Eine Ver­lei­tung zum Stal­king oder prak­ti­sches Fea­ture? Bis­lang wur­de die Stand­ort­frei­ga­be über Whats­App nur in Beta-Ver­sio­nen für iOS und Android gesich­tet. Nun zeigt ein Video, wie die Funk­ti­on mit dem Namen “Live Loca­ti­on” funk­tio­nie­ren soll – und nimmt so man­chem Kri­ti­ker viel­leicht ein wenig die Angst vor dem Echt­zeit-Tracking.

Schon Ende Janu­ar gab es die ers­ten Hin­wei­se dar­auf, dass Whats­App plant, sei­nen Nut­zern eine Echt­zeit-Stand­ort­über­mitt­lung zu ermög­li­chen. Zuerst wur­de das Fea­ture in einer Test­ver­si­on für Android ent­deckt, mitt­ler­wei­le ist es auch in der iOS-Beta 2.17.11 auf­ge­taucht. Bis­lang exis­tier­ten jedoch nur Screen­shots. Der Twit­ter-Account WABe­ta­In­fo hat nun ein Video ver­öf­fent­licht und wirbt damit, dass dar­in exklu­siv zu sehen sei, wie das Fea­ture mit dem Namen “Live Loca­ti­on” funk­tio­nie­ren soll.

Zu erken­nen sind in dem Clip meh­re­re Whats­App-Kon­tak­te, deren Stand­or­te auf einer Kar­te in Echt­zeit ver­folgt wer­den kön­nen. Eine Zeit­an­ga­be neben den Namen zeigt an, wie lan­ge das Tracking noch akti­viert ist. Zu sehen ist eben­falls, dass eini­ge der Kon­tak­te die Mit­tei­lung ihres Stand­orts schon vor­zei­tig been­den. Whats­App wird sei­ne Nut­zer also selbst fest­le­gen las­sen, ob, wann und wie lan­ge die “Live Loca­ti­on” aktiv ist. Das könn­te eini­ge Kri­ti­ker beru­hi­gen, die in der Stand­ort­frei­ga­be eine ernst­haf­te Gefähr­dung des Daten­schut­zes sehen.

Echt­zeit-Tracking: Goog­le Maps und Face­book machen’s vor, Whats­App zieht nach

Face­book-Toch­ter Whats­App tut es damit dem sozia­len Netz­werk gleich, denn für des­sen Mes­sen­ger-User gibt es schon eine “Live Location”-Funktion. Und auch Goog­le Maps hat bereits ein Echt­zeit-Tracking ein­ge­führt. Bei bei­den Diens­ten lässt sich die ein­ge­schal­te­te Stand­ort­über­mitt­lung jeder­zeit wie­der deak­ti­vie­ren. Und über­haupt: Das Tracking ist bei die­sen Apps stan­dard­mä­ßig aus­ge­schal­tet und muss zuerst akti­viert wer­den – mit ziem­li­cher Sicher­heit wird das auch bei Whats­App der Fall sein.