YouTube – dahin­ter steck­en unzäh­lige kosten­lose Videos. Und fast eben­so viele Werbespots. Das kön­nte sich bald ändern: Mit YouTube Red hat der Stream­ing­di­enst bere­its seit 2015 eine Bezahl-Plat­tform, die wer­be­freien Video-Genuss und andere Bequem­lichkeit­en anbi­etet. Ursprünglich gab es das nur in den USA, doch ein Europa-Release scheint kurz bevorzuste­hen.

Noch für dieses Jahr soll YouTubes Mut­terge­sellschaft Google eine Bezahl-Ver­sion des bis­lang kosten­losen Stream­ing­di­en­stes YouTube in Eng­land pla­nen, so berichtet es der Tele­graph. Auch für weit­ere europäis­che Län­der laufen anscheinend entsprechende Ver­hand­lun­gen. Gek­lärt wer­den müssen dabei in erster Lin­ie die Lizen­zen für Musik-Videos. Dann stünde dem Pre­mi­um-YouTube wohl nichts mehr im Wege.

YouTube Red würde ähn­lich wie Net­flix oder Ama­zon Prime Video funk­tion­ieren: Neben wer­be­freien Videos kön­nen die Nutzer auch eigen­pro­duzierte Filme und Serien anse­hen. Let­ztere wür­den YouTube Red Orig­i­nals heißen. Auch eine Offline-Funk­tion gäbe es, mit der Videos auf Smart­phone oder Tablet herun­terge­laden und ohne Inter­net­zu­gang zu einem späteren Zeit­punkt ange­se­hen wer­den kön­nten.

YouTube Red-Abo für 9,99 Euro

Das Abon­nement wird in Deutsch­land wahrschein­lich 9,99 Euro im Monat kosten. Zusät­zlich soll ein Google Play Musik-Abo im Paket enthal­ten sein. Der kosten­lose Teil der Plat­tform soll allen Nutzern aber weit­er­hin zur Ver­fü­gung ste­hen. Schaut man auf den amerikanis­chen Markt, kön­nte es hier aber Ein­schränkun­gen geben: Clips berühmter YouTu­ber kön­nten dauer­haft hin­ter der Bezahlschranke ver­schwinden oder erst nach einiger Zeit in der kosten­losen Ver­sion zur Ver­fü­gung ste­hen.

Einen genauen Zeit­plan zur Mark­te­in­führung von YouTube Red kon­nte der Tele­graph bish­er nicht nen­nen. Auch Google hat sich noch nicht mit ein­er offiziellen Ankündi­gung zu den Gerücht­en geäußert.