Spül­ma­schi­nen erleich­tern den All­tag: Nach dem gemüt­li­chen Abend­essen sind Geschirr und Glä­ser schnell ver­schwun­den und der Abend bleibt gemüt­lich. Sind aber Glä­ser oder Besteck nach dem Spü­len trü­be und fle­ckig, kommt schnell Frust auf. Kalk­fle­cken auf Glä­sern oder Rost­fle­cken auf Besteck müs­sen aber nicht sein: Wir haben für Sie die nütz­lichs­ten Tipps für die Bedie­nung und Unter­stüt­zung der Spül­ma­schi­ne für sol­che Fäl­le auf­ge­lis­tet.

Kalk­fle­cken und Salz­ab­la­ge­rung auf Glas unter­schei­den

Auf Glas stö­ren graue Schlei­er oder eine stump­fe, mil­chi­ge Ober­flä­che sofort. Um die Fle­cken schnell und ein­fach zu ent­fer­nen, soll­ten Sie zunächst die Ursa­che der Ver­schmut­zung iden­ti­fi­zie­ren: Meis­tens han­delt es sich hier­bei um Kalk­fle­cken oder Salz­ab­la­ge­run­gen. Dazu gehen Sie bit­te wie folgt vor:

  • Salz­ab­la­ge­run­gen sind leicht von Kalk­fle­cken zu unter­schei­den: Las­sen sich die Glä­ser unter war­mem Was­ser klar rei­ni­gen, ist Salz der Urhe­ber. Prü­fen Sie hier, ob der Behäl­ter für das Spül­ma­schi­nen­salz kor­rekt schließt, ob das Salz sowohl nach Emp­feh­lung des Spül­ma­schi­nen­her­stel­lers als auch des Salz­an­bie­ters dosiert war und ob sich sal­zi­ge Essens­res­te in der Spül­ma­schi­ne befan­den.
  • Las­sen sich die Fle­cken nicht durch Was­ser lösen, han­delt es sich um Kalk. Die ers­te Pro­blem­be­hand­lung ist die Jus­tie­rung der ein­ge­bau­ten Was­ser­ent­här­tung in der Spül­ma­schi­ne. Die genaue Vor­ge­hens­wei­se ent­neh­men Sie der Gebrauchs­an­wei­sung Ihrer Spül­ma­schi­ne, da sich die Mög­lich­kei­ten der Jus­tie­rung her­stel­ler­be­dingt unter­schei­den. Für die­se Jus­tie­rung soll­ten Sie den Här­te­grad des Lei­tungs­was­sers ken­nen. Die Här­te des Lei­tungs­was­sers vari­iert je nach Regi­on und damit auch die Kalk­ent­ste­hung. Den Grad der Was­ser­här­te (dH) erfah­ren Sie auch bei Ihrem Was­ser­ver­sor­ger, der den Wert jähr­lich ermit­telt. Sie kön­nen aber auch mit Tes­tern vom Bau­markt selbst eine Ana­ly­se des Was­sers durch­füh­ren.

Kalk­fle­cken auf Glä­sern besei­ti­gen

War die Spül­ma­schi­ne nicht kor­rekt auf die Was­ser­här­te vor­be­rei­tet, haben die Glä­ser Kalk­fle­cken, die Sie wie folgt mit dem Haus­mit­tel Essig ent­fer­nen kön­nen:

  1. Fül­len Sie eine Hand­breit lau­war­mes Was­ser ins Spül­be­cken und fügen 1 dl Essig oder 2 cl Essig­es­senz hin­zu.
  2. Las­sen Sie die Glä­ser 20 Minu­ten in dem Gemisch lie­gen
  3. Wischen Sie betrof­fe­ne Stel­len ab und spü­len mit lau­war­mem Was­ser durch
  4. Trock­nen Sie alles mit einem fri­schen Geschirr­tuch gründ­lich ab.

Ist es mal eilig, pro­bie­ren Sie eine höhe­re Dosis und ver­dop­peln den Essig­an­teil auf 2 dl. Natür­lich ist ein spe­zi­el­les Spül­ma­schi­nen­salz in der rich­ti­gen Dosie­rung ein gutes Mit­tel gegen die Kalk­fle­cken und für ein schö­nes Spü­l­er­geb­nis auch bei Glä­sern. Sie erhal­ten das Salz im Super­markt oder der Dro­ge­rie.

Glas­kor­ro­si­on: Hohe Tem­pe­ra­tur scha­det dem Glas

Las­sen sich die mil­chi­gen Fle­cken auf dem Glas weder durch Spü­len oder ein Essig­bad ent­fer­nen, liegt ver­mut­lich eine Glas­kor­ro­si­on vor: Der Scha­den durch fei­ne Ris­se und Uneben­hei­ten in der Ober­flä­che lässt sich dann nicht mehr besei­ti­gen. Betrof­fe­ne Glä­ser sind aber noch benutz­bar.

Sie kön­nen zur Ver­mei­dung der Kor­ro­si­on für die Zukunft die fol­gen­den Tipps beher­zi­gen:

  • Ver­mei­den Sie zu hohe Tem­pe­ra­tu­ren beim Spü­len der Glä­ser. In Ver­bin­dung mit wei­chem Was­ser führt zu hei­ßes Spü­len zu einer irrepa­ra­blen Trü­bung. Die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur für Glas haben Sie auto­ma­tisch beim Waschen per Hand. Die­se liegt um 40° Cel­si­us. Gene­rell ist die Hand­spü­lung für Glä­ser eher zu emp­feh­len, vor allem wenn es sich um bemal­tes, älte­res und emp­find­li­ches Glas han­delt.
  • Waschen Sie oft Glä­ser in der Maschi­ne, ver­wen­den Sie eher ein Pul­ver als Tabs zum Waschen. Tabs lösen sich teil­wei­se erst mit höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren voll auf oder die Bestand­tei­le des Tabs behin­dern sich gegen­sei­tig.
  • Ist ein Spül­vor­gang been­det, öff­nen Sie die Tür der Maschi­ne und trock­nen die Glä­ser mit einem fri­schen Tuch gut ab. Ste­hen­des Was­ser und Dampf set­zen der Glas­ober­flä­che zu.

Flug­rost: So ver­mei­den Sie Rost­fle­cken am Besteck

Ihr Besteck kommt mit Rost, oder bes­ser gesagt mit Rost­fle­cken aus der Spül­ma­schi­ne? Kein Grund zur Sor­ge: Das ist kein Zei­chen für man­geln­de Qua­li­tät des Bestecks. Eben­so wenig ist die Spül­ma­schi­ne für die Fle­cken ver­ant­wort­lich. Das Phä­no­men kann in jedem Modell auf­tre­ten. Es han­delt sich dabei um soge­nann­ten Flug­rost, der sich wäh­rend des Spül­vor­gangs durch Oxi­da­ti­on auf dem Metall abla­gert. Die­ser wan­dern­de Rost hat meist selbst­ge­mach­te Ursa­chen.

Meist haben sich zusam­men mit dem hoch­wer­ti­gen Besteck Metall­tei­le im Spül­vor­gang befun­den, die nicht rost­frei waren. Dies kön­nen zum Bei­spiel ver­bin­den­de Schrau­ben an Töp­fen und den Grif­fen von Pfan­nen sein, alte Kar­tof­fel­schä­ler oder Back­for­men. Hier lohnt sich eine genaue Unter­su­chung des zu waschen­den Geschirrs und ein getrenn­tes Abwa­schen, damit der Rost nicht auf das Besteck wan­dern kann:

  • Geben Sie hier­zu nur rost­frei­es Edel­stahl in die Spül­ma­schi­ne.
  • Spü­len Sie rost­emp­find­li­che Metall­tei­le idea­ler­wei­se immer von Hand

Eine wei­te­re mög­li­che Ursa­che: Bei man­chen Spül­ma­schi­nen ist der Besteck­korb noch aus lackier­tem Metall gefer­tigt und kann bei Beschä­di­gung der Beschich­tung selbst zum Urhe­ber von Flug­rost wer­den. Tau­schen Sie den Korb dann mög­lichst gegen eine Vari­an­te aus Kunst­stoff aus dem Fach­han­del aus.

Es lohnt es sich, gegen den Flug­rost vor­zu­ge­hen. Sie erspa­ren sich spä­ter das Ent­fer­nen der Rost­fle­cken und die leicht ros­ten­den Tei­le set­zen selbst auch weni­ger Rost­spu­ren an.

Rost­fle­cken ver­mei­den durch Alu­fo­lie

Um die Abla­ge­rung von Rost­fle­cken am Besteck, aber auch am Inne­ren der Spül­ma­schi­ne selbst zu ver­mei­den, emp­fiehlt sich ein ein­fa­cher Haus­halts-Trick mit Alu­fo­lie:

  1. Fügen Sie dem Besteck­korb in der Spül­ma­schi­ne einen Ball aus zusam­men­ge­knüll­ter Alu­fo­lie zu, etwa so groß wie ein Pflau­me. Das im Ver­hält­nis zum Besteck weni­ger edle Alu­mi­ni­um nimmt den Oxi­da­ti­ons­vor­gang, also die Rost­fle­cken, eher an und sam­melt den Rost.
  2. Wenn der Alu-Ball sei­ne Far­be nach ein paar Spül­vor­gän­gen geän­dert hat und dun­kel wird, tau­schen Sie ihn gegen einen Ball aus fri­scher Alu­fo­lie aus. So ver­mei­den Sie, dass der Flug­rost vom Alu­mi­ni­um wei­ter wan­dert.

Rost­fle­cken ent­fer­nen: Wel­che Mit­tel hel­fen gegen Flug­rost auf Besteck?

Ist der Flug­rost ein­mal auf­ge­tre­ten, haben Sie kein Grund zur Sor­ge: Die ver­meint­li­chen Rost­fle­cken auf dem Besteck lie­gen nur auf der Ober­flä­che. Sie sind kein Wert­ver­lust des edlen Bestecks. Und sie kön­nen rela­tiv schnell wie­der ent­fernt wer­den. Ent­fernt Sie ihn nicht, kann sich die zunächst ober­fläch­li­che Erschei­nung zu einem Loch­fraß ent­wi­ckeln, der dann sogar das eigent­li­che Metall angreift.

Dafür gibt es meh­re­re Vor­ge­hens­wei­sen und Mit­tel, die wir im Fol­gen­den für Sie zusam­men­ge­stellt haben:

  • Das alte Haus­mit­tel Säu­re hilft auch beim Flug­rost aus der Spül­ma­schi­ne zum Bei­spiel in der Form von Zitro­nen­saft oder einem Kon­zen­trat davon. Geben Sie einen Trop­fen auf den Rost­fleck und wischen nach weni­gen Sekun­den mit einem Tuch den Fleck gründ­lich ab. Trock­nen Sie danach alles gut ab, damit die Säu­re nicht noch wei­ter frisst.
  • Als Alter­na­ti­ve kann sogar eine Cola ver­wen­det wer­den. Legen Sie das befal­le­ne Besteck in eine Scha­le und bede­cken Sie es für zehn Minu­ten mit der Zucker­brau­se. Die ent­hal­te­ne Phos­phor­säu­re und Koh­len­säu­re ent­fer­nen den Rost­be­lag eben­falls. Auch hier bit­te gründ­lich nach­spü­len und abtrock­nen, damit der ent­hal­te­ne Zucker nicht ver­klebt.
  • Eine wei­te­re mög­li­che Rei­ni­gung von Edel­stahl erfolgt mit einem Putz­stein aus der Dro­ge­rie oder einem gut sor­tier­ten Super­markt, auch Polier­stein oder Polier­krei­de genannt. Fol­gen Sie hier den Anwei­sun­gen des jewei­li­gen Mit­tels und ver­mei­den Sie den Ein­satz aggres­si­ver Scheu­er­mit­tel wie auch den Scheu­er­schwamm. Die­se kön­nen das rost­freie Metall angrei­fen und die Ober­flä­che zer­krat­zen.

Mit ein­fa­chen Tricks zu sau­be­ren Ergeb­nis­sen

Auch eine Spül­ma­schi­ne macht Arbeit. Beach­ten Sie jedoch man­che Details, nimmt die Maschi­ne Ihnen unterm Strich mehr Arbeit ab. Prä­gen Sie sich die Was­ser­här­te, die pas­sen­de Men­ge Spül­ma­schi­nen­salz sowie die rich­ti­ge Tem­pe­ra­tur ein und beher­zi­gen Sie die geeig­ne­te Tren­nung von Glä­sern, Bestecken und Geschirr, ist jede Spül­ma­schi­ne der bes­te Hel­fer in der Küche. Der Schmutz ver­schwin­det, die Küche glänzt und das Geschirr ist wie von Geis­ter­hand wie­der sau­ber.

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