Mal eben ein mehr­sei­ti­ges PDF aus­dru­cken – dank Ihres Laser­dru­ckers geht das rasend schnell. Auch alle Behör­den­for­mu­la­re dru­cken Sie zu Hau­se aus, eben­so Ein­la­dun­gen auf hoch­wer­ti­gem Papier, da Ihr Laser­dru­cker dafür eben­falls geeig­net ist. Doch haben Sie das Gerät schon mal gerei­nigt? Falls nicht, soll­ten Sie es tun – denn nicht nur die Druck­qua­li­tät kann sonst nach­las­sen, auch Ihre Gesund­heit ist durch Ton­er­staub und Dämp­fe gefähr­det. Und auch wenn der Laser­dru­cker in sei­ner Funk­ti­on kom­pli­ziert anmu­tet – die Rei­ni­gung von Trom­mel, Wal­ze und Co ist kein Hexen­werk.

Vor­be­rei­tung zur Rei­ni­gung des Laser­dru­ckers

Bevor Sie zur eigent­li­chen Rei­ni­gung Ihres Laser­dru­ckers schrei­ten, soll­ten Sie eini­ge Vor­be­rei­tungs­maß­nah­men tref­fen.

  1. Zunächst ein­mal neh­men Sie den Dru­cker aus Sicher­heits­grün­den vom Strom.
  2. Las­sen Sie ihn min­des­tens eine hal­be Stun­de abküh­len, sofern Sie das Gerät kürz­lich benutzt haben.
  3. Im Inne­ren des Dru­ckers befin­det sich die Toner­kas­set­te, die Sie vor der Rei­ni­gung aus dem Gerät neh­men und auf altes Zei­tungs­pa­pier legen soll­ten. Sonst könn­te der Toner Spu­ren auf Klei­dung oder Möbel hin­ter­las­sen. Wo sich die Toner­kas­set­te befin­det, ver­rät Ihnen die Betriebs­an­lei­tung.
  4. Ent­fer­nen Sie eben­falls das Papier und die Papier­kas­set­ten, in oder auf die das Druck­pa­pier gelegt wird.

Rei­ni­gung des Gehäu­ses und der Toner­kas­set­te des Laser­dru­ckers

Der Han­del hält eine Rei­he von spe­zi­el­len Rei­ni­gungs­sets für Laser­dru­cker bereit. Die­se benö­ti­gen Sie jedoch nicht zwangs­wei­se. Zunächst arbei­ten Sie am bes­ten mit einem sau­be­ren und fus­sel­frei­en Mikro­fa­ser­tuch, das Sie leicht anfeuch­ten. So bleibt der ober­fläch­li­che Staub gut haf­ten. Wischen Sie das Gehäu­se, die Kas­set­te sowie die Papier­fä­cher voll­stän­dig ab und drin­gen mit dem Tuch soweit es geht auch in den Innen­raum des Dru­ckers vor.

Laser­dru­cker und der Fein­staub

Laser­dru­cker sto­ßen beim Dru­cken klei­ne Fein­staub­par­ti­kel aus. Tests haben gezeigt, dass sich die Kon­zen­tra­ti­on die­ser Fein­staub­par­ti­kel in einem 20 Qua­drat­me­ter gro­ßen Raum nach zehn Minu­ten Betrieb in etwa ver­dop­pelt. Ob die Gesund­heit dadurch Scha­den neh­men kann, ist noch nicht end­gül­tig geklärt. Vor- und Nach­tei­le gegen­über einem Tin­ten­strahl­dru­cker zeigt Ihnen der Rat­ge­ber “Laser oder Tin­te – der gro­ße Dru­cker-Ver­gleich”.

Ach­ten Sie vor allem auf Toner­pul­ver, das sich im Lau­fe der Zeit im Innen­raum des Dru­ckers abla­gert. Es ist aber viel leich­ter zu ent­fer­nen als die Tin­te eines Tin­ten­strahl­dru­ckers.

Tipp: Um in die Ecken zu gelan­gen, eig­nen sich Wat­te­stäb­chen, die Sie vor­her bei Bedarf in Rei­ni­gungs­al­ko­hol tau­chen kön­nen.

Rei­ni­gung der Bild­trom­mel

Wenn der Aus­druck nicht mehr ein­wand­frei aus­sieht, son­dern Strei­fen oder Fle­cken auf dem Papier zu sehen sind, kann eine ver­schmutz­te Bild­trom­mel die Ursa­che sein. Die­se Dru­cker­ein­heit ist das eigent­li­che Über­tra­gungs­me­di­um im Laser­dru­cker. Irgend­wie muss das Toner­pul­ver ja auf das Papier kom­men. Um die Bild­trom­mel zu rei­ni­gen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Prü­fen Sie zunächst, ob Ihr Gerät über eine auto­ma­ti­sche Trom­mel­rei­ni­gung ver­fügt. Schau­en Sie ggf. in die Betriebs­an­lei­tung.Ach­tung: Solch ein Rei­ni­gungs­vor­gang kann unge­wohn­te Geräu­sche ver­ur­sa­chen. Das ist aber nor­mal.
  2. Ver­fügt Ihr Gerät über kei­ne auto­ma­ti­sche Rei­ni­gung oder ist das Ergeb­nis nicht zufrie­den­stel­lend, kön­nen Sie die Bild­trom­mel auch manu­ell rei­ni­gen. Loka­li­sie­ren Sie dafür zunächst die Stel­le, an der das Papier Strei­fen oder Fle­cke auf­weist. Ver­mut­lich ist die Ver­un­rei­ni­gung dann an ent­spre­chen­der Stel­le der Trom­mel zu fin­den.
  3. Neh­men Sie den Laser­dru­cker vom Strom und las­sen das Gerät aus­küh­len. Bau­en Sie nun die Bild­trom­mel aus. Das funk­tio­niert von Dru­cker zu Dru­cker unter­schied­lich. Die Betriebs­an­lei­tung hilft Ihnen wei­ter.
  4. Kon­trol­lie­ren Sie nun die Stel­le, auf der Sie den Grund für das schlech­te Druck­ergeb­nis ver­mu­ten und rei­ni­gen Sie die Bild­trom­mel vor­sich­tig mit einem Tuch oder einem Wat­te­stäb­chen. Arbei­ten Sie ohne gro­ßen Druck, um Schä­den zu ver­mei­den.
  5. Bau­en Sie die Bild­trom­mel wie­der in den Laser­dru­cker ein.

Toner­pul­ver vom Koro­nadraht ent­fer­nen

Der Koro­nadraht im Laser­dru­cker heizt den Foto­re­zep­tor vor, der den Toner anzie­hen soll. Dafür wird der Draht unter elek­tri­sche Span­nung gesetzt. Durch die­se sta­ti­sche Auf­la­dung zieht er jedoch auch Toner­pul­ver an und muss des­halb von Zeit zu Zeit gerei­nigt wer­den.

Tipps zum fach­ge­rech­ten Umgang mit Laser­dru­ckern

Die Bun­des­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) hat Infor­ma­tio­nen für einen siche­ren Umgang mit Dru­ckern zusam­men­ge­stellt. Fol­gen­de Hin­wei­se soll­ten Sie beher­zi­gen, um die Belas­tung so gering wie mög­lich zu hal­ten:

  • Beson­ders emis­si­ons­ar­me Dru­cker sind mit dem Umwelt­sie­gel “Der Blaue Engel” zer­ti­fi­ziert.
  • Ach­ten Sie beim Kauf eines Laser­dru­ckers auf die Laut­stär­ke sowie auf das Aus­maß der Ozon­frei­set­zung.
  • Norm­ge­rech­tes Dru­cker­pa­pier kann die Staub­ent­wick­lung ein­däm­men.
  • Stel­len Sie den Dru­cker nach Mög­lich­keit in einen wenig fre­quen­tier­ten Raum und lüf­ten Sie die­sen gut.
  • Ver­wen­den Sie am bes­ten geschlos­se­ne umwelt­ver­träg­li­che Mehr­weg­kar­tu­schen.

Wird die Rei­ni­gung ver­nach­läs­sigt, kann es auch in die­sem Fall zu fle­cki­gen Aus­dru­cken kom­men. Die meis­ten Her­stel­ler haben im Laser­dru­cker einen klei­nen Schie­ber ver­baut, der zur Rei­ni­gung des Koro­nadrah­tes gedacht ist. Gehen Sie wie folgt vor, um den Koro­nadraht zu rei­ni­gen:

  1. Schal­ten Sie den Laser­dru­cker unbe­dingt aus und neh­men Sie das Gerät vom Strom, da der Koro­nadraht im ein­ge­schal­te­ten Zustand mit Strom gela­den ist.
  2. Öff­nen Sie die Abde­ckung und ent­neh­men Sie die Toner­kas­set­te.
  3. Schau­en Sie in die Betriebs­an­lei­tung, um die genaue Posi­ti­on des Koro­nadrah­tes zu ermit­teln. Die­ser ist in der Regel mit Elek­tro­den ver­bun­den. Die­se soll­ten Sie wäh­rend des Rei­ni­gungs­vor­gangs nicht berüh­ren, da das Gerät durch eine even­tu­el­le sta­ti­sche Auf­la­dung Ihres Kör­pers Schä­den neh­men kann. Letz­te­re kön­nen Sie aber auch ver­hin­dern, indem Sie einen Heiz­kör­per anfas­sen und sich dadurch erden.
  4. Bewe­gen Sie den Schie­ber, der auf dem Koro­nadraht sitzt, mehr­mals hin und her. Geben Sie acht, dass sich der Schie­ber am Ende wie­der in der Anfangs­po­si­ti­on befin­det.
  5. Set­zen Sie die Toner­kas­set­te wie­der ein und schlie­ßen Sie den Laser­dru­cker wie­der an.

Fixier­ein­heit des Laser­dru­ckers rei­ni­gen

Die Fixier­ein­heit, auch Fuser genannt, kommt in einem Laser­dru­cker unmit­tel­bar vor dem Papier­aus­wurf zum Ein­satz. Sie besteht aus der Heiz­wal­ze, der Fixier­wal­ze sowie der Anpress­wal­ze. Alle drei Tei­le zusam­men sind dafür ver­ant­wort­lich, den losen Toner unter Ein­satz von Hit­ze auf dem Blatt dau­er­haft fest­zu­bren­nen. Auch die­ser Teil des Laser­dru­ckers soll­te regel­mä­ßig gerei­nigt wer­den. Gehen Sie dazu wie folgt vor:

  1. Schal­ten Sie den Dru­cker aus und las­sen Sie ihn abküh­len. Vor allem die Tei­le der Fixier­ein­heit wer­den bei Gebrauch sehr heiß.
  2. Ent­neh­men Sie die Fixier­ein­heit aus dem Gerät. Die­se ist oft durch Hal­te­klam­mern gesi­chert. Wo das Teil genau plat­ziert ist, ent­neh­men sie der Betriebs­an­lei­tung.
  3. Wischen Sie die Fixier­ein­heit mit einem tro­cke­nen oder leicht ange­feuch­te­ten Tuch ab und neh­men Sie einen Staub­sauger zur Hil­fe, mit dem Sie auf klei­ner Stu­fe gro­ben Schmutz von der Ein­heit sowie aus der Öff­nung im Dru­cker ent­fer­nen kön­nen.
  4. Set­zen Sie die Fixier­ein­heit wie­der ein und star­ten Sie das Gerät erneut.

Laser­dru­cker rei­ni­gen geht schnell und ein­fach von der Hand

Ein Laser­dru­cker für den Haus­ge­brauch lässt sich mit weni­gen Hand­grif­fen so weit aus­ein­an­der­bau­en, dass Sie eine Rei­ni­gung pro­blem­los selbst vor­neh­men kön­nen. Außer einem Tuch, ein wenig Was­ser oder Rei­ni­gungs­al­ko­hol sowie ein paar Wat­te­stäb­chen benö­ti­gen Sie kei­ne wei­te­ren Uten­si­li­en. Die regel­mä­ßi­ge Rei­ni­gung schützt zum einen Ihre Gesund­heit, zum ande­ren erhält sie ein gleich­mä­ßi­ges Druck­ergeb­nis.

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