Einst eine gro­ße Inno­va­ti­on, sind Sprach­as­sis­ten­ten heu­te kaum mehr aus der Tech­nik-Welt weg­zu­den­ken. Über smar­te Laut­spre­cher sind sie im Haus­halt jeder­zeit zu errei­chen. Doch der Markt ist groß und gefüllt mit zahl­rei­chen Gerä­ten. Da fällt es schwer, mit einem neu­en Modell her­aus­zu­ste­chen. Acer ver­sucht es mit dem Halo über viel Licht und ein etwas unge­wöhn­li­ches Dis­play mit Retro-Flair. Hier erfährst du alles über den Lautsprecher.

Dis­play und LED-Beleuch­tung: Indi­vi­du­el­le Optik

Aus der Mas­se sticht der smar­te Laut­spre­cher durch Licht her­vor. Genau­er geht es um das unge­wöhn­li­che „Dis­play“, das eigent­lich kei­nes ist. Acer ver­baut zahl­rei­che klei­ne Licht­punk­te, also eine Art von Matrixan­zei­ge. Die­se ist in die Außen­hül­le des Geräts ein­ge­las­sen, scheint also durch die Ver­klei­dung hin­durch. Zeigt sie gera­de nichts an, ist sie prak­tisch unsichtbar.

Was über die Lich­ter zu sehen ist, ent­schei­dest du beim Acer Halo selbst. Das kann etwa das aktu­el­le Wet­ter sein, Datum und Uhr­zeit oder eine kom­plett indi­vi­du­el­le Anzei­ge. Dafür brauchst du dir nur die dazu­ge­hö­ri­ge App zu laden und ein Mus­ter über den dar­in ent­hal­te­nen Edi­tor erstel­len. Im Hand­um­dre­hen zeigt der Laut­spre­cher also eine Nach­richt oder ein Bild an. Klei­ner Wer­muts­trop­fen: Die App gibt es zum Start nur für Android-Smartphones.

Pas­send dazu

Der Acer Halo leuch­tet aber auch an ande­rer Stel­le. Genau­er ist damit die trans­pa­ren­te Unter­sei­te gemeint. Dort sit­zen LEDs, die ver­schie­de­ne Far­ben dar­stel­len. Der Laut­spre­cher kann etwa als Nacht­licht fun­gie­ren und dich am Abend mit war­mem Licht und etwas Musik in den Schlaf wie­gen. Par­ty-Stim­mung kommt hin­ge­gen im Musik­mo­dus auf. Hier pul­sie­ren die LEDs pas­send zum Beat dei­ner Lieblingssongs.

Akus­tik: Wie­der­ga­be von Musik in alle Richtungen

Natür­lich kommt es bei einem Laut­spre­cher in ers­ter Linie auf den Sound an. Das scheint auch Acer zum Glück nicht ver­ges­sen zu haben. Wie das bei vie­len aktu­el­len Gerä­ten der Fall ist, gibt auch der Halo Töne in 360 Grad aus. Es ist also egal, ob du vor, hin­ter oder neben dem Gerät stehst, der Sound soll­te immer gleich sein. Acer setzt dafür auf DTS-Tech­nik (Digi­tal Thea­ter Sys­tems). Sie soll eine hohe Qua­li­tät der Aus­ga­be garantieren.

Für Tief- und Mit­tel­tö­ne ist der Sub­woo­fer ver­ant­wort­lich, der in einem Gum­mi­ge­häu­se steckt und Töne nach unten hin abgibt. Dabei durch­lau­fen sie geripp­te Radia­to­ren. So will Acer für einen kla­ren und sat­ten Bass sor­gen. Die hohen Töne über­neh­men 20-Mil­li­me­ter-Kalot­ten. Für den 360-Grad-Sound ist das Gehäu­se ver­ant­wort­lich. Eine aus­ge­klü­gel­te Füh­rung der Wel­len (Wave­gui­de) bün­delt sie und strahlt sie dann rund um das Gerät aus.

Mikro­fo­ne: Der Acer Halo hört dich über­all im Raum

Als smar­ter Laut­spre­cher muss der Halo nicht nur Krach machen, son­dern auch zuhö­ren kön­nen. Das gelingt über zwei Fern­feld-Mikro­fo­ne, die omni­di­rek­tio­nal funk­tio­nie­ren. Das bedeu­tet, dass der Acer Halo dei­ne Stim­me aus allen Rich­tun­gen wahr­nimmt. Wie emp­find­lich die Mikro­fo­ne dar­auf reagie­ren, bleibt aller­dings abzu­war­ten. Wich­tig ist, dass das Gerät Stör­ge­räu­sche her­aus­fil­tern kann. Der Halo soll schließ­lich auf dei­ne Stim­me reagie­ren und nicht auf den in der Nähe lau­fen­den Fernseher.

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Goog­le Assi­stant: Steue­rung per Sprachbefehl

Acer hat sich beim Halo für die Inte­gra­ti­on des Goog­le Assi­stants ent­schie­den. Die­sen dürf­test du bereits ken­nen, wenn du ein Android-Smart­pho­ne nutzt. Dort ist die Sprach­as­sis­tenz stan­dard­mä­ßig mit dabei. Über den Assi­stant kannst du unter­schied­liche Anfra­gen stel­len. Das kön­nen bei­spiels­wei­se ein­fa­che Fra­gen sein, zu denen dir der Laut­spre­cher dann pas­sen­de Ant­wor­ten lie­fert. Natür­lich kannst du so auch ein Lied oder einen Pod­cast abspie­len las­sen. Besitzt du kom­pa­ti­ble Smar­thome-Gerä­te, las­sen sich auch die­se so ganz ein­fach steuern.

Geht es um intel­li­gen­te Sprach­as­sis­ten­ten, schwin­gen immer Beden­ken zum Daten­schutz mit. Tat­säch­lich hören Sys­te­me wie der Goog­le Assi­stant manch­mal auch unge­wollt mit. Damit das kein Pro­blem ist, kannst du über einen Schal­ter oben am Laut­spre­cher das Mikro­fon hän­disch deak­ti­vie­ren. Durch die­se Sper­re hört das Gerät dich nicht mehr. Musik kannst du über ein ver­bun­de­nes Smart­pho­ne aber natür­lich wei­ter­hin hören.

Con­nec­ti­vi­ty: Mög­lich­kei­ten draht­lo­ser Verbindungen

Den gesam­ten Funk­ti­ons­um­fang des Laut­spre­chers kannst du nur nut­zen, wenn du ihn mit dem Inter­net ver­bin­dest. Ohne ist er nur ein ein­fa­cher Blue­tooth-Laut­spre­cher für Smart­pho­nes und ande­re Gerä­te. Dafür ist der Stan­dard Wi-Fi 5 (802.11ac) mit an Bord. Auf das neue­re und schnel­le­re Wi-Fi 6 (802.11ax) ver­zich­tet Acer hin­ge­gen. Die Geschwin­dig­keit soll­te aber auch so hoch genug sein. Damit der Acer Halo mit dei­nem Smart­pho­ne kom­mu­ni­zie­ren kann, beherrscht er Blue­tooth 5.0. So bringst du etwa die ein­ge­stell­ten Anzei­gen für das Dis­play auf das Gerät, spielst Musik von Spo­ti­fy & Co. ab oder passt Optio­nen an.

Acer Halo: Preis und Erscheinungstermin

Auf der Deutsch­land-Sei­te von Acer ist der Halo bereits zu fin­den. Im Dezem­ber soll er dann im Han­del erhält­lich sein. Der Preis beträgt zum Start 119 Euro. Damit liegt er auf einem ähn­li­chen Niveau wie die ver­gleich­ba­ren Laut­spre­cher JBL Link Music und Goo­g­les eige­ner Nest Audio (je 99 Euro).