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Face­book: Kei­ne Anony­mi­tät beim Anse­hen der “Sto­ries”

Durch die News Feeds anderer User surft man bei Facebook weiterhin unerkannt. Bei den "Stories" gilt das nicht.

Aus­ge­rech­net Face­book, wo man auch anonym durch die Pro­fi­le ande­rer Nut­zer sur­fen kann, bricht mit die­sem Merk­mal. Bei sei­nen “Sto­ries”, abge­kup­fert von Snap­chat und der haus­ei­ge­nen Toch­ter Insta­gram, kann der Sto­ry­tel­ler sehen, wer sich für sei­ne Inhal­te interessiert.

Vide­os, Bil­der, auto­ma­ti­sches Löschen nach 24 Stun­den: Fast alles hat Face­book bei sei­nem “Stories”-Feature von den Vor­bil­dern Snap­chat und Insta­gram über­nom­men. Und bricht dabei aus­ge­rech­net mit dem Merk­mal, mit dem das Netz­werk bei vie­len Anhän­gern bis­her immer punk­ten konn­te: die Anony­mi­tät, mit der man sich die Inhal­te ande­rer User anse­hen konn­te, ohne dass die gleich davon Wind beka­men und einen womög­lich zum Liken, Fol­gen oder Chat­ten auf­for­der­ten. Bei Face­books “Sto­ries” ist es laut Mas­ha­ble mit die­sem Inter­es­se im Ver­bor­ge­nen – wie bei Snap­chat und Insta­gram auch – vorbei.

Ver­liert Face­book mit sei­nen Sto­ries an Attraktivität?

Zudem ist es frag­lich, ob sich Zucker­bergs Team mit die­sem Fea­ture einen Gefal­len tut. Denn die Stär­ke von Face­book lag bis­lang dar­in, die Kom­mu­ni­ka­ti­on und Inter­ak­ti­on zu för­dern – gera­de auch bedingt durch die Anony­mi­tät, mit der man sich zunächst die Inhal­te anse­hen kann. So fin­det der Nut­zer viel­leicht einen alten Schul­ka­me­ra­den und sieht, was er gera­de treibt oder der Welt mit­zu­tei­len hat. Dann kann er sich immer noch ent­schei­den, ob er Kon­takt mit ihm auf­neh­men will. Wenn aber der Emp­fän­ger sieht, wel­che ver­flos­se­nen Ex-Kon­tak­te sich für sei­ne Sto­ries inter­es­sie­ren, geht die­ser Charme verloren.

Beim News Feed und allen wei­te­ren Face­book-Inhal­ten soll aller­dings auch alles beim Alten blei­ben – vorerst.

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