Wer Whats­App auf sei­nem iPho­ne oder iPad nutzt, weiß sei­ne archi­vier­ten Daten und Nach­rich­ten ab sofort bes­ser geschützt. Die regel­mä­ßi­gen iCloud-Back­ups, die die iPho­ne-App bis­lang im Klar­text auf App­les Ser­vern ableg­te, wer­den vor dem Upload inzwi­schen stren­ger ver­schlüs­selt. Hacker sol­len es dadurch wesent­lich schwe­rer haben, die Infor­ma­tio­nen abzu­grei­fen.

Erst Ende April hat­te die Face­book-Toch­ter ihre End-to-End-Ver­schlüs­se­lung vor­ge­stellt. Dabei wird die gesam­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, inklu­si­ve Fotos und Sprach­nach­rich­ten, direkt auf dem Gerät des Nut­zers ver- und erst beim Gegen­über wie­der ent­schlüs­selt. Wie forbes.com nun berich­tet, wur­de bereits Ende 2016 eine stren­ge Ver­schlüs­se­lung der iCloud-Back­ups ein­ge­führt, damals aber nicht öffent­lich gemacht. Seit­dem kön­nen Angrei­fer selbst bei Kennt­nis der iCloud-Zugangs­da­ten auf die dort lie­gen­den Chat-Ver­läu­fe nicht mehr ohne Wei­te­res zugrei­fen.

IT-Exper­ten kön­nen Ver­schlüs­se­lung offen­bar umge­hen

Doch der Weis­heit letz­ter Schluss scheint die­se Ver­schlüs­se­lung auch heu­te noch nicht zu sein: Wie das Wirt­schafts­ma­ga­zin wei­ter berich­tet, hät­ten rus­si­sche IT-Spe­zia­lis­ten mit­ge­teilt, dass sie in der Lage wären, den Mecha­nis­mus zu umge­hen. Sie wür­den dafür aller­dings sowohl die iCloud-Zugangs­da­ten als auch die SIM-Kar­te der mit Whats­App ver­knüpf­ten Mobil­num­mer benö­ti­gen.

Wer sei­ne Chats den­noch in der iCloud sichern möch­te, hat bei Whats­App über “Chats” und “Chat-Back­up” die Mög­lich­keit, die­se Ein­stel­lung vor­zu­neh­men. Da die Ver­schlüs­se­lung aller­dings nicht an ein vom Nut­zer zu ver­ge­be­nes Pass­wort geknüpft ist, befin­det sich der Schlüs­sel somit wei­ter in der Hand des Anbie­ters. Ob und wie die Android-Ver­si­on von Whats­App die in Goog­le Dri­ve hin­ter­leg­ten Back­ups künf­tig bes­ser absi­chert, ist wei­ter­hin unklar.