Das Lauf­band im Fit­ness­stu­dio ist start­klar, jetzt fehlt nur noch die rich­ti­ge Musik, damit Sie sich ordent­lich aus­powern und in Form brin­gen kön­nen. Die pas­sen­den Songs sol­len per Blue­tooth vom Smart­pho­ne zum draht­lo­sen Kopf­hö­rer flie­gen. Aber: Die Kopf­hö­rer blei­ben stumm oder die Wie­der­ga­be stot­tert. UPDATED zeigt Ihnen die häu­figs­ten Ursa­chen und was Sie tun kön­nen, wenn die Blue­tooth-Ver­bin­dung streikt.

Die Gerä­te sind nicht rich­tig ein­ge­stellt

Über­prü­fen Sie, ob der Kopf­hö­rer ein­ge­schal­tet und voll­stän­dig auf­ge­la­den bezie­hungs­wei­se an eine Strom­quel­le ange­schlos­sen ist.

Auch beim Sen­der – bei­spiels­wei­se Ihrem Smart­pho­ne – muss Blue­tooth akti­viert sein. Rufen Sie dazu die Ein­stel­lun­gen auf Ihrem Smart­pho­ne oder Tablet auf, öff­nen Sie den Punkt Blue­tooth und akti­vie­ren Sie die Funk­ti­on.

Im Blue­tooth-Menü fin­den Sie auch eine Lis­te sämt­li­cher Blue­tooth-Gerä­te, die Sie schon ein­mal mit Ihrem Smart­pho­ne oder Tablet ver­bun­den haben. Löschen Sie nicht mehr benö­tig­te Ein­trä­ge, und ent­fer­nen Sie auch Ihren Blue­tooth-Kopf­hö­rer aus der Lis­te. Ver­su­chen Sie anschlie­ßend erneut, die Gerä­te mit­ein­an­der zu kop­peln.

Die­se Fak­to­ren kön­nen Ihre Blue­tooth-Ver­bin­dung stö­ren

Metall
Gegen­stän­de aus Metall sind häu­fig die Stör­quel­le Num­mer eins, zum Bei­spiel Mikro­wel­len, Kühl­schrän­ke, Geschirr­spül­ma­schi­nen.

Was­ser
Was­ser als Stör­quel­le klingt im ers­ten Moment ver­rückt, aber Was­ser liegt auf der glei­chen “Wel­len­län­ge” von 2,4 GHz. Das ist sogar der Grund, war­um man die­sen Fre­quenz­be­reich für den nicht lizen­zier­ten Funk­be­trieb gewählt hat. Nach­teil: Jeder wand­ho­he Bad­heiz­kör­per kann Stö­run­gen bewir­ken.

Glas
Regu­lä­re Fens­ter stel­len in der Regel kein Hin­der­nis für die Blue­tooth-Über­tra­gung dar. Ist es aber dicker als gewöhn­lich, kann es die Funk­si­gna­le schwä­chen.

Beton
Beton­wän­de kön­nen die Reich­wei­te redu­zie­ren – erst recht, wenn ein Git­ter aus Stahl­be­ton mit in der Wand steckt.

Mar­mor
Viel­leicht steht der Sen­der unter einem Tisch mit Mar­mor­plat­te? Dann kann hier der Grund für die Stö­run­gen lie­gen.

Der Über­tra­gungs­weg ist zu lang

Prü­fen Sie, ob die Reich­wei­te zwi­schen bei­den Gerä­ten nicht zu groß ist. Die Gerä­te dür­fen nicht mehr als 5 bis 10 Meter von­ein­an­der ent­fernt sein. Andern­falls ver­rin­gern Sie den Abstand.

Grund: Es gibt bei Blue­tooth drei Gerä­te­klas­sen mit unter­schied­li­chen Reich­wei­ten. Klas­se 1, die zum Bei­spiel auch in Blue­tooth-USB-Sticks steckt, sen­det bis zu 100 Meter weit. Klas­se 2 funkt bis zu 50 Meter weit und Klas­se 3 erreicht maxi­mal 10 Meter. Klas­se 3 wird in vie­len Blue­tooth-Gerä­ten wie Smart­pho­nes ver­wen­det, um Strom zu spa­ren und kei­nen ande­ren Funk­stre­cken buch­stäb­lich in die Que­re zu kom­men.

Das Blue­tooth-Signal wird behin­dert

Ach­ten Sie dar­auf, dass der Weg vom Sen­der zum Emp­fangs­ge­rät bei einer Blue­tooth-Ver­bin­dung mög­lichst frei ist. Vor allem Gerä­te mit Metall­ver­klei­dung wie man­che Fern­se­her, Wasch­ma­schi­nen oder Kühl­schrän­ke kön­nen die Signa­le stö­ren. Eini­ge Gerä­te wie etwa Mikro­wel­len oder schnur­lo­se Tele­fo­ne sen­den dar­über hin­aus sogar eige­ne Signa­le im glei­chen Fre­quenz­be­reich wie Blue­tooth aus. Aber auch Wän­de, exter­ne Strom­quel­len wie Hoch­span­nungs­lei­tun­gen oder sogar Was­ser (sie­he Kas­ten) kön­nen die Über­tra­gung behin­dern.

Räu­men Sie klei­ne Elek­tro­ge­rä­te aus dem Weg und tes­ten Sie anschlie­ßend die Ver­bin­dung. Bei grö­ße­ren Hin­der­nis­sen pro­bie­ren Sie einen ande­ren Stand­ort für die Blue­tooth-Ver­bin­dung aus.

Die Hard­ware ist defekt

Lässt sich der Kopf­hö­rer mit einem ande­ren Sen­der ver­bin­den? Dann ist viel­leicht der Blue­tooth-Adap­ter des PCs, Smart­pho­nes oder Tablets defekt und muss aus­ge­tauscht wer­den. Wen­den Sie sich hier­zu am bes­ten an den Her­stel­ler, bei dem Sie das Gerät gekauft haben.

Sen­der und Blue­tooth-Kopf­hö­rer nut­zen ver­schie­de­ne Stan­dards

Sehen Sie am Sen­der und am Kopf­hö­rer (bezie­hungs­wei­se im Her­stel­ler-Hand­buch) nach, wel­cher Blue­tooth-Stan­dard ver­wen­det wird. In der Regel sind die ver­schie­de­nen Stan­dards zwar unter­ein­an­der kom­pa­ti­bel, manch­mal tre­ten aber Pro­ble­me auf. Fra­gen Sie in die­sem Fall beim Sup­port des Her­stel­lers, wie Sie die Kom­pa­ti­bi­li­tät errei­chen kön­nen.

So nut­zen Sie Blue­tooth und WLAN par­al­lel

Wer per WLAN zum Bei­spiel ein Video streamt und gleich­zei­tig eine Blue­tooth-Ver­bin­dung auf­baut, ris­kiert Stö­run­gen. Die Über­tra­gungs­ra­te über WLAN kann sich dabei um bis zu 20 Pro­zent ver­rin­gern oder sogar ganz abbre­chen. Dies ist jedoch nur der Aus­nah­me­fall und kei­nes­wegs die Regel.

Das kön­nen Sie tun, falls die Blue­tooth-Ver­bin­dung Ihr WLAN-Signal stört:

  • Manch­mal hilft es bereits, wenn Sie die den WLAN-Rou­ter umstel­len, sodass sich deren Funk­we­ge nicht mehr kreu­zen.
  • Der 2,4‑GHz-Bereich, in dem WLAN und Blue­tooth sen­den, umfasst 13 Kanä­le mit jeweils 5 MHz Über­tra­gungs­ra­te. Wäh­len Sie bei Ihrem WLAN einen Kanal, der vier Plät­ze höher oder tie­fer als der bis­he­ri­ge liegt (also zum Bei­spiel Kanal 5 statt 1 oder 9 statt 13). Wie das bei Ihrem WLAN-Rou­ter funk­tio­niert, ver­rät Ihnen das Hand­buch.
  • Statt im 2,4‑GHz-Bereich kön­nen moder­ne Rou­ter auch die 5‑GHz-Fre­quenz nut­zen. Hier kommt es sel­te­ner zu Über­lap­pun­gen. Wie Sie den Fre­quenz­be­reich wech­seln, erklärt Ihnen die Bedie­nungs­an­lei­tung des Rou­ters.

Ein WLAN-Signal beein­flusst die Blue­tooth-Ver­bin­dung

Vor allem WLAN und Blue­tooth kom­men sich häu­fig in die Que­re. Wer bei einer lau­fen­den WLAN-Über­tra­gung Musik per Blue­tooth an den Kopf­hö­rer sen­det, stellt schon mal fest, dass sich die WLAN-Über­tra­gung ver­lang­samt oder ganz abbricht. Bei Blue­tooth kommt ein Abbruch sel­te­ner vor, da die Fre­quenz mehr­fach in der Sekun­de wech­selt. Die Blue­tooth-Ver­bin­dung bleibt des­halb weit­ge­hend stö­rungs­frei.

Der Grund für das WLAN-Pro­blem: Die Basis­sta­tio­nen von Blue­tooth-Kopf­hö­rern sen­den auf einer Funk­fre­quenz von 2,4 Giga­hertz (GHz). Genau­so wie WLAN-Rou­ter, Mikro­wel­len, schnur­lo­se Tele­fo­ne und vie­le ande­re Anwen­dun­gen aus Indus­trie und Wis­sen­schaft. Denn die­ses Fre­quenz­band darf lizenz­frei genutzt wer­den.

Doch wo sich meh­re­re Gerä­te die­sel­be Fre­quenz und womög­lich sogar den­sel­ben Funk­ka­nal tei­len, steht nicht immer genü­gend Über­tra­gungs­ka­pa­zi­tät für jeden zur Ver­fü­gung. Die Daten wer­den dann nicht voll­stän­dig trans­por­tiert, die Über­tra­gung ver­zö­gert sich.

Stel­len Sie das WLAN-Signal pro­be­wei­se ab. Die Über­tra­gung ist jetzt ein­wand­frei? Dann soll­ten Sie das WLAN-Signal auf einem ande­ren Kanal oder sogar in einem ande­ren Fre­quenz­be­reich sen­den las­sen (sie­he Kas­ten).

So klappt’s auch mit der Musik via Blue­tooth beim Work­out

Vie­le Stö­run­gen bei Blue­tooth-Ver­bin­dun­gen las­sen sich bereits dadurch behe­ben, dass die Stre­cke zwi­schen Sen­der und Kopf­hö­rer ver­kürzt und von mög­li­chen Stör­quel­len befreit wird. Andern­falls soll­ten Sie auf der Suche nach der Ursa­che zunächst prü­fen, ob bei bei­den Gerä­ten Blue­tooth akti­viert und Strom bezie­hungs­wei­se aus­rei­chend Akku­leis­tung vor­han­den ist. Dann steht der musi­ka­li­schen Unter­stüt­zung bei Work­out und Co. nichts mehr im Wege.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.