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Goog­le Nest Hub: So akti­vierst und nutzt du den Schlafsensor

Der Google Nest Hub kann deinen Schlaf analysieren, wenn das Gerät nah an deinem Bett steht.

Siri und Ale­xa haben dafür gesorgt, dass Sprach­as­sis­ten­zen in der brei­ten Mas­se ange­kom­men sind. Auch Goog­le hat mit dem Assis­tent einen eige­nen Dienst zu bie­ten, der auf zahl­rei­chen Gerä­ten läuft – von Smart­pho­nes über Fern­se­her bis hin zu Laut­spre­chern. Zu letz­te­ren lässt sich auch der Goog­le Nest Hub zäh­len, den es mitt­ler­wei­le in der zwei­ten Genera­ti­on gibt. Im Gerät ist aller­dings zusätz­lich ein Dis­play ver­baut, dass eini­ge zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten bie­tet. Wie du den neu­en Schlaf­sen­sor nutzt und was sonst im Nest Hub steckt, erfährst du hier.

Die gro­ße Neue­rung: Der Schlafsensor

Mit dem neu­en Nest Hub der zwei­ten Genera­ti­on kannst du nun auch dei­nen Schlaf tra­cken. Das ist wohl auch die wich­tigs­te Neu­heit im Smart-Dis­play von Goog­le. Die Idee dahin­ter ist ein­fach: Das Unter­neh­men möch­te dir eine Mög­lich­keit bie­ten, die Qua­li­tät dei­nes Schlafs zu über­prü­fen. Dafür zeich­net der Nest Hub Bewe­gun­gen, Geräu­sche und Ver­än­de­run­gen der Hel­lig­keit im Raum auf.

Haupt­säch­lich dafür zustän­dig ist die Tech­no­lo­gie „Moti­on Sen­se“, bei der es sich um einen Bewe­gungs­sen­sor han­delt. Der von Goog­le selbst ent­wi­ckel­te Soli-Chip ist in der Lage, mit­tels eines Radars zu erfas­sen, wie und wie oft du dich nachts bewegst. Geräu­sche neh­men die ver­bau­ten Mikro­fo­ne wahr, für das Ermit­teln der Hel­lig­keit ist der Umge­bungs­licht­sen­sor zustän­dig. Den Schlaf über­wa­chen also gleich drei Sen­so­ren. Wenn Goog­le aller­dings von „Schlaf­sen­sor“ spricht, ist Moti­on Sen­se gemeint. Wich­tig: Weil der Nest Hub kei­ne Kame­ra hat, musst du dir kei­ne Sor­gen machen, dass dich das Gerät im Schlaf heim­lich filmt.

Die erfass­ten Daten berei­tet der Nest Hub am Mor­gen in einer Über­sicht auf. Die­se kannst du dir direkt auf dem Dis­play anschau­en. Dafür brauchst du nur auf das Dis­play zu tip­pen, um es zu akti­vie­ren und anschlie­ßend auf „Well­ness“ > „Mein Schlaf“ zu gehen. Was du hier siehst, sind drei Kreise:

  • Zeit­plan:Hier siehst du dei­ne geplan­te Schla­fens­zeit, wann du ins Bett gegan­gen bist, wann du ein­ge­schla­fen bist, wann du auf­ge­wacht und wann du schluss­end­lich auf­ge­stan­den bist.
  • Dau­er:Unter die­sem Punkt ist die Schlaf­dau­er über die gan­ze Nacht hin­weg zu sehen. Außer­dem sind dei­ne übli­che Schlaf­dau­er und eine Emp­feh­lung angezeigt.
  • Qua­li­tät:Wie erhol­sam dein Schlaf war, siehst du hier. Unru­hi­ge Pha­sen und zwi­schen­zeit­li­ches Auf­wa­chen kön­nen unter­schied­li­che Grün­de haben. Auch dafür bekommst du Informationen.

Willst du genaue­re Daten zu dei­ner Atmung bekom­men, kannst du im Bild­schirm „Mein Schlaf“ nach links wischen. Dann siehst du Details zu dei­ner Atem­fre­quenz und Unter­bre­chun­gen der nor­ma­len Atmung durch Hus­ten oder Schnar­chen. All das kannst du auch über die App „Goog­le Fit“ ein­se­hen, wenn du dort ange­mel­det bist.

Wich­tig: Damit der Schlaf­sen­sor auch rich­tig arbei­ten kann, muss das Gerät mög­lichst nah an dir sein. Im Ide­al­fall steht der Goog­le Nest Hub also auf dei­nem Nacht­tisch. Befin­den sich wei­te­re Per­so­nen oder Tie­re in der Nähe, kön­nen die Mess­ergeb­nis­se unge­nau sein.

Schlaf­sen­sor ein­rich­ten: Schrit­te vor der erst­ma­li­gen Verwendung

Willst du den Schlaf­sen­sor ver­wen­den, dann braucht es zunächst eine Erstein­rich­tung auf dem Nest Hub. Die ist in der Regel aber sehr schnell erle­digt. Wich­tig ist nur, dass du ein Smart­pho­ne in der Nähe hast und ein Goog­le-Kon­to besitzt. Gehe dann wie folgt vor:

  1. Nimm dein Android-Smart­pho­ne oder iOS-Gerät zur Hand. Du benö­tigst die App „Goog­le Home“. Ist die­se noch nicht instal­liert, dann lade sie aus dem Play Store oder App Store herunter.
  2. Öff­ne jetzt die App.
  3. Wäh­le dei­nen Goog­le Nest Hub aus.
  4. Tip­pe auf das Zahn­rad (Ein­stel­lun­gen).
  5. Suche und wäh­le die Opti­on „Schlaf­sen­sor“.
  6. Gehe auf „Schlaf­sen­sor ein­rich­ten“.
  7. Die App zeigt dir nun an, wie die Ein­rich­tung funktioniert.
  8. Wäh­le zunächst einen Zeit­plan aus, um dei­ne gewünsch­te Schla­fens­zeit festzulegen.
  9. Die App fragt dich, ob du das Geräuscher­eig­nis-Tracking und die per­so­na­li­sier­ten Tipps akti­vie­ren möch­test. Ent­schei­de dich für oder gegen die Optionen.
  10. Abschlie­ßend hilft dir die App bei der Kali­brie­rung der Sen­so­ren auf dei­nen Schlaf­platz. Füh­re die­se durch.
  11. Beim nächs­ten Zubett­ge­hen ist der Schlaf­sen­sor aktiviert.

So schal­test du den Schlaf­sen­sor ab

Möch­test du nicht, dass der Nest Hub dei­nen Schlaf über­wacht, kannst du die Funk­ti­on auch deak­ti­vie­ren. Das geht in weni­gen Schritten:

  1. Nimm dein Han­dy in die Hand. Du benö­tigst die App „Goog­le Home“. Ist die­se noch nicht instal­liert, dann lade sie aus dem Play Store oder App Store herunter.
  2. Wäh­le nun die App aus.
  3. Gehe dar­in auf dei­nen Goog­le Nest Hub.
  4. Tip­pe auf das Zahn­rad, um die Ein­stel­lun­gen zu öffnen.
  5. Suche nun den Punkt „Schlaf­sen­sor“ und wäh­le ihn aus.
  6. Gehe auf „Schlaf­sen­sor deak­ti­vie­ren“ > „Deak­ti­vie­ren“.
  7. Schon ist die Funk­ti­on ausgeschaltet.

Ande­rer Schlaf­platz: So kali­brierst du ihn neu

Stellst du dein Bett um, hast einen neu­en Nacht­tisch oder wech­selst die Bett­sei­te, dann ist es bes­ser, den Nest Hub neu dar­auf zu kali­brie­ren. Zum Glück kannst du den Vor­gang star­ten, ohne den Schlaf­sen­sor kom­plett neu ein­rich­ten zu müs­sen. So geht es:

  1. Gehe zu dei­nem Goog­le Nest Hub.
  2. Wische vom unte­ren Rand des Dis­plays nach oben.
  3. Wäh­le nun das Zahn­rad aus, damit du in die Ein­stel­lun­gen kommst.
  4. Hier soll­te die Funk­ti­on „Moti­on Sen­se“ akti­viert sein. Wenn nicht, dann akti­vie­re sie zunächst.
  5. Gehe jetzt auf „Schlaf­sen­sor“.
  6. Suche nach der Opti­on „Kali­brie­ren“ und tip­pe darauf.
  7. Der Nest Hub führt dich nun durch die erneu­te Kalibrierung.

Wei­te­re Ein­stel­lun­gen: Goog­le hilft auf sei­ner Support-Seite

Den Schlaf­sen­sor kannst du beim Nest Hub noch wei­ter im Detail ein­stel­len. So las­sen sich etwa bestimm­te Optio­nen akti­vie­ren oder deak­ti­vie­ren. Auch auf gele­gent­lich auf­tau­chen­de Pro­ble­me hat Goog­le meist eine Ant­wort. Alle wei­te­ren Infor­ma­tio­nen zum Schlaf­sen­sor fin­dest du auf der Sup­port-Sei­te von Goog­le.

Goog­le Nest Hub: Laut­spre­cher der zwei­ten Generation

Goog­le star­te­te 2016 mit dem Laut­spre­cher Home in das Geschäft mit smar­ten Laut­spre­chern. Bereits zwei Jah­re zuvor hat­te sich das Unter­neh­men groß ins Smart-Home-Geschäft ein­ge­kauft, indem es die Fir­ma Nest über­nahm. Es dau­er­te aber noch bis 2018, bis Nest schluss­end­lich kom­plett in das Hard­ware-Team von Goog­le über­ging. Seit­dem tra­gen die smar­ten Pro­duk­te von Apple den ent­spre­chen­den Bei­na­men, wie etwa Goog­le Nest Audio, das gewis­ser­ma­ßen den Laut­spre­cher Goog­le Home beerb­te. Der Nest Hub ent­stand hin­ge­gen schon kom­plett unter dem neu­en Team und ist mitt­ler­wei­le sogar schon in der zwei­ten Genera­ti­on erhältlich.

Pas­send dazu 

Das Prin­zip ist ein­fach erklärt: Es han­delt sich um einen smar­ten Laut­spre­cher, auf dem ein Bild­schirm sitzt. Genau­er geht es um ein sie­ben Zoll gro­ßes Dis­play, das du per Touch-Ein­ga­ben steu­erst. Der Nest Hub lässt sich also auch als „Smart Dis­play“ bezeich­nen. Der Clou: Anfra­gen beant­wor­tet der Goog­le Assi­stant nicht nur per Spra­che, son­dern er zeigt auch Infor­ma­tio­nen auf dem Bild­schirm an. Alter­na­tiv zur sprach­li­chen Inter­ak­ti­on kannst du auch ein­fach per Touch nach Din­gen im Netz suchen, Vide­os star­ten und dein Smart-Home steuern.

Bevor du mehr zu die­sen Funk­tio­nen erfährst, hier noch die tech­ni­schen Daten des Goog­le Nest Hub der zwei­ten Genera­ti­on in der Über­sicht und im Ver­gleich zum neu­en Ama­zon Echo Show 8:

Goog­le Nest Hub (2. Genera­ti­on)Ama­zon Echo Show 8
Abmes­sun­gen120,4 x 177,4 x 69,5 mm (B x H x T)200,4 x 135,9 x 99,1 mm (B x H x T)
Gewicht558 Gramm1.037 Gramm
Dis­play­grö­ße7 Zoll (17,65 Zentimeter)8 Zoll (20,3 Zentimeter)
Auf­lö­sung1.024 x 600 Pixel1.280 x 800 Pixel
Pro­zes­sorVier­kern-ARM-CPU mit bis zu 1,9 GHzVier­kern-ARM-CPU mit bis zu 1,5 GHz
Laut­spre­cher1 x 43,5‑mm-Treiber2 x 50-mm-Treiber
Mikro­fo­ne3 x Fernfeld-Mikrofone4 x Fernfeld-Mikrofone
Kamera(s)NeinJa (1 MP)
Funk­stan­dardsWLAN 802.11b/g/n/ac, Blue­tooth 5.0, ThreadWLAN 802.11a/b/g/n/ac, Bluetooth
Sen­so­renBewe­gungs­sen­sor (Soli-Chip), Umge­bungs­licht­sen­sor, TemperatursensorBewe­gungs­sen­sor
Sprach­as­sis­tenzGoog­le AssistantAma­zon Alexa
Far­benKrei­de (Weiß), Car­bon (Schwarz)Sand­stein (Weiß), Anthra­zit (Schwarz)
Preis99,99 Euro129,99 Euro

Nest Hub: Schlaf­sen­sor als sinn­vol­le Erweiterung

Mit dem neu­en Schlaf­sen­sor erwei­tert Goog­le sei­nen Nest Hub um eine prak­ti­sche Funk­ti­on für alle Nut­zer. Mit ihr trackst du dei­nen Schlaf und erfährst so, zu wel­chen Zei­ten du ein­schläfst, wie du schläfst und wann du auf­wachst. Die Daten las­sen sich dann direkt auf dem Smart Dis­play oder über die „Goog­le Fit“-App für unter­schied­li­che Näch­te vergleichen.

Die Ein­rich­tung geht ein­fach und schnell von der Hand. Außer­dem lässt sich der Schlaf­sen­sor nach dei­nen eige­nen Wün­schen kon­fi­gu­rie­ren. Wie genau er ist, hängt aller­dings von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab. Stel­le sicher, dass das Gerät nah an dei­nem Schlaf­platz steht, rich­tig kali­briert ist und sich bei­spiels­wei­se kein Tier in sei­ner Nähe befin­det. So bekommst du die genau­es­ten Ergebnisse.

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