direkt ins Auge. Hältst du dich an die Vor­ga­ben wei­ter oben, kann eigent­lich kaum etwas schiefgehen.

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