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Mobilität

E‑Scooter: 5 Model­le zum Über­brü­cken kur­zer Strecken

E-Scooter eigenen sich vor allem für kurze Strecken, wie zum Beispiel von der Haustür zur S-Bahn-Station.

In der moder­nen Mobi­li­tät sol­len E‑Scooter eine Unter­stüt­zer­rol­le ein­neh­men. Sie sind also kein Ersatz für Auto, Bahn und Bus, son­dern ergän­zen die­se Ver­kehrs­mit­tel. Dabei brin­gen sie dich, ohne gro­ße Anstren­gun­gen, etwa zu den Sta­tio­nen öffent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel oder von dort die letz­ten Meter zum Ziel. Oft ist des­halb auch von einem „Letz­te-Mei­le-Vehi­kel“ die Rede. E‑Scooter gibt es von zahl­rei­chen Her­stel­lern in unter­schied­lichs­ten Preis­klas­sen. Hier fin­dest du fünf Model­le zwi­schen rund 300 und 1.100 Euro.

Soflow SO1: E‑Scooter zum güns­ti­gen Einstieg

Die Mar­ke Soflow stammt aus der Schweiz und baut E‑Scooter zu ver­nünf­ti­gen Prei­sen. Beson­ders gering fal­len die Kos­ten für den SO1 aus, den das Unter­neh­men als „das Leicht­ge­wicht“ der aktu­el­len Serie bezeich­net. Mit nur 11,2 Kilo­gramm ist er tat­säch­lich auch beim Tra­gen kei­ne all­zu gro­ße Last. Die Abmes­sun­gen fal­len bei einer Län­ge von 101 Zen­ti­me­ter, einer Brei­te von 42,5 Zen­ti­me­tern und einem Durch­mes­ser der Räder von 7,8 Zoll ent­spre­chend eben­falls gering aus. Damit eig­net sich der Soflow SO1 gut als Beglei­ter in Bus und Bahn.

Aller­dings ist für die Ein­spa­rung beim Gewicht in ers­ter Linie der Akku ver­ant­wort­lich. Der fällt mit 4.000 Mil­li­am­per­stun­den sehr klein aus. Damit kommt der E‑Scooter laut Her­stel­ler auf eine Reich­wei­te von maxi­mal 12 Kilo­me­tern. Viel mehr als die letz­te Mei­le zum Ziel ist also nicht drin. Der Motor bie­tet eine Leis­tung von 300 Watt. Damit ist er schwä­cher als die Antrie­be in manch ande­rem Modell. Nega­tiv wirkt sich das etwa auf sei­ne Steig­fä­hig­keit aus. Mehr als 5 Pro­zent Stei­gung soll­te ein Hügel nicht haben, denn sonst kommt der Soflow SO1 nicht hoch.

Beim The­ma Sicher­heit lohnt sich zunächst ein Blick auf die Brem­sen. Vor­ne sitzt ein elek­tro­ma­gne­ti­sches Exem­plar, denn der SO1 kann klei­ne­re Men­gen Ener­gie zurück­ge­win­nen (Reku­pera­ti­on). Hin­ten ist lei­der nur eine Rol­len­brem­se mon­tiert. Zum Ver­zö­gern trittst du dar­auf und die Brem­se schleift über das Rad. Da gibt es bes­se­re Sys­te­me. Gut ist hin­ge­gen, dass an der Vor­der- und Rück­sei­te LED-Lich­ter ver­baut sind. Auch eine Klin­gel ist am E‑Scooter angebracht.

Preis: rund 360 Euro

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Vmax R20 Pro‑S: Mit Voll­fe­de­rung für unebe­ne Untergründe

Auch Vmax kommt aus der Schweiz und fing dort zunächst mit Hover­boards und Air­wheels an. Heu­te ist das Unter­neh­men auf E‑Scooter spe­zia­li­siert. Davon gibt es eine gan­ze Men­ge, wobei die Prei­se bis über 1.500 Euro rei­chen. In die­sen Regio­nen ist der R20 Pro‑S nicht ange­sie­delt. Mit 115 Zen­ti­me­tern in der Län­ge, 56 in der Brei­te und einer Rad­grö­ße von acht Zoll ist er bereits etwas grö­ßer als der Soflow SO1. Auch deut­lich mehr Gewicht bringt er auf die Waa­ge, näm­lich 17,6 Kilo­gramm. Kom­pakt genug für öffent­li­che Ver­kehrs­mit­tel ist er aber dennoch.

Der Akku fasst mit 8.000 Mil­li­am­pere­stun­den bereits die dop­pel­te Kapa­zi­tät im Ver­gleich zu sei­nem schwei­zer Kol­le­gen. Der Her­stel­ler gibt hier eine Reich­wei­te von bis zu 20 Kilo­me­tern an. Wei­te Stre­cken schafft also auch der Vmax R20 Pro‑S nicht wirk­lich. Die Motor­leis­tung liegt bei 350 Watt und somit eben­falls ein Stück höher. Damit soll er Stei­gun­gen von bis zu 15 Pro­zent erklimmen.

Die Räder sind an bei­den Ach­sen gefe­dert, was für einen erhöh­ten Fahr­kom­fort sorgt. Kom­men also ein paar Meter Kopf­stein­pflas­ter auf dich zu, musst du dir kei­ne Sor­gen machen. Das vor­de­re Rad ist mit einer Schei­ben­brem­se aus­ge­stat­tet, das hin­te­re mit einer Trom­mel­brem­se. Du hast am Len­ker also gleich zwei Hebel. Auf Reku­pera­ti­on musst du aller­dings ver­zich­ten. Damit du bei Dun­kel­heit bes­ser zu sehen bist, sind neben LED-Leuch­ten an Front und Heck auch Reflek­to­ren angebracht.

Preis: rund 600 Euro

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Xiao­mi Mi Electric Scoo­ter 1S: Tret­rol­ler mit ordent­lich Power

Der Name Xiao­mi ist dir viel­leicht schon ein Begriff, denn das Unter­neh­men aus Chi­na ist für sei­ne Smart­pho­nes mitt­ler­wei­le auch hier­zu­lan­de bekannt. Han­dys sind aber bei wei­tem nicht das alles, was die Fir­ma pro­du­ziert. Zahl­rei­che Tech­nik-Arti­kel gehö­ren zu ihrem Port­fo­lio. So auch E‑Scooter wie der Mi Electric Scoo­ter 1S. Der ord­net sich bei Maßen und Gewicht zwi­schen dem Soflow und dem Vmax ein. Genau­er misst er 108 cm in der Län­ge, 43 cm in der Brei­te und wiegt 12,5 Kilo. Die Räder fal­len mit 8,5 Zoll rela­tiv groß aus. 

Beim Akku setzt Xiao­mi auf ein Exem­plar mit einer Kapa­zi­tät von 7.650 Mil­li­am­pere­stun­den. Xiao­mi rech­net dabei eine Reich­wei­te von bis zu 30 Kilo­me­tern vor. Mit einer Auf­la­dung schaffst du also gut Stre­cke. Wirk­lich beson­ders macht den Xiao­mi aber sei­ne hohe Leis­tung. 600 Watt sor­gen dafür, dass der Scoo­ter flott auf 20 km/h beschleu­nigt und Stei­gun­gen von bis zu 14 Pro­zent über­win­det. 

Gefe­dert ist der Mi Electric Scoo­ter 1S lei­der nicht. Dafür kommt er mit einer elek­tro­ma­gne­ti­schen Brem­se an der Front, über die der E‑Scooter auch reku­pe­riert, und einer Schei­ben­brem­se am Heck. LED-Leuch­ten und eine Klin­gel gibt es natür­lich auch hier. Xiao­mi mon­tiert außer­dem Reflek­to­ren an der Sei­te. Net­tes Extra: Per App lässt sich der Scoo­ter sogar sperren.

Preis: rund 600 Euro

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Nine­bot Kick­S­coo­ter Max G30D II: Gro­ßer Akku für län­ge­re Strecken

Der Name „Nine­bot by Seg­way“ ist leicht irre­füh­rend. Eigent­lich kommt das Unter­neh­men Seg­way aus den USA und ist bekannt für sei­ne selbst­ba­lan­cie­ren­den Fahr­zeu­ge. Doch bereits im Jahr 2015 über­nahm das chi­ne­si­sche Start-up Nine­bot die Mar­ke. Weil Seg­way aller­dings bekann­ter ist, sind die Gerä­te unter eben der oben genann­ten Bezeich­nung auf dem Markt. Das gilt auch für den Kick­S­coo­ter Max G30D II. Hin­ter dem lan­gen Namen ver­birgt sich ein E‑Scooter mit einem Gewicht von knapp 20 Kilo­gramm bei einer Län­ge von 116 cm und einer Brei­te von 47,2 cm. Die Räder sind mit 10 Zoll ziem­lich groß.

Das hohe Gewicht ist auf den ver­bau­ten Akku zurück­zu­füh­ren. Der fasst sat­te 15.300 Mil­li­am­pere­stun­den, was laut Nine­bot für maxi­mal 65 Kilo­me­ter reicht. Damit ist der E‑Scooter der Reich­wei­ten-König in die­ser Lis­te. Bei der Leis­tung ord­net er sich aber deut­lich unter dem Gefährt von Xiao­mi ein. 350 Watt sor­gen für Vor­trieb – und sol­len sogar für eine Steig­fä­hig­keit von 20 Pro­zent reichen.

Auf eine Fede­rung ver­zich­tet auch der Nine­bot, will dafür aber mit luft­ge­füll­ten Rei­fen etwas mehr Fahr­kom­fort bie­ten. Was die Brem­sen angeht, steht hin­ten ein elek­tro­ma­gne­ti­sches Exem­plar mit Reku­pera­ti­on bereit, am Vor­der­rad ist eine Trom­mel­brem­se ange­bracht. Der Kick­S­coo­ter Max G30D II kommt mit LED-Beleuch­tung vor­ne und hin­ten sowie einer Klin­gel. Reflek­to­ren auch an den Sei­ten sor­gen für zusätz­li­che Sicherheit.

Preis: rund 888 Euro

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Tele­fun­ken Syn­er­gie S950: Der kost­spie­li­ge Allrounder

Hin­ter dem Namen Tele­fun­ken ver­barg sich einst ein deut­sches Unter­neh­men, das bevor­zugt in den Berei­chen Funk- und Nach­rich­ten­tech­nik tätig war. Spä­ter gehör­te die Fir­ma dann zu AEG. Heu­te gibt es die frü­he­ren Unter­neh­men nicht mehr wirk­lich, son­dern nur noch ihre Namen. Wo „Tele­fun­ken“ drauf­steht, sind also unter­schied­lichs­te Her­stel­ler drin. Beim den E‑Scootern, zu denen auch der Syn­er­gie S950 gehört, ist das die Kar­cher AG aus Bir­ken­feld. Deren Gefährt ist mit 22 Kilo­gramm ein ech­tes Schwer­ge­wicht. Auch die Abmes­sun­gen mit 121 cm in der Län­ge und 59 cm in der Brei­te fal­len groß aus. Die Räder kom­men auf 10 Zoll Durchmesser.

Im Syn­er­gie S950 steckt ein Akku mit einer Kapa­zi­tät von 13.000 Millam­pere­stun­den. Die Mar­ke gibt dafür eine Reich­wei­te von 50 Kilo­me­tern an. Der Motor leis­tet 350 Watt, aller­dings gibt die Kar­cher AG kei­ne Steig­fä­hig­keit an.

Sonst steckt in dem E‑Scooter ein Best-of der ande­ren Model­le. Luft­rei­fen federn ohne­hin schon die schlimms­ten Stö­ße etwas ab, dazu gibt es aber auch noch Stoß­dämp­fer an Vor­der- und Hin­ter­rad. Die Reku­pera­ti­on tauscht der Her­stel­ler gegen Schei­ben­brem­sen an gleich bei­den Rädern ein. Dadurch dürf­te die Brems­wir­kung sehr hoch sein. LED-Leuch­ten gibt es natür­lich auch hier an Front und Heck. Für mehr Sicht­bar­keit sor­gen Reflek­to­ren an den Seiten.

Preis: rund 1.100 Euro

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