Auf ein­mal strahlt der Boden wie neu: Kaum eine Reno­vie­rungs­maß­nah­me bringt so viel Bril­lanz in Ihre Räu­me wie das Ver­sie­geln von Par­kett. Denn auch dem schöns­ten Holz­fuß­bo­den sieht man nach einer gewis­sen Zeit sein Alter an – Lauf­spu­ren oder Krat­zer ste­chen immer mehr ins Auge. In die­sem UPDATED-Rat­ge­ber erfah­ren Sie, wie Sie Ihren Par­kett­bo­den rich­tig schlei­fen und ver­sie­geln, um ihm wie­der zu fri­schem Glanz zu ver­hel­fen.

Die rich­ti­ge Pla­nung und Vor­be­rei­tung

Sie möch­ten Ihren Par­kett­bo­den selbst abschlei­fen und ver­sie­geln? Dann bedarf es einer durch­dach­ten Pla­nung – denn die Reno­vie­rungs­maß­nah­me erfor­dert nicht nur die Beschaf­fung ver­schie­de­ner Werk­zeu­ge und Mate­ria­li­en, sie kos­tet auch eini­ge Tage Zeit und soll­te daher auf ande­re Vor­ha­ben abge­stimmt wer­den.

Ist Ihr Par­kett für einen Abschliff geeig­net?

Wich­tig zu beach­ten ist, dass Sie nicht jedes Par­kett belie­big oft abschlei­fen kön­nen. Die Stär­ke der Nutz­schicht gibt die Häu­fig­keit der mög­li­chen Reno­vie­run­gen an. Wie viel Nutz­schicht vor­han­den ist, hängt davon ab, wel­che Par­kett­art Sie ver­legt haben und ob der Boden in der Ver­gan­gen­heit bereits abge­schlif­fen wur­de. Mas­siv­par­kett etwa besitzt mit einer Stär­ke zwi­schen 8 und 22 Mil­li­me­ter eine dicke­re Nutz­schicht als Fer­tig­par­kett mit einer Stär­ke zwi­schen 1 und 6 Mil­li­me­ter. Für einen Abschliff muss sie min­des­tens noch 3 Mil­li­me­ter betra­gen. Infor­mie­ren Sie sich des­halb im Vor­aus, ob das Abschlei­fen Ihres Par­kett­bo­dens noch mög­lich ist. Falls Sie nicht sicher sind, ob und wie oft Ihr Par­kett in der Ver­gan­gen­heit bereits abge­schlif­fen wur­de, soll­ten Sie dafür immer einen Fach­mann zura­te zie­hen, der Ihr Par­kett begut­ach­tet und ein Urteil abgibt.

So viel Zeit benö­ti­gen Sie zum Abschlei­fen und Ver­sie­geln

Kal­ku­lie­ren Sie für ein Zim­mer, des­sen Flä­che nicht mehr als 30 Qua­drat­me­ter beträgt, zum Abschlei­fen und Ver­sie­geln ins­ge­samt zwei bis drei Tage Arbeit ein. Nach dem Abschliff, der etwa zwei bis vier Stun­den in Anspruch nimmt, tra­gen Sie schließ­lich erst eine Grun­die­rung und dann min­des­tens noch zwei Lack­schich­ten auf, die jeweils rich­tig trock­nen müs­sen. Bevor Sie den Boden wie­der bege­hen kön­nen, soll­te die Ver­sie­ge­lung min­des­tens zwölf Stun­den trock­nen. Bevor Sie das Par­kett wie­der voll belas­ten, soll­ten Sie sogar eine Woche war­ten.

Falls Sie im sel­ben Raum wei­te­re Reno­vie­rungs­maß­nah­men pla­nen und zum Bei­spiel die Wän­de strei­chen wol­len, erle­di­gen Sie dies zuerst. Füh­ren Sie die Par­kett­ver­sie­ge­lung dann zum Schluss durch, damit der neue Boden nicht gleich durch ande­re Arbei­ten beschä­digt oder ver­schmutzt wird.

Die rich­ti­gen Raum­be­din­gun­gen

Ihr Par­kett soll­ten Sie bei einer Zim­mer­tem­pe­ra­tur zwi­schen 18 und 25 Grad ver­sie­geln, weil der Lack bei nied­ri­ge­ren Tem­pe­ra­tu­ren schlecht trock­net. Es ent­ste­hen dann leicht Bla­sen oder wei­ße Stel­len auf dem Par­kett. Bei höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren dage­gen trock­net die Ver­sie­ge­lung zu schnell, sodass leicht Ansät­ze zu erken­nen sind. Mei­den Sie aus die­sem Grund direk­te Son­nen­ein­strah­lung im Raum und ver­dun­keln Sie, falls nötig, die Fens­ter. Ach­ten Sie auch auf eine gute Durch­lüf­tung des Zim­mers wäh­rend der Ver­sie­ge­lung und in den ers­ten Tagen danach.

Das soll­ten Sie parat haben: Mate­ri­al- und Werk­zeug­lis­te

Für die Par­kett­ver­sie­ge­lung benö­ti­gen Sie fol­gen­de Werk­zeu­ge und Mate­ria­li­en, die Sie im Fach- oder Bau­markt kau­fen oder – gera­de im Fall grö­ße­rer Maschi­nen – auch aus­lei­hen kön­nen:

  • Flach­mei­ßel
  • Ham­mer
  • Holz­kei­le
  • Gege­be­nen­falls Akku­schrau­ber
  • Gehör­schutz
  • Staub­mas­ke
  • Wal­zen­schleif­ma­schi­ne
  • Rand­schleif­ma­schi­ne
  • Tel­ler­schleif­ma­schi­ne (Schleif­ma­schi­nen müs­sen Sie nicht extra kau­fen, son­dern kön­nen Sie im Bau­markt aus­lei­hen.)
  • Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 40, 60, 100 und 120 (Die Kör­nung gibt die Grö­ße des Korns auf dem Schleif­pa­pier an: Je klei­ner die Zahl, des­to grö­ber das Korn und des­to grö­ber der Schleif­ef­fekt.)
  • Staub­sauger
  • Fus­sel­freie Tücher aus der Dro­ge­rie
  • Gege­be­nen­falls Fugen­kitt
  • Gege­be­nen­falls Spach­tel
  • Par­kett­lack und die dazu­ge­hö­ri­ge Grun­die­rung (Unse­re Emp­feh­lung: Lack auf Was­ser­ba­sis zeich­net sich durch sei­ne Geruch­lo­sig­keit aus, er ent­hält kaum Lösungs­mit­tel und folg­lich weni­ger Schad­stof­fe.)
  • Rühr­holz
  • Pin­sel oder klei­ne Rol­le
  • Rol­le und Ver­län­ge­rungs­stan­ge

Wofür und wie Sie die­se Din­ge jeweils ein­set­zen kön­nen, erfah­ren Sie in den fol­gen­den Kapi­teln.

So berei­ten Sie Boden und Raum für die Reno­vie­rung vor

Ent­fer­nen Sie alle Gegen­stän­de und Möbel aus dem Zim­mer, bevor Sie mit der Arbeit am Par­kett begin­nen. Der Boden muss kom­plett frei­ge­räumt sein. Anschlie­ßend lösen Sie die Fuß- bezie­hungs­wei­se Sockel­leis­ten, damit Sie spä­ter beim Abschlei­fen und Ver­sie­geln alle Ecken und auch die Berei­che direkt an der Wand gut errei­chen kön­nen. Sockel­leis­ten mit Mon­ta­ge­clips kön­nen Sie ganz ein­fach aus­klip­sen, ange­schraub­te Fuß­leis­ten lösen Sie mit dem Akku­schrau­ber. Bei gena­gel­ten oder gekleb­ten Fuß­leis­ten trei­ben Sie einen Flach­mei­ßel vor­sich­tig zwi­schen Leis­te und Wand, indem Sie von oben leicht mit dem Ham­mer auf den Mei­ßel klop­fen. Hebeln Sie mit dem Mei­ßel gefühl­voll die Leis­te von der Wand, bis ein aus­rei­chend gro­ßer Abstand ent­stan­den ist, um dort einen Holz­keil hin­ein­zu­ste­cken. Er ver­hin­dert, dass sich der Spalt wie­der schließt. Wie­der­ho­len Sie die­sen Vor­gang in regel­mä­ßi­gen Abstän­den ent­lang der Fuß­leis­te. Die Kei­le set­zen Sie fort­füh­rend in die Zwi­schen­räu­me, bis die Leis­te voll­stän­dig gelöst ist und sich abneh­men lässt. Gehen Sie dabei behut­sam vor, damit die Sockel­leis­te nicht split­tert oder zer­bricht.

Der rich­ti­ge Schliff – Par­kett abschlei­fen

Vor dem Ver­sie­geln schlei­fen Sie das Par­kett ab, um Krat­zer, hart­nä­cki­gen Schmutz oder gege­be­nen­falls eine alte Lackie­rung zu ent­fer­nen. Wie vie­le Schleif­gän­ge mit wel­cher Kör­nung not­wen­dig sind, hängt von dem Ver­schmut­zungs­grad Ihres Bodens ab. Im Durch­schnitt kön­nen Sie mit drei bis vier Schleif­gän­gen rech­nen, die Sie mit zuneh­mend fei­ne­rer Kör­nung durch­füh­ren.

Bestü­cken Sie die Wal­zen­schleif­ma­schi­ne als ers­tes mit Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 40 und begin­nen Sie mit dem Grob­schliff. Ver­ges­sen Sie nicht, dabei Gehör­schutz und Atem­mas­ke zu tra­gen. Im Umgang mit dem Wal­zen­schlei­fer gibt es eini­ge Din­ge zu beach­ten:

  • Wen­den Sie die Maschi­ne nicht, wäh­rend die Wal­ze auf den Boden her­ab­ge­las­sen ist.
  • Hal­ten Sie den Wal­zen­schlei­fer in stän­di­ger Bewe­gung.
  • Las­sen Sie den Wal­zen­schlei­fer nicht meh­re­re Sekun­den lang an der­sel­ben Stel­le ste­hen.
  • Lee­ren Sie den Staub­sack der Maschi­ne, wenn er bis zur Mar­kie­rung gefüllt ist.
  • Behan­deln Sie den Schleif­staub vor­sich­tig und lagern Sie ihn nicht im Haus, da die­ser selbst­ent­zünd­lich ist. Fül­len Sie ihn in Müll­sä­cke um und ent­sor­gen Sie ihn als Son­der­müll.

Nun kön­nen Sie mit dem Grob­schliff begin­nen:

  1. Star­ten Sie den Wal­zen­schlei­fer und war­ten Sie ab, bis der Staub­sack sich mit Luft gefüllt hat.
  2. Nun sen­ken Sie die Schleif­wal­ze sehr lang­sam in die schie­ben­de Bewe­gung hin­ein auf den Boden ab und schlei­fen dia­go­nal zur Holz­ma­se­rung, von einer Ecke des Rau­mes zur schräg gegen­über­lie­gen­den Ecke.
  3. Am Ende einer Schleif­bahn heben Sie die Wal­ze kurz in der Bewe­gung an und sen­ken sie wie­der auf den Boden, wäh­rend Sie sich in der­sel­ben Bahn rück­wärts bewe­gen. Durch das kur­ze Anhe­ben und Absen­ken schlei­fen Sie wie­der in die Bewe­gung hin­ein. Da sich am Ende der Bahn Ihr Kör­per zwi­schen Wand und Wal­ze befin­det, errei­chen Sie die Stel­len am Rand zunächst nicht. Die­sen Stel­len wid­men Sie sich daher spä­ter.
  4. Die nächs­te Schleif­bahn begin­nen Sie etwa um zwei Drit­tel nach rechts ver­setzt zur vor­he­ri­gen Bahn. Das bedeu­tet, dass Sie einen klei­nen Teil der bereits bear­bei­te­ten Bahn noch ein­mal schlei­fen. Nach­dem Sie die Maschi­ne erneut kurz ange­ho­ben haben, befin­den Sie sich nun wie­der im Vor­wärts­gang. Arbei­ten Sie sich nach die­sem Sche­ma vor­an, bis Sie das gan­ze Par­kett die­ser Raum­hälf­te dia­go­nal in die­se Rich­tung ver­lau­fend geschlif­fen haben.
  5. Ver­fah­ren Sie genau­so mit der ande­ren Raum­dia­go­na­le. Das heißt, Sie schlei­fen die­ses Mal aus­ge­hend von der Mit­te des Raums die ande­re, noch unbe­ar­bei­te­te Sei­te, bis der gesam­te Boden geschlif­fen ist.

Nach dem ers­ten Schleif­gang sau­gen Sie den Boden gründ­lich ab. Wech­seln Sie dann zum Zwi­schen­schliff mit dem Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 60. Hier ist es wich­tig, auf das Ver­le­ge­mus­ter des Par­ketts zu ach­ten. So erfolgt das Schlei­fen von Fisch­grät­par­kett in dia­go­na­len Bah­nen mit der Holz­rich­tung. Mosa­ik- oder Wür­fel­par­k­ett schlei­fen Sie dia­go­nal zum Faser­ver­lauf von links nach rechts. Stab­par­kett dage­gen schlei­fen Sie in Längs­bah­nen mit der Holz­rich­tung.

Sau­gen Sie auch nach die­sem Schleif­gang den Boden sorg­fäl­tig ab. Je nach Zustand des Bodens ist mehr als ein Zwi­schen­schliff mit die­sem Schleif­ma­te­ri­al nötig. Rech­nen Sie mit einem bis drei Schleif­gän­gen, bis alle Krat­zer und Beschä­di­gun­gen abge­tra­gen sind.

Suchen Sie vor dem letz­ten Schleif­gang, dem Fein­schliff, den Par­kett­bo­den gründ­lich nach Ris­sen und Fugen ab. Grö­be­re Beschä­di­gun­gen las­sen sich gut mit einer Mischung aus Fugen­kitt und dem Schleif­staub der Kör­nung 60 besei­ti­gen. Dafür geben Sie Schleif­staub und Fugen­kitt im Misch­ver­hält­nis 1:1 bis 1:5 auf die beschä­dig­te Stel­le und ver­rüh­ren die Sub­stanz zu einer tei­gi­gen Mas­se. Das Misch­ver­hält­nis rich­tet sich nach der Grö­ße des Ris­ses oder der Fuge. Je brei­ter die Fuge, umso mehr Tei­le Fugen­kitt mischen Sie bei. Mit­hil­fe eines Spach­tels arbei­ten Sie die Füll­mas­se in die Par­kett­fu­ge ein und ver­schlie­ßen sie so. Las­sen Sie die Mas­se vor dem fina­len Schliff 30 bis 45 Minu­ten trock­nen.

Zuletzt wid­men Sie sich dem Fein­schliff, den Sie mit Kör­nung 100 und der Tel­ler­schleif­ma­schi­ne vor­neh­men. Begin­nen Sie in der Ecke des Rau­mes, die dem Aus­gang gegen­über­liegt und füh­ren Sie die Maschi­ne in Bah­nen, am bes­ten par­al­lel zum Licht­ein­fall. Bei die­sem Schleif­gang sind Sie, unab­hän­gig von der Par­kett­art, an kei­ne fes­te Schleif­rich­tung gebun­den. So schlei­fen Sie ein­mal den kom­plet­ten Raum.

Auch die Rän­der und Ecken bear­bei­ten Sie nach den ent­spre­chen­den Schleif­gän­gen mit Blät­tern der Kör­nung 40, 60 und 100. Benut­zen Sie dazu die Rand­schleif­ma­schi­ne: Legen Sie für den ers­ten Durch­gang eine Schleif­schei­be mit Kör­nung 40 auf den Schleif­tel­ler. Füh­ren Sie die Maschi­ne ohne Druck in kreis­för­mi­ger Bewe­gung über den Boden, und ach­ten Sie dar­auf, dass zwi­schen Rand­be­reich und Flä­che kein Ansatz zu sehen ist. Ver­fah­ren Sie so jeweils auch mit dem Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 60 und 100, nach­dem Sie vor­her die Flä­che mit dem Wal­zen­schlei­fer und Schleif­pa­pier der­sel­ben Stär­ke bear­bei­tet haben.

Par­kett ver­sie­geln – so geht’s

    1. Sau­gen Sie den Boden nach dem letz­ten Schleif­gang beson­ders gründ­lich ab. Das Par­kett soll­te sau­ber und tro­cken sein. Stel­len Sie außer­dem eine aus­rei­chen­de Lüf­tung der Räu­me sicher. Rei­ni­gen Sie auch Vor­sprün­ge und Flä­chen wie Fens­ter­bän­ke und Heiz­kör­per mit einem feuch­ten Tuch, damit von dort kein Staub auf­wir­beln und Ihnen bei der Lackie­rung in die Que­re kom­men kann.
    2. Lesen Sie die Her­stel­ler­an­ga­ben auf dem gekauf­ten Lack und dem Grun­die­rungs­mit­tel. Beach­ten Sie vor allem die ange­ge­be­nen Trock­nungs­zei­ten.
    3. Begin­nen Sie mit dem Auf­tra­gen der Grun­die­rung. Die­ses Anstrich­mit­tel schafft opti­ma­le Bedin­gun­gen für den Par­kett­lack: Die Grun­die­rung hebt die Mase­rung des Holz­bo­dens her­vor, ver­hin­dert Ver­fär­bun­gen und ver­schließt die Poren des Hol­zes. So dringt spä­ter kein Lack in das Holz ein.Denken Sie dar­an, dass Sie nach geta­ner Arbeit noch die Tür errei­chen müs­sen. Des­halb soll­ten Sie im hin­te­ren Teil des Raums bezie­hungs­wei­se in der Ecke begin­nen, die am wei­tes­ten von der Aus­gangs­tür ent­fernt ist. Grun­die­ren Sie von die­ser Raume­cke aus­ge­hend zuerst die Rän­der in Abschnit­ten von jeweils zwei Metern mit einem brei­ten Pin­sel oder einer klei­nen Rol­le. Tra­gen Sie nun auf der bereits am Rand grun­dier­ten Flä­che die Grun­die­rung über Kreuz auf. Tau­chen Sie die Rol­le in die Grun­die­rung und ver­tei­len Sie die­se gleich­mä­ßig und ohne Druck ent­ge­gen der Mase­rungs­rich­tung des Hol­zes. Anschlie­ßend über­strei­chen Sie den Abschnitt in Rich­tung der Holz­ma­se­rung, aller­dings ohne die Rol­le erneut in die Grun­die­rung zu tauchen.Befolgen Sie also stets die­ses Sche­ma: Rand- bezie­hungs­wei­se Ecken-Grun­die­rung zuerst und im Anschluss die Flä­chen-Grun­die­rung mit der Rol­le an der Ver­län­ge­rungs­stan­ge auf­tra­gen. Las­sen Sie die Abschnit­te dabei leicht über­lap­pen und arbei­ten Sie zügig, sodass die bereits auf­ge­tra­ge­ne Grun­die­rung an den Rän­dern noch feucht ist, wäh­rend Sie die fri­sche Grun­die­rung auf der gan­zen Flä­che auf­tra­gen, um einen gleich­mä­ßi­gen Über­gang ohne Rän­der zu erzie­len. Arbei­ten Sie sich so bis zur Tür­sei­te vor, die Sie ganz zum Schluss grun­die­ren. Je nach Her­stel­ler benö­tigt die Grun­die­rung zwei bis vier Stun­den Zeit zum Trock­nen.
    4. Nach der ange­ge­be­nen Trock­nungs­zeit der Grun­die­rung tra­gen Sie die ers­te Lack­schicht auf. Öff­nen Sie den Par­kett­lack, rüh­ren Sie ihn mit einem Rühr­holz eini­ge Male durch, und las­sen Sie ihn anschlie­ßend etwa fünf bis zehn Minu­ten offen ste­hen, damit die Luft­bläs­chen ent­wei­chen. Danach tra­gen Sie den Lack auf. Dabei gehen Sie wie bei der Grun­die­rung abschnitts­wei­se und in dem glei­chen Sche­ma vor. Rän­der und Ecken strei­chen Sie also wie­der mit dem Pin­sel, die Flä­chen mit der an der Ver­län­ge­rungs­stan­ge befes­tig­ten Rol­le. Der Lack benö­tigt zwi­schen acht und zehn Stun­den, bis er getrock­net ist.
  1. Ist die­se Schicht gut getrock­net, erfolgt ein erneu­ter ganz fei­ner Anschliff, um klei­ne auf­ge­rich­te­te Holz­fa­sern zu ent­fer­nen. Für die­sen Schliff ver­wen­den Sie am bes­ten eine Tel­ler­schleif­ma­schi­ne und Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 120, die Sie in gleich­mä­ßig krei­sen­den Bewe­gun­gen über den Boden füh­ren. Die Rän­der und Ecken schlei­fen Sie mit Schleif­pa­pier der­sel­ben Kör­nung von Hand. Arbei­ten Sie beim Anschliff sorg­fäl­tig, damit die glat­te Ober­flä­che nicht durch ein­zel­ne raue Fasern gestört wird. Rei­ni­gen Sie im Anschluss den Boden erneut sorg­sam mit dem Staub­sauger und ver­ges­sen Sie dabei nicht die Fens­ter­bän­ke, Heiz­kör­per, Tür­rah­men und ‑schwel­len. Wischen Sie mit einem fus­sel­frei­en feuch­ten Tuch die letz­ten Staub­res­te auf.
  2. Nach dem Schliff erfolgt der Auf­trag einer wei­te­ren Lack­schicht. Emp­feh­lens­wert sind beim Ver­sie­geln von Par­kett min­des­tens zwei Schich­ten Lack. Stark bean­spruch­te Böden, wie etwa der Flur, soll­ten mit drei Schich­ten über­zo­gen wer­den. Beim Auf­tra­gen gehen Sie erneut so vor wie bei der Grun­die­rung und der ers­ten Lack­schicht. Wün­schen Sie eine drit­te Schicht, muss der Lack wie­der acht bis zehn Stun­den trock­nen und bekommt danach einen wei­te­ren Anschliff mit dem Tel­ler­schlei­fer und Schleif­ma­te­ri­al der Kör­nung 120. Anschlie­ßend kön­nen Sie die drit­te Lack­schicht auf­tra­gen.

So kön­nen Sie Krat­zer ver­mei­den

Damit Sie sich lan­ge an Ihrem schö­nen reno­vier­ten Boden erfreu­en kön­nen, ist es hilf­reich, eini­ge Vor­keh­run­gen zu tref­fen:

  • Kle­ben Sie Möbel­glei­ter aus Filz oder Tef­lon unter Stuhl- und Tisch­bei­ne.
  • Brei­ten Sie unter Büro­stüh­len mit Rol­len eine Boden­schutz­mat­te aus.
  • Legen Sie Fuß­ab­tre­ter und Mat­ten im Ein­gangs­be­reich aus, damit Schmutz, Sand und klei­ne Stein­chen nicht ins Haus gelan­gen.
  • Ver­mei­den Sie punk­tu­el­le Belas­tun­gen, zum Bei­spiel durch Pfen­nig­ab­sät­ze.

Nach der Ver­sie­ge­lung – so geht’s wei­ter

Nach Auf­tra­gen der letz­ten Lack­schicht war­ten Sie zwölf Stun­den, bis Sie den Boden wie­der betre­ten. Leich­te Möbel, wie Stüh­le, kön­nen Sie nach etwa 24 Stun­den wie­der in den Raum stel­len. Belas­ten Sie den Boden erst nach einer Woche wie­der mit schwe­ren Gegen­stän­den und Möbeln. Abhän­gig von Tem­pe­ra­tur, Lüf­tung, Boden und Par­kett­lack kann die end­gül­ti­ge Aus­här­tung des Bodens sogar bis zu zwei Wochen dau­ern. Rei­ni­gen Sie ihn bis dahin nicht mit Was­ser und legen Sie Tep­pi­che erst nach 14 Tagen wie­der auf das Par­kett.

Mehr Glanz und Schutz durch ver­sie­gel­tes Par­kett

Ver­sie­gel­tes Par­kett zeich­net sich gegen­über der natur­be­las­se­nen Vari­an­te ohne Sie­gel­lack durch zwei Vor­tei­le aus: Es ist zum einen unemp­find­li­cher gegen Schmutz, Feuch­tig­keit und Abrieb und ver­ur­sacht zum ande­ren weni­ger Auf­wand bei der Pfle­ge. Bereits vor­han­de­ne Krat­zer, Lauf­spu­ren, Fle­cken oder Was­ser­rän­der auf dem Boden las­sen sich mit einem Abschliff und einer anschlie­ßen­den Neu­ver­sie­ge­lung besei­ti­gen. Vor allem bei stark bean­spruch­ten Räu­men, wie Flur oder Wohn­zim­mer, macht eine Ver­sie­ge­lung Sinn. Die zwei bis drei Tage, die Sie in die Reno­vie­rung Ihres Bodens inves­tie­ren, loh­nen sich alle­mal. Denn mit der rich­ti­gen Pfle­ge bleibt Ihr abge­schlif­fe­ner und ver­sie­gel­ter Par­kett­bo­den etwa 15 Jah­re lang schön und lässt Ihre Woh­nung in beson­de­rem Glanz erstrah­len.

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