Das chi­ne­si­sche Unter­neh­men Vivo trat in Euro­pa bis­her kaum in Erschei­nung. Gese­hen hast du das Logo viel­leicht bei der Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft 2018 auf Ban­den­wer­bung. Gerä­te von Vivo waren außer­dem pro­mi­nent im Film „The First Aven­gerCivil War“ plat­ziert. Zu kau­fen gab es die Smart­pho­nes der Mar­ke hier­zu­lan­de aber nur über Umwe­ge. Ab sofort ändert sich das, denn Vivo star­tet offi­zi­ell in Deutsch­land. Den Anfang macht das X51 5G – mit einer ganz beson­de­ren Kamera.

Vivo X51 5G: Kame­ra mit opti­scher Stabilisierung

Kame­ras sind noch immer ein gro­ßes The­ma bei Smart­pho­nes. Immer mehr Lin­sen sol­len es sein, die Auf­lö­sun­gen der Sen­so­ren schnellen in die Höhe und smar­te Soft­ware soll die Bil­der schö­ner denn je machen. Dage­gen wirkt die Kame­ra im Vivo X51 5G wie eine klei­ne Revo­lu­ti­on. Das Unter­neh­men hat sich wirk­lich etwas Neu­es ein­fal­len las­sen und ver­baut die Tech­nik von Gim­bals. Das bedeu­tet: Ein Gelenk hält die Lin­se bis zu einem bestimm­ten Grad stabil.

In der Pra­xis sol­len davon gera­de Vide­os pro­fi­tie­ren. Gerin­ge Erschüt­te­run­gen oder unge­woll­te Bewe­gun­gen gleicht das Smart­pho­ne so ganz ein­fach aus. Das Bild wirkt ins­ge­samt sta­bi­ler, die Auf­nah­men gleich­mä­ßi­ger. Um die­sen Effekt sonst zu errei­chen, braucht es ein Sta­tiv mit einer sol­chen Gim­bal-Funk­ti­on. Beim Vivo X51 5G ist das nicht not­wen­dig. Der Rota­ti­ons­win­kel der Kame­ra beträgt dabei drei Grad. Was nach nicht viel klin­gen mag, dürf­te für die meis­ten Auf­ga­ben im täg­li­chen Bereich aber aus­rei­chend sein.

Pas­send dazu

Meh­re­re Lin­sen gibt es aber auch hier. Die Haupt­ka­me­ra mit ein­fa­chem Weit­win­kel löst mit 48 Mega­pi­xeln (MP) auf. Dazu gibt es eine Por­trät-Kame­ra mit 13 MP sowie einem zwei­fach opti­schen Zoom. Die Tele­ka­me­ra mit acht Mega­pi­xeln schafft eine bis zu fünf­fa­che Ver­grö­ße­rung. Für Pan­ora­men ist zudem eine Ultra-Weit­win­kel-Lin­se an Bord, die eben­falls mit acht MP auf­löst. An der Vor­der­sei­te sitzt eine Kame­ra mit 32 MP für hoch­auf­lö­sen­de Selfies.

Natür­lich bie­tet das Vivo ver­schie­de­ne Modi, mit denen du Fotos und Vide­os auf­neh­men kannst. Die bereits eta­blier­ten Zeit­lu­pen- und Zeit­raf­fer-Vide­os sind also auch hier mög­lich. Dazu gibt es einen Pro-Sport-Modus für schnel­le Bewe­gun­gen, einen Super-Nacht­mo­dus für dunk­le Moti­ve und einen Astro-Modus, um die Ster­ne zu foto­gra­fie­ren. Eine KI kann dir bei Sel­fies sogar Make-up aufs Gesicht legen.

Dis­play: Groß und ver­gleichs­wei­se schnell

Das Vivo X51 5G ist kein Zwerg, wie ein Blick auf das Dis­play zeigt, das mit 6,56 Zoll (16,66 Zen­ti­me­ter) sehr groß aus­fällt. Kräf­ti­ge Far­ben und star­ke Kon­tras­te will das Unter­neh­men mit AMO­LED-Tech­nik bie­ten. Die Auf­lö­sung ist mit Full HD Plus (2.376 x 1.080 Pixel) ordent­lich, wenn auch nicht so hoch wie bei­spiels­wei­se bei einem Sam­sung Gala­xy S20 (QHD3.200 x 1.440).

Eine Beson­der­heit im Vivo X51 5G ist aber die Bild­wie­der­hol­ra­te. Die liegt mit 90 Hertz (Hz) auf einem ver­gleichs­wei­sen hohen Niveau. Das soll für eine flüs­si­ge­re Dar­stel­lung von Inhal­ten sor­gen. Aller­dings klappt das nur, wenn Apps dies auch unterstützen.

Design und Abmes­sun­gen: Schlan­ker und edler Look

Der Ver­dacht liegt nahe, dass die zusätz­li­che Kame­ra-Tech­nik das Smart­pho­ne etwas dicker macht als ver­gleich­ba­re Model­le. Tat­säch­lich schafft es Vivo aber, alles in ein kom­pak­tes Gehäu­se zu packen. Das Smart­pho­ne ist 15,85 Zen­ti­me­ter lang, 7,28 Zen­ti­me­ter breit und nur acht Mil­li­me­ter hoch. Damit ent­spricht es in etwa einem Sam­sung Gala­xy S20+. Mit einem Gewicht von 181,5 Gramm ist es sogar etwas leichter.

Die Rück­sei­te besteht aus Glas, was dem X51 5G einen hoch­wer­ti­gen Look beschert. Damit Fin­ger­ab­drü­cke nicht so schnell sicht­bar sind, ist die Ober­flä­che mat­tiert. Ein klei­ner Vor­teil gegen­über glän­zen­den Rück­sei­ten, wie es sie etwa bei Apple gibt. Bei der farb­li­chen Gestal­tung bie­tet Vivo aller­dings kei­ne Aus­wahl an. Das Smart­pho­ne ist nur in „Alpha-Grau“ erhält­lich. Das Gerät besitzt kei­ne IP-Zer­ti­fi­zie­rung. In der Nähe von Was­ser soll­test du damit also vor­sich­tig sein.

Tech­nik: Anstän­di­ge Mittelklasse-Hardware

Ein biss­chen muss Vivo wohl doch spa­ren, um den Preis des Smart­pho­nes nicht unnö­tig in die Höhe zu trei­ben. Beim Pro­zes­sor ver­zich­tet der Her­stel­ler des­halb auf High-End-Tech­nik und hat sich in der Mit­tel­klas­se umge­se­hen. Dort kommt aktu­ell häu­fig der Snap­dra­gon 765G von Qual­comm zum Ein­satz, der auch im X51 5G sei­ne Diens­te ver­rich­tet. Aus­zu­set­zen gibt es an dem aller­dings wenig. Er bie­tet eine gute, wenn auch nicht über­ra­gen­de Leis­tung. Gepaart mit acht Giga­byte (GB) Arbeits­spei­cher dürf­te das Smart­pho­ne für die meis­ten Nut­zer schnell genug sein.

Viel wich­ti­ger ist, dass der Pro­zes­sor die neue Mobil­funk-Tech­no­lo­gie 5G unter­stützt. Damit ist das Gerät bereits für flot­tes Inter­net unter­wegs gerüs­tet. Natür­lich fehlt hier aber noch die brei­te Abde­ckung mit dem neu­en Netz. In eini­gen Groß­städ­ten des Lan­des kannst du aller­dings schon mit 5G sur­fen – den ent­spre­chen­den Tarif vorausgesetzt.

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Der Spei­cher­be­darf für Fotos, Vide­os und Apps wächst unauf­hör­lich wei­ter. Das X51 5G ist mit 256 GB bereit für heu­ti­ge Anfor­de­run­gen und sogar die der nahen Zukunft. Aller­dings soll­te dir klar sein, dass du den Spei­cher nicht erwei­tern kannst. Es fehlt also ein Ein­schub für eine microSD-Kar­te. Apro­pos feh­len: Eine Kopf­hö­rer­buch­se suchst du bei dem Smart­pho­ne ver­ge­bens, genau wie die Mög­lich­keit, es per induk­ti­vem Laden mit Strom zu versorgen.

Eine Erwäh­nung ist der Akku aber den­noch wert, denn mit 4.315 Mil­li­am­pere­stun­den (mAh) bie­tet er eine hohe Kapa­zi­tät. In der Pra­xis dürf­te das Smart­pho­ne also einen Tag locker durch­hal­ten. Auf­ge­la­den ist es über das mit­ge­lie­fer­te Netz­teil in nur 30 Minu­ten auf etwa 60 Pro­zent. In rund einer Stun­de dürf­te der Akku sogar kom­plett voll sein.

Release und Preis: Ange­sie­delt in der Oberklasse

Vivo gehört zu den größ­ten Smart­pho­ne-Her­stel­lern der Welt und tritt nicht zuletzt des­halb mit selbst­be­wuss­ten Prei­sen auf. Für 799 Euro zum Start ist das X51 5G also nicht gera­de güns­tig. Es liegt deut­lich über der Mit­tel­klas­se, erreicht aber nicht die Kos­ten eines Luxus­klas­se-Han­dys. War­ten musst du auf den Release übri­gens nicht mehr, denn das Vivo ist ab sofort in Deutsch­land erhältlich.