Entspannt lässt du dich auf dein Sofa fallen und willst den Tag ausklingen lassen: Vielleicht ein noch unbekanntes Album der neuen Lieblingsband durchhören, einer Playlist von alten Songs lauschen oder einen neuen Podcast verfolgen, den dir ein Freund empfohlen hat. Für all das brauchst du heutzutage lediglich den Zugang zu einem Musik-Streaming-Dienst. Doch das Angebot ist mittlerweile groß: Spotify kennt fast jeder, doch auch die konkurrierenden Angebote haben ihre Vorteile. UPDATED zeigt dir in diesem Ratgeber, was die verschiedenen Anbieter auszeichnet.

Was können Musik-Streaming-Dienste?

Musik-Streaming-Dienste bieten dir die Möglichkeit, mit einem Gerät deiner Wahl auf viele Millionen Musikstücke und auch ganze Alben zuzugreifen – ob auf dem Smartphone, Laptop oder auch einem Smart-TV. Voraussetzung für das Streaming ist eine Internetverbindung. Hast du Songs einmal heruntergeladen, kannst du diese auch offline hören.

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Du zahlst bei den Diensten nicht per Lied oder Album, sondern eine monatliche Gebühr. Diese liegt mit rund 10 Euro (Stand Januar 2019) bei fast allen Anbietern preislich in einem ähnlichen Rahmen, wobei es in der Regel verschiedene und unterschiedliche teure Abo-Varianten gibt. Sparen lässt sich oft über Studenten- oder Familientarife.

Welcher Dienst die größte Musikauswahl, die besten Funktionen und spezielle Angebote im Programm hat, erfährst du hier.

Spotify: Der Platzhirsch

Der schwedische Anbieter Spotify, gegründet 2008, hat sich in Sachen Musik-Streaming als Marktführer etabliert. Knapp 200 Millionen Menschen weltweit haben den Dienst laut dem Statistikportal Statista bereits für sich entdeckt, Tendenz weiter steigend. Das ergibt einen Marktanteil von 36 Prozent (Stand 2018). Das bietet der Platzhirsch:

  • Mehr als 40 Millionen Songs
  • Durchstöbern von Musiksammlungen von Freunden, Künstlern und Celebrities
  • Playlisten gemeinsam mit Freunden erstellen
  • Automatisch generierte Vorschläge für neue Musik je nach Musikgeschmack
  • Erstellung eines eigenen Radiosenders
  • Spotify Connect: Höre Spotify über deine WLAN-Lautsprecher oder deinen Smart-TV, indem du die App als Fernbedienung benutzt.
  • Steuerung über die PlayStation 4 möglich
  • Kostenloser, werbefinanzierter Account mit eingeschränktem Angebot, dazu Studenten-, Premium- und Familientarif
  • Kostenloser einmonatiger Premium-Zugang
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Deezer: Riesige Musikauswahl

Deezer wurde 2007 in Frankreich gegründet und erfreut sich mittlerweile auch in Deutschland größerer Beliebtheit. Der weltweite Marktanteil liegt aber noch bei bescheidenen 3 Prozent. Das bietet Deezer:

  • Mehr als 53 Millionen Songs
  • Flow: Ein für dich persönlich zusammengestellter, endloser Soundtrack aus deinen Lieblingssongs und individuell für dich ausgesuchten Empfehlungen
  • Eine sehr große Auswahl an Zusatzinhalten wie Hörbücher, Hörspiele, Podcasts, Live-Mitschnitte, Radiosender und Musikreportagen
  • Deezer Sessions: Konzertmitschnitte internationaler Musikgrößen zum Anschauen oder Anhören
  • Kostenloser einmonatiger Premium-Zugang
  • Kostenloser, werbefinanzierter Account mit eingeschränktem Angebot, dazu Studenten-, Premium- und Familientarif
  • Zusätzlicher HiFi-Tarif: Songs in 16 bits/44,1 kHz FLAC-Qualität, zugeschnitten auf die Wiedergabe auf High-Definition-Audiosystemen

Apple Music: Integration der eigenen iTunes-Mediathek

Der 2015 gestartete Dienst Apple Music soll in seinem Heimatmarkt, den USA, bereits mehr Kunden haben als Spotify. Der weltweite Marktanteil beträgt 19 Prozent. Das bietet Apple Music:

  • Eine Auswahl von 50 Millionen Songs
  • Musikvideos und Musikdokumentationen
  • Zugriff auf deine gesamte iTunes-Mediathek
  • Vernetzung mit Freunden und die Möglichkeit, sich gegenseitig Musik-Tipps zu geben oder zu sehen, was die Freunde gerade so hören
  • Songtext-Suche: Finde Lieder über die Eingabe von Textteilen, an die du dich erinnerst
  • Für Mac- und Windows-Rechner sowie iOS- und Android-Geräte erhältlich
  • Kostenloses dreimonatiges Probeabo
  • Normal-, Studenten- und Familientarif

Amazon Music Unlimited: Musik und Sportübertragungen

Amazon Music Unlimited ist in Deutschland erst seit 2016 auf dem Markt, kommt weltweit aber schon auf einen Marktanteil von 12 Prozent. Das bietet der Musik-Streaming-Dienst des Versandhändlers:

  • Über 50 Millionen Songs
  • Alexa Cast: Fernbedienungsfunktion, mit der Bluetooth-Boxen sowie Alexa-kompatible WLAN-Lautsprecher angesteuert werden können
  • Sportübertragungen wie die Fußball-Bundesliga live im Audio-Stream
  • Steuerung mit der Inhouse-Sprachassistentin Alexa über Echo-Boxen oder die App
  • Normal-, Studenten- und Familientarif, Vergünstigungen für Amazon-Prime-Kunden
  • Kostenloser einmonatiger Premium-Zugang

YouTube Music: Raritäten und Videos

YouTube Music ist erst seit Sommer 2018 auf dem deutschen Markt und eine Erweiterung von Play Musik. Das zeichnet den Neuling aus:

  • Unbekannte, aber große Anzahl an Songs
  • Neben angesagten auch viele eher unbekannte Künstler, die ihre Songs auf die Streaming-Plattform hochladen
  • YouTube Charts: Playlisten, die die derzeit angesagtesten Songs und Musikvideos enthalten
  • Musikwiedergabe wird auch dann fortgesetzt, wenn du das Display ausschaltest oder andere Apps nutzt
  • Großes Angebot an Musikvideos und Live-Mitschnitten
  • Kostenloser, werbefinanzierter Zugang mit eingeschränktem Angebot
  • Normal-, Premium- und Familientarife buchbar

Idagio: Für Klassik-Fans

Mit Idagio ging im August 2015 der erste Musik-Streaming-Dienst mit ausschließlich klassischem Angebot an den Start. Das bietet das Berliner Start-up:

  • Eine Auswahl von rund einer Million Klassik-Titeln
  • Exklusive Aufnahmen, die nur hier zu hören sind
  • Verfügbare Aufnahmen aufgeschlüsselt nach Dirigenten und Orchestern
  • Lossless-Flac-Format, um Musik in CD-Qualität genießen zu können
  • Verfügbar für iPhone, Android, iPad, Mac, Windows, Sonos, Chromecast und deinen Internet-Browser
  • Zwei kostenlose Testwochen

Musik-Streaming-Dienste unterscheiden sich nur im Detail

Die verschiedenen Musik-Streaming-Anbieter bieten alle eine umfassende Auswahl an Songs, ähnliche Preismodelle, die Möglichkeit, die Songs auch offline zu hören und sich Playlisten zu erstellen. Unterschiede gibt es im Detail, wobei sich pauschal nicht sagen lässt, welcher Dienst nun das beste Angebot hat – das kommt auf die persönlichen Vorlieben an. Das Gute ist: Alle gängigen Musik-Streaming-Dienste bieten einen kostenlosen Testzeitraum an, sodass du ohne finanzielle Einbußen herausfinden kannst, welcher am besten auf deine Bedürfnisse zugeschnitten ist.