Job­su­che mit Face­book: Das sozia­le Netz­werk möch­te Men­schen hel­fen, Arbeit zu fin­den – indem es digi­ta­le Kom­pe­ten­zen ver­mit­telt. Im Rah­men eines eigens dafür ein­ge­rich­te­ten Pro­gramms sol­len so eine Mil­li­on Men­schen und Unter­neh­men eine Schu­lung erhal­ten.

Offen­bar könn­ten auch Leser von UPDATED davon pro­fi­tie­ren – das Pro­gramm fin­det exklu­siv in der EU statt. Laut Blog­ein­trag sol­len zunächst 300.000 Men­schen aus Deutsch­land, Frank­reich, Polen, Ita­li­en, Spa­ni­en und Groß­bri­tan­ni­en ein ent­spre­chen­des Trai­ning inner­halb von zwei Jah­ren erhal­ten. Bis 2020 sol­le die­se Zahl auf ins­ge­samt eine Mil­li­on Men­schen wach­sen. Die Schu­lung erfol­ge haupt­säch­lich online, wobei 75.000 Men­schen auch ein per­sön­li­ches Trai­ning erhal­ten sol­len – bis 2020 sol­len es sogar 100.000 sein.

Auch Ein­zel­trai­ning geplant

Kon­kre­te Pro­gramm­in­hal­te nennt Face­book bis­lang nicht. “Die Unter­neh­men ler­nen in den Trai­nings, wie sie sich digi­tal aus­rich­ten und neue Kun­den fin­den kön­nen – egal ob die­se direkt um die Ecke oder am ande­ren Ende der Welt sind”, heißt es in der Ankün­di­gung. Wel­che digi­ta­len Kom­pe­ten­zen kon­kret ver­mit­telt wer­den sol­len, lässt sich daher nur ver­mu­ten. Klar dürf­te sein, dass der Schwer­punkt auf sozia­len Medi­en liegt und offen­bar Ver­mark­tung und womög­lich Selbst­ver­mark­tung ein­schließt.

Face­book plant zudem die Eröff­nung von drei Lern­zen­tren in Spa­ni­en, Ita­li­en und Polen, wie es bereits eines in Ber­lin gibt. Das Ange­bot der Face­book-Ein­rich­tung umfasst unter ande­rem Kur­se für Medi­en­kom­pe­tenz, Robo­tik, Pro­gram­mie­rung, Smart­pho­ne- und Tablet-Unter­richt für Men­schen über 65, Com­pu­ter­grund­kennt­nis­se für Flücht­lings­frau­en und vie­les mehr, wobei sich das Ange­bot an Geflüch­te­te, älte­re Men­schen, Kin­der und Jugend­li­che rich­tet.

Frau­en­för­de­rung womög­lich bald auch in Deutsch­land

Beson­de­re Fort­bil­dungs­an­ge­bo­te für Frau­en sol­len im Rah­men des #She­Me­ans­Busi­ness-Pro­gramms aus­ge­wei­tet wer­den. Bis­lang för­dert Face­book bereits Unter­neh­me­rin­nen in Groß­bri­tan­ni­en und Ita­li­en, Frank­reich soll bald hin­zu­kom­men. Zudem star­te die Initia­ti­ve 2018 auch in “wei­te­ren Län­dern in Euro­pa”, wobei nicht aus­ge­schlos­sen ist, dass auch Deutsch­land dazu­ge­hört.

Dar­über hin­aus ver­öf­fent­licht Face­book die Ergeb­nis­se einer Stu­die, wonach das sozia­le Netz­werk auch bei der Arbeits­su­che hilft. Dem­nach konn­ten “45% der deut­schen Unter­neh­men auf Face­book […] durch ihre Prä­senz auf der Platt­form mehr Mit­ar­bei­ter ein­stel­len”. Davon dürf­ten auch Arbeit­su­chen­de pro­fi­tie­ren, wobei laut Sta­tis­tik 17 Pro­zent der Deut­schen auf Face­book auf der Platt­form einen Job gesucht oder gefun­den haben.