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Micro­soft Holo­Lens: Euro­pa-Start für Aug­men­ted Reality-Brille

Mit der Microsoft HoloLens-Brille lassen sich Bilder optisch ins Wohnzimmer projizieren.

Bei ver­schie­de­nen Prä­sen­ta­tio­nen hat die Aug­men­ted Rea­li­ty-Bril­le Micro­soft Holo­Lens ein­drucks­voll gezeigt, was die­se neue Tech­no­lo­gie alles kann: Die Gren­ze zwi­schen rea­ler und vir­tu­el­ler Welt ver­schwimmt immer mehr. Dem­nächst kön­nen auch Kun­den in Euro­pa die Bril­le kaufen.

Micro­soft Holo­Lens ist im Gegen­satz zur Goog­le Daydream VR oder der Ocu­lus Rift kei­ne geschlos­se­ne Bril­le, die mit einem Com­pu­ter ver­bun­den oder in die ein Smart­pho­ne ein­ge­setzt wird. Holo­Lens ist näm­lich selbst ein kom­plet­ter klei­ner Com­pu­ter, den der Nut­zer im Bril­len­ge­stell mit durch­sich­ti­gen Glä­sern ein­ge­baut auf dem Kopf trägt. Die Bril­le funk­tio­niert auch allei­ne ohne Smart­pho­ne oder zusätz­li­chen Com­pu­ter, kann aber natür­lich Signa­le von die­sen Gerä­ten emp­fan­gen und verarbeiten.

Auf die Bril­len­glä­ser wer­den dann inter­ak­ti­ve Bil­der qua­si von Mini-Bea­mern pro­ji­ziert. Wür­den Sie die Bril­le auf­set­zen, sähe es so aus, als schweb­ten die Bil­der, bezie­hungs­wei­se gan­ze Objek­te direkt vor Ihnen in der Luft. Der Bril­len­trä­ger kann mit die­sen Bil­dern sogar live arbei­ten, sie per Hand­be­we­gung ver­schie­ben oder auf vie­le ande­re Arten modi­fi­zie­ren – ohne dabei von sei­ner Umge­bung völ­lig abge­schot­tet zu sein wie bei einer Vir­tu­al Reality-Brille.

Micro­soft Holo­Lens ist kein Schnäpp­chen: Preis fast 3.300 Euro

Nach den USA macht Micro­soft die Holo­Lens-Bril­le jetzt in wei­te­ren Län­dern ver­füg­bar, wie der Win­dows-Kon­zern auf sei­ner Web­sei­te mit­teilt: Aus­tra­li­en, Frank­reich, Deutsch­land, Irland, Neu­see­land und Groß­bri­tan­ni­en. Ab sofort kön­nen Vor­be­stel­lun­gen gemacht wer­den, die Gerä­te wer­den noch in die­sem Monat los­ge­schickt, ver­spricht der Her­stel­ler. Aber: Das viel­ver­spre­chen­de Gerät hat sei­nen Preis. In der Euro­zo­ne wech­seln immer­hin 3.299 Euro den Besit­zer, in Groß­bri­tan­ni­en kos­tet Holo­Lens 2.719 bri­ti­sche Pfund. Zum Ver­gleich: Die Vir­tu­al Rea­li­ty-Bril­le Ocu­lus Rift kos­tet der­zeit 699 Euro. Auch auf­grund der deut­lich höhe­ren Prei­se ist Micro­soft Holo­Lens momen­tan vor allem für kom­mer­zi­el­le Kun­den und Pro­gram­mie­rer inter­es­sant — nicht unbe­dingt für den Pri­vat­an­wen­der. Aber es dürf­te nicht lan­ge dau­ern, bis sich die Tech­no­lo­gie immer wei­ter durch­setzt. Apple-Chef Tim Cook etwa glaubt, dass Aug­men­ted Rea­li­ty wesent­lich bedeu­ten­der sei als die der­zeit auf dem Vor­marsch befind­li­che Vir­tu­al Reality.

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