Die PlayStation ist ein großer Spaß für Erwachsene, aber auch für Kinder interessant. Es gibt genug Spiele, die ein großer Spaß für Kids sind. Allerdings sollten sie bei der Nutzung der Konsole eben auch nur Zugriff auf solche Titel haben. Von dir installierte Spiele, Inhalte im Shop und generell die Nutzung von Netzwerkfunktionen sind nicht unbedingt für die Kleinen geeignet. Zum Glück lassen sich die Funktionen und Berechtigungen einstellen. Sony hat dafür die PlayStation Family-App entwickelt. Was genau die leistet und wie du damit deine Konsole kindersicher machst, erfährst du hier.
Das erfahrt ihr gleich
- Voraussetzungen: Konten, Rollen und die Familiengruppe
- PlayStation Family-App: Herunterladen und installieren
- PlayStation Family-App einrichten: So gehst du vor
- Kindersicherung und Altersfreigaben einstellen
- Spielzeit festlegen: Tage und Zeitfenster planen
- Kommunikation, Multiplayer und Inhalte anderer verwalten
- Ausgaben und Käufe im PlayStation Store begrenzen
- FAQ: Häufige Fragen zur PlayStation Family-App
Damit die Verwaltung auch funktioniert, brauchen du selbst sowie dein Kind oder deine Kinder eigene Konten. Als erwachsene Person kannst du die Verwaltung der Familie übernehmen, indem du dein Konto als „Familienmanager“ festlegst. Kinderkonten können über dieses dann individuell eingestellt werden. Erwachsene Familienmitglieder können je nach zugewiesener Rolle ebenfalls bei der Aufsicht helfen.
Ein Kinderkonto ist kein beliebig eingeschränktes normales Konto, sondern an das Geburtsdatum und die Familiengruppe gebunden. Deshalb solltest du die persönlichen Angaben bei der Erstellung korrekt eintragen. Manche Kontodaten und Rollen lassen sich später nämlich nicht einfach rückgängig machen. Verwende außerdem ein starkes Passwort und sichere das Erwachsenen-Konto möglichst mit einer zusätzlichen Anmeldebestätigung. Schließlich hängen an diesem Zugang nicht nur Regeln, sondern möglicherweise auch Zahlungsinformationen. Eine Zwei-Faktor-Authentifizierung erhöht in jedem Fall die Sicherheit deutlich. Außerdem können deine Kinder, wenn sie gewieft sind, so nicht einfach alleine mit deinem Passwort selbst Einstellungen vornehmen.

Bevor du dich um die Einstellungen kümmern kannst, brauchst du die App selbst. Die gibt es für iOS und Android in den jeweiligen Stores zum Download. Stelle sicher, dass du sie herunterlädst oder, wenn du sie schon heruntergeladen hast, auf den aktuellen Stand bringst. Hier findest du die Downloads:
Die genaue Darstellung kann sich durch Updates verändern. Das Grundprinzip bleibt jedoch gleich: Du meldest dich mit dem erwachsenen Konto an, öffnest die Familienübersicht und wählst das Konto aus, dessen Regeln du bearbeiten möchtest.
- Mit dem Familienmanager-Konto anmelden: Nutze das Konto, das die Familie verwaltet. Meldest du dich mit einem Kinderkonto oder einem nicht berechtigten Erwachsenen-Konto an, fehlen dir wichtige Einstellungen.
- Familiengruppe öffnen: Rufe die Übersicht der Familienmitglieder auf. Füge dann die Konten der Kinder hinzu oder erstelle sie. Bereits verknüpfte Konten sollten in der Übersicht erscheinen.
- Kinderkonto auswählen: Öffne das Profil des Kindes. Von hier aus gelangst du zu Spielzeit, Altersstufen, Kommunikation und Ausgaben. Bearbeite die Bereiche nacheinander, statt alle Regeln ungeprüft auf den strengsten Wert zu setzen.
- Einstellungen speichern und testen: Übernimm die Änderungen und prüfe anschließend an der Konsole, ob sie wie gewünscht greifen. Ein kurzer gemeinsamer Test verhindert, dass eine unpassende Regel erst mitten im Spiel auffällt. Sollte die Konsole während der Einstellungen laufen, musst du sie eventuell neu starten oder das Konto wechseln, damit die Änderungen wirksam werden.
Der Begriff Kindersicherung umfasst bei PlayStation mehrere einzelne Einstellungen. Besonders wichtig ist die Altersstufe für Spiele und andere Inhalte. Damit legst du fest, welche Titel das Kinderkonto grundsätzlich starten darf. Die Einstufung orientiert sich an der Alterskennzeichnung des Inhalts und den Kontoeinstellungen, also der USK-Empfehlung ab 0, 6, 12, 16 oder 18.
Diese Altersfreigabe gibt aber keinen Aufschluss über die pädagogische Qualität. Sie sagt also nicht, ob ein Spiel leicht verständlich ist, zum Kind passt oder Frust auslösen könnte. Stattdessen zeigt sie nur an, ob die Inhalte potenziell schädlich sein könnten für jüngere Altersgruppen. Genauere Informationen dazu findest du auf der Infoseite der USK. Schau dir deshalb zusätzlich Trailer, Spielbeschreibungen und die enthaltenen Online-Funktionen an. Bei einem neuen Titel kann es sinnvoll sein, die ersten Minuten gemeinsam zu spielen.
Je nach Einstellung kann dein Kind bei gesperrten Spielen eine Anfrage senden. Du entscheidest dann, ob du den Zugriff erlaubst. Solche Ausnahmen solltest du bewusst vergeben: Eine Freigabe für einen bestimmten Titel ist meist sinnvoller als eine pauschale Lockerung der Altersstufe für das gesamte Konto.
Die Spielzeitverwaltung ist wahrscheinlich die Funktion, die im Alltag am häufigsten zum Einsatz kommt. Du kannst Regeln für einzelne Tage festlegen und damit berücksichtigen, dass ein Dienstag mit Schule anders aussieht als ein Samstag. Neben der täglichen Dauer lässt sich je nach Oberfläche auch bestimmen, in welchem Zeitraum gespielt werden darf und was am Ende der Zeit passiert. Sprich die Zeiten aber im Idealfall mit deinem Kind ab. Sonst erlebt es eine böse Überraschung und verliert vielleicht sogar einen ihm wichtigen Spielstand.
- Kinderprofil öffnen: Wähle in der App das betreffende Familienmitglied und anschließend den Bereich für die Spielzeit.
- Wochentage anpassen: Lege eine allgemeine Regel fest oder konfiguriere einzelne Tage. So kannst du an Wochenenden mehr Zeit einräumen.
- Dauer und Zeitraum bestimmen: Trage ein, wie lange und innerhalb welcher Uhrzeiten gespielt werden darf. Plane dabei nicht nur die reine Spieldauer, sondern auch ein paar Minuten zum Speichern und Verabschieden aus einer Online-Runde ein.
- Verhalten bei Zeitende wählen: Je nach angebotener Option erhält das Kind nur einen Hinweis oder wird nach Ablauf der Zeit abgemeldet. Besprich vorher, welche Variante ihr nutzt, damit das Ende nicht überraschend kommt.
- Änderung kontrollieren: Speichere die Regel und prüfe sie in der Übersicht. Achte besonders auf unterschiedlich konfigurierte Wochentage und die Uhrzeit des Kontos beziehungsweise der Konsole.
Kommt am Wochenende Besuch oder ist ein Level fast geschafft, kann eine spontane Verlängerung sinnvoll sein. Nutze eine zusätzliche Spielzeit aber als bewusste Ausnahme und nicht als tägliche Verhandlung. Verständliche Grundregeln sparen auf Dauer mehr Diskussionen als ein ständig neu gesetztes Limit.
Bei Online-Spielen geht es nicht nur um das Match selbst, sondern auch um die Kommunikation. Dazu gehören Nachrichten, Sprachchat, Freundschaftsanfragen, Livestreams und Inhalte, die andere Nutzer*innen erstellen. Diese Bereiche können je nach Alter mindestens genauso wichtig sein wie die Freigabe des Spiels selbst.
In der Familienverwaltung kannst du Regeln für Kommunikation und nutzer*innengenerierte Inhalte prüfen. Eine strenge Einstellung kann Kontakte und von anderen erstellte Beiträge einschränken. Eine offenere Einstellung bietet mehr Freiheit, setzt aber voraus, dass dein Kind selbst in der Lage ist zu erkennen, welche Kommunikation gut oder schlecht ist.
Skins, virtuelle Währungen und Erweiterungen sind mit wenigen Klicks gekauft. Gerade kostenlose Games sind prall gefüllt mit Mikrotransaktionen, die sich schnell zu hohen Kosten aufaddieren. Über die Familienverwaltung begrenzt du, wie viel ein Kinderkonto im PlayStation Store ausgeben darf.
Das Ausgabenlimit ist keine eigene Geldbörse des Kindes. Käufe hängen weiterhin von der Familien- und Zahlungsverwaltung ab. Setze das Limit deshalb nicht höher als den Betrag, den ihr tatsächlich vereinbart habt. Zusätzliche Sicherheit bietet es, gespeicherte Zahlungsarten zu prüfen und das Erwachsenen-Konto mit einem sicheren Passwort zu schützen.
Am verständlichsten ist ein festes Budget, das ihr gemeinsam besprecht. So lernt dein Kind, dass 10 Euro für virtuelle Gegenstände dieselben 10 Euro sind, die auch für ein anderes Spiel, ein Buch oder einen Kinobesuch fehlen. Die technische Grenze unterstützt diese Absprache, ersetzt sie aber nicht.
Die Familienregeln hängen am PlayStation-Konto und gelten deshalb nicht nur für ein einziges Gerät. Die Menüs direkt auf PS5 und PS4 sehen jedoch unterschiedlich aus. Auch die Bezeichnungen einzelner Optionen können voneinander abweichen. Wenn du eine Einstellung nicht in der App findest, lohnt sich deshalb ein Blick in die Familien- und Kindersicherungsbereiche der jeweiligen Konsole.
Auf beiden Konsolen solltest du zusätzlich verhindern, dass Kinder einfach ein ungeschütztes Erwachsenen-Konto verwenden. Richte dafür einen Anmeldecode beziehungsweise eine geeignete Zugangssperre für das verwaltende Konto ein. Sonst sind die sorgfältig gesetzten Kinderregeln schnell umgangen, sobald das Erwachsenen-Profil offen zugänglich ist.
Für die Installation und die grundlegende Familienverwaltung ist kein gesondertes Familien-Abo vorgesehen. Kosten können natürlich durch Spiele, Abonnements oder Käufe im PlayStation Store entstehen. Ein PS Plus Abo brauchst du aber für die Familienverwaltung nicht.
Ja, die Familiengruppe ist für mehrere Familienmitglieder ausgelegt. Du kannst Regeln pro Kinderkonto anpassen, sodass nicht alle dieselbe Spielzeit oder dieselben Freigaben erhalten müssen. Wie bereits erwähnt, braucht aber jedes Kind ein eigenes PlayStation-Konto.
Je nach Konto‑, App- und Systemeinstellung können Anfragen beziehungsweise Anpassungen der Spielzeit über die Familienverwaltung möglich sein. Prüfe die Benachrichtigungen der App und das betreffende Kinderprofil.
Nicht unbedingt. Unterscheide zwischen der allgemeinen Altersstufe und einer möglichen Ausnahme für einen bestimmten Titel. Kontrolliere vor dem Bestätigen, welche Art von Freigabe angezeigt wird.
Passe Regeln regelmäßig an den Entwicklungsstand an. Der Übergang von einem Kinderkonto zu einem regulären Konto folgt den Vorgaben des PlayStation Network und lässt sich nicht durch ein beliebiges Ändern des Geburtsdatums beschleunigen.
Mit der PlayStation Family-App holst du dir die wichtigsten Werkzeuge der Familienverwaltung aufs Smartphone. Du kannst Spielzeiten strukturieren, Altersbeschränkungen prüfen, Kontakte und Inhalte begrenzen sowie ein Budget für Käufe setzen. Besonders nützlich ist dabei, dass jedes Kinderkonto eigene Regeln erhalten kann. Am besten funktioniert das System, wenn die Einstellungen nicht als geheime Sperren daherkommen. Legt gemeinsam fest, warum es ein Zeitlimit gibt, wann eine Ausnahme in Ordnung ist und was bei unangenehmen Online-Begegnungen zu tun ist. Dann wird aus der App kein digitaler Türsteher, sondern ein hilfreiches Werkzeug für einen entspannten Gaming-Alltag.
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