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Haushalt

Im grü­nen Bereich: 6 nach­hal­ti­ge Haushaltsgeräte

Insbesondere bei Kühlschränken, die im Dauerbetrieb Energie verbrauchen, lohnt sich der Blick auf die Energieeffizienz.

Nach­hal­tig­keit ist wich­tig – auch im Haus­halt. Rund die Hälf­te des Strom­ver­brauchs in deut­schen Haus­hal­ten geht auf das Kon­to gro­ßer Haus­halts­ge­rä­te. Kein Wun­der also, dass der ers­te Blick bei Neu­an­schaf­fun­gen meist den Ener­gie­la­bels gilt. Wir haben eine Lis­te mit beson­ders nach­hal­ti­gen Haus­halts­ge­rä­ten zusam­men­ge­stellt.  

Nach­hal­ti­ge Haus­halts­ge­rä­te: Ener­gie­la­bel gibt Orientierung

Wenn Kühl­schrän­ke, Öfen und Wasch­ma­schi­nen ener­gie­spa­rend arbei­ten, belas­ten sie die Umwelt in gerin­ge­rem Maße als Gerä­te mit hohem Strom­be­darf. Laut Umwelt­bun­des­amt sind gro­ße Haus­halts­ge­rä­te für 50 Pro­zent des häus­li­chen Ener­gie­ver­brauchs zustän­dig. Wenn also der Kauf eines neu­en Geschirr­spü­lers oder einer Wasch­ma­schi­ne ansteht, stel­len sich umwelt­be­wuss­te Käufer*innen die Fra­ge: Ist mein neu­es Gerät nachhaltig?

Ener­gie­la­bels hel­fen dir dabei, spar­sa­me Gerä­te auf einen Blick zu erken­nen: Die Kenn­zeich­nung erfolgt alpha­be­tisch von A bis G. Im März 2021 hat die EU eine über­ar­bei­te­te Ver­si­on die­ser EU-Ener­gie­la­bels ein­ge­führt und die Labels neu ska­liert. Immer effi­zi­en­te­re Gerä­te hat­ten es nötig gemacht, die Ska­la kon­ti­nu­ier­lich nach oben zu erwei­tern. Am Ende stand eine Rei­he unüber­sicht­li­cher Klas­si­fi­ka­tio­nen wie A+++, A++, A+, in denen sich die meis­ten Gerä­te dräng­ten, wäh­rend am unte­ren Ende der Ska­la wenig Betrieb herrschte.

Die neue Ska­la der Ener­gie­la­bels reicht von A bis G und gilt für Geschirr­spü­ler, Wasch­ma­schi­nen, Wasch- und Trock­ner­ge­rä­te, Kühl- und Gefrier­schrän­ke sowie TV-Gerä­te und Moni­to­re. Lam­pen folg­ten am 1. Sep­tem­ber 2021. Für ande­re Elek­tro­ge­rä­te wie Wäsche­trock­ner, Staub­sauger, Back­öfen etc. fin­det die Umstel­lung frü­hes­tens 2024 statt.

Wir haben im Fol­gen­den eine Lis­te mit Haus­halts­ge­rä­ten zusam­men­ge­stellt, die beson­ders nach­hal­tig sind:

AEG Wär­me­pum­pen­trock­ner T9DE77685

Nach­hal­tig Wäsche trock­nen zahlt sich aus. Wer mit mög­lichst wenig Strom trock­net, schont die Umwelt und den Geld­beu­tel. Am spar­sams­ten trock­nen Tex­ti­li­en an der fri­schen Luft – aller­dings nur im Som­mer. Im beheiz­ten Wohn­raum senkt Wäsche­trock­nen die Raum­tem­pe­ra­tur und die Hei­zung ist stär­ker gefor­dert. Zudem musst du häu­fig lüf­ten, um die Feuch­tig­keit aus dem Raum zu bekom­men und Schim­mel zu ver­mei­den. Das kos­tet ins­ge­samt viel Ener­gie, sodass ein moder­ner Wäsche­trock­ner sich als spar­sa­mer erweist. Von allen Trock­ner­ar­ten ist der Wär­me­pum­pen­trock­ner aus ener­ge­ti­scher Sicht die bes­te Emp­feh­lung. Da er kei­nen elek­tri­schen Heiz­stab benö­tigt und die erzeug­te Wär­me spei­chert, ver­braucht er deut­lich weni­ger Strom.  

Trock­ner gehö­ren zu den Gerä­ten, deren Ener­gie­la­bel noch nicht ange­passt wur­de, daher fin­den wir auch bei den Anga­ben zum AEG Wär­me­pum­pen­trock­ner T9DE77685 noch die Anga­be nach alter EU-Vor­ga­be. In die­sem Fall erhält der Trock­ner die höchst­mög­li­che Aus­zeich­nung: A+++. Im Ver­gleich der Stif­tung Waren­test liegt der Wär­me­pum­pen­trock­ner von AEG in Bezug auf den Strom­ver­brauch vor allen Ver­gleichs­ge­rä­ten. Und nicht nur das: Er fir­miert auch als Test­sie­ger, über­zeugt also nicht nur mit sei­nen öko­lo­gi­schen Eigen­schaf­ten, son­dern als Gesamt­pa­ket. Bei der Tro­cken­leis­tung schnei­det er mit der Note 1,4 ab, bei den Umwelt­ei­gen­schaf­ten eben­so mit 1,4. Für Sicher­heit und Ver­ar­bei­tung ver­gab Stif­tung Waren­test eine 1,6. Zudem passt der Trock­ner auto­ma­tisch Zeit und Ener­gie­ver­brauch an die Men­ge der jewei­li­gen Bela­dung an. Das spart ein­mal mehr Ener­gie und Zeit.

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Sam­sung Kühl-/Ge­frier­kom­bi­na­ti­on Bes­po­ke RL38A776ASR

Da ein Kühl­schrank ohne Unter­bre­chung im Ein­satz ist, macht sich ein spar­sa­mer Ener­gie­ver­brauch beson­ders bemerk­bar. Die Kühl-Gefrier­kom­bi­na­ti­on Sam­sung Bes­po­ke hat einen Ener­gie­ver­brauch von 108 kWh im Jahr und erreicht damit die Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se A – die best­mög­li­che auf der seit März 2021 gül­ti­gen Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ska­la. Dabei gehört der Sam­sung Bes­po­ke nicht gera­de zu den klei­nen Gerä­ten: Der Innen­raum fasst immer­hin 387 Liter. Der Sam­sung Bes­po­ke ist ein klas­si­sches Stand­ge­rät mit einem gro­ßen Kühl­schrank und Gefrier­be­reich dar­un­ter. Er steht auf einer Grund­flä­che von 59,5 x 65,8 cm, bei einer Höhe von 203 cm – pas­send für Stan­dard-Ein­bau­kü­chen. Der Kühl­raum hat einen Nutz­in­halt von 273 Litern.

Sei­nen gerin­gen Ver­brauch erreicht er trotz der Grö­ße durch ver­schie­de­ne Tech­ni­ken: kon­struk­ti­ons­be­dingt durch gut iso­lier­te Wän­de. Sen­so­ren im Innen­raum mes­sen Tem­pe­ra­tur­schwan­kun­gen, um die Leis­tung des Digi­tal-Inver­ter-Kom­pres­sors anpas­sen, statt die­sen auf dau­er­haft hohem Niveau zu betrei­ben. Zudem ist der Kühl­schrank mit einer Innen­rück­wand aus Metall aus­ge­stat­tet. Die­se spei­chert Käl­te und sorgt so für eine gleich­mä­ßi­ge Innen­tem­pe­ra­tur. Auch soll nach Öff­nen und Schlie­ßen der Kühl­schrank­tür mit­hil­fe der metal­li­schen Rück­wand die Kühl­tem­pe­ra­tur schnel­ler wie­der erreicht wer­den. Wie ande­re Her­stel­ler auch setzt Sam­sung auf No-Frost-Tech­nik, ein Ver­fah­ren, das die Eis­bil­dung in Gefrier­schrän­ken unter­bin­det. Denn je mehr Eis sich im Gefrier­fach bil­det, des­to mehr Strom ver­braucht das Gerät. Sam­sung zeigt mit sei­ner Bes­po­ke-Rei­he, dass moder­ne Tech­nik und viel Platz auch in ein klas­si­sches For­mat passen.

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Mie­le Geschirr­spü­ler G 7115 SCi XXL AutoDos

Für umwelt­be­wuss­te Käufer*innen spielt selbst­ver­ständ­lich auch bei der Spül­ma­schi­ne die Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se eine wich­ti­ge Rol­le. Geschirr­spü­ler mit Best­no­te sind noch sehr rar, der Stand­ge­schirr­spü­ler von Mie­le ver­dient sich mit sei­nem Strom- und Was­ser­ver­brauch ein „B“ – die zweit­bes­te Note auf der aktu­el­len Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ska­la. Ein intel­li­gent gestal­te­tes Zufluss- und Fil­ter­sys­tem hilft, Was­ser ein­zu­spa­ren: So benö­tigt das Gerät im Pro­gramm Auto­ma­tic nur 6 Liter. Im ECO-Pro­gramm beläuft sich der Was­ser­ver­brauch zwar auf 8,9 Liter, dafür wird aller­dings weni­ger Strom verbraucht.

Wei­te­re Ener­gie­spar­maß­nah­men ergän­zen die Öko-Aus­stat­tung des Gerä­tes: Eine zusätz­li­che Däm­mung redu­ziert Wär­me­ver­lust und auf­grund des Warm­was­ser­an­schlus­ses (bis 60 °C) ent­fällt das kost­spie­li­ge elek­tri­sche Erhit­zen des kal­ten Was­sers. Das führt zu einer Strom­erspar­nis von bis zu 50 Pro­zent, die Lauf­zeit des Pro­gramms redu­ziert sich zudem um bis zu zehn Pro­zent. Und noch ein Fea­ture hilft dir, mit die­sem Geschirr­spü­ler Was­ser zu spa­ren: Die auto­ma­ti­sche Bela­dungs­er­ken­nung passt den Was­ser­ver­brauch an die Füll­men­ge an. Mit dem Auto­Dos-Sys­tem kann das Gerät die Pul­ver­men­ge auto­ma­tisch dem Pro­gramm und dem Ver­schmut­zungs­grad anpas­sen. Damit du bereits vor dem Start des Wasch­gangs im Bil­de bist, zeigt das Gerät nach Wahl des Spül­pro­gramms den vor­aus­sicht­li­chen Was­ser- und Strom­ver­brauch auf dem Dis­play an. Mit die­sem Eco­Feed­back, wie Her­stel­ler Mie­le es nennt, kannst du dich für die öko­lo­gisch opti­ma­le Vari­an­te ent­schei­den. Die tat­säch­li­chen Ver­brauchs­wer­te rufst du am Ende des Pro­gramms ab. Und mit Miele@home kannst du das Gerät sogar in dein Smar­thome-Set­up integrieren.

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BAUKNECHT Elek­tro-Herd-Set Heko Tango

Ein Elek­tro­herd besteht in der Regel aus zwei Kom­po­nen­ten: Da ist zum einen das Koch­feld mit vier Herd­plat­ten und zum ande­ren den Back­ofen beide wer­den elek­trisch betrie­ben. Die Funk­ti­ons­wei­se ist recht sim­pel: Bei einem Eisen­koch­feld erhitzt elek­tri­scher Strom Heiz­spi­ra­len, wel­che im Inne­ren der Herd­plat­ten ver­baut sind. Beim Cer­an­koch­feld hin­ge­gen funk­tio­niert die Erhit­zung über Wär­me­strah­lung per Hei­zwi­der­stand. Der ers­te Schritt zum Ener­gie­spa­ren besteht bei der Ent­schei­dung zuguns­ten eines Her­des mit Cer­an­feld. Elek­tro­her­de wer­den noch nicht im Rah­men der aktua­li­sier­ten Ener­gie­la­bels klas­si­fi­ziert. Um Strom zu spa­ren, soll­test du zu einem Gerät grei­fen, das min­des­tens mit Ener­gie­ef­fi­zi­enz­klas­se A aus­ge­zeich­net ist. Der Heko Tan­go von Bau­knecht ist sogar mit A+ ein­ge­stuft.

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Boden­staub­sauger AEG VX7-2-ÖKOX

Lei­der darf das EU-Ener­gie­la­bel für Staub­sauger, das eine ein­fa­che Ori­en­tie­rung ermög­licht, auf Grund eines Gerichts­ur­teils nicht mehr genutzt wer­den. Daher musst du bei Staub­saugern etwas genau­er hin­schau­en, um ener­gie­ef­fi­zi­en­te Model­le aus­fin­dig zu machen. Lan­ge Zeit prahl­ten Staub­sauger mit üppi­gen Watt­zah­len, getreu dem Mot­to „Viel hilft viel“. Aber: Eine Leis­tungs­auf­nah­me von 2.500 Watt sagt noch nichts über die tat­säch­li­che Saug­leis­tung aus, son­dern nur, dass der Sau­ger viel Ener­gie auf­nimmt. Ent­schei­dend für die Saug­leis­tung ist aber viel­mehr, wie effi­zi­ent das Gerät arbeitet.

Hier kommt es auf die Gesamt­kon­struk­ti­on an, von der Düse über die Füh­rung des Luft­stroms, die Fil­ter­tech­nik bis hin zur Durch­läs­sig­keit des Gehäu­ses. Eine Leis­tung von 600 bis maxi­mal 1.000 Watt ist bei guten Gerä­ten aus­rei­chend. Der VX7-2-ÖKOX bringt es auf 650 Watt und über­zeugt den­noch mit sei­ner Saug­leis­tung. Der VX7 zeigt zudem, dass ein nach­hal­ti­ges Haus­halts­ge­rät nicht allein auf den Strom­ver­brauch im lau­fen­den Betrieb ankommt. Die­ses Gerät von AEG mit dem Begriff „ÖKO“ im Namen wird zu 60 Pro­zent aus recy­cel­tem Kunst­stoff her­ge­stellt und ist zudem PVC-frei. Und es ist nach Her­stel­ler­an­ga­ben bis zu 92 Pro­zent recycelbar.

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Wasch­ma­schi­ne LG Serie 7 F4WV709P1E

Auf der aktua­li­sier­ten Ener­gie­ef­fi­zi­enz­ska­la erhält die­se Wasch­ma­schi­ne die Best­no­te: das „A“. Denn die­se Wasch­ma­schi­ne misst nicht nur das Gewicht dei­ner Wäsche, um die Was­ser­men­ge anzu­pas­sen, son­dern erkennt auch die Beschaf­fen­heit dei­ner Tex­ti­li­en, um die Wasch­be­we­gun­gen anzu­pas­sen. Je nach Pro­gramm schwingt sie die Wäsche, rollt sie oder wäscht sie mit kur­zen Intervallen.

Die LG F4WV709P1E bie­tet acht Kilo­gramm Fas­sungs­ver­mö­gen. Das passt opti­mal in Haus­hal­te mit drei bis vier Per­so­nen. Neben einer umfang­rei­chen Pro­gramm­viel­falt, etwa für Sport­klei­dung und Wol­le, war­tet die Maschi­ne mit eini­gen Goo­dies auf: Sie arbei­tet mit einer Geräusch­ent­wick­lung von 44 Dezi­bel extrem lei­se. Selbst im Schleu­der­gang wer­den ledig­lich geräusch­ar­me 66 Dezi­bel erreicht. Der Ener­gie­ver­brauch liegt bei durch­schnitt­lich sehr nied­ri­gen 115 kWh im Jahr.

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