Ihr Blue­tooth-Laut­spre­cher sorgt stun­den­lang für Musik­be­schal­lung und Ihre Fern­be­die­nun­gen im Wohn­zim­mer hal­ten über ein Jahr durch – kein Wun­der, denn Sie haben all Ihre Gerä­te mit hoch­wer­ti­gen, lang­le­bi­gen Bat­te­ri­en bestückt. Beim Kauf der klei­nen Ener­gie­spei­cher in Zink-Koh­le- oder Alka­li­ne-Aus­füh­rung zählt jedoch nicht nur die Lebens­dau­er. Sie soll­ten auch vie­le wei­te­re Aspek­te berück­sich­ti­gen – dar­un­ter Bat­te­rie­typ, Ent­sor­gung und Maß­nah­men falls die Bat­te­ri­en aus­lau­fen. UPDATED bringt Sie in Sachen Bat­te­ri­en auf den neu­es­ten Stand.

Bat­te­rie­typ: Die­se ver­schie­de­nen Grö­ßen gibt es

Anders als Akkus sind Bat­te­ri­en nur für den ein­ma­li­gen Gebrauch bestimmt. Nach der Ent­la­dung dür­fen sie nicht mehr auf­ge­la­den wer­den, son­dern soll­ten fach­ge­recht ent­sorgt wer­den (sie­he Abschnitt „Scho­nen Sie die Umwelt durch die rich­ti­ge Ent­sor­gung“). Die klei­nen Kraft­wer­ke gibt es in vie­len ver­schie­de­nen Grö­ßen für den Ein­satz in unter­schied­li­chen Gerä­ten.

Micro-Bat­te­ri­en (Alter­na­tiv­be­zeich­nun­gen: AAA oder LR 3)

Die kleins­ten zylin­dri­schen Bat­te­ri­en pas­sen mit einer Län­ge von 44,5 mm und einem Durch­mes­ser von 10,5 mm auch in win­zi­ge Bat­te­rie­fä­cher. Meist wer­den ent­spre­chen­de Gerä­te von einer oder zwei AAA-Bat­te­ri­en betrie­ben.

Typi­sche Gerä­te für Micro-Bat­te­ri­en:

  • Klei­ne, draht­lo­se Com­pu­ter­mäu­se
  • Kabel­lo­se Lap­top-Tas­ta­tu­ren
  • Hand­li­che Fern­be­die­nun­gen im Audio-/Vi­deobe­reich

Mignon-Bat­te­ri­en (Alter­na­tiv­be­zeich­nun­gen: AA oder LR 6)

Ähn­lich wie die etwas klei­ne­ren AAA-Bat­te­ri­en sind auch die Mignon­zel­len zylin­drisch geformt. Auf­grund ihres güns­ti­gen Ver­hält­nis­ses zwi­schen Grö­ße (14,5 x 50,5 mm) und Kapa­zi­tät gehört die­ser Typ zu den meist­ver­wen­de­ten Bat­te­ri­en. Für den Betrieb von dafür geeig­ne­ten Gerä­ten sind meist zwi­schen einer und vier Zel­len nötig.

Typi­sche Gerä­te für Mignon-Bat­te­ri­en:

  • Com­pu­ter­mäu­se für den Schreib­tisch
  • Schreib­tisch-Tas­ta­tu­ren mit Funk­an­bin­dung
  • Grö­ße­re Fern­be­die­nun­gen im Audio-/Vi­deobe­reich
  • Digi­tal­ka­me­ras
  • Klei­ne LED-Taschen­lam­pen
  • Per­so­nen­waa­gen
  • Wand- und Tisch­uh­ren
  • Spiel­zeu­ge wie klei­ne Modell­au­tos

Baby-Bat­te­ri­en (Alter­na­tiv­be­zeich­nun­gen: C oder LR 14)

Baby­zel­len sind fast genau­so lang wie Mignon-Bat­te­ri­en (50 mm), wei­sen aber mit gut 26 mm den knapp dop­pel­ten Durch­mes­ser auf. Das grö­ße­re Volu­men sorgt für eine höhe­re Kapa­zi­tät, sodass mit zwei bis sechs Baby-Bat­te­ri­en auch leis­tungs­hung­ri­ge Gerä­te ange­trie­ben wer­den kön­nen.

Typi­sche Gerä­te für Baby-Bat­te­ri­en:

  • Gerä­te mit Elek­tro­mo­to­ren
  • Mit­tel­gro­ße Taschen­lam­pen
  • Trag­ba­re Radi­os
  • Grö­ße­re Wand­uh­ren
  • Grö­ße­re Spiel­zeu­ge mit hoher Leis­tungs­auf­nah­me

Mono-Bat­te­ri­en (Alter­na­tiv­be­zeich­nun­gen: D oder LR 20)

Die größ­ten zylin­dri­schen Bat­te­ri­en hören auf den Namen „Mono-Zel­le“ und wei­sen Abmes­sun­gen von 61,5 mm (Län­ge) x 33 mm (Durch­mes­ser) auf. Dank des gro­ßen Volu­mens und der damit ein­her­ge­hen­den Kapa­zi­tät sind die­se Bat­te­rie­ty­pen oft bei Gerä­ten anzu­tref­fen, die ein hohes Maß an Leis­tung benö­ti­gen. Je nach Gerät kön­nen bis zu zehn Mono-Zel­len erfor­der­lich sein, um das erfor­der­li­che Ener­gie­ni­veau zu erzie­len.

Typi­sche Gerä­te für Mono-Bat­te­ri­en:

  • Haus­halts­ge­rä­te
  • Gar­ten­ge­rä­te
  • Gro­ße Taschen­lam­pen
  • Trag­ba­re Radi­o/CD/­Kas­set­ten-Kom­bi­na­tio­nen („Ghet­to­blas­ter“)
  • Gro­ße Spiel­zeu­ge mit Elek­tro­mo­tor

Knopf­zel­len: Flach­män­ner für Mini-Gerä­te

Wenn beson­ders wenig Platz zur Ver­fü­gung steht, kom­men soge­nann­te „Knopf­zel­len“ zum Ein­satz. Die­se Bat­te­ri­en sehen aus wie Mün­zen und ver­sor­gen Kleinst­ge­rä­te mit Ener­gie. Trotz ihrer gerin­gen Abmes­sun­gen hal­ten sol­che Bat­te­ri­en dank der gerin­gen Leis­tungs­auf­nah­me der ent­spre­chen­den Gerä­te mona­te- oder gar jah­re­lang durch. Da es Dut­zen­de Vari­an­ten von Knopf­zel­len gibt, soll­ten Sie beim Aus­tausch die Typ­be­zeich­nung der ent­spre­chen­den Zel­le ermit­teln. Die­se fin­den Sie in der Regel auf der Ober­sei­te der Bat­te­rie auf­ge­druckt oder am Boden des Bat­te­rie­fachs.

Typi­sche Gerä­te für Knopf­zel­len:

  • Arm­band­uh­ren
  • Signal­ge­ber für (Auto-)Schließanlagen
  • Minia­tur-Fern­be­die­nun­gen
  • Taschen­rech­ner
  • Ana­log­ka­me­ras
  • Fla­che Tisch­uh­ren
  • Hör­ge­rä­te

Spe­zia­lis­ten: Foto‑, Block- und Mini-Bat­te­ri­en

Weit weni­ger ver­brei­tet als die bis­lang auf­ge­lis­te­ten Bat­te­rie­ty­pen sind Foto‑, Block- und Mini-Bat­te­ri­en.

Foto-Bat­te­ri­en (auch CR 123 A/CR 17345) lie­fern eine Span­nung von 3 Volt und sind für die kurz­zei­ti­ge Ent­nah­me hoher Ener­gie­men­gen opti­miert. Daher sind sie oft in Digi­tal­ka­me­ras oder Foto-Blitz­ge­rä­ten zu fin­den.

9‑Volt-Block­bat­te­ri­en (auch E‑Block oder 6 LR 61 genannt) sind fla­che Qua­der mit zwei Anschlüs­sen an der Ober­sei­te. Sie wer­den haupt­säch­lich in Mess­ge­rä­ten, Spiel­zeu­gen, Rauch­mel­dern oder Über­wa­chungs­ka­me­ras ein­ge­setzt.

Mini-Bat­te­ri­en (AAAA, LR 61) sind die kleins­ten zylin­dri­schen Bat­te­ri­en und ent­spre­chen bis auf ihre gerin­ge­re Grö­ße weit­ge­hend ihren grö­ße­ren AAA-Brü­dern. Die­ser Typ kommt jedoch sehr sel­ten vor, da die Her­stel­ler klei­ner, dazu pas­sen­der Gerä­te meist auf Knopf­zel­len set­zen.

Die rich­ti­ge Che­mie für eine lan­ge Lebens­dau­er

Ein Fach­be­griff aus der Welt der Che­mie ist dank der Wer­bung fast allen geläu­fig: „Alka­li­ne“. Doch dar­über hin­aus gibt es noch vie­le wei­te­re che­mi­sche Ver­bin­dun­gen, die für aus­rei­chend Span­nung und Strom­stär­ke sor­gen.

  • Zink-Koh­le-Bat­te­ri­en (ZnC) sind die ein­fachs­te und preis­wer­tes­te Vari­an­te für Gerä­te, die kon­stant wenig Strom zie­hen und kei­ne Span­nungs­spit­zen ver­ur­sa­chen. Dar­un­ter fal­len zum Bei­spiel Uhren, Taschen­rech­ner oder Fern­be­die­nun­gen.
  • Alka­li­ne-Bat­te­ri­en (AlMn): Alka­li­ne-Bat­te­ri­en (kor­rek­te Bezeich­nung „Alka­li-Man­gan“) zeich­nen sich gegen­über Zink-Koh­le-Bat­te­ri­en durch eine um den Fak­tor 5 bis 7 län­ge­re Lebens­dau­er aus. Dar­über hin­aus bewäl­ti­gen sie eine höhe­re Leis­tungs­auf­nah­me und Leis­tungs­im­pul­se bes­ser als ihre ZnC-Kol­le­gen. Das macht sie zu uni­ver­sel­len und lang­le­bi­gen Ener­gie­spei­chern.
  • Lithi­um-Bat­te­ri­en (Li): Die deut­lich teu­re­ren Lithi­um-Zel­len hal­ten im Schnitt drei Mal län­ger durch als Alka­li-Model­le. Zudem zeich­nen sie sich durch eine gro­ße Resis­tenz gegen­über Käl­te aus, was sie für den Out­door-Ein­satz im Win­ter noch geeig­ne­ter macht als AlMn-Bat­te­ri­en.
  • Zink-Luft-Bat­te­ri­en (ZnLuft): Die­se che­mi­sche Zusam­men­set­zung erlaubt sehr viel Ener­gie­aus­beu­te auf gerings­tem Raum, wes­halb sich die­se Tech­nik haupt­säch­lich in Knopf­zel­len für Hör­ge­rä­te und ähn­li­che Appa­ra­tu­ren fin­det.

Was Bat­te­ri­en bes­ser als Akkus macht

Im Gegen­satz zu Ein­weg­bat­te­ri­en sind Akkus wie­der­auf­lad­bar. Das macht sie auto­ma­tisch zu Favo­ri­ten, wenn es um die Ener­gie­ver­sor­gung geht – oder etwa nicht? In der Tat ist die Auf­la­de-Mög­lich­keit der Akkus ein schla­gen­des Argu­ment. Doch her­kömm­li­che Bat­te­ri­en – vor allem wenn es sich um leis­tungs­star­ke Alka­li­ne- oder Lithi­um-Model­le han­delt – punk­ten mit eini­gen Vor­tei­len gegen­über Akkus.

Der wich­tigs­te Vor­teil ist die höhe­re Ener­gie­aus­beu­te von Bat­te­ri­en. Wäh­rend ein Akku mit glei­cher Grö­ße und Kapa­zi­tät schon leer ist, hat eine gute Bat­te­rie noch nicht mal die Hälf­te ihrer Lebens­dau­er erreicht. Das macht häu­fi­ge Bat­te­rie­wech­sel über­flüs­sig, was beson­ders bei Gerä­ten mit nied­ri­gem Ener­gie­ver­brauch wie Fern­be­die­nun­gen oder Uhren in einem spür­ba­ren Kom­fort-Gewinn resul­tiert.

Vor­teil Num­mer 2 ist die höhe­re Span­nung: Gerä­te mit hoher Leis­tungs­auf­nah­me, bei­spiels­wei­se Foto-Equip­ment, brau­chen eine Span­nung von 1,5 Volt, wäh­rend Akkus nur rund 1,2 Volt lie­fern. Hier kom­men also nur Bat­te­ri­en infra­ge. Zu guter Letzt eig­nen sich Bat­te­ri­en eher für den har­ten Out­door-Ein­satz als Akkus, da sie unemp­find­li­cher gegen Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen sind.

Pra­xis-Tipps für den Umgang mit Bat­te­ri­en

Damit Ihre Bat­te­ri­en mög­lichst lan­ge durch­hal­ten, soll­ten Sie fol­gen­de Tipps beher­zi­gen:

  • Feuch­tig­keit oder gar Flüs­sig­kei­ten wie Was­ser sind „Gift“ für Bat­te­ri­en. Hal­ten Sie die Zel­len immer schön tro­cken – auch bei der Lage­rung.
  • Set­zen Sie Bat­te­ri­en nie­mals gro­ßer Hit­ze oder direk­ter Son­nen­ein­strah­lung aus.
  • Beim Bat­te­rie­wech­sel soll­ten Sie immer alle Zel­len gleich­zei­tig aus­tau­schen. Wenn Sie ent­la­de­ne mit fri­schen Bat­te­ri­en mischen, kann unter Umstän­den die erfor­der­li­che Span­nung zum Betrieb des Geräts nicht erreicht wer­den und die Zel­len ent­la­den sich schnel­ler.
  • Lagern Sie Bat­te­ri­en nicht zu lang, da eine schlei­chen­de Selbst­ent­la­dung statt­fin­det. Also lie­ber eine klei­ne­re Packung kau­fen, die bin­nen weni­ger Mona­te auf­ge­braucht wird, statt eines Fünf-Jah­res-Vor­rats.
  • Ver­wen­den Sie ein Gerät über einen län­ge­ren Zeit­raum hin­weg nicht, soll­ten Sie die Bat­te­ri­en ent­neh­men. Damit beu­gen Sie einer Ent­la­dung und etwai­gen Schä­den durch aus­lau­fen­de Che­mi­ka­li­en vor.
  • Ver­meint­lich ent­la­de­ne Bat­te­ri­en aus leis­tungs­hung­ri­gen Ver­brau­chern wie Blitz­ge­rä­ten oder Elek­tro­spiel­zeug brau­chen Sie nicht zwangs­läu­fig zu ent­sor­gen: Sol­che Exem­pla­re sind oft­mals noch in der Lage, ein strom­spa­ren­des Gerät wie eine Uhr oder eine Fern­be­die­nung über Mona­te hin­weg mit Ener­gie zu ver­sor­gen.

Was tun bei aus­ge­lau­fe­nen Bat­te­ri­en?

Sehen Sie sich mit einer aus­ge­lau­fe­nen Bat­te­rie kon­fron­tiert, schüt­zen Sie Ihre Hän­de mit Gum­mi­hand­schu­hen und ent­neh­men Sie die beschä­dig­ten Zel­len. Legen Sie die defek­ten Bat­te­ri­en in eine Kera­mik­scha­le, um Schä­den am Mobi­li­ar zu ver­mei­den. Etwai­ge Rück­stän­de im Bat­te­rie­fach des Geräts ent­fer­nen Sie mit einem leicht ange­feuch­te­ten Tuch oder einem Wat­te­stäb­chen. Kor­ro­dier­te Kon­tak­te las­sen sich mit einem Stück Sand­pa­pier (fei­ne Kör­nung) wie­der blank bekom­men. Dann kommt der gro­ße Moment: Funk­tio­niert das Gerät noch oder hat die inne­re Elek­tro­nik Scha­den genom­men? Set­zen Sie dazu einen fri­schen Satz Bat­te­ri­en ein und prü­fen Sie, ob das Gerät sei­nen Dienst ver­rich­tet.

Scho­nen Sie die Umwelt durch die rich­ti­ge Ent­sor­gung

Bat­te­ri­en ent­hal­ten schäd­li­che Sub­stan­zen wie Alu­mi­ni­um, Zink, Man­gan, Nickel oder Lithi­um. Die­se scha­den sowohl dem Men­schen als auch der Umwelt. Des­halb sind Sie als Ver­brau­cher dazu ver­pflich­tet, gebrauch­te Bat­te­ri­en sach­ge­mäß zu ent­sor­gen. Auf kei­nen Fall dür­fen Sie lee­re Bat­te­ri­en in den Haus­müll wer­fen. Brin­gen Sie sie statt­des­sen zu den Sam­mel­be­häl­tern an den Ver­kaufs­stel­len von Bat­te­ri­en. Vie­le Gemein­den bie­ten auch regel­mä­ßi­ge Samm­lun­gen in Ihrer Nähe an – zum Bei­spiel mit einem „Bat­te­rie­mo­bil“.

Fazit: Prak­ti­sche Strom­spen­der für Ihre Elek­tro­ge­rä­te

Mit den rich­ti­gen Bat­te­ri­en betrei­ben Sie fast all Ihre Elek­tro­ge­rä­te über einen lan­gen Zeit­raum hin­weg ohne Steck­do­se. Wenn Sie die pas­sen­den Bat­te­ri­en für das jewei­li­ge Gerät ver­wen­den, maxi­mie­ren Sie die Leis­tungs­aus­beu­te und spa­ren bares Geld. Gene­rell gilt: Grei­fen Sie lie­ber zur etwas kost­spie­li­ge­ren Bat­te­rie­va­ri­an­te statt zu Bil­lig-Ange­bo­ten – die län­ge­re Lebens­dau­er macht den anfäng­li­chen Preis­nach­teil wie­der wett.

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