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Sprachassistenten

Goog­le Home Spea­k­er: Laut­spre­cher mit Gemi­ni ausprobiert

Mit dem Home Speaker hat Google endlich einen neuen Smarthome-Lautsprecher zu bieten – mitsamt Gemini.

Seit der ers­ten Ankün­di­gung des Goog­le Home Spea­k­ers ging mehr als ein Jahr ins Land. Nun ist er end­lich da und soll dank Gemi­ni-Inte­gra­ti­on vor allem den Home­Pods von Apple mit­samt neu­er Siri AI zuvor­kom­men. Ob die klei­ne Kugel wirk­lich das Zeug dazu hat einen ech­ten Mehr­wert ins Smar­thome zu brin­gen und ob sie auch mit ihrem Klang über­zeu­gen kann, haben wir für dich ausprobiert.

Goog­le Home Spea­k­er: Schi­ckes Design mit smar­ter Anzeige

Im Ver­gleich zu den frü­he­ren Model­len aus der Nest-Spar­te ist der neue Home Spea­k­er optisch deut­lich anders gestal­tet. Goog­le hat sich für eine klas­si­sche Ball-Form ent­schie­den, ähn­lich wie etwa der Home­Pod Mini oder Ama­zons Echo Dot. Im Ver­gleich zu die­sen stört beim Home Spea­k­er aber kei­ner­lei Dis­play oder ähn­li­ches. Viel­mehr zieht sich der Mesh-Stoff kom­plett über den Laut­spre­cher, was ihn optisch sehr clean wir­ken lässt. Er schreit somit inmit­ten dei­ner Ein­rich­tung nicht nach Tech­nik, son­dern fügt sich ganz hübsch ins Gesamt­bild ein.

Das heißt aber trotz­dem nicht, dass Goog­le kom­plett auf eine opti­sche Rück­mel­dung ver­zich­tet. Statt­des­sen macht das Unter­neh­men das ganz smart, näm­lich mit einem LED-Ring an der Unter­sei­te. Der leuch­tet immer dann auf, wenn der Laut­spre­cher aktiv zuhört, Infor­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet oder Befeh­le aus­führt. Damit nicht genug, sind unter­halb der Mesh-Außen­hül­le oben auch noch zwei Lämp­chen ange­bracht, die als zusätz­li­che Indi­ka­to­ren dienen.

Gemi­ni: Smar­te Assis­tenz für alle Lebenslagen

In den Home Spea­k­er inte­griert ist Goo­gles haus­ei­ge­ne künst­li­che Intel­li­genz Gemi­ni. Das ist auch das wich­tigs­te Fea­ture des Geräts, denn durch Gemi­ni macht sich der Home Spea­k­er sehr nütz­lich. Er steu­ert per Sprach­be­fehl Lam­pen, smar­te Steck­do­sen, die hei­mi­sche Hei­zung und vie­les mehr. Weil das Sys­tem nicht starr auf Sprach­ein­ga­ben reagiert, son­dern dich auch wirk­lich ver­steht, klappt das viel bes­ser als frü­her noch mit dem Goog­le Assistant oder App­les Siri. Das liegt auch dar­an, dass Gemi­ni auf Wunsch auf Rück­fra­gen und prä­zi­sier­te Befeh­le ein­geht. Mit einer klei­nen Kon­ver­sa­ti­on las­sen sich Gerä­te viel genau­er auf mei­ne Wün­sche einstellen.

Dazu kommt, dass Goo­gles Gemi­ni auch so im All­tag eine Hil­fe ist. Natür­lich klappt das Stel­len eines Timers damit pro­blem­los, aber die KI kann mir auch detail­lier­te Kalen­der­er­eig­nis­se auf Zuruf erstel­len oder kom­ple­xe Fra­gen beant­wor­ten. Mei­ne Kin­der haben mit dem Laut­spre­cher auch ihren Spaß. Da wer­den sich wild Lie­der gewünscht, Fra­gen über Tie­re und die Welt gestellt und vie­les mehr. Alles beant­wor­tet Gemi­ni zuver­läs­sig und reagiert auch im Kon­text auf Rück­fra­gen. 

Aller­dings gibt es bei der gan­zen Sache einen rela­tiv gro­ßen Haken, denn Goog­le stuft den Funk­ti­ons­um­fang ab und sperrt man­ches hin­ter ein Abo. Vor allem gilt das für Gemi­ni Live, also die natür­li­chen Sprach­un­ter­hal­tun­gen mit der KI. Wer also rich­ti­ge Gesprä­che füh­ren will, die er auch unter­bre­chen kann, um etwa das The­ma zu wech­seln, muss monat­lich dafür bezah­len – min­des­tens 9,99 Euro. Das gilt auch für die Nut­zung von KI-Kame­ra­funk­tio­nen bei unter­stütz­ten Smar­thome-Kame­ras. Davon habe ich aber kei­ne, wes­halb die­ser Teil für mich irrele­vant ist.

Goog­le Home: Die App für (fast) alles im Smarthome

Eine wei­te­re gro­ße Stär­ke des Goog­le Home Spea­k­ers ist das Home-Sys­tem selbst. Genau wie der Spea­k­er selbst, lässt sich damit so ziem­lich alles ins intel­li­gen­te Zuhau­se ein­bin­den, was Rang und Namen hat. Eine Mischung aus Leucht­mit­teln von Phil­ips Hue und Govee, der Fern­se­her von Sam­sung, der Saug­ro­bo­ter von Rob­orock, die smar­te Wasch­ma­schi­ne von LG und vie­les mehr: In der App hat wirk­lich alles sei­nen Platz, was zumin­dest mei­ne hei­mi­sche Tech­nik her­gibt. Und alles lässt sich dann auch mit dem Goog­le Home Spea­k­er steuern.

Das Ein­bin­den bezie­hungs­wei­se ver­lin­ken von bestehen­den Kon­ten und Gerä­ten aus Dritt­an­bie­ter-Apps kann aber manch­mal ein ner­vi­ges Unter­fan­gen sein. Da funk­tio­niert mal der Log­in nicht, an ande­ren Stel­len bricht der Vor­gang ein­fach ab. Häu­fi­ger braucht es ein paar Anläu­fe, bis es dann klappt – oder der Weg über die Ver­lin­kung in der Dritt­an­bie­ter-App selbst funk­tio­niert bes­ser. Ist alles aber mal ein­ge­bun­den, läuft die Sor­tie­rung kin­der­leicht und der Home Spea­k­er weiß immer, wel­ches Gerät in wel­chem Zim­mer ist. Das macht die Sprach­steue­rung noch intui­ti­ver und leichter.

Sound: Kein audio­phi­les Meis­ter­werk, macht aber Spaß

Wie so häu­fig bei eher klei­ne­ren Smart-Spea­k­ern, liegt das Haupt­au­gen­merk auf dem Nut­zen und weni­ger auf dem Sound. Die klei­ne Kugel von Goog­le ist da sicher kei­ne Aus­nah­me. Ein wenig über­rascht sie dann aber doch, denn sie zeigt sich erstaun­lich druck­voll und kann auf Wunsch auch ordent­lich laut sein. Wirk­lich Fines­se bei der Abstim­mung bie­tet der Home Spea­k­er aber nicht. Audio­phi­le Nutzer*innen las­sen ihn wohl eher sel­ten Musik abspie­len. Wer aller­dings ab und an mal eine klei­ne Par­ty im Wohn­zim­mer beschal­len oder mit den Kin­dern ein paar Lie­der anhö­ren will, kommt trotz­dem auf sei­ne Kosten.

Scha­de ist aber, dass sich der Sound nicht ein­stel­len lässt. Ein schlich­ter Equa­li­zer hät­te mir hier in der Home-App schon gereicht. Statt­des­sen muss ich mit der Abstim­mung ab Werk leben. Mich stört das in unse­rem Haus­halt aber zuge­ge­be­ner­ma­ßen als ein­zi­ge Person.

Preis und Ver­füg­bar­keit: Noch nicht offi­zi­ell in Deutschland

Zwar ist der Goog­le Home Spea­k­er bereits in zahl­rei­chen Län­dern Euro­pas zu haben, in Deutsch­land fehlt aber noch immer jede Spur vom Gerät. War­um das so ist, ver­rät Goog­le komi­scher­wei­se nicht. Statt­des­sen gibt es nur den Hin­weis, dass er auch hier­zu­lan­de „bald ver­füg­bar“ sein soll. Bis dahin lässt sich das Gerät ein­fach aus den Nach­bar­län­dern bestel­len, etwa aus Öster­reich oder der Schweiz. Da gibt es den Goog­le Home Spea­k­er näm­lich zu kau­fen – für 119,99 Euro.

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