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Face­book: Kommt der Dislike-Button?

Facebook testet aktuell eine neue Downvote-Schaltfläche für Kommentare, allerdings nur in den USA und im kleinen Kreis.

Bis­lang lie­ßen sich Bei­trä­ge auf Face­book nicht nega­tiv bewer­ten. Doch das könn­te sich nun ändern, denn Face­book tes­tet aktu­ell eine Down­vo­te-Funk­ti­on. Was das kon­kret bedeu­tet ist aber noch offen.

Nach­dem in der Face­book-Com­mu­ni­ty schon öfter die Rufe nach einem Down­vo­te- bezie­hungs­wei­se Dis­li­ke-But­ton laut wur­den, tes­tet nun das größ­te sozia­le Netz­werk offen­bar mit einer klei­nen Grup­pe eine sol­che Funk­ti­on für Bei­trä­ge. Bis­lang ist es nur mög­lich Bei­trä­ge mit „Gefällt mir“ zu mar­kie­ren oder mit ent­spre­chen­den Emo­ti­cons dar­auf zu reagieren.

Face­book Down­vo­te: Ers­ter Test­lauf mit aus­ge­wähl­ten Nutzern

Den soge­nann­ten Down­vo­te-But­ton blen­det Face­book bis­her nur bei einem klei­nen Nut­zer­kreis ein. Die­ser soll auch nur dazu die­nen, abge­ge­be­ne Kom­men­ta­re abzu­wer­ten und „uns Feed­back zu Kom­men­ta­ren auf öffent­li­chen Sei­ten zu geben“, so ein Spre­cher von Face­book. Gera­de sam­melt das Unter­neh­men ledig­lich nur Infor­ma­tio­nen um zu einem spä­te­ren Zeit­punkt ent­schei­den zu kön­nen, ob die Down­vo­te-Funk­ti­on tat­säch­lich für alle Mit­glie­der des Netz­werks ein­ge­führt wird und wie sie dann effek­tiv Anwen­dung findet.

Die Test­grup­pe ist sehr klein gehal­ten: Zur­zeit haben nur fünf Pro­zent der Android-Nut­zer Zugriff auf die neue Schalt­flä­che – und das nur in den USA. Außer­dem hat die Test­funk­ti­on noch kei­ne Aus­wir­kun­gen auf die Rei­hen­fol­ge der Kom­men­ta­re, wie man es bei­spiels­wei­se von Red­dit kennt. Es ist nicht ein­mal für den Anwen­der zu sehen, wel­cher Kom­men­tar abge­wer­tet wur­de und wie oft. Das bestä­tigt wie­der­um, dass sich Face­book noch in einer sehr frü­hen Test­pha­se für den But­ton befindet.

Down­vo­ting ver­sus Dislike

Wie bereits erwähnt ist es in Foren wie Red­dit schon seit jeher mög­lich, Bei­trä­ge mit einem Down­vo­te zu ver­se­hen und somit unpas­sen­de oder gar anstö­ßi­ge Kom­men­ta­re direkt abzu­stra­fen. Die­ses Prin­zip soll bei Face­book aber noch um die Mög­lich­kei­ten berei­chert wer­den, den Bei­trag als „belei­di­gend“, „irre­füh­rend“ oder als „Off Topic“ (kein Bezug zum eigent­li­chen The­ma) zu kenn­zeich­nen. Die­ses Feed­back lan­det dann auch direkt beim Social-Media-Kon­zern, was wohl nicht nur den Kampf gegen Mob­bing, son­dern auch gegen „Fake News“ unter­stüt­zen würde.

Aller­dings distan­ziert sich Face­book von einem ech­ten „Dis­li­ke-But­ton“, denn für den Social-Media-Gigan­ten ist die Kon­no­ta­ti­on zu stark: Nega­ti­vi­tät ver­kauft sich nicht gut. Die bei­den Emo­ji-Mög­lich­kei­ten Wut und Trau­er, die es auf Face­book seit zwei Jah­ren gibt, eig­nen sich zur Bewer­tung von Postings ja nur bedingt und für Face­book ist es noch unklar, ob Down­vo­tes einen effek­ti­ven Nut­zen für die Com­mu­ni­ty haben.

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