Du siehst immer mehr lus­ti­ge Memes und beweg­te Fotos auf dei­nen Time­li­nes in sozia­len Netz­wer­ken? Kein Wun­der, denn GIF-Bil­der sind dank Face­book und tumb­lr wie­der abso­lut im Trend. Wir zei­gen dir, wie auch du aus dei­nen eige­nen Fotos ganz ein­fach eine coo­le Ani­ma­ti­on machen kannst. Alles, was du dazu brauchst, ist eine Foto­stre­cke, Pho­to­shop und ein biss­chen Krea­ti­vi­tät.

GIF – Was ist das eigent­lich?

Das Kür­zel GIF steht für das Datei­for­mat “Gra­phics Inter­chan­ge For­mat”. Es wird von Foto­gra­fen und Pro­gram­mie­rern vor­wie­gend dann ein­ge­setzt, wenn Bil­der mit vie­len Farb­nu­an­cen und hoher Datei­grö­ße – bei­spiels­wei­se mit 30 MB oder mehr – kom­pri­miert wer­den sol­len. Ein schö­ner Neben­ef­fekt: Sie kön­nen auch ani­miert wer­den. Ein GIF hat aber nicht nur Vor­tei­le, son­dern auch Nach­tei­le.

    • Rela­tiv klei­ne Datei­grö­ße: Das Bild kann mit kur­zer Lade­zeit auch mobil pro­blem­los ange­se­hen wer­den.
    • Sta­pel­ba­res For­mat: GIF-Datei­en las­sen sich in Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gram­men ein­fach über­ein­an­der legen und somit ani­mie­ren.
    • GIF kennt kaum Gren­zen: Jeder Brow­ser und jedes Betriebs­sys­tem erkennt die beweg­ten Fotos und kann sie ori­gi­nal­ge­treu wie­der­ge­ben.
    • Farb­ver­lust: Mit 256 zur Ver­fü­gung ste­hen­den Far­ben ist das GIF weni­ger fle­xi­bel als bei­spiels­wei­se das JPG-For­mat und ver­liert damit eini­ges an Leucht­kraft.
    • Sicht­ba­re Pixel: Selbst hoch­auf­lö­sen­de GIFs zei­gen häu­fi­ger sicht­ba­re Pixel als JPG-Bil­der. Ani­mier­te Ver­sio­nen sind teil­wei­se sogar sehr deut­lich ver­pi­xelt.
    • Kei­ne Anzei­ge ohne Inter­net­ver­bin­dung: Ani­mier­te Bil­der kön­nen nur im Brow­ser oder in einer Mes­sen­ger-App wie­der­ge­ge­ben wer­den, nie­mals direkt in einer Foto­vor­schau.

    Vor­aus­set­zun­gen für ani­mier­te GIF-Fotos

    Hast du auch gute Ideen für lus­ti­ge Memes oder klei­ne, infor­ma­ti­ve Ani­ma­tio­nen, die du auf dei­ner Face­book-Pinn­wand pos­ten willst? Beach­te, dass es wich­ti­ge Vor­aus­set­zun­gen zu erfül­len gibt, bevor du ein GIF selbst erstel­len kannst:

    • Willst du ein ani­mier­tes Bild anfer­ti­gen, benö­tigst du eine Seri­en­auf­nah­me, auf der sich das Motiv – oder zumin­dest Tei­le davon – in Bewe­gung befin­det. Vor­ab nimmst du also in kur­zen Abstän­den vie­le Fotos von einem Objekt auf. Das kann bei­spiels­wei­se der Wel­len­gang des Mee­res sein. Mache hier­zu von der Seri­en­auf­nah­me dei­ner Handy‑, Kom­pakt- oder Spie­gel­re­flex­ka­me­ra Gebrauch. Hal­te dabei still und ände­re Bild­aus­schnitt und Hin­ter­grund nach Mög­lich­keit nicht, sonst wirkt dei­ne Ani­ma­ti­on zu ruck­haft.
    • Ach­te bei dei­nen Datei­en auf eine mög­lichst hohe Auf­lö­sung. Je höher die anfäng­li­che Qua­li­tät der Fotos ist, des­to weni­ger ver­pi­xelt zeigt sich am Ende das GIF.
    • Soll die Ani­ma­ti­on flüs­sig aus­se­hen, fast wie ein Video, benö­tigst du eine Seri­en­auf­nah­me, die min­des­tens fünf Bil­der pro Sekun­de auf­nimmt. Darf es ruhig etwas lang­sa­mer sein, rei­chen auch zwei oder drei Bil­der.
    • Möch­test du ein Video in das GIF-For­mat über­set­zen, ach­te dar­auf, dass Pho­to­shop nur Video­da­tei­en der For­ma­te .MOV, .AVI, .MPG, .MPEG und .MP4 unter­stützt. Dein Video darf zudem maxi­mal 500 Frames (ein­zel­ne Bil­der dei­ner Video­se­quenz) betra­gen. Bei län­ge­ren Vide­os wird dich Pho­to­shop bit­ten, nur einen Teil der Datei zum Import aus­zu­wäh­len.

    GIF aus Bil­dern erstel­len: Tuto­ri­al

    Du hast nun eine schö­ne Foto­stre­cke geschos­sen und möch­test dar­aus end­lich dei­ne Ani­ma­ti­on machen? Kein Pro­blem, mit Pho­to­shop kannst du ohne gro­ßen Auf­wand ein GIF erstel­len und es dar­über hin­aus auch noch dei­nen Wün­schen ent­spre­chend bear­bei­ten:

    1. Star­te Pho­to­shop. Wäh­le Datei > Skrip­ten > Datei­en in Sta­pel laden.
    2. Es öff­net sich ein neu­es Fens­ter mit dem Titel Ebe­nen laden.
    3. Kli­cke hier auf Durch­su­chen und navi­gie­re zu den Fotos, die du impor­tie­ren möch­test.
    4. Wäh­le dazu ein­mal das ers­te Foto der Stre­cke aus, hal­te dei­ne Umschalt­tas­te gedrückt und kli­cke dann auf das letz­te Foto der Rei­he. So mar­kierst du sämt­li­che Bil­der zwi­schen die­sen Ankern und kannst alle auf einen Schlag impor­tie­ren.
    5. Bestä­ti­ge anschlie­ßend mit OK.
      Tipp: Lege die Datei­en auf dei­nem Desk­top ab, dann fin­dest du sie ohne gro­ße Suche. Gib ihnen zusätz­lich Namen, die ihre Rei­hen­fol­ge fest­le­gen, damit du spä­ter weißt, wie du die ein­zel­nen Fotos zu einer flüs­si­gen Bewe­gung anord­nen sollst.
    6. Dei­ne Fotos sind nun in einer Datei mit Ebe­nen sicht­bar. Jedes Bild stellt hier eine ein­zel­ne Ebe­ne dar. Soll­te die Rei­hen­fol­ge nicht der ent­spre­chen, die du für die Ani­ma­ti­on ange­dacht hast, kannst du die Ebe­nen per Maus­klick aus­wäh­len und nach dem Drag-and-Drop-Ver­fah­ren nach oben oder unten schie­ben. So stellst du die kor­rek­te Abfol­ge her.
    7. Kli­cke in dei­ner obe­ren Menü­leis­te auf Fens­ter. Wäh­le im Drop-Down-Menü Zeit­leis­te aus. Es erscheint nun eine Schalt­flä­che direkt unter dei­ner Bild­vor­schau.
    1. In der rech­ten obe­ren Ecke der Schalt­flä­che siehst du einen klei­nen Pfeil. Kli­cke auf ihn und wäh­le im fol­gen­den Menü Frame-Ani­ma­ti­on erstel­len aus. Mit die­sem Befehl legst du fest, dass die Bil­der in einer Rei­hen­fol­ge abge­spielt wer­den und sich nicht ein­fach nur über­la­gern.
    2. Gehe nun über das Menü­sym­bol der Zeit­leis­te auf den Befehl Frames aus Ebe­nen erstel­len. Die ein­zel­nen Bil­der erschei­nen dann als Mini­vor­schau in der Zeit­leis­te.
    3. Kli­cke auf Wie­der­ga­be, um zu prü­fen, dass wirk­lich ein beweg­tes Bild ent­stan­den ist.
    4. Navi­gie­re über Datei zu Für Web spei­chern.
    5. Stel­le als Spei­cher­op­ti­on die Vor­ga­be GIF 128 Dithe­ring ein und gebe unter dem Rei­ter Far­ben die Zahl 256 ein. Bestä­ti­ge alles mit Spei­chern.
    6. Ver­las­se Pho­to­shop nun und gehe zu dei­ner gespei­cher­ten GIF-Datei. Zie­he sie anschlie­ßend ein­fach per Drag&Drop in die URL-Leis­te dei­nes Brow­sers. So kannst du über­prü­fen, ob die Ani­ma­ti­on auch läuft wie gewünscht. Bist du zufrie­den, kannst du das Bild auf dei­ner Face­book-Pinn­wand pos­ten, in dei­ne Web­sei­te ein­bau­en oder dei­nen Freun­den per Mes­sen­ger-App schi­cken.

    Video in GIF umwan­deln

    Du kannst ein ani­mier­tes GIF aber nicht nur aus ein­zel­nen Bil­dern einer Foto­stre­cke erstel­len. Es ist auch mög­lich, ein Video in ein GIF umzu­wan­deln, bei­spiels­wei­se wenn dir die Datei des Vide­os zu groß ist und der Upload in sozia­len Netz­wer­ken zu lan­ge dau­ert.

    1. Star­te Pho­to­shop und gehe über den Befehl Datei > Impor­tie­ren zu Video Frames zu Ebe­nen.
    2. Wäh­le im fol­gen­den Pop-Up-Fens­ter dei­ne Video­da­tei aus und bestä­ti­ge mit Impor­tie­ren.
    3. Über­neh­me die vor­ge­ge­be­nen Daten von Pho­to­shop und kli­cke auf OK.
    4. Navi­gie­re in dei­ner obe­ren Menü­leis­te zu Fens­ter und wäh­le Zeit­leis­te aus. So erscheint unter dei­nem Vor­schau­bild eine Schalt­flä­che, in der du die ein­zel­nen Frames dei­nes zukünf­ti­gen GIFs sehen kannst.
      Tipp: Pho­to­shop teilt dei­ne Video­se­quenz auto­ma­tisch in die ein­zel­nen Frames auf. Die Datei darf hier­für nicht zu groß sein. Pho­to­shop ver­ar­bei­tet maxi­mal 500 Frames und weist dabei ver­mehrt Pro­ble­me auf, die bis zum Absturz der Soft­ware rei­chen kön­nen.
    5. Über­prü­fe über die Wie­der­ga­be, ob dein GIF so ani­miert ist, wie du es dir vor­stellst.
    6. Navi­gie­re über Datei > Für Web spei­chern und stel­le als Spei­cher­op­ti­on die Vor­ga­be GIF 128 Dithe­ring ein. Wäh­le über den Rei­ter Far­ben die Zahl 256 aus. Bestä­ti­ge mit Spei­chern.
    7. Gehe nun zum Spei­cher­ort dei­nes GIF-Bilds und zie­he die Datei per Drag&Drop in die URL-Leis­te dei­nes Brow­sers. So kannst du dei­nen Erfolg sofort über­prü­fen.

    Fein­schliff: GIF bear­bei­ten und anpas­sen

    Dein GIF-Grund­ge­rüst steht mit unse­ren ein­fa­chen Anlei­tun­gen bereits fest. Du willst es aber viel­leicht noch ein wenig ver­zie­ren, es mit einem flot­ten Spruch zu einem lus­ti­gen Meme machen oder sein Erschei­nungs­bild indi­vi­du­ell anpas­sen. Auch das ist kein gro­ßer Auf­wand. Solan­ge du dei­ne GIF-Datei in Pho­to­shop geöff­net hast, ste­hen dir unzäh­li­ge Bear­bei­tungs­mög­lich­kei­ten offen. Ein paar Vor­schlä­ge haben wir hier schon für dich:

    Pas­se die Ver­zö­ge­rungs­zeit dei­nes GIFs an

    Die ein­zel­nen Frames wer­den bei einer Ver­zö­ge­rung von null Sekun­den wie im Zeit­raf­fer abge­spielt, also viel schnel­ler als bei natür­li­chen Bewe­gun­gen. Du kannst in jeden Frame hin­ein­kli­cken und über einen klei­nen Pfeil unter ihm eine Lis­te mit mög­li­chen Ver­zö­ge­run­gen anzei­gen. So kannst du mit unter­schied­li­chen Wie­der­ga­be­ge­schwin­dig­kei­ten für coo­le Effek­te sor­gen.

    Füge dei­ner Ani­ma­ti­on Schrif­ten hin­zu

    Kli­cke hier­für in dei­nen Werk­zeug­kas­ten und wäh­le das T für Text aus. Zie­he einen Kas­ten in dein Bild und gib einen Text ein. Bear­bei­te ihn nach Lust und Lau­ne und ver­schie­be ihn im Foto, wie es dir beliebt. In der Ebe­nen­über­sicht änderst du, wann er im GIF erschei­nen soll. Ist die Text­ebe­ne ganz oben ange­sie­delt, erscheint sie von Anfang an. Ziehst du sie ein wenig nach unten, taucht sie erst wäh­rend der Wie­der­ga­be auf.

    Bear­bei­te dein GIF, wie es dir gefällt

    Mach es hel­ler, dunk­ler, schwarz-weiß oder bunt – alle Befeh­le, die du Pho­to­shop erteilst und auf einer neu­en Ebe­ne über den bereits vor­han­de­nen ansie­delst, wer­den für die gesam­te Datei über­nom­men.

    Ände­re die Datei­grö­ße

    Je mehr Ebe­nen du dem GIF aller­dings zufügst, des­to grö­ßer wird die Gesamt­da­tei. Das kann zu Pro­ble­men beim Expor­tie­ren und Spei­chern füh­ren, da Pho­to­shop zu wenig Arbeits­spei­cher hat, um extrem gro­ße Ani­ma­tio­nen zu ver­ar­bei­ten. Wäh­le daher bei den Spei­cher­op­tio­nen GIF 64 Dithe­ring aus und pas­se die Datei­grö­ße an. Du kannst ent­we­der die ein­zel­nen Pixel­an­ga­ben bear­bei­ten oder in dem Rei­ter Pro­zent aus­wäh­len, um wie viel Pro­zent die Gesamt­grö­ße ver­rin­gert wer­den soll. Bei beson­ders gro­ßen Datei­en eig­nen sich 50 Pro­zent oder mehr.

    Nut­ze die End­los­schlei­fe

    Möch­test du dei­ne Ani­ma­ti­on immer wie­der abspie­len las­sen, kannst du von der End­los­schlei­fe Gebrauch machen. Kli­cke hier­zu in dei­ner in Pho­to­shop geöff­ne­ten Datei in die Zeit­leis­te. Hier fin­dest du in der lin­ken unte­ren Ecke die Wie­der­ho­lungs­op­ti­on. In der Regel steht in die­sem Rei­ter Ein­ma­lig vor­ge­ge­ben. Wäh­le hier Unend­lich. So erzielst du eine sich per­ma­nent wie­der­ho­len­de Ani­ma­ti­on.

    Mit weni­gen Hand­grif­fen gro­ße Effek­te erzie­len

    Ani­mier­te Bil­der zu erstel­len war nie ein­fa­cher als mit ein paar klei­nen Tricks von Pho­to­shop. Mit den rich­ti­gen Moti­ven und ein­fa­chen Bear­bei­tun­gen las­sen sich effekt­vol­le “Kurz­fil­me” erzie­len, die auf allen Brow­sern und Mes­sen­ger-Apps abge­spielt wer­den kön­nen. Auch Insta­gram und Snap­chat las­sen das For­mat zu und sor­gen so für vie­le beweg­te – und bewe­gen­de – Inhal­te auf dei­nen Kanä­len.

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