Der Som­mer ist da und du möch­test Cam­pen gehen oder für eine län­ge­re Auto­fahrt Snacks und Geträn­ke ein­pa­cken? Ärger­lich, wenn nach weni­gen Stun­den Limo und Co. in der Son­ne köcheln und die Sand­wi­ches dro­hen zu ver­der­ben. Mit einer elek­tri­schen Kühl­box kannst du das ver­hin­dern: Die Box hält Lebens­mit­tel lan­ge kalt und frisch, bei Bedarf auch im Auto. Aber wie funk­tio­niert so ein Gerät eigent­lich? Und wel­che Model­le gibt es? UPDATED klärt auf.

Elek­tri­sche Kühl­bo­xen: Die­se Typen gibt es

Bei elek­tri­schen Kühl­bo­xen wer­den grund­sätz­lich drei Typen unter­schie­den: Die Kom­pres­sor-Kühl­box, die Pel­tier-Kühl­box und die Absor­ber-Kühl­box. So funk­tio­nie­ren die ein­zel­nen Sys­te­me:

Akti­ve ver­sus pas­si­ve Kühl­box: Was ist der Unter­schied?

Optisch unter­schei­den sich elek­tri­sche Kühl­bo­xen nicht sehr von soge­nann­ten pas­si­ven Kühl­bo­xen. In ihrer Funk­ti­on aller­dings schon: Wäh­rend die pas­si­ve Box durch eine Iso­lie­rung dafür sorgt, dass kal­te Lebens­mit­tel eine Zeit lang ihre Tem­pe­ra­tur hal­ten, wird die elek­tri­sche Vari­an­te an das Strom­netz ange­schlos­sen und trägt durch spe­zi­el­le Kühl­sys­te­me aktiv zur Küh­lung des Inhalts bei.

Die Kühl­leis­tung der pas­si­ven Boxen ist auf eini­ge Stun­den begrenzt. Elek­tri­sche Kühl­bo­xen küh­len dage­gen min­des­tens so lan­ge, wie sie mit Strom ver­sorgt wer­den – bei Bedarf auch meh­re­re Tage.

  • Kom­pres­sor-Kühl­box: Die Funk­ti­ons­wei­se ähnelt einer Gefrier­tru­he. Bei die­ser Vari­an­te wech­selt das ent­hal­te­ne Kühl­mit­tel lau­fend zwi­schen gas­för­mi­gem und flüs­si­gem Aggre­gat­zu­stand. Beim Wech­sel des Zustands wird Wär­me auf­ge­nom­men und nach außen abge­lei­tet.
  • Pel­tier-Kühl­box: Die­se Model­le arbei­ten ther­mo­elek­trisch. Sie nut­zen einen phy­si­ka­li­schen Effekt, bei dem durch Strom­fluss Tem­pe­ra­tur­un­ter­schie­de erzeugt wer­den. Pel­tier-Kühl­bo­xen sind bei der Küh­lung im Gegen­satz zum Kom­pres­sor von der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur abhän­gig.
    Übri­gens: Pel­tier-Boxen kön­nen sowohl hei­zen als auch küh­len.
  • Absor­ber-Kühl­box: Die­se Boxen nut­zen Wär­me­tau­scher, um den Innen­raum her­un­ter­zu­küh­len. Absor­ber-Kühl­bo­xen kön­nen nicht nur mit Strom, son­dern auch mit Gas betrie­ben wer­den. Die Kühl­leis­tung ist auch bei die­sen Model­len von der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur abhän­gig.

Wie kalt wer­den elek­tri­sche Kühl­bo­xen?

Die ver­schie­de­nen Funk­ti­ons­for­men sor­gen dafür, dass die elek­tri­schen Kühl­bo­xen unter­schied­lich kalt wer­den.

  • Kom­pres­sor-Kühl­box: Unab­hän­gig von der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur kann die Box sogar Minus­gra­de errei­chen.
  • Pel­tier- und Absor­ber-Kühl­bo­xen: Die­se Model­le küh­len ihren Innen­raum auf eine Tem­pe­ra­tur, die cir­ca 20 bis 30 Grad unter der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur liegt. Bei einer Umge­bungs­tem­pe­ra­tur von 35 Grad kühlt die Box dein Getränk zum Bei­spiel auf maxi­mal 5 bis 15 Grad her­un­ter.

Wie laut sind die Kühl­bo­xen?

Dar­über hin­aus unter­schei­den sich die Kühl­bo­xen hin­sicht­lich ihrer Laut­stär­ke: Wäh­rend Absor­ber-Kühl­bo­xen beson­ders lei­se arbei­ten, gel­ten Kom­pres­sor-Kühl­bo­xen im Ver­gleich als eher laut.

Für wel­ches Sys­tem du dich ent­schei­dest, hängt daher auch davon ab, wo du die Box auf­stel­len möch­test und ob du beim Cam­pen zum Bei­spiel ganz in der Nähe schläfst.

Elek­tri­sche Kühl­bo­xen: Gibt es Span­nungs­un­ter­schie­de?

Kühl­bo­xen mit Strom­an­schluss benö­ti­gen in der Regel eine Strom­span­nung von 12 oder 230 Volt. Die nied­ri­ge­re Span­nung ent­spricht zum Bei­spiel dem Strom, den ein Ziga­ret­ten­an­zün­der im Auto lie­fert. Elek­tri­sche Kühl­bo­xen fürs Auto küh­len, wenn sie mit dem pas­sen­den Adap­ter ange­schlos­sen sind, wäh­rend der Fahrt.

Zudem gibt es Model­le, die sowohl über einen 12-Volt-Anschluss als auch über einen Netz­strom-Anschluss (230 Volt) ver­fü­gen: Die­se Boxen schließt du ent­we­der im Auto oder an eine Steck­do­se an.

Kühl­box: 3 elek­tri­sche Model­le

Doch nicht nur hin­sicht­lich ihrer Funk­ti­ons­wei­se unter­schei­den sich die Kühl­bo­xen. Eine Rol­le spie­len zudem Grö­ße und Gewicht sowie beson­de­re Aus­stat­tungs­merk­ma­le wie eine inte­grier­te Beleuch­tung oder Laut­spre­cher. UPDATED stellt dir drei elek­tri­sche Kühl­bo­xen für daheim und unter­wegs vor.

Klar­stein Kom­pres­sor-Kühl­bo­xen

Der Her­stel­ler Klar­stein bie­tet mit der Sur­vi­vor-Serie Kühl­bo­xen an, die nach dem Kom­pres­sor-Prin­zip funk­tio­nie­ren. Die Boxen errei­chen Tem­pe­ra­tu­ren von bis zu minus 22 Grad und sind nicht nur zum Küh­len, son­dern auch zum Gefrie­ren geeig­net. Du kannst damit zum Bei­spiel Eis trans­por­tie­ren – vor­aus­ge­setzt, auf dem Trans­port­weg wird die Kühl­box mit Strom ver­sorgt.

Die Sur­vi­vor-Boxen sind in zwei Grö­ßen erhält­lich. Dar­un­ter ist zum Bei­spiel das Modell “Sur­vi­vor 35”, in das Lebens­mit­tel mit einem Gesamt­vo­lu­men von 35 Litern pas­sen.

Wei­te­re Funk­tio­nen der Klar­stein-Sur­vi­vor-Box:

  • Tem­pe­ra­tur: Über eine Schalt­flä­che an der Außen­sei­te der Box legst du fest, wie stark dei­ne Lebens­mit­tel gekühlt wer­den sol­len. Die Tem­pe­ra­tur­span­ne reicht von plus 10 bis minus 22 Grad. Drü­cke auf Plus oder Minus, um dei­ne Wunsch­tem­pe­ra­tur am Dis­play ein­zu­stel­len.
  • Strom­ver­sor­gung: Die elek­tri­sche Kühl­box von Klar­stein funk­tio­niert sowohl über den Ziga­ret­ten­an­zün­der im Auto als auch über die Haus­halts­steck­do­se. Für bei­de Vari­an­ten gibt es ein pas­sen­des Kabel.
  • Auf­tei­lung: Die Kühl­box ist in zwei Berei­che ein­ge­teilt: Ein klei­ne­res Abteil hält zum Bei­spiel Fla­schen kalt. Damit du nach Snacks und Co. nicht lan­ge suchen musst, ist in das ande­re Abteil ein her­aus­nehm­ba­rer Korb inte­griert.
  • Maße: Höhe 44 cm, Brei­te 67 cm, Tie­fe 40 cm
  • Trans­port: Die Tra­ge­grif­fe der Box sind klapp­bar. Mit einem Gewicht von über 18 Kilo­gramm ist die Kühl­box rela­tiv schwer, dafür ist sie mit Abstand das größ­te Modell im Ver­gleich. Der Deckel lässt sich in bei­de Rich­tun­gen auf­klap­pen und kann bei Bedarf abge­nom­men wer­den.
  • Spe­cials: Eine Innen­raum­be­leuch­tung bringt Licht in die Box. Zudem ver­fügt die Kühl­box über einen USB-Anschluss, an den du zum Bei­spiel dein Smart­pho­ne anschlie­ßen kannst.
Pas­send dazu

one­Con­cept Ther­mo-Kühl­bo­xen

Dass Kühl­bo­xen im Design fle­xi­bel sind, beweist der Her­stel­ler one­Con­cept. Er beschränkt sich nicht auf den klas­si­schen Kühl­box-Look – eini­ge sei­ner Boxen ähneln optisch eher einem Mini-Kühl­schrank. Sie haben kei­nen Deckel, son­dern eine Tür.

Die one­Con­cept-Ther­mo-Kühl­box “Pick­ni­cker” bei­spiels­wei­se punk­tet durch ein sol­ches Mini-Kühl­schrank-Design. Das Fas­sungs­ver­mö­gen von 4 Litern ent­spricht in etwa sechs Geträn­ke­do­sen.

Wei­te­re Funk­tio­nen der one­Con­cept-Ther­mo-Kühl­box-Mini:

  • Tem­pe­ra­tur: Die Box kühlt nach dem ther­mo­elek­tri­schen Prin­zip. Die Tem­pe­ra­tur im Innen­raum liegt 18 bis 22 Grad unter der Umge­bungs­tem­pe­ra­tur.
  • Strom­ver­sor­gung: Die one­Con­cept-Box benö­tigt eine Strom­span­nung von 12 Volt (Gleich­strom). Du ver­sorgst sie über das bei­lie­gen­de Kabel zum Bei­spiel im Auto mit Strom. Wenn du die Kühl­box an eine nor­ma­le Steck­do­se (Wech­sel­strom) anschlie­ßen möch­test, benö­tigst du einen sepa­ra­ten AC-Adap­ter.
  • Auf­tei­lung: Der Innen­raum der Retro-Kühl­box ist durch einen Ein­le­ge­bo­den in zwei Berei­che auf­ge­teilt. Den Regal­ein­schub nimmst du bei Bedarf her­aus.
  • Maße: Höhe 26 cm, Brei­te 17 cm, Tie­fe 24 cm
  • Trans­port: Durch das Design wirkt die Kühl­box auf den ers­ten Blick etwas unhand­lich – für den Trans­port ist in die Ober­sei­te jedoch ein Griff ein­ge­las­sen, den du aus­klap­pen kannst, um die Box zu tra­gen. Mit einem Gewicht von 1,5 Kilo­gramm ist die Kühl­box im Ver­gleich zudem eher leicht.
  • Spe­cials: Neben einer Kühl- hat die Box auch eine Wär­me­funk­ti­on, zum Bei­spiel für Tee und Kaf­fee. Die Heiz­leis­tung des Geräts liegt bei etwa 60 Grad. Um den Modus zu wech­seln, stellst du den Schal­ter von “Cold” auf “Hot” und schon heizt die Box.
Pas­send dazu

Kühl­ta­sche statt Box mit Pel­tier-Kühl­sys­tem

Die gro­ßen Kunst­stoff­bo­xen sind nichts für dich? Als Alter­na­ti­ve bie­ten sich die fle­xi­ble­ren Kühl­ta­schen an. Zwar küh­len die­se Vari­an­ten meist pas­siv, doch gibt es auch eini­ge Kühl­ta­schen mit akti­ver Küh­lung.

Zu die­sen elek­tri­schen Kühl­ta­schen gehört zum Bei­spiel das Modell “KT 6013 CB” der Fir­ma Bomann. Die iso­lier­te Tasche hat ein Fas­sungs­ver­mö­gen von 15 Litern.

Wei­te­re Funk­tio­nen der Bomann-Kühl­ta­sche:

  • Tem­pe­ra­tur: Im Ver­gleich zu den Kühl­bo­xen ist die Kühl­leis­tung der Tasche etwas schwä­cher. Das Pel­tier-Kühl­sys­tem erreicht maxi­mal 12 Grad weni­ger als die Umge­bungs­tem­pe­ra­tur.
  • Strom­ver­sor­gung: Das 12-Volt-Kabel ist für den Anschluss im Auto geeig­net.
  • Auf­tei­lung: Die Kühl­ta­sche besteht aus einem gro­ßen Fach, in dem du zum Bei­spiel Fla­schen und Dosen unter­brin­gen kannst. Der Ven­ti­la­tor liegt über­wie­gend auf der Außen­sei­te der Tasche.
  • Maße: Höhe 25 cm, Brei­te 33 cm, Tie­fe 25 cm
  • Trans­port: Die Bomann-Kühl­ta­sche trans­por­tierst du mit­hil­fe eines ver­stell­ba­ren Schul­ter­gurts. Die Tasche wiegt 1,2 Kilo­gramm und ist damit beson­ders leicht.
  • Spe­cials: Auf­grund des fle­xi­blen Mate­ri­als ist die Tasche falt­bar.
Pas­send dazu

Mit einer elek­tri­schen Kühl­box der Hit­ze trot­zen

Wenn drau­ßen die Tem­pe­ra­tu­ren stei­gen, heißt das nicht, dass du auf küh­le Geträn­ke und Snacks ver­zich­ten musst. Eine elek­tri­sche Kühl­box hält dei­ne Lebens­mit­tel lan­ge frisch. Je nach Kühl­sys­tem sind eini­ge Boxen sogar zum Ein­frie­ren geeig­net.

Die meis­ten Kühl­bo­xen schließt du mit dem pas­sen­den Adap­ter an den Ziga­ret­ten­an­zün­der im Auto an. So sind küh­le Geträn­ke auch wäh­rend lan­ger Fahr­ten garan­tiert. Für noch mehr Kom­fort sor­gen Zusatz­funk­tio­nen wie eine inte­grier­te Beleuch­tung und USB-Ste­cker zum Auf­la­den wei­te­rer Gerä­te.

Im Win­ter soll es etwas War­mes sein? Bei man­chen Gerä­ten legst du ein­fach einen Schal­ter um und schon wärmt die Box.

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