Facebook feilt momentan kräftig an einer Strategie, noch mehr Profit mit dem blauen Netzwerk zu erzielen. Und das könnte künftig alle User mehr oder weniger treffen. So sollen Gruppen auf Wunsch der Administratoren hin kostenpflichtig werden und Werbevideos im Messenger mehr Geld in die Facebook-Kassen spülen.

Eigentlich beteuert Mark Zuckerberg ja immer wieder, Facebook ist und bleibt auch in Zukunft kostenlos. Ob er damit wohl nur die reine Anmeldung meint? Jüngste Neuerungen zeigen nämlich deutlich, dass Facebook stetig und subtil mehr Einnahmequellen erschließen möchte.

Nachdem bereits angekündigt wurde, die Stories um Werbeclips zu erweitern, sollen nun auch im Messenger Werbevideos per Autoplay an den Start gehen. Zusätzlich könnten Gruppen bald kostenpflichtig werden – allerdings nur auf Wunsch der Administratoren hin.

„Subscribers only“

Wie Facebook auf seinem hauseigenen Blog bekannt gibt, sollen die Gruppen erst dann kostenpflichtig werden, wenn es der Admin beantragt. Mit dem Entgelt soll dieser den Content besser kontrollieren können und für seine administrative Arbeit in der Gruppe belohnt werden. Angeblich stehen ihm dann auch erweiterte Tools zum Kuratieren der Inhalte bereit. Wie viel Prozent der Konzern Facebook allerdings von den gezahlten Gruppenbeiträgen einheimst und wie viel Budget dem Admin dann tatsächlich bleibt, ist bislang noch unklar.

Werbung nebst privaten Chats

Während kostenpflichtige Gruppen nur für jene Nutzer interessant sind, die einer solchen beitreten möchten, soll eine weitere Neuerung mehr oder weniger alle Facebook-User betreffen. Laut recode scheint das Netzwerk nämlich auch damit zu liebäugeln, Werbeanzeigen in Videoform in den Messenger zu integrieren.

Ob Mitglieder diese Entwicklung wohl begrüßen? Facebook kämpft seit einiger Zeit ohnehin mit leicht rückläufigen Nutzerzahlen. Bringen verstärkte Werbeeinblendungen da nicht noch mehr User zum abzuwandern?

Andererseits könnte Facebook den Verlust wertvoller Nutzerdaten – die das Netzwerk zweifelsohne durch strategische Verkäufe in Geld umwandelt – mit steigenden Einnahmen durch kostenpflichtige Dienste und Werbung finanziell ausgleichen wollen.