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Altes Smart­pho­ne nut­zen: 5 Ideen fürs Upcycling

Ein altes, aber funktionierendes Smartphone lässt sich noch vielfältig einsetzen – zum Beispiel als Babyphon.

Die meis­ten Men­schen tau­schen ihr Smart­pho­ne nach cir­ca zwei Jah­ren aus. Die alten Gerä­te lan­den dann häu­fig in der Schub­la­de, obwohl sie noch funk­tio­nie­ren. Das ist aller­dings nicht beson­ders nach­hal­tig. Denn in den Gerä­ten ist wert­vol­le Tech­nik ver­baut, die sich für einen neu­en Zweck wei­ter­ver­wen­den lässt. Mit die­sen fünf Upcy­cling-Ideen fin­dest du viel­leicht eine neue Auf­ga­be für dein altes Smartphone. 

War­um Upcy­cling eine gute Idee ist

Upcy­cling (eine Wort­schöp­fung aus eng­lisch up, also „auf“ und Recy­cling) ist ein Trend, bei dem ganz im Sin­ne der Nach­hal­tig­keit für ihren ursprüng­li­chen Zweck nicht mehr geeig­ne­ten Pro­duk­ten ein neu­er Ver­wen­dungs­zweck gege­ben wird. Gute Bei­spie­le dafür sind Bal­kon­mö­bel aus Palet­ten oder Tep­pi­che aus Stoff­res­ten. Aber auch alten Smart­pho­nes oder Tablets lässt sich durch Upcy­cling neu­es Leben ein­hau­chen – vor­aus­ge­setzt, sie funk­tio­nie­ren noch.

Die­se alten Smart­pho­nes wei­ter­zu­ver­wen­den ist beson­ders sinn­voll, denn in ihnen ste­cken wert­vol­le Roh­stof­fe. Damit sind sie viel zu scha­de, um in einer Schub­la­de zu ver­stau­ben. Denn auch wenn dein altes Smart­pho­ne nicht mehr die bes­te Kame­ra hat oder der Akku ein wenig schwach ist, kannst du es viel­leicht von einem Gerät mit vie­len Funk­tio­nen in ein Gerät für eine spe­zi­el­le Funk­ti­on umwandeln.

Smart­pho­ne als Babyphon

Gute Baby­pho­ne – gera­de sol­che mit Kame­ra – kön­nen teu­er sein. Dein altes Smart­pho­ne dage­gen lässt sich dank der ein­ge­bau­ten Sen­so­ren (fast) kos­ten­los in ein Baby­phon umwan­deln. Eine Win-Win-Situa­ti­on, denn so ver­staubt es nicht in einer Schub­la­de und du musst kein zusätz­li­ches Gerät kaufen.

Alles, was du dafür brauchst, ist eine Baby­phon-App, die du auf dei­nem alten und dei­nem neu­en Smart­pho­ne instal­lierst. Even­tu­ell ist auch eine Hal­te­rung nütz­lich, mit der du das Smart­pho­ne auf­stel­len und die Kame­ra aus­rich­ten kannst. Bei schwä­cheln­dem Akku ist dafür auch eine Lade­sta­ti­on mit Auf­stel­ler prak­tisch. Dein altes Smart­pho­ne über­nimmt dann die Auf­ga­be eines Sen­ders, der Geräu­sche und Bewe­gun­gen im Kin­der­zim­mer regis­triert. Weint dein Baby oder wälzt sich unru­hig im Schlaf wirst du auf dei­nem neu­en Smart­pho­ne benachrichtigt.

Neben der Benach­rich­ti­gungs­funk­ti­on bie­ten vie­le Apps aber auch die Mög­lich­keit, mit dei­nem Baby zu spre­chen oder Schlaf­lie­der abzu­spie­len. Außer­dem kannst du Fotos von dei­nem schla­fen­den Baby machen. Die Apps las­sen sich im WLAN nut­zen, eini­ge bie­ten aber auch eine Ver­bin­dung über das Mobil­funk­netz. Vor­aus­set­zung dafür sind zwei SIM-Kar­ten. Das kann dir ein bes­se­res Gefühl geben, wenn du unter­wegs bist und die Groß­el­tern oder Baby­sit­ter auf dein Kind aufpassen.

Eine sol­che App ist zum Bei­spiel Baby­pho­ne 3G  für iOS (5,49 Euro) und Android (6,49 Euro). Die­se über­prüft lau­fend den Akkustand des Sen­der-Geräts und die Ver­bin­dung zum Emp­fän­ger-Gerät. Gibt es Aus­fäl­le, bekommst du eine Benach­rich­ti­gung. Dabei spei­chert die App laut Anga­ben des Ent­wick­lers nicht mehr Daten als nötig und sen­det die Auf­nah­men aus dem Kin­der­zim­mer im WLAN nicht über das Inter­net, son­dern immer lokal.

Baby­pho­ne 3G 
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Baby­pho­ne 3G — Video & Audio Babyfon 
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Smart­pho­ne als Alarmanlage

Dein altes Smart­pho­ne eig­net sich aber natür­lich nicht nur, um dein Baby zu über­wa­chen. Kame­ra, Mikro­fon und Sen­so­ren las­sen sich mit­hil­fe von Alarm-Apps für jeden belie­bi­gen Raum ein­set­zen, den du beson­ders im Blick behal­ten möch­test. Dafür kannst du das Smart­pho­ne wie eine Über­wa­chungs­ka­me­ra in einer Zim­mer­ecke plat­zie­ren. Die Strom­ver­sor­gung stellst du über ein pas­sen­des Ver­län­ge­rungs­ka­bel für das Lade­ka­bel oder ein extra lan­ges Lade­ka­bel her.

Regis­trie­ren die Sen­so­ren oder die Kame­ra eine Bewe­gung oder das Mikro­fon ein Geräusch, wird ein Alarm in Form eines Tons oder einer Benach­rich­ti­gung auf dein neu­es Smart­pho­ne aus­ge­sen­det. Das funk­tio­niert ganz ohne zusätz­li­che Hard­ware. Der Anbie­ter glo­bio zum Bei­spiel bie­tet aber auch jede Men­ge Zube­hör, mit dem du dir dann eine gan­ze Smar­thome-Alarm­an­la­ge mit dei­nem alten Smart­pho­ne als Herz­stück ein­rich­ten kannst.

Smart­pho­ne als Festnetztelefon

Wenn du eine Fritz­box oder einen ande­ren Rou­ter mit VoIP (Voice over IP, Tele­fo­nie über das Inter­net) hast, kannst du dein altes Smart­pho­ne auch als Fest­netz­te­le­fon ein­rich­ten. Eine SIM-Kar­te benö­tigst du dafür nicht – ledig­lich eine App, mit der du dein altes Smart­pho­ne mit dem Rou­ter kop­peln kannst. Mit die­ser App ste­hen dann so gut wie alle Funk­tio­nen eines rich­ti­gen Fest­netz­te­le­fons – wie eine Über­sicht der Anru­fe in Abwe­sen­heit oder ein Anruf­be­ant­wor­ter – auf dem Smart­pho­ne bereit.

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Ein VoIP-fähi­ger Rou­ter ist zum Bei­spiel die Fritz­box, die dazu pas­sen­de App heißt FRITZ!App Fon und ist sowohl für Android als auch iOS erhält­lich. Neben der Fritz­box bie­tet außer­dem der Her­stel­ler TP-Link sol­che Rou­ter samt der App tpP­ho­ne an. Du fin­dest sie eben­falls im App Store für iPho­nes und im Goog­le Play Store für Android-Geräte.

FRITZ!App Fon 
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tpPhone 
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tpPhone 
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Navi­ga­ti­ons­ge­rät mit Head-up-Display

Auch beim Auto­fah­ren kann dir dein altes Smart­pho­ne noch gute Dienste leis­ten – näm­lich als Navi­ga­ti­ons­ge­rät. Das geht natür­lich ganz ein­fach mit dei­ner prä­fe­rier­ten Kar­ten-App. Willst du dir kei­ne extra SIM-Kar­te für mobi­le Daten besor­gen, ver­wen­dest du ein­fach Off­line-Kar­ten. Für die Strom­ver­sor­gung sorgt ein Lade­ka­bel für den Zigarettenanzünder.

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Aber es geht auch außer­ge­wöhn­lich: Mit dei­nem alten Smart­pho­ne als Head-up-Dis­play ver­wan­delst du dei­ne Wind­schutz­schei­be in eine futu­ris­ti­sche Anzei­ge für die Navi­ga­ti­on. Dazu stellst du das Dis­play ein­fach auf die maxi­ma­le Hel­lig­keit. Anschlie­ßend legst du es auf das Arma­tu­ren­brett (am bes­ten mit einer rutsch­fes­ten Unter­la­ge), sodass sich das Dis­play in der Schei­be spie­gelt und der Fahr­ver­lauf dar­auf pro­ji­ziert wird.

Mög­lich macht das die App Hud­way, die für alle iPho­nes mit min­des­tens iOS12 und Android-Smart­pho­nes mit Android 5.0 ver­füg­bar ist. Das sieht nicht nur cool aus, son­dern hat auch den Vor­teil, dass du dich bes­ser auf die Stra­ße kon­zen­trie­ren kannst. Der Nach­teil ist lei­der, dass das nur bei schlech­tem Wet­ter funk­tio­niert, da es sonst zu hell ist, um die Pro­jek­ti­on durch das Smart­pho­ne auf der Schei­be zu erkennen.

Hud­way Go 
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Smar­ter Spiegel

Wenn du etwas hand­werk­li­ches Geschick besitzt, kannst du aus einem alten Smart­pho­ne auch etwas ganz Neu­es bas­teln – etwa einen smar­ten Spie­gel. Die­ser Spie­gel kann dir dann zum Bei­spiel die neu­es­ten Tweets auf Twit­ter anzei­gen, dich mor­gens mit einer auf­mun­tern­den Bot­schaft in den Tag schi­cken oder ver­ra­ten, wie das Wet­ter wird.

Neben dei­nem Smart­pho­ne benö­tigst du dafür einen halb­durch­läs­si­gen Spie­gel aus soge­nann­tem Spion­glas. Die­ses bekommst du zum Bei­spiel bei einem Gla­ser oder online. Es sorgt dafür, dass Licht von vor­ne reflek­tiert wird, sodass du dich spie­gelst. Das Licht von hin­ten hin­ge­gen kann wie bei einer nor­ma­len Glas­schei­be durch­drin­gen, sodass du leuch­ten­de Objek­te – wie ein Smart­pho­ne-Dis­play – dahin­ter sehen kannst.

Bevor du das Smart­pho­ne von der rich­ti­gen Sei­te am Spie­gel­glas befes­tigt, kannst du mit­hil­fe von Wid­ge­ts auf dem Home­s­creen oder Apps wie Wall Mir­ror (lei­der nur für Android) ein­stel­len, was dein Spie­gel anzei­gen soll. Ent­schei­dest du dich für die Wid­get-Lösung, rich­test du am bes­ten vor­her eine schwar­zes Hin­ter­grund­bild ein, damit der Kon­trast mög­lichst hoch ist. Um das Smart­pho­ne ohne Zugriff auf das Dis­play zu bedie­nen, akti­vierst du die Sprach­steue­rung in den Smart­pho­ne-Ein­stel­lun­gen. Außer­dem soll­test du die auto­ma­ti­sche Dis­play-Sper­re aus­schal­ten und die Strom­ver­sor­gung sicherstellen.

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Neu­es Leben für altes Smartphone

Mit­hil­fe von Apps und Zube­hör kannst du dei­nem alten Smart­pho­ne ganz ein­fach ein neu­es Leben schen­ken. Neben Wei­ter­ver­kauf und Recy­cling trägt Upcy­cling dazu bei, dei­nen Kon­sum nach­hal­ti­ger zu gestal­ten. So brauchst du ein weni­ger schlech­tes Gewis­sen haben, wenn du dir wegen einer bes­se­ren Kame­ra oder bes­se­ren Akku­lauf­zeit ein neu­es Smart­pho­ne zule­gen möchtest.

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