Haushalt

Für mehr Hoch­glanz: Ver­sie­gel­tes Par­kett rei­ni­gen und pflegen

Bei guter Reinigung und Pflege bleibt Ihr versiegelter Parkettboden bis zu 15 Jahre lang schön.

Egal ob Stäbchen‑, Fisch­grät- oder Mosa­ik-: Par­kett­bö­den in allen Mus­te­run­gen wer­ten jeden Raum auf. Der Belag aus Holz gehört zu den belieb­tes­ten Fuß­bö­den. Ver­sie­gel­tes Par­kett begeis­tert noch dazu mit sei­nem schö­nen Glanz. Damit das auch so bleibt und Sie sich lan­ge dar­an erfreu­en kön­nen, bedarf es einer ange­mes­se­nen Rei­ni­gung und Pfle­ge. UPDATED zeigt Ihnen, wie Sie dabei rich­tig vorgehen.

Beugt Krat­zern vor: Die tro­cke­ne Reinigung

Um klei­ne­re Ver­schmut­zun­gen, Krü­mel und Staub zu ent­fer­nen, genügt es, wenn Sie das ver­sie­gel­te Par­kett regel­mä­ßig mit einem Besen oder einem tro­cke­nen Baum­woll­mopp säu­bern. Auch einen Staub­sauger kön­nen Sie dafür ver­wen­den – ach­ten Sie jedoch dar­auf, dass Sie die­sen nur mit Bürs­ten­auf­satz benut­zen, damit Sie Ihrem schö­nen Boden kei­ne Krat­zer zufü­gen. In der Regel ist Ihr Staub­sauger mit einer Uni­ver­sal­dü­se aus­ge­stat­tet, an der sich durch Betä­ti­gung der Fuß­klap­pe eine inte­grier­te Bürs­te aus­fah­ren lässt. Alter­na­tiv nut­zen Sie eine spe­zi­el­le Par­kett­dü­se, die mit einer wei­chen groß­flä­chi­gen Ein­la­ge aus­ge­stat­tet ist. Die­sen Par­kett­auf­satz kön­nen Sie als Zube­hör erwer­ben, er ist beim Kauf des Staub­saugers meist nicht inbegriffen.

Wie häu­fig Sie Ihr ver­sie­gel­tes Par­kett tro­cken rei­ni­gen, hängt davon ab, wie stark es bean­sprucht wird. Sau­gen oder fegen Sie den Boden jedoch min­des­tens ein­mal pro Woche, selbst wenn er kei­ne offen­sicht­li­chen Ver­schmut­zun­gen auf­weist. Denn auch kaum sicht­ba­re Schmutz­ab­la­ge­run­gen ver­ur­sa­chen fei­ne Krat­zer. Gehen vie­le Per­so­nen in dem Raum ein und aus, kann sogar eine täg­li­che Rei­ni­gung not­wen­dig sein. Gera­de Sand oder klei­ne Stei­ne, die von drau­ßen mit den Schu­hen ins Haus getra­gen wer­den, soll­ten Sie unmit­tel­bar ent­fer­nen. Sie wir­ken wie Schleif­pa­pier und füh­ren schnell zu Krat­zern auf dem Parkett.

Ihr Par­kett­bo­den lebt!

Holz hat die Eigen­schaft, Feuch­tig­keit aus der Umge­bung zu bin­den und sei­nen Feuch­tig­keits­ge­halt der vor­herr­schen­den Luft­feuch­tig­keit anzupassen.

Daher besitzt auch Ihr Fuß­bo­den die­se Eigen­schaft, unab­hän­gig davon, ob es sich um ver­sie­gel­tes oder unver­sie­gel­tes Par­kett han­delt. Ändert sich die Luft­feuch­tig­keit im Raum, will sich das Holz ihr anpas­sen. Das kann dazu füh­ren, dass das Holz bei nied­ri­ger Luft­feuch­tig­keit schwin­det: Das Par­kett gibt Feuch­tig­keit in den Raum ab, wodurch sein Volu­men schrumpft und sich Fugen bil­den kön­nen. Bei zu hoher Luft­feuch­tig­keit dage­gen quillt das Holz. Schaf­fen Sie des­halb ein kon­stan­tes Raum­kli­ma für Ihren Parkettboden:

  • Opti­mal ist eine Tem­pe­ra­tur zwi­schen 19 und 22 Grad.
  • Die rela­ti­ve Luft­feuch­tig­keit soll­te etwa bei 55 Pro­zent lie­gen. Die­se erfas­sen Sie mit einem bat­te­rie­be­trie­be­nen Hygrometer.
  • Vor allem wäh­rend der Heiz­pe­ri­ode im Win­ter sinkt die Luft­feuch­tig­keit im Raum. Was­ser­ver­duns­ter an Heiz­kör­pern und Luft­be­feuch­tungs­ge­rä­te hel­fen, eine ange­neh­me Luft­feuch­te zu bewahren.
  • Mehr­ma­li­ges kur­zes Stoß­lüf­ten ist im Win­ter bes­ser als lan­ges Lüf­ten, um die Luft­feuch­tig­keit kon­stant zu halten. 

Ent­fernt grö­be­ren Schmutz: Die feuch­te Reinigung

Anhaf­ten­der Schmutz oder leich­te Tritt­spu­ren las­sen sich nicht so ein­fach mit dem Besen, dem Staub­sauger oder dem tro­cke­nen Mopp besei­ti­gen – dann ist eine feuch­te Rei­ni­gung gefragt. Auch hier kommt es dar­auf an, wie stark Ihr Boden bean­sprucht wird. Wischen Sie stär­ker genutz­te Räu­me wie den Flur wöchent­lich, bei weni­ger stark fre­quen­tier­ten Räu­men genügt zwei- bis drei­mal im Monat. Rei­ni­gen Sie den Boden vor­her tro­cken mit Staub­sauger, Besen oder Mopp.

Weni­ger ist mehr: Wischen Sie Par­kett mit mög­lichst wenig Wasser

Obwohl die Ver­sie­ge­lung Ihrem Holz­fuß­bo­den einen gewis­sen Schutz bie­tet, gilt es, bei der feuch­ten Rei­ni­gung eini­ge Din­ge zu beach­ten. Beson­ders wich­tig ist, dass Sie mög­lichst wenig Was­ser für die Rei­ni­gung Ihres Par­kett­bo­dens ver­wen­den. Die Ver­sie­ge­lung kann das Ein­drin­gen von Was­ser schließ­lich nur ver­zö­gern, nicht aber ver­hin­dern. Ste­hen­des Was­ser kann unter die Ver­sie­ge­lung gelan­gen und das Holz auf­quel­len las­sen. Wrin­gen Sie Ihren Wisch­lap­pen oder Mopp daher vor dem Wischen immer gut aus, sodass er ledig­lich nebel­feucht ist. Hin­ter­lässt der Lap­pen klei­ne Was­ser­per­len oder gar Pfüt­zen auf dem Boden, ist er noch zu nass. Wischen Sie des­halb auch ver­schüt­te­te Flüs­sig­kei­ten jeg­li­cher Art immer sofort vom Boden auf, bevor die­se ins Holz gelan­gen können.

Die­se Uten­si­li­en und Mit­tel hel­fen bei der Reinigung

Zum Wischen ver­wen­den Sie am bes­ten einen Wisch­lap­pen aus Baum­wol­le oder einen Baum­woll­mopp. Auf kei­nen Fall soll­ten Sie hin­ge­gen Stahl­wol­le oder ‑spä­ne nut­zen, da Sie so die Ver­sie­ge­lung beschä­di­gen wür­den. Auch Micro­fa­ser­tü­cher könn­ten die Schutz­schicht des Lacks angreifen.

Für die feuch­te Rei­ni­gung der Holz­bo­den­flä­che ver­wen­den Sie ein spe­zi­el­les Rei­ni­gungs­mit­tel für ver­sie­gel­tes Par­kett, das Sie dem Wisch­was­ser bei­geben. Das genaue Misch­ver­hält­nis steht in den Anga­ben des Her­stel­lers. Abhän­gig vom Her­stel­ler han­delt es sich dabei ent­we­der um ein Rei­ni­gungs- oder um ein kom­bi­nier­tes Pfle­ge- und Rei­ni­gungs­mit­tel. Scheu­er­mit­tel oder schar­fe Rei­ni­ger eig­nen sich nicht zum Put­zen, weil sie die Ver­sie­ge­lung zer­stö­ren wür­den. Auch All­zweck­rei­ni­ger sind nicht opti­mal: Sie kön­nen einen mat­tie­ren­den Schein auf dem Par­kett hin­ter­las­sen. Sehen Sie auch von der Benut­zung eines Dampf­rei­ni­gers ab. Die­ser arbei­tet mit hei­ßer, feuch­ter Luft, die das Holz zu feucht wer­den lie­ße. Pas­sen­de Rei­ni­gungs- und Pfle­ge­mit­tel für Ihren Boden fin­den Sie im Bau­markt, im Fach­ge­schäft oder im Internet.

Am bes­ten arbei­ten Sie bei der feuch­ten Rei­ni­gung mit zwei Eimern: In einen fül­len Sie kla­res Was­ser, in den ande­ren Was­ser gemischt mit Rei­ni­gungs­mit­tel. Tau­chen Sie einen Baum­woll­mopp oder Wisch­lap­pen nun zuerst in den Eimer mit dem Putz­mit­tel, wrin­gen Sie ihn sehr gut aus, und wischen Sie dann den Boden nebel­feucht. Bevor Sie den Mopp oder Lap­pen erneut in den Eimer mit dem Rei­ni­ger tau­chen, säu­bern Sie ihn zuerst in dem Eimer mit dem kla­ren Wasser.

So besei­ti­gen Sie Fett­fle­cken und ande­re star­ke Verschmutzungen

Hart­nä­cki­ge Ver­schmut­zun­gen wie Fett­fle­cken besei­ti­gen Sie mit lau­war­mem Was­ser und Essig­rei­ni­ger. Mischen Sie das Was­ser und den Essig im Ver­hält­nis 2:1, befeuch­ten Sie dann einen Lap­pen aus Baum­wol­le mit der Flüs­sig­keit und put­zen Sie damit über die ver­schmutz­ten Stel­len. Wischen Sie anschlie­ßend mit einem mit kla­rem Was­ser ange­feuch­te­ten Baum­woll­tuch nach. Auch Spi­ri­tus oder Ter­pen­tin hel­fen bei der Ent­fer­nung von hart­nä­cki­gen Fle­cken. Rei­ben Sie die betrof­fe­ne Stel­le mit dem jewei­li­gen Mit­tel ein und las­sen Sie es kurz ein­wir­ken. Wischen Sie auch dann im Anschluss noch ein­mal mit einem ange­feuch­te­ten Tuch drüber.

Eini­ge beson­ders star­ke Ver­schmut­zun­gen, die sich im Lau­fe der Zeit am Boden fest­set­zen, las­sen sich mit dem nor­ma­len Par­kett­rei­ni­gungs­mit­tel nicht mehr lösen. Hier hilft eine Grund­rei­ni­gung mit einem spe­zi­el­len Inten­siv­rei­ni­ger für ver­sie­gel­tes Par­kett aus Bau­markt, Fach­ge­schäft oder Inter­net. Bei nor­ma­ler Bean­spru­chung des Bodens genügt es, wenn Sie ein- bis zwei­mal im Jahr eine Grund­rei­ni­gung durch­füh­ren. Dafür fügen Sie den Inten­siv­rei­ni­ger dem Wisch­was­ser bei. Das genaue Misch­ver­hält­nis von Was­ser und Rei­ni­ger ent­neh­men Sie den Anga­ben des Her­stel­lers. Gehen Sie dann dabei vor wie bei der feuch­ten Rei­ni­gung und wischen Sie Ihren Boden mit Mopp oder Lap­pen und zwei Eimern. Polie­ren Sie Ihren Boden im Anschluss mit einem Lack­pfle­ge­mit­tel, um ihm eine spe­zi­el­le Schutz­schicht zu verleihen.

Gibt zusätz­li­chen Schutz: Das Lackpflegemittel

Spe­zi­el­les Lack­pfle­ge­mit­tel, auch “Polish” genannt, bil­det eine zusätz­li­che Schutz­schicht auf der Ver­sie­ge­lung. Sie bekom­men es in Bau­markt, Fach­ge­schäft oder Inter­net. Rei­ni­gen Sie das Par­kett vor jeder Anwen­dung. Der Boden muss beim Auf­tra­gen sau­ber und tro­cken sein. Geben Sie anschlie­ßend das Pfle­ge­mit­tel pur auf ein fus­sel­frei­es Baum­woll­tuch und tra­gen Sie es in einem sehr dün­nen Film zügig und gleich­mä­ßig auf dem gesam­ten Boden auf. Beach­ten Sie, dass die Lack­pfle­ge anschlie­ßend even­tu­ell ein­zie­hen und trock­nen muss. Ach­ten Sie dabei auf die Anga­ben des Her­stel­lers. Polie­ren Sie Ihren Par­kett­bo­den nach einer Neu­ver­sie­ge­lung und nach einer Grund­rei­ni­gung mit dem Lack­pfle­ge­mit­tel. Ansons­ten behan­deln Sie den Boden nach Bedarf mit dem Mit­tel, etwa wenn das Par­kett sei­nen Glanz ver­liert oder sich Ver­schleiß­spu­ren bemerk­bar machen. In eini­gen Fäl­len kön­nen Sie das Lack­pfle­ge­mit­tel mit Was­ser ver­dün­nen und so für die feuch­te Rei­ni­gung benut­zen. Auch die­se Infor­ma­ti­on ent­neh­men Sie den Herstellerangaben.

Schwar­zer Tee als natür­li­ches Putzmittel

Wuss­ten Sie, dass sich kal­ter schwar­zer Tee her­vor­ra­gend zum Rei­ni­gen von ver­sie­gel­tem Par­kett eig­net? Er lässt das Holz wie­der schön glän­zen. Brin­gen Sie einen hal­ben Liter Was­ser zum Kochen und geben Sie acht Beu­tel Schwar­zen Tee hin­zu. Las­sen Sie den Tee abge­deckt 15 bis 20 Minu­ten zie­hen und ent­neh­men Sie dann die Beu­tel. Ist der Tee abge­kühlt, kön­nen Sie ihn mit etwa 100 Mil­li­li­tern Was­ser ver­dün­nen und anschlie­ßend wun­der­bar als natür­li­ches Rei­ni­gungs­mit­tel nutzen. 

So bleibt Ihr Par­kett lan­ge glänzend

Die regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung und Pfle­ge ver­hilft Ihrem ver­sie­gel­ten Par­kett­bo­den zu lan­ger Lebens­dau­er und erhält sein glän­zen­des Aus­se­hen. Am wich­tigs­ten ist dabei die tro­cke­ne Rei­ni­gung mit dem Besen, dem Staub­sauger oder dem Mopp. Ent­fer­nen Sie Schmutz­par­ti­kel wie Sand oder klei­ne Stei­ne immer sofort, damit sie sich nicht im Haus ver­tei­len und den Par­kett­lack ver­krat­zen. Die auf­wen­di­ge­re feuch­te Rei­ni­gung füh­ren Sie hin­ge­gen deut­lich sel­te­ner durch, um auch das Holz nicht zu sehr zu bean­spru­chen. Natür­lich hängt die kon­kre­te Häu­fig­keit des Put­zens und der Pfle­ge­ar­bei­ten immer von der indi­vi­du­el­len Nut­zung des Rau­mes ab. In der Regel genügt es jedoch, wenn Sie nor­mal bean­spruch­te Räu­me maxi­mal alle 14 Tage wischen. Eine gele­gent­li­che Poli­tur mit dem Lack­pfle­ge­mit­tel ist das krö­nen­de Finish für Ihr ver­sie­gel­tes Par­kett: Sie ver­leiht ihm fri­schen Glanz und kaschiert klei­ne Krat­zer. Soll­te Ihr Par­kett dann doch in die Jah­re kom­men, muss das Par­kett unter Umstän­den abge­schlif­fen und neu ver­sie­gelt werden.

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