Es hat sich bereits mit langen Schatten angekündigt: Apple bringt ein eigenes Foldable auf den Markt. Dass es kommt, war kein Geheimnis mehr. Zahlreiche Leaks und vor allem Geräte anderer Hersteller haben schon darauf hingedeutet. Samsung, Xiaomi & Co. brachten bereits im Vorfeld ihre Konkurrenzprodukte, um den zeitlichen Vorteil zu haben. Nun kommt mit dem iPhone Duo endlich auch das Gerät, gegen das sich die anderen Marken aufstellten. Was es zu bieten hat, erfährst du hier.
Wer an ein Foldable denkt, hat vermutlich den bisher verwendeten Formfaktor im Kopf. Zusammengeklappt sehen die Geräte wie normale Smartphones im länglichen Format aus. Aufgeklappt kommt dann ein großer Bildschirm zum Vorschein, der fast quadratisch wirkt. Neuerdings gehen manche Foldables einen anderen Weg. Böse Zungen behaupten, dass sie das als vorgezogene Antwort auf das iPhone Duo machen. Das Seitenverhältnis ist dabei näher an 4:3. Der Clou: Nach dem Aufklappen verändert sich daran praktisch kaum etwas. Du bekommst also in beiden Anwendungsfällen die gleiche Darstellung, nur aufgeklappt eben größer. Willst du ein Video schauen und es ist dir auf dem Außendisplay zu klein? Dann klappst du das iPhone Duo auf und hast es größer, bei nahezu identischen Rändern.
Ein wenig erinnert das an das DIN-Format, was wir alle aus dem Alltag kennen: Faltest du ein A4-Blatt genau in der Mitte, bekommst du ein A5-Blatt. Das Format bleibt gleich, bei anderen Seitenlängen. Die Idee dahinter ist gut – und dürfte für die allermeisten Anwender*innen tatsächlich praktischer sein als klassische Foldable-Formate. Und weil Apple modernste Scharnier- und Display-Technik nutzt, ist wohl auch der Falz kaum wahrzunehmen.
Beide Displays bekommen eine recht hohe Auflösung spendiert. Der äußere, 5,4 Zoll große, Bildschirm kommt auf 1.398 x 2.034 Pixel, das 7,6 Zoll große Hauptdisplay innen auf 1.878 x 2.670 Pixel. Damit liegt das iPhone Duo bei der Pixeldichte über seinem großen Konkurrenten, dem Samsung Galaxy Z Fold 8.
Neben der scharfen Darstellung spendiert Apple beiden Panels aber auch nahezu alles, was von einem modernen iPhone zu erwarten ist. Dazu gehören ProMotion mit bis zu 120 Hertz, eine Always-on-Anzeige und eine Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nits im Freien. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung sollen Inhalte damit problemlos ablesbar bleiben. Eine Besonderheit ist außerdem die neue Nanotextur-Beschichtung des Innendisplays. Sie reduziert Spiegelungen deutlich und soll gleichzeitig dafür sorgen, dass der Falz weniger sichtbar erscheint, wenn er auch nicht ganz verschwindet.
Interessant ist auch Apples Entscheidung, künftig den Apple Pencil auf dem iPhone Duo zu unterstützen. Damit wird das Foldable nicht nur zum Smartphone, sondern in gewisser Weise auch zu einem kleinen Notizbuch. Ob schnelle Skizzen, handschriftliche Notizen oder das Kommentieren von Dokumenten: Das größere Innendisplay eröffnet Möglichkeiten, die auf einem klassischen iPhone bislang keinen Platz hatten.
Faltbare Smartphones müssen sich seit Jahren dieselbe Frage gefallen lassen: Wie langlebig sind sie wirklich? Apple versucht genau hier anzusetzen und verspricht ein besonders widerstandsfähiges Gehäuse. Das iPhone Duo setzt auf Titan der Klasse 5 und ein komplett neu entwickeltes Scharnier mit mehr als 100 Einzelteilen.
Auch beim Display wurde offenbar viel Aufwand betrieben. Ein spezielles Polymer, hochfestes Glas und zusätzliche Verstärkungen im Inneren sollen dafür sorgen, dass das Display dem täglichen Auf- und Zuklappen langfristig standhält. Gleichzeitig ist das Smartphone nach IP68 gegen Wasser und Staub geschützt. Für ein Foldable ist das ein wichtiges Signal, denn genau diese Punkte galten in der Vergangenheit häufig als Schwachstellen der Geräteklasse.
Bei der Kamera setzt Apple auf bekannte Hardware, kombiniert diese aber mit einigen neuen Ideen. Die Hauptkamera löst mit 48 Megapixeln auf und wird von einer Ultraweitwinkelkamera unterstützt. Dazu kommen neue Softwarefunktionen, die speziell auf das faltbare Design zugeschnitten wurden.
Besonders spannend klingt die Funktion „Smart Foto“. Die Kamera analysiert mithilfe von KI die Szene und löst automatisch aus, sobald alle Personen optimal im Bild platziert sind. Dadurch muss niemand mehr zum Smartphone sprinten oder auf einen Selbstauslöser hoffen.
Auch Selfies profitieren vom neuen Aufbau. Weil du das Außendisplay als Vorschau nutzen kannst, lassen sich Selbstporträts direkt mit der deutlich leistungsfähigeren Hauptkamera aufnehmen. Mit „Duo Preview“ können sogar die fotografierten Personen das Bild auf dem Außendisplay in Echtzeit betrachten und Hinweise zum Bildausschnitt geben. Das ist vor allem bei Gruppenfotos oder Porträts praktisch.
Für Familien hat Apple zusätzlich eine Funktion namens „Blickfang“ integriert. Auf dem Außendisplay erscheinen dabei Animationen, die die Aufmerksamkeit von Kindern auf die Kamera lenken sollen. Eine ungewöhnliche Idee, die aber vermutlich viele Eltern sofort verstehen werden.
Der eigentliche Vorteil eines Foldables liegt allerdings nicht bei den Kameras oder den Displays, sondern beim zusätzlichen Platz. Genau hier setzt Apple mit iOS 27 an.
Erstmals lassen sich auf einem iPhone zwei Apps gleichzeitig nebeneinander öffnen. Wer beispielsweise im Browser recherchiert und parallel Notizen festhalten möchte, muss nicht mehr permanent zwischen den Anwendungen wechseln. Auch mehrere Fenster derselben App können parallel geöffnet werden.
Für das iPhone ist das ein großer Schritt und könnte insbesondere für produktive Anwender*innen interessant werden. Zusammen mit dem einem iPad Mini ähnlichen Innendisplay entsteht ein Gerät, das irgendwo zwischen Smartphone und iPad angesiedelt ist.
Damit die neue Software auch flüssig läuft, verbaut Apple den A20 Pro. Der Prozessor kommt ebenfalls im iPhone 18 Pro (Max) zum Einsatz und soll laut Hersteller vor allem bei KI-Anwendungen und Multitasking deutlich zulegen.
Eine neue Dampfkammer übernimmt die Kühlung und soll verhindern, dass das Gerät bei längerer Belastung seine Leistung reduziert. Gerade bei Spielen oder aufwendigen KI-Funktionen könnte das ein entscheidender Vorteil sein. Apple spricht von einer spürbar höheren Dauerleistung gegenüber früheren Generationen.
Trotz des dünnen Gehäuses integriert Apple zwei separate Akkus. Sie verteilen sich auf beide Gehäusehälften und arbeiten mithilfe spezieller Energiealgorithmen zusammen.
Laut Hersteller sind bis zu 31 Stunden Videowiedergabe auf dem Innendisplay oder sogar bis zu 44 Stunden auf dem Außendisplay möglich. Im Alltag entscheidender dürfte jedoch Apples Angabe von bis zu 24 Stunden gemischter Nutzung sein. Damit bewegt sich das iPhone Duo auf dem Niveau des iPhone 18 Pro.
Wer auf Apples erstes faltbares Smartphone gewartet hat, muss allerdings tief in die Tasche greifen. Das iPhone Duo startet bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 2.299 Euro für die Variante mit 256 GB Speicher und ist damit eines der teuersten Smartphones, die Apple bislang auf den Markt gebracht hat. Willst du die größte Speichervariante mit 2 TB, musst du sogar satte 3.799 Euro bezahlen.
Erhältlich ist das Gerät in den Farben Sternenweiß und Nachthimmel. Die Vorbestellungen starten am 16. Oktober, die Auslieferung beginnt eine Woche später am 23. Oktober.
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