Bäu­me, die wie Büsche aus­se­hen, Stra­ßen, die zu klei­nen Stri­chen wer­den – hoch aus der Luft betrach­tet, sieht die Welt ganz anders aus. Auch Fotos wer­den aus die­ser Per­spek­ti­ve etwas ganz Beson­de­res. Wie Sie die machen? Ganz ein­fach: mit einer Droh­ne. Das klappt sogar mit Höhen­angst und ohne Pilo­ten­schein. Und ist dank der neu­es­ten Tech­nik weder son­der­lich kom­pli­ziert, noch kost­spie­lig. Wir zei­gen Ihnen, wie Sie von hoch oben die schöns­ten Bil­der machen.

So berei­ten Sie das Foto­gra­fie­ren mit der Droh­ne vor

Vor dem ers­ten Droh­nens­hoo­ting wol­len Sie sich nicht erst durch dau­men­di­cke Hand­bü­cher und Anlei­tun­gen quä­len? Kein Pro­blem, unse­re Check­lis­te hilft Ihnen bei einer schnel­len Vor­be­rei­tung. Sind Ihnen eini­ge Punk­te noch unklar, dann klä­ren wir die­se für Sie in unse­rem Rat­ge­ber So steu­ern und kon­trol­lie­ren Sie Ihre Droh­ne – Tipps für Start, Flug und Lan­dung. Dort sagen wir Ihnen auch, wel­che Infos aus dem Hand­buch Ihrer Droh­ne wirk­lich rele­vant sind und wel­che recht­li­chen Beschrän­kun­gen Sie beach­ten müs­sen.

Check­lis­te Auf­stieg

  • Auf­stieg erlaubt?
  • Luft­raum vor Ort auf Hin­der­nis­se über­prüft?
  • Wet­ter­be­din­gun­gen stim­men?
  • Akku gela­den?
  • Fern­be­die­nung gela­den?
  • Spei­cher­kar­te leer?
  • Kali­brie­rung durch­ge­führt?
  • Ver­bin­dung Droh­ne — Fern­be­die­nung her­ge­stellt?
  • GPS Signal vor­han­den?

So klappt das Foto­shoo­ting mit der Droh­ne

Ihre Droh­ne ist start­klar? Dann kann auch das Foto­shoo­ting aus der Vogel­per­spek­ti­ve begin­nen:

  1. Der Auf­stieg: Stel­len Sie Ihre Droh­ne auf ebe­nem Boden ab und ent­fer­nen Sie sich etwa fünf Meter. Die­ser Abstand dient Ihrer Sicher­heit. Die meis­ten Droh­nen haben die­sen Puf­fer auch ein­pro­gram­miert und wür­de sich sofort nach dem Start auto­ma­tisch von Ihnen ent­fer­nen. Das kann jedoch zu Pro­ble­men füh­ren, da Sie Ihre Droh­ne in die­sem Moment nicht steu­ern könn­ten und sie mög­li­cher­wei­se gegen ein Hin­der­nis fliegt.
  2. Droh­ne flie­gen: Ist der Auf­stieg gelun­gen, steu­ern Sie Ihre Droh­ne zum Auf­nah­me­ort. Bit­te beden­ken Sie hier­bei unbe­dingt, dass Ihr Akku nur eine begrenz­te Lauf­zeit von durch­schnitt­lich 20 Minu­ten hat und zum Ende die­ser Zeit auto­ma­tisch dort lan­den wird, wo sie sich gera­de befin­det. Das könn­te bei einem Foto­shoo­ting über einem See oder auch über Baum­wip­feln pro­ble­ma­tisch wer­den.
  3. Der eige­ne Stand­ort: Ach­ten Sie auch dar­auf, ob Sie selbst auf dem Bild sein möch­ten. Die Kame­ra ist mit einem Kugel­ge­lenk an der Droh­ne befes­tigt und lässt sich in nahe­zu alle Rich­tun­gen dre­hen. Dadurch kann es auch pas­sie­ren, dass Sie unge­wollt zum Motiv wer­den. Dage­gen hilft nur: Den Kame­ra­win­kel ver­än­dern und sich selbst woan­ders hin­stel­len. Steigt Ihre Droh­ne 10 Metern oder höher, wird es sich kaum noch ver­hin­dern las­sen, dass Sie mit auf dem Foto sind – wenn auch nur sehr klein.
  4. Droh­ne aus­rich­ten: Rich­ten Sie Ihre Droh­ne nun so aus, dass die Droh­nen­ka­me­ra die Son­ne im Rücken hat. Durch das Abwen­den von der Son­ne ver­hin­dern Sie aber, dass die Son­nen­strah­len direkt auf die Lin­se tref­fen und auf dem Bild für Über­be­lich­tung und Son­nen­strei­fen sor­gen. Ein­ge­bau­te Droh­nen­ka­me­ras sind immer mit einem Weit­win­kel­ob­jek­tiv aus­ge­stat­tet, so dass ohne­hin fast alles auf­ge­nom­men wird, was sich unter der Droh­ne befin­det.

    Gegen Ver­wack­ler: Kame­ra­ein­stel­lun­gen bei Wind

    Bei Sturm soll­ten Sie natür­lich nicht die Droh­ne auf­stei­gen las­sen. Ein leich­ter Wind ist aber nicht wei­ter pro­ble­ma­tisch, solan­ge Sie Ihre Droh­ne noch unter Kon­trol­le haben. Beim Foto­shoo­ting taucht ein wei­te­res Pro­blem auf: Die Bil­der ver­wa­ckeln schnel­ler. Dies lässt sich ein­fach umge­hen, indem Sie die Belich­tungs­zeit ver­kür­zen. Genaue Wer­te las­sen sich hier zwar nicht sagen, als Faust­for­mel gilt: Je win­di­ger, des­to kür­zer die Belich­tungs­zeit. Dabei trifft weni­ger Licht auf die Lin­se. An son­ni­gen Tagen kein Pro­blem. Wer­den bei ande­ren Bedin­gun­gen die Bil­der zu dun­kel, kön­nen Sie den ISO-Wert erhö­hen, etwa auf 400. Dadurch wird der Sen­sor licht­emp­find­li­cher und die Bil­der ins­ge­samt wie­der hel­ler.

  5. Kame­ra­mo­dus ein­stel­len: Die meis­ten Kamer­adroh­nen bie­ten einen Auto­ma­tik­mo­dus, in dem die Kame­ra alle Ein­stel­lun­gen selbst vor­nimmt. Dane­ben kön­nen ver­schie­de­ne Modi gewählt wer­den, etwa ein Land­schafts­mo­dus, ein Pan­ora­ma­mo­dus oder Ähn­li­ches. Die Modi sind nicht so viel­fäl­tig wie bei einer DSLR, füh­ren aber zu einem ver­gleich­ba­ren Ergeb­nis. Auch ein manu­el­ler Modus steht Ihnen zur Ver­fü­gung. In die­sem kön­nen Sie, wie bei einer Spie­gel­re­flex­ka­me­ra auch, alle Ein­stel­lun­gen selbst vor­neh­men. Auf­grund der tech­ni­schen Vor­aus­set­zun­gen lässt sich bei vie­len Droh­nen­ka­me­ras aller­dings nicht die Blen­de ver­stel­len. Im Übri­gen gel­ten für die Ein­stel­lun­gen aber die glei­chen Regeln wie in der übri­gen Foto­gra­fie auch. Wel­che das sind, kön­nen Sie in unse­rem Rat­ge­ber Modus­rad Spie­gel­re­flex-Kame­ra: Was bedeu­ten M, S, A, P & Co? nach­le­sen.
  6. Fokus­sie­ren: Eine manu­el­le Fokus­sie­rung ist in der Regel nicht mög­lich. Über den Bild­schirm kön­nen Sie das geschos­se­ne Bild aber sehen. Der ein­fachs­te Weg, um einen ande­ren Fokus zu erhal­ten, ist die Flug­po­si­ti­on der Droh­ne mini­mal zu ver­än­dern und ein neu­es Foto auf­zu­neh­men.
  7. Die siche­re Lan­dung: Sind alle Bil­der im Kas­ten oder hat Ihre Fern­be­die­nung Sie bereits vor einem nied­ri­gen Akkustand gewarnt, ist es Zeit, Ihren Kop­ter wie­der lan­den zu las­sen. Auch hier gilt: Am bes­ten las­sen Sie ihn auf einer frei­en und ebe­nen Flä­che lan­den, etwa einer Wie­se oder einem lee­ren Park­platz. Ach­ten Sie außer­dem dar­auf, dass Ihre Droh­ne min­des­tens fünf Meter Sicher­heits­ab­stand zu Ihnen oder ande­ren Per­so­nen hat.

Inspi­ra­ti­on für das Foto­shoo­ting mit dem Qua­dro­co­p­ter

Die ers­ten Droh­nen-Fotos zei­gen meist das eige­ne Haus oder den Park um die Ecke. Nach eini­gen Flug­stun­den wächst nicht nur Ihr Selbst­ver­trau­en in Ihre Fähig­kei­ten als Droh­nen­pi­lot, auch an die Fotos wer­den höhe­re Ansprü­che gestellt. Inspi­ra­ti­on für Ihr nächs­tes Shoo­ting kön­nen Sie sich auf Platt­for­men wie Dro­ne­sta­gram holen. Hier dreht sich alles um die Fotos aus der Vogel­per­spek­ti­ve. Und beim Anblick der schö­nen Bil­der kön­nen Sie das nächs­te eige­ne Shoo­ting bestimmt kaum noch abwar­ten.

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