Apples kleiner Lautsprecher bekommt nach mehreren Jahren einen Nachfolger. Beim HomePod mini 2 bleibt das kompakte Format erhalten, technisch und funktional legt Apple aber an mehreren Stellen nach. Neu sind unter anderem ein Surround-Setup mit vier HomePods, die feste Anbindung an den Mac und die Funktion Sound-Leuchten. Dazu kommen ein schnellerer Chip und modernere Funkstandards. Welche Neuerungen dich erwarten und was du für die einzelnen Funktionen brauchst, erfährst du hier.
Das erfahrt ihr gleich
Eine der größten Neuerungen betrifft das Zusammenspiel mit Apple TV. Schon bisher konntest du zwei HomePods zu einem Stereopaar verbinden und so Filme und Serien mit räumlichem Klang genießen. Mit dem HomePod mini 2 erweitert Apple diese Möglichkeit nun auf vier kompatible Lautsprecher. Das neue Surround-Setup stimmt Timing und Lautstärke laut Apple automatisch auf den Raum ab.
Für die Funktion brauchst du ein Apple TV 4K der 4. Generation mit aktuellem Betriebssystem. Für das Surround-Setup bilden zwei identische HomePods neben dem Fernseher das vordere Lautsprecherpaar, zwei weitere stehen hinter deinem Sitzplatz auf dem Sofa oder dem Sessel. Unterstützt werden der HomePod mini 2 und der HomePod der 2. Generation. Innerhalb eines Paares lassen sich die Modelle also nicht mischen. Daneben kannst du den HomePod mini 2 weiterhin einzeln, als Stereopaar aus identischen Modellen oder in einem Multiroom-System verwenden.
Auch am Schreibtisch soll der HomePod mini 2 praktischer werden. Du kannst ihn einzeln oder als Stereopaar als Standardlautsprecher für einen kompatiblen Mac festlegen. Der Ton von Filmen, Spielen und Videoanrufen läuft dann automatisch über die HomePods, ohne dass du die Audioausgabe für jeden Inhalt neu auswählen musst.
Voraussetzung ist ein Mac mit WLAN 6E oder neuer. Ältere Geräte ohne diese Funktechnik unterstützen die Funktion bisher nicht. Wie niedrig die Latenz ausfällt und wie zuverlässig die Verbindung im Alltag funktioniert, muss sich noch zeigen.

Eine der auffälligsten Neuerungen sitzt auf der Oberseite des HomePod mini 2: Die beleuchtete Touch-Fläche kann ihre Farben an das Albumcover des aktuellen Tracks anpassen und im Takt der Musik pulsieren. Dabei reagiert sie laut Apple in Echtzeit auf Bässe und Höhen. Spielst du statt Musik entspannende Klangkulissen wie Regen ab, zeigt die Oberfläche dazu passende Lichtanimationen.
So begleitet Sound-Leuchten die Wiedergabe nicht nur akustisch, sondern auch visuell. Möchtest du die Funktion per Sprache steuern, brauchst du allerdings ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone mit aktueller Software.
Unter der Haube arbeitet nun der S10-Chip. Gemeinsam mit Computational Audio analysiert er die Musik laut Apple in Echtzeit. Die Software berechnet dabei fortlaufend, wie der Lautsprecher die Wiedergabe anpassen soll, und optimiert unter anderem Dynamikbereich und Lautstärke.
Beim Lautsprecheraufbau selbst bleibt dagegen vieles vertraut: Verbaut sind weiterhin ein Breitbandtreiber und zwei Passivmembranen. Drei Mikrofone sollen Siri auch aus größerer Entfernung verstehen. Bei der Funktechnik legt Apple nach und wechselt zu WLAN 6E und Bluetooth 6. Hinzu kommen Thread und Ultrabreitband für die Smarthome-Vernetzung und Geräteerkennung. WLAN 7 unterstützt der HomePod mini 2 allerdings nicht.
Apple sieht den HomePod mini 2 weiterhin nicht nur als Lautsprecher. Als Home Hub kann er eine Steuerzentrale für kompatibles HomeKit- und Matter-Zubehör bilden. Außerdem sind wieder ein Temperatur- und ein Luftfeuchtigkeitssensor integriert. Beide Sensoren waren allerdings schon beim Vorgänger vorhanden.
Die Geräuscherkennung kann außerdem Alarmtöne von Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern erkennen. Dafür brauchst du die aktualisierte Home-Architektur und aktuelle Software auf allen verbundenen Apple-Geräten. Die Funktion ist allerdings lediglich als Ergänzung zu herkömmlichen Rauch- oder CO-Meldern konzipiert, nicht als Ersatz.

Auf eine angekündigte Neuerung müssen Nutzer*innen in Deutschland zunächst verzichten. Siri AI gehört nicht zum Funktionsumfang beim Verkaufsstart. Apple will die Funktion später per kostenlosem Softwareupdate nachreichen, nennt dafür aber noch keinen Termin.
Zum Start erscheint Siri AI ausschließlich auf Englisch in den USA, Australien, Kanada, Indien, Neuseeland, Singapur, Südafrika und Großbritannien. Auch auf iPhone und iPad wird die Funktion anfangs nicht in der EU angeboten. Ob und wann sie hierzulande folgt, bleibt offen.
Die fehlende Verfügbarkeit von Siri AI wirkt sich auch auf ein weiteres neues Apple-Produkt aus: Apple HomeView. Dabei handelt es sich um Apples erstes Smarthome-Display. Das Gerät verbindet einen Lautsprecher mit einem 7 Zoll großen Touchdisplay. Darüber kannst du Musik abspielen, FaceTime-Anrufe führen und kompatible Smarthome-Geräte steuern. HomeView erkennt laut Apple zudem bis zu sechs Haushaltsmitglieder anhand ihrer Gesichter und zeigt ihnen jeweils personalisierte Apps, Widgets und Inhalte.
In Deutschland und der übrigen EU wird HomeView nach aktuellem Stand jedoch nicht angeboten. Apple begründet das ausdrücklich damit, dass Siri AI unter iOS hier derzeit nicht verfügbar ist. Einen Termin für einen späteren EU-Start oder einen Europreis nennt das Unternehmen nicht.
Der HomePod mini 2 kann seit dem 13. Oktober 2026 im deutschen Apple Store und über die Apple Store App vorbestellt werden. Der Verkauf startet am 30. Oktober 2026. Zur Auswahl stehen Rosa, Grün, Blau, Weiß und Mitternacht.
Der neue HomePod mini kostet 169 Euro und damit 30 Euro mehr als der zuletzt genannte Apple-Preis des Vorgängers. Das Gehäuse bleibt 84,3 Millimeter hoch und 97,9 Millimeter breit. Mit 335 Gramm wiegt das neue Modell zehn Gramm weniger als die erste Generation.
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