Software

Fotos ver­klei­nern: Die­se Gra­tis-Tools bear­bei­ten vie­le Bil­der gleichzeitig

Mit IrfanView ändern Sie die Bildgröße Ihrer Fotobibliothek im Handumdrehen – etwa für Collagen.

Zurück aus dem Urlaub und die Spei­cher­kar­te der Kame­ra ist vol­ler Bil­der – nun wol­len Ihre Ver­wand­ten die Fotos sehen. In vol­ler Qua­li­tät sind die Auf­nah­men aber zu groß, um Sie per E‑Mail zu ver­schi­cken. Das Hoch­la­den in die Cloud dau­ert zu lan­ge – und jedes Bild ein­zeln per Hand zu ver­klei­nern erst recht. Abhil­fe schaf­fen in sol­chen Fäl­len Bild­be­ar­bei­tungs­tools mit Batch-Funk­ti­on, sprich: mit Sta­pel­ver­ar­bei­tung. Das bedeu­tet, dass die Soft­ware die Arbeit auto­ma­tisch erle­digt, auf Wunsch den gesam­ten Inhalt eines Ord­ners. Wir haben für Sie fünf Gra­tis­pro­gram­me raus­ge­sucht, die ihre Fotos auf ein­mal verkleinern: 

FastStone Pho­to Resizer:

FastStone Pho­to Resi­zer für Win­dows beschränkt sich auf das Wesent­li­che: Der Fokus des Gra­tis-Tools liegt auf der auto­ma­ti­schen Grö­ßen­än­de­rung und Umbe­nen­nung von meh­re­ren Bil­dern auf einmal.

Die Anwen­dung ist daher sehr einfach:

  1. Ist das Pro­gramm geöff­net, gelan­gen Sie direkt ins Haupt­me­nü. Links im gro­ßen Fens­ter sehen Sie die Ver­zeich­nis­se Ihres Computers.
  2. Navi­gie­ren Sie hier zu einem gewünsch­ten Ord­ner und wäh­len Sie die gewünsch­ten Bil­der aus. Wenn Sie mit der lin­ken Maus­tas­te dar­auf kli­cken, wäh­rend Sie die Strg-Tas­te gedrückt hal­ten, wäh­len Sie meh­re­re Auf­nah­men an.
  3. Drü­cken Sie auf Add und die umzu­wan­deln­den Datei­en erschei­nen im rech­ten Fens­ter. Unter dem Fens­ter befin­det sich eine Zei­le namens “Out­put For­mat”. Hier legen Sie eine Datei­art fest, etwa JPG. Mit einem Klick auf den Set­tings-But­ton rechts dane­ben öff­nen Sie ein wei­te­res Fens­ter, in dem Sie mit einem Schie­be­reg­ler Qua­li­täts­ein­stel­lun­gen vor­neh­men kön­nen, um Spei­cher­platz zu spa­ren. Mit einem Klick auf OK über­neh­men Sie die Ein­stel­lun­gen und das Fens­ter schließt sich wieder.
  4. Im Feld Out­put Fol­der dar­un­ter legen Sie fest, wo die umge­wan­del­ten Datei­en gespei­chert wer­den sol­len. Geben Sie den Pfad ent­we­der per Hand ein oder Kli­cken Sie auf den But­ton Brow­se, um einen Pfad per Maus­klick fest­zu­le­gen. Wenn Sie das Feld leer las­sen und das Häk­chen davor ent­fer­nen, spei­chert FastStone Pho­to Resi­zer die Bil­der im sel­ben Ord­ner, in dem sich die aus­ge­wähl­ten Bil­der befin­den. Wenn Sie die Bil­der mit dem glei­chen Datei­na­men im glei­chen For­mat im Quell­ord­ner spei­chern möch­ten, fragt das Pro­gramm sicher­heits­hal­ber nach, ob die alten Daten über­schrie­ben wer­den sollen.
  5. Um Grö­ßen­än­de­run­gen vor­zu­neh­men, set­zen Sie ein Häk­chen neben den Ein­trag Use Advan­ced Opti­ons ( Resi­ze… ). Rechts dane­ben erscheint dann ein But­ton namens Advan­ced Opti­ons. Kli­cken Sie dar­auf und ein neu­es Fens­ter öff­net sich. Stan­dard­mä­ßig befin­den Sie sich im pas­sen­den Rei­ter namens Resi­ze. Set­zen Sie hier ein Häk­chen neben den ein­zi­gen Ein­trag, der eben­falls Resi­ze lau­tet, dann wer­den im sel­ben Fens­ter Optio­nen für die Grö­ßen­ein­stel­lung ein­ge­blen­det. Neh­men Sie die für Sie pas­sen­den Ein­stel­lun­gen vor und kli­cken Sie auf OK, um die Aus­wahl zu übernehmen.
  6. Mit einem Klick auf den But­ton rechts unten mit der Auf­schrift Con­vert (mit einem grü­nen Pfeil davor) begin­nen Sie schließ­lich die Sta­pel­ver­ar­bei­tung und FastStone Pho­to Resi­zer erstellt die Bil­der gemäß Ihren Vor­ga­ben im aus­ge­wähl­ten Ord­ner. Auch hier gilt: Eine Sicher­heits­ko­pie kann trotz­dem nicht schaden.

Von der Home­page der Ent­wick­ler laden Sie FastStone Pho­to Resi­zer gra­tis her­un­ter. Die “portable”-Version ganz rechts erfor­dert übri­gens kei­ne Instal­la­ti­on und lässt sich so auch von einem aus USB-Stick starten.

Con­ver­se­en: Unter­stützt vie­le Dateiformate

Wie FastStone Pho­to Resi­zer ist auch Con­ver­se­en ein Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm, das vor­nehm­lich zur Grö­ßen­än­de­rung von Bil­dern dient mit dem Schwer­punkt auf Sta­pel­ver­ar­bei­tung. Die Benut­zer­ober­flä­che ist ein­fach auf­ge­baut, da sich die Optio­nen auf das Wesent­li­che beschränken.

  1. Oben links befin­det sich der But­ton, mit dem Sie Datei­en für die Umwand­lung öff­nen. Alter­na­tiv las­sen sich Fotos und Co. auch ein­fach per Drag-and-Drop in das Fens­ter ziehen.
  2. Links unten unter dem Vor­schau­bild neh­men Sie die gewünsch­ten Ein­stel­lun­gen vor. Ent­we­der Sie legen die Ziel­grö­ße pro­zen­tu­al fest, oder Sie geben die neu­en Maße manu­ell ein. Set­zen Sie in dem Fall das Häk­chen neben “Main­tain Aspect Ratio”, damit das Bild­for­mat bei­be­hal­ten wird.
  3. Rechts unter dem Fens­ter mit den Datei­na­men legen Sie eine Datei­art fest, die die umge­wan­del­ten Bil­der besit­zen sollen.
  4. Links unter den Grö­ßen­op­tio­nen gilt es schieß­lich noch ein Ziel­ver­zeich­nis anzu­ge­ben. Wenn Sie die Quell­bil­der über­schrei­ben möch­ten, set­zen Sie ein Häk­chen ganz unten neben “Over­wri­te all”.
  5. Mit einem Maus­klick auf den But­ton “Con­vert” in der obe­ren Leis­te star­ten Sie dann die Stapelverarbeitung.

Anders als Irfan­View und FastStone Pho­to Resi­zer ist Con­ver­se­en nicht nur als Win­dows-Ver­si­on erhält­lich, son­dern auch für Linux ver­füg­bar. Zwar ver­ar­bei­tet Con­ver­se­en über 100 Datei­for­ma­te, RAW-Daten las­sen sich damit aller­dings nicht umwan­deln. Con­ver­se­en ist auf der Home­page des Anbie­ters erhältlich.

Irfan­View: Das leis­tungs­star­ke Leichtgewicht

Irfan­View ist eines der belieb­tes­ten Bild­be­ar­bei­tungs-Tools über­haupt. Es ist kos­ten­los auf der Sei­te des Ent­wick­lers erhält­lich. Neben grund­le­gen­den Bild­be­ar­bei­tungs­funk­tio­nen beherrscht die Soft­ware auch Sta­pel­ver­ar­bei­tung und unter­stützt dabei eine Viel­zahl unter­schied­li­cher Datei­for­ma­te. Auf Wunsch wan­delt Irfan­View auch direkt RAW-Datei­en um, also Roh­da­ten von Digi­tal­ka­me­ras. Wenn es also nach dem Urlaub dar­um gehen soll, eine schnel­le Über­sicht über die geschos­se­nen Fotos zu bekom­men, bie­tet sich die Batch-Umwand­lung an. So las­sen sich die Auf­nah­men per USB-Stick viel ein­fa­cher mit zu Freun­den neh­men, wenn es eilt, ohne dass erst jedes ein­zel­ne Foto eine Bear­bei­tung mit einem RAW-Ent­wick­ler-Pro­gramm erfordert.

Soll­te das Pro­gramm nach der Instal­la­ti­on in eng­li­scher Spra­che star­ten, dann kli­cken Sie oben in der Menü­leis­te auf Opti­ons und dann auf Chan­ge lan­guage…. Wäh­len Sie im nächs­ten Fens­ter rechts Deutsch aus. Hin­weis: Die­se und die fol­gen­den Schrit­te bezie­hen sich auf die Pro­gramm­ver­si­on 4.44 von Irfan­View. Die Benen­nung der Funk­tio­nen und Menü­punk­te in älte­ren Ver­sio­nen kann davon leicht abweichen.

So ver­än­dern Sie mit Irfan­View die Grö­ße von meh­re­ren Bil­dern auf einen Schlag:

  1. Bevor Sie Irfan­View ver­wen­den, emp­fiehlt es sich, einen Ord­ner mit Kopien Ihrer Fotos zu erstel­len. So ver­mei­den Sie, dass Ihre Ori­gi­na­le über­schrie­ben wer­den. Zwar lässt sich, wie unter Punkt 3 beschrie­ben, ein ande­res Ziel­ver­zeich­nis fest­le­gen, aber sicher ist sicher.
  2. Öff­nen Sie Irfan­View und wäh­len Sie oben links im Menü unter Datei den Ein­trag Batch(Stapel)-Konvertierung/Umbenennung aus. Ein neu­es Fens­ter öff­net sich, in dem Sie einen Quell­ord­ner, also den Ord­ner aus dem Sie Ihre Fotos bear­bei­ten möch­ten, aus­su­chen. Öff­nen Sie hier den zuvor erstell­ten Ord­ner mit Ihren Fotos. Drü­cken Sie das Tas­ten­kür­zel Strg+A, um auto­ma­tisch alle Datei­en in dem Ver­zeich­nis aus­zu­wäh­len, und kli­cken Sie dann auf den Hin­zu­fü­gen-But­ton wei­ter unten. Alter­na­tiv kli­cken Sie auf Alle hin­zu­fü­gen.
  3. Mit einem Klick auf Aktu­el­les Ver­zeich­nis ver­wen­den legen Sie fest, dass die Bil­der im Ord­ner durch die ver­klei­ner­ten Ver­sio­nen ersetzt wer­den. Alter­na­tiv wäh­len Sie den Ord­ner mit den Ori­gi­na­len als Quell­ver­zeich­nis wie unter 2. beschrie­ben und geben hier einen Ord­ner Ihrer Wahl an.
  4. Oben links im Fens­ter fin­den Sie einen Menü­punkt namens Arbei­te als. Als Vor­ein­stel­lung soll­te hier Batch-Kon­ver­tie­rung aus­ge­wählt sein. Falls das nicht der Fall ist, mar­kie­ren Sie das run­de Feld links dane­ben per Mausklick.
  5. Im Feld dar­un­ter wäh­len Sie als Ziel­for­mat JPG-JPEG-For­mat an, falls das nicht bereits vor­ein­ge­stellt ist. Rechts dane­ben stel­len Sie mit einem Klick auf Optio­nen die Bild­qua­li­tät ein. Vor­ein­ge­stellt ist hier je nach Ver­si­on 80 oder 90, was einen nur leich­ten Qua­li­täts­ver­lust bedeu­tet. Falls Ihnen die Bild­qua­li­tät nicht wich­tig ist, wäh­len Sie einen nied­ri­ge­ren Wert aus, um Spei­cher­platz zu sparen.
  6. Nun gilt es, fei­ne­re Anpas­sun­gen vor­zu­neh­men. Set­zen Sie dazu ein Häk­chen in das Käst­chen vor Spe­zi­al-Optio­nen aktiv und kli­cken Sie dann auf den zuvor aus­ge­grau­ten But­ton Set­zen, um ein Menü für wei­te­re Anpas­sun­gen zu öffnen.
  7. Um Bil­der zu ver­klei­nern oder zu ver­grö­ßern, wäh­len Sie hier den Punkt Grö­ße ändern an. Nut­zen Sie hier am bes­ten die Opti­on zur pro­zen­tua­len Grö­ßen­än­de­rung in den Optio­nen dar­un­ter. Der Vor­teil: Es dro­hen kei­ne Ver­zer­run­gen, was bei der Anga­be von Pixeln der Fall sein könn­te. Stel­len Sie sicher, dass die bei­den Häk­chen neben Pro­por­tio­nal und Res­am­ple gesetzt sind. Die­se sor­gen für eine bes­se­re Bild­qua­li­tät nach der Grö­ßen­än­de­rung. Res­am­ple führt dabei zwar zu einer leich­ten Unschär­fe, beugt dafür aber mög­li­cher­wei­se auf­tre­ten­den Farb­ver­än­de­run­gen vor, die durch den Ska­lie­rungs­vor­gang auf­tre­ten können.
  8. In die­sem Menü lässt sich auch noch eine Vor­keh­rung gegen ver­se­hent­li­ches Über­schrei­ben tref­fen: Der Haken neben Über­schrei­be exis­tie­ren­de Datei­en ist stan­dard­mä­ßig gesetzt. Ent­fer­nen Sie die­sen, wenn Sie die Ori­gi­na­le behal­ten möchten.
  9. Kli­cken Sie nun auf OK und zurück im Batch-Kon­ver­tie­ren-Menü kli­cken Sie auf Start. Die Sta­pel­ver­ar­bei­tung beginnt und Irfan­view ändert die Grö­ße aller zuvor aus­ge­wähl­ten Bil­der automatisch.

GIMP: Sta­pel­ver­ar­bei­tung mit dem Alleskönner

GIMP ist als Gra­tis-Bild­be­ar­bei­tungs­pro­gramm hin­sicht­lich Funk­ti­ons­viel­falt unge­schla­gen. Stan­dard­mä­ßig unter­stützt die Soft­ware aller­dings kei­ne Sta­pel­ver­ar­bei­tung. Über Plugins las­sen sich jedoch neue Funk­tio­nen hin­zu­fü­gen, so auch Batch-Kon­ver­tie­rung für das auto­ma­ti­sche Ver­klei­nern oder Ver­grö­ßern vie­ler Bil­der auf ein­mal. Das Plugin für die­ses Fea­ture heißt David’s Batch Pro­ces­sor, kurz: DBP, und steht auf der Home­page des Ent­wick­lers zum Down­load bereit. Es erwei­tert GIMP um die meis­ten Optio­nen der oben beschrie­be­nen Programme.

Für Mac-Nut­zer: Vor­schau beherrscht auch Batch-Umwandlung

  1. Besit­zer eines Macs benö­ti­gen gar kei­ne spe­zi­el­le Extra-Soft­ware. Die vor­in­stal­lier­te Bild­be­trach­tungs­soft­ware Vor­schau besitzt bereits eine Funk­ti­on für Stapelverarbeitung.
  2. Wäh­len Sie dazu im Fin­der alle Bil­der an, die Sie bear­bei­ten möch­ten, und öff­nen Sie sie mit einem Doppelklick.
  3. Im Vor­schau-Fens­ter mar­kie­ren Sie alle Bil­der links in der Leis­te, indem Sie die Befehls­tas­te (auch “Apfel­tas­te” genannt) gleich­zei­tig mit mit der A‑Taste drücken.
  4. Wäh­len Sie dann oben im Menü Werk­zeu­ge den Ein­trag Grö­ßen­kor­rek­tur an. Ein neu­es Fens­ter öff­net sich, in dem Sie die gewünsch­te Grö­ße ange­ben. Mit einem Maus­klick auf den OK-But­ton beginnt Vor­schau mit der auto­ma­ti­schen Umwandlung.
  5. Nun gilt es nur noch, die Ergeb­nis­se zu spei­chern. Bevor Sie das mit einem Maus­klick auf Spei­chern im Menü Abla­ge bewerk­stel­li­gen, ein Hin­weis: Vor­schau über­schreibt die aus­ge­wähl­ten Datei­en. Wenn Sie die­se also behal­ten möch­ten, legen Sie vor­her eine Sicher­heits­ko­pie an.

    Kos­ten­lo­se Bear­bei­tungs­pro­gram­me, die ihre Bil­der gut und schnell verkleinern

    Wie Sie anhand der oben auf­ge­führ­ten Bei­spie­le sehen, muss gute Soft­ware nicht teu­er sein. Selbst kom­plett kos­ten­lo­se Pro­gram­me lie­fern auch für anspruchs­vol­le Anwen­der Lösun­gen. Es bleibt Ihnen über­las­sen, ob Sie sich für ein leicht zu bedie­nen­des Pro­gramm wie Con­ver­se­en ent­schei­den, den Publi­kums­lieb­ling Irfan­View nut­zen oder mit GIMP gleich das All­round-Talent der Bild­be­ar­bei­tung her­un­ter­la­den. Da die Tools kos­ten­los sind, kön­nen Sie alle aus­pro­bie­ren, ohne etwas dafür zu bezahlen.

Wei­te­res zum The­ma Bild­be­ar­bei­tung fin­den Sie auch in unse­rem Rat­ge­ber “Bild­be­ar­bei­tung: 4 nütz­li­che und kos­ten­lo­se Pro­gram­me”.

Disclaimer Die OTTO (GmbH & Co KG) übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit, Aktualität, Vollständigkeit, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit der auf updated.de zur Verfügung gestellten Informationen und Empfehlungen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die offiziellen Herstellervorgaben vorrangig vor allen anderen Informationen und Empfehlungen zu beachten sind und nur diese eine sichere und ordnungsgemäße Nutzung der jeweiligen Kaufgegenstände gewährleisten können.

Time to share:  Falls dir dieser Artikel gefallen hat, freuen wir uns!