© 2022 Getty Images
Netzwerk

Syn­olo­gy & Co.: So rich­test du dein NAS ein

Daten, die du auf einem NAS gespeichert hast, kannst du von jedem im Heimnetzwerk verbundenen Gerät aus aufrufen.

Ein Netz­werk­spei­cher, kurz auch NAS (Net­work Atta­ched Sto­rage) genannt, ist in vie­ler­lei Hin­sicht prak­tisch. Dar­auf legst du gro­ße Men­gen an Datei­en wie etwa Fotos, Vide­os, gan­ze Fil­me sowie Seri­en und mehr ab. Weil der Spei­cher aber in einem Heim­netz­werk hängt, greifst du nicht nur von einem Gerät, son­dern von allen damit ver­bun­de­nen auf die Daten zu. Sol­che Netz­werk­spei­cher gibt es von unter­schied­lichs­ten Unter­neh­men. Dazu gehört auch Syn­olo­gy. Wie die Ein­rich­tung eines NAS funk­tio­niert, ist hier am Bei­spiel der Mar­ke beschrieben.

Vor­aus­set­zun­gen: NAS-Ser­ver und Festplatten

Damit ein Netz­werk­spei­cher funk­tio­niert, brauchst du zwei grund­le­gen­de Din­ge: einen NAS-Ser­ver und Fest­plat­ten. Auf letz­te­ren spei­cherst du die Datei­en, um spä­ter wie­der dar­auf zuzu­grei­fen. Der NAS-Ser­ver beher­bergt die Fest­plat­ten und steu­ert sie. Es han­delt sich dabei also nicht nur um ein ein­fa­ches Gehäu­se, son­dern um noch etwas mehr Tech­nik. Syn­olo­gy bie­tet bei­spiels­wei­se zahl­rei­che Kon­fi­gu­ra­tio­nen mit unter­schied­li­chen Kapa­zi­tä­ten für Fest­plat­ten, Pro­zes­so­ren und Arbeits­spei­cher an. Geht es dir nur um ein klei­nes Archiv, dann reicht viel­leicht ein Modell mit weni­ger Ein­schü­ben und Power. Willst du hohe Leis­tung für 4K-Strea­ming über das Netz­werk und mehr, dann brauchst du ver­mut­lich ein Modell mit vie­len Ein­schü­ben und ordent­li­cher Pro­zes­sor­leis­tung. Zu den Anfor­de­run­gen soll­te dann auch der Spei­cher pas­sen. Der bes­te NAS-Ser­ver bringt nichts, wenn lang­sa­mer Spei­cher dar­in ange­bracht ist. Ein paar Kauf­tipps fin­dest du hier:

Mehr dazu 
NAS: Pro­duk­te für den pri­va­ten Netzwerk-Speicher 

Vor­be­rei­tung: Fest­plat­ten in den Ser­ver einbauen

Bevor du den Netz­werk­spei­cher in Betrieb neh­men kannst, braucht die­ser Fest­plat­ten. Die las­sen sich in der Regel ganz ein­fach ein­bau­en. Dein Ser­ver hat dafür Ein­schü­be, die mit Abde­ckun­gen ver­se­hen sind. Nimm die­se zunächst ab. Zie­he nun die Hal­te­run­gen aus dem Gerät. Brin­ge dei­ne Fest­plat­te in den Hal­te­run­gen an. Stel­le sicher, dass die­se fest sit­zen und kei­ne Tei­le abste­hen. Schie­be die Fest­plat­te nun zurück in dei­nen NAS-Ser­ver. Ras­tet der Spei­cher ein, soll­te er rich­tig sit­zen. Die Abde­ckung kannst du nun wie­der auf­set­zen. Wie­der­ho­le den Vor­gang, bis alle Fest­plat­ten im Ser­ver ein­ge­baut sind. Das war es auch schon.

NAS ein­rich­ten: Den Spei­cher ins Netz­werk bringen

Ist der Spei­cher im Ser­ver, kannst du ihn mit dem Strom und per Netz­ka­bel mit dem Rou­ter ver­bin­den. Schal­te das Gerät nun ein. Dein NAS-Ser­ver fährt kurz hoch und ist dann auch schon bereit. Nun geht es an die Ein­rich­tung. Öff­ne dafür zunächst den Brow­ser auf dei­nem Com­pu­ter. Gehe dann im Fal­le eines Netz­werk­spei­chers von Syn­olo­gy so vor:

  1. Gib in die Such­leis­te dei­nes Brow­sers „find.synology.com“ ein. Die Sei­te sucht nach einem Syn­olo­gy-NAS in dei­nem Netzwerk.
  2. Ist die­ser gefun­den, zeigt die Sei­te dein Modell an. Fah­re mit „Ver­bin­den“ fort.
  3. Nach der Ver­bin­dung geht es mit der Schalt­flä­che „Ein­rich­ten“ wei­ter.
  4. Ein NAS-Ser­ver benö­tigt auch ein Betriebs­sys­tem. Die aktu­el­le Ver­si­on des Syn­olo­gy Disk Sta­ti­on Mana­gers (DSM) lädst du her­un­ter, wenn du im jetzt zu sehen­den Fens­ter auf „Jetzt instal­lie­ren“ klickst.
  5. Das Sys­tem weist dar­auf hin, dass even­tu­ell noch auf den Fest­plat­ten vor­han­de­ne Daten gelöscht wer­den. Bestä­ti­ge mit „OK“.
  6. Nun soll­te die Instal­la­ti­on begin­nen. War­te die­se ab.
  7. Hat alles funk­tio­niert, folgt eine Ein­ga­be­mas­ke. Hier legst du ein Admi­nis­tra­tor-Kon­to an. Lege einen Namen fest, unter dem der Ser­ver spä­ter zu fin­den ist. Außer­dem gibst du einen Namen für dein Kon­to und ein Pass­wort an. Kli­cke dann auf „Wei­ter“.
  8. Es fol­gen Fein­ein­stel­lun­gen. Die Stan­dards sind hier aber meist in Ord­nung, wes­halb du dich mit „Wei­ter“ durch­kli­cken kannst.
  9. Dein Syn­olo­gy-Ser­ver fragt dich nun, ob du Quick­Con­nect nut­zen möch­test. So gelingt der exter­ne Zugriff, also von außer­halb dei­nes hei­mi­schen Netz­werks. Rich­te dafür ein Syn­olo­gy-Kon­to ein und kli­cke auf „Wei­ter“ oder über­sprin­ge den Schritt mit der Schalt­flä­che darunter.
  10. Das Sys­tem bie­tet an, eini­ge hilf­rei­che Apps zu instal­lie­ren. Ent­spre­chen die­se dei­nen Bedürf­nis­sen, dann kli­cke auf „Instal­lie­ren“. Andern­falls kannst du auch die­sen Schritt überspringen.
  11. Am Ende der Instal­la­ti­on klickst du ein­fach auf „Los“ und bist in der Über­sicht des Disk Sta­ti­on Mana­gers. Dein NAS ist nun erfolg­reich eingerichtet.

Du erreichst ihn etwa unter den Netz­werk-Gerä­ten im Win­dows-Explo­rer oder über den Fin­der beim Mac. Ver­giss nicht, bei der File Sta­ti­on vor­bei­zu­schau­en und eine Ord­ner­struk­tur anzu­le­gen. So fällt es dir leich­ter, die ers­ten Datei­en einzusortieren.

Updates laden und instal­lie­ren: Funk­tio­na­li­tät und Sicherheit

Was für alle tech­ni­schen Gerä­te gilt, die mit dem Inter­net ver­bun­den sind, gilt natür­lich auch für dei­nen NAS-Ser­ver: Alles soll­te immer up to date sein. Somit garan­tierst du, dass du immer von den neu­es­ten Funk­tio­nen dei­nes Ser­vers und der dazu­ge­hö­ri­gen Soft­ware pro­fi­tierst. Glei­ches gilt für die instal­lier­ten Apps. Nach dem Ein­rich­ten bie­tet dir dein NAS meist auto­ma­ti­sche Updates an. Die­se soll­test du aus­füh­ren las­sen und direkt instal­lie­ren. Bleibt die Opti­on akti­viert, ist dein Netz­werk­spei­cher immer auf dem neu­es­ten Stand.

NAS ein­rich­ten: Ein­fach und schnell erledigt

Wie du siehst, ist die Ein­rich­tung eines NAS kei­ne Rake­ten­wis­sen­schaft. Sys­te­me wie die Ser­ver von Syn­olo­gy neh­men dich durch Assis­ten­ten an die Hand und füh­ren dich schnell und ein­fach durch den Pro­zess. Die emp­foh­le­nen Apps sind zudem gute Tools für den Start. Opti­mie­ren und erwei­tern lässt sich dein Spei­cher im Nach­gang natür­lich noch immer.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!