Du sitzt gera­de an einem neu­en Näh­pro­jekt und plötz­lich streikt die Nadel. Was also tun? Die gute Nach­richt: In die Repa­ra­tur musst du das Gerät nicht not­wen­di­ger­wei­se geben. Mit den Tipps von UPDATED kannst du dei­ne Näh­ma­schi­ne mög­li­cher­wei­se selbst repa­rie­ren.

Hin­weis: Häu­fig führt man­geln­de Pfle­ge dazu, dass die Näh­ma­schi­ne nicht mehr läuft, wie sie soll. Wie du dem vor­beu­gen kannst, erfährst du wei­ter unten im Text. Davon abge­se­hen gibt es eine Rei­he ande­rer mecha­ni­scher Pro­ble­me, die eine Näh­ma­schi­ne an der rei­bungs­lo­sen Arbeit hin­dern kön­nen.

Näh­ma­schi­ne repa­rie­ren: Die Nadel als Ursa­che

Die Nadel der Näh­ma­schi­ne wird stark bean­sprucht und ver­schleißt mit der Zeit. Wenn sie klemmt oder öfter abbricht, kann das meh­re­re Ursa­chen haben.

Die Nadel ist ver­bo­gen

Ist die Näh­ma­schi­nen­na­del ver­bo­gen, kann sie nicht mehr flüs­sig durch den Stoff glei­ten und stößt immer wie­der auf Wider­stand. In die­sem Fall soll­test du sie nach Anlei­tung des Her­stel­lers aus­tau­schen. Neue Nadeln sind für weni­ge Euro im Han­del erhält­lich.

Nähst du mit einer ver­bo­ge­nen Nadel, kann der Stoff Scha­den neh­men. Außer­dem wird die Nadel mit der Zeit bre­chen. Die Bruch­stü­cke kön­nen dabei zu klei­nen Geschos­sen wer­den. Auch aus Sicher­heits­grün­den soll­test du eine ver­bo­ge­ne Nadel daher aus­tau­schen.

Pas­send dazu

Die Nadel klemmt

Über­prü­fe, ob sich ein Faden in der Maschi­ne ver­klemmt oder auf­ge­wi­ckelt hat. Es kann sich sowohl um den Ober­fa­den als auch den Unter­fa­den han­deln. In bei­den Fäl­len soll­test du den Faden lösen, gege­be­nen­falls abschnei­den und noch ein­mal neu ein­fä­deln.

Ist es der Nadel­kol­ben, der klemmt, kannst du ihn even­tu­ell mit ein paar Trop­fen Öl wie­der zum Lau­fen brin­gen. Über­prü­fe auch, ob Staub oder Dreck die Näh­ma­schi­ne blo­ckie­ren und rei­ni­ge Nadel und Grei­fer vor­sich­tig.

Die Nadel bricht immer wie­der

Wenn die Nadel immer wie­der bricht, über­prü­fe ihre Posi­ti­on. Ist sie rich­tig ein­ge­spannt und trifft sie das Loch der Stich­plat­te? Spann die Nadel gege­be­nen­falls noch ein­mal neu ein.

Tipp: Ach­te dar­auf, die pas­sen­de Nadel für dei­nen Stoff zu ver­wen­den. Wofür die Nadel geeig­net ist, kannst du auf der Ver­pa­ckung nach­le­sen.

Ober­fa­den reißt

Ein geris­se­ner Ober­fa­den kann vor­kom­men, aller­dings soll­te sich die­ses Pro­blem nicht häu­fen. Wenn die­ser Fall ein­tritt, fäd­le den Faden nach Anlei­tung neu ein. Wenn der Ober­fa­den immer wie­der reißt, kon­trol­lie­re, ob das Garn in Ord­nung ist und zum ver­wen­de­ten Stoff passt und ob die Span­nung des Fadens rich­tig ein­ge­stellt ist.

Unter­fa­den reißt

Wenn der Unter­fa­den regel­mä­ßig reißt, über­prü­fe sei­ne kor­rek­te Ein­fä­de­lung im Spu­len­korb. Stel­le sicher, dass der Spu­len­korb intakt und frei von Stoff­res­ten ist. Ist der Spu­len­korb ver­stopft, kann dies für lau­te Geräu­sche beim Betrieb der Näh­ma­schi­ne sor­gen. Über­prü­fe auch, ob die Spu­le kor­rekt im Korb sitzt und unbe­schä­digt ist.

Tipp: Wenn der Faden immer wie­der reißt, hat das häu­fig mit der Faden­span­nung zu tun. Lies hier, wie du die Faden­span­nung rich­tig ein­stellst.

Wenn die Maschi­ne ein­fach nicht lau­fen will

Kom­men weder Nadel noch Faden als Ursa­che für die strei­ken­de Näh­ma­schi­ne infra­ge, kann es noch ande­re Grün­de geben. Ist das Kabel der Näh­ma­schi­ne bei­spiels­wei­se rich­tig ange­schlos­sen? Hast du den Näh­fuß her­un­ter­ge­klappt? Ist er in der fal­schen Posi­ti­on ist, kann das für eine unfrei­wil­li­ge Näh­pau­se sor­gen.

Repa­ra­tur beim Pro­fi

Nicht immer ist es mög­lich, die Ursa­che für das Pro­blem zu fin­den oder die Näh­ma­schi­ne selbst zu repa­rie­ren. Man­che Fäl­le gehö­ren zwei­fel­los in Fach­hän­de.

Wann ist eine Repa­ra­tur beim Pro­fi nötig?

Alle Pro­ble­me, die mit der Elek­trik der Näh­ma­schi­ne zu tun haben, soll­test du von einem Exper­ten behe­ben las­sen. Auch ver­bo­ge­ne Ele­men­te in der Mecha­nik soll­ten vom Pro­fi mit dem pas­sen­den Werk­zeug oder Ersatz­tei­len aus­ge­bes­sert wer­den.

Hin­weis: Ver­su­che nie, die Näh­ma­schi­ne mit Gewalt zu öff­nen, da dies die Garan­tie erlö­schen lässt und zu irrepa­ra­blen Schä­den am Gerät füh­ren kann.

Lohnt sich eine fach­ge­rech­te Repa­ra­tur?

Die Fra­ge hier­bei ist, wie hoch die Anschaf­fungs­kos­ten waren und ob die Näh­ma­schi­ne mög­li­cher­wei­se sogar einen his­to­ri­schen Wert besitzt. Aller­dings kann es bei älte­ren Gerä­ten, die nicht mehr pro­du­ziert wer­den, schwie­rig sein, die pas­sen­den Ersatz­tei­le zu fin­den.

Pas­send dazu

So fin­dest du einen guten Repa­ra­tur­ser­vice

Hast du dei­ne Näh­ma­schi­ne aus dem Fach­han­del, kannst du dort nach­fra­gen und dir eine geeig­ne­te Werk­statt emp­feh­len las­sen, die mög­li­cher­wei­se auch mit dem Händ­ler zusam­men­ar­bei­tet. Dort bringst du die Näh­ma­schi­ne vor­bei. Der Repa­ra­tur­dienst inspi­ziert sie und erstellt einen Kos­ten­vor­anschlag. Auf die­ser Basis kannst du ent­schei­den, ob sich eine Repa­ra­tur lohnt.

Auch im Inter­net wirst du fün­dig, wenn du nach einem pro­fes­sio­nel­len Repa­ra­tur­ser­vice suchst. Wich­tig: Ach­te dar­auf, dass der Anbie­ter die Mar­ke dei­ner Maschi­ne unter­stützt. Ent­schei­dest du dich für einen Online-Anbie­ter, musst du das Gerät zuerst ein­schi­cken, bevor du einen Kos­ten­vor­anschlag erhältst.

Als drit­te Vari­an­te kannst du dich für eine Näh­ma­schi­nen­re­pa­ra­tur an den Her­stel­ler wen­den, selbst wenn die Garan­tie erlo­schen ist. Der Ser­vice ist mög­li­cher­wei­se teu­rer als bei frei­en Werk­stät­ten. Dafür kannst du sicher sein, dass die Exper­ti­se und die Ori­gi­na­lersatz­tei­le für dein Modell vor­han­den sind.

Kos­ten für eine pro­fes­sio­nel­le Repa­ra­tur

Eine pro­fes­sio­nel­le Näh­ma­schi­nen­re­pa­ra­tur beginnt ab ca. 60 Euro und kann je nach Auf­wand bis zu 200 Euro betra­gen. Idea­ler­wei­se soll­ten die Kos­ten nicht den Anschaf­fungs­preis über­stei­gen, sonst lohnt sich eher der Kauf einer neu­en Näh­ma­schi­ne.

Tipp: Tritt der Scha­den in der Garan­tie­zeit auf, kannst du die Näh­ma­schi­ne beim Her­stel­ler ein­schi­cken und die Repa­ra­tur wird kos­ten­los über­nom­men. Doch Vor­sicht: Das gilt nur bei einem Garan­tie­fall. Liegt dem Defekt der Maschi­ne ein Bedie­nungs­feh­ler zugrun­de, musst du die Kos­ten in der Regel selbst tra­gen.

Einer Näh­ma­schi­nen­re­pa­ra­tur vor­beu­gen

Damit es gar nicht erst zu einem Scha­den an der Näh­ma­schi­ne kommt, kannst du eini­ge Din­ge beach­ten:

  • Ver­wen­de die Näh­ma­schi­ne nur sach­ge­mäß und der Bedie­nungs­an­lei­tung ent­spre­chend.
  • Kon­trol­lie­re regel­mä­ßig alle Klein­tei­le: Sit­zen die Spu­len rich­tig? Sitzt die Nadel rich­tig?
  • Befreie den Spu­len­korb von Stoff­res­ten.
  • Rei­ni­ge Nadel und Grei­fer.
  • Öle regel­mä­ßig die Fein­me­cha­nik, dazu gehört bei­spiels­wei­se der Nadel­kol­ben.

Im Zwei­fels­fall zum Exper­ten

Will die Näh­ma­schi­ne nicht mehr so, wie sie soll, kannst du eini­ge Pro­ble­me selbst behe­ben, bevor du sie pro­fes­sio­nell repa­rie­ren lässt. Häu­fig liegt der Feh­ler bei der Nadel, dem Faden oder einer Ver­schmut­zung unter­schied­li­cher Tei­le.

Ist die Elek­trik Ursa­che für eine kaput­te Näh­ma­schi­ne, ist der Gang zum Pro­fi uner­läss­lich. Ob sich eine Repa­ra­tur jedoch in finan­zi­el­ler Hin­sicht lohnt, hängt vor allem von den Anschaf­fungs­kos­ten der Maschi­ne ab. Tritt der Scha­den in der Garan­tie­zeit auf, fal­len in der Regel kei­ne Kos­ten an, es sei denn, der Scha­den ist durch einen Bedie­nungs­feh­ler ent­stan­den.

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