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Was ist ein Laser-TV und wie funk­tio­niert er?

Mit einem Laser-TV holst du dir Heimkino-Feeling ins Wohnzimmer.

Wenn Du dir ein neu­es TV-Gerät zule­gen oder ein Heim­ki­no ein­rich­ten möch­test, bist du even­tu­ell schon ein­mal über Laser-TV-Gerä­te gestol­pert. Wir ver­ra­ten dir, was sich hin­ter dem Begriff ver­birgt und ob ein Laser-Bea­mer das pas­sen­de Gerät für dich ist.

Laser-TV: Das steckt hin­ter dem Begriff

Bei einem Laser-TV han­delt es sich tech­nisch betrach­tet um einen Pro­jek­tor, einen soge­nann­ten Bea­mer, der mit einem Laser als Licht­quel­le arbei­tet statt mit LED-Tech­no­lo­gie, mit der die meis­ten aktu­el­len Bea­mer arbei­ten. Laser-Bea­mer garan­tie­ren eine bes­se­re Bild­qua­li­tät und eine län­ge­re Lebens­dau­er als Model­le mit LEDs – was aller­dings auch sei­nen Preis hat.

Ein Laser-Pro­jek­tor ist zudem in der Lage, auch aus kur­zer Distanz sehr gro­ße Bil­der auf eine Lein­wand zu pro­ji­zie­ren. Man kennt die Bea­mer-Vari­an­te daher auch unter dem Begriff „Ultra­kurz­di­stanz­pro­jek­tor“. Die­se Pro­jek­to­ren kön­nen recht nah vor einer Wand ste­hen, ent­we­der auf einem Side­board, Low­board oder direkt auf dem Boden. Auch aus die­ser kur­zen Distanz erzeu­gen sie sehr gro­ße Bild­dia­go­na­len und bie­ten gleich­zei­tig hohe Kon­trast­wer­te. Kurz gesagt: Mit einem Laser-Bea­mer holst du Kino-Flair nach Hau­se – und das in Full HD- oder sogar UHD-Auflösung.

Wie funk­tio­niert ein Laser-TV?

Die Kurz­di­stanz­pro­jek­to­ren arbei­ten mit der soge­nann­ten DLP-Tech­nik („Digi­tal Light Pro­ces­sing“), bei der das Licht über ein elek­tro­ni­sches Bau­ele­ment mit Mikro­spie­geln pro­ji­ziert wird. Jeder Bild­punkt wird durch einen ein­zel­nen, ansteu­er­ba­rer Kipp­spie­gel erzeugt. Mil­lio­nen die­ser win­zi­gen Spie­gel erzeu­gen schließ­lich das pro­ji­zier­te Bild.

Die­se per DLP-Tech­no­lo­gie erzeug­ten Bil­der sind kris­tall­klar und gesto­chen scharf.

Wie groß ist das Bild bei einem Laser-TV?

Bei die­sen Gerä­ten sind Bild­grö­ßen bis zu 150 Zoll (rund 3,8 Meter) mög­lich. Von Vor­teil ist sicher­lich auch, dass die Bild­grö­ße fle­xi­bel ist, das heißt, dass du die Lein­wand ver­grö­ßern oder ver­klei­nern kannst, etwa, wenn du das Zim­mer umbaust oder umziehst. Die Gerä­te sind zudem hand­li­cher als ein 82-Zoll-TV. Im Durch­schnitt sind sie zwi­schen 45 und 70 cm breit und haben eine Tie­fe zwi­schen 32 und 37 cm.

Wie ist die Bildqualität?

Ein kri­ti­scher Punkt ein­fa­cher Bea­mer ist oft die Bild­qua­li­tät bei Tages­licht. Die­se wird vor allem von zwei Fak­to­ren beein­flusst. Da ist zum einen die Licht­quel­le: Mit einer licht­star­ken Laser-Lam­pe aus­ge­stat­tet erzeu­gen Laser-Pro­jek­to­ren beein­dru­cken­de 5.000 Lumen und lie­fern so hel­le Bil­der – in 4K-Qua­li­tät und mit kräf­ti­gen Far­ben. Eini­ge Laser-Bea­mer kön­nen auch 3D anzeigen.

Lumen vs. ANSI-Lumen

Die Hel­lig­keit von Bea­mern wird in Lumen bezie­hungs­wei­se in ANSI-Lumen ange­ge­ben, wobei die Aus­sa­ge­kraft des letz­te­ren Wer­tes die aus­schlag­ge­ben­de ist. Bei Lumen han­delt es sich um kei­ne ein­heit­li­che Hel­lig­keits­mes­sung wie bei ANSI-Lumen. Denn wäh­rend bei Lumen die Hel­lig­keit der Licht­quel­le gemes­sen wird, geben ANSI-Lumen an, wie hell das Bild ist, das letzt­lich auf der Lein­wand ankommt.

Grund­sätz­lich gilt: Je höher der Wert in ANSI-Lumen, des­to hel­ler das Bild – und des­to weni­ger emp­find­lich reagiert die Pro­jek­ti­on auf Tages­licht. Um ANSI-Lumen in Lumen umzu­rech­nen, gilt fol­gen­de gro­be Regel: ANSI-Lumen geteilt durch 0,05 ent­spricht unge­fähr der Hel­lig­keit einer Licht­quel­le in Lumen. Wel­che Licht­leis­tung du benö­tigst, hängt von ver­schie­de­nen Fak­to­ren ab, von der Raum­grö­ße, der Grö­ße der Pro­jek­ti­ons­flä­che und der Umge­bungs­hel­lig­keit. Als Richt­wert gel­ten cir­ca 1.500 ANSI-Lumen für klei­ne bis mitt­le­re Räu­me, bei beson­ders hel­len Räu­men oder im Frei­en soll­ten es 3.500 ANSI-Lumen sein.

Eine kon­trast­rei­che Pro­jek­ti­on, auch im wenig abge­dun­kel­ten Raum, erzielst zu zum ande­ren mit der pas­sen­den CLR-Pro­jek­ti­ons­lein­wand, die auf­grund ihrer Ober­flä­chen-Struk­tur in der Lage ist, das Streu- und Tages­licht zu absor­bie­ren. So pro­fi­tiert die Dar­stel­lung von star­ken Kon­tras­ten und einen gro­ßen Farbraum.

Wie ver­hält es sich mit dem Sound beim Laser-TV?

Laser-TV klin­gen oft­mals bes­ser als das durch­schnitt­li­che Fern­seh­ge­rät, da beim Fern­se­her der Sound der ein­ge­bau­ten Laut­spre­cher vor allem auf­grund der fla­chen Bau­wei­se meist nicht beson­ders über­zeu­gend ist. Oft­mals musst du mit einer Sound­bar nach­hel­fen, um einen ange­neh­men Klang zu erhal­ten. Auch ein­fa­che Bea­mer mit ein­ge­bau­ten Laut­spre­chern kön­nen klang­lich oft nicht über­zeu­gen. Im Gegen­satz dazu punk­ten Laser-Bea­mer mit opu­len­tem Klang. Vie­le sind bereits mit einer Sound­bar aus­ge­stat­tet, man­che sogar mit einem Sub­woo­fer. Dane­ben kannst du einen Laser-TV wie ein TV-Gerät per HDMI an einen Recei­ver bezie­hungs­wei­se eine Sur­round-Anla­ge anschlie­ßen – dann kannst du sogar 3D Sound z.B. mit Dol­by Atmos genießen.

Wie emp­fan­ge ich mit einem Laser-TV?

Vie­le Gerä­te sind mit einem Trip­le-Tuner (Sat, Kabel, DVB‑T) aus­ge­stat­tet, sodass du kein zusätz­li­ches Emp­fangs­ge­rät benö­tigst. Dar­über hin­aus sind vie­le Laser-Bea­mer mit Smart-TV-Funk­tio­nen aus­ge­stat­tet. Belieb­te Strea­ming-Apps wie You­Tube, DAZN, Sky Ticket oder Zat­too und Media­the­ken kannst du so direkt auf dem Gerät instal­lie­ren. An einen Laser-Bea­mer kannst du auch wei­te­re Gerä­te per HDMI anschlie­ßen. Egal ob Fire-TV, Apple-TV, Chro­me­cast, Play­Sta­ti­on, Xbox, Switch, Lap­top oder PC. Wahl­wei­se kannst du auch Enter­tain-Box, Sky-Recei­ver, Voda­fone GigaTV et cete­ra anstöp­seln.

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Wie lan­ge hält ein Laser-TV?

Die Lebens­dau­er eines Laser-Bea­mers ist ver­gleich­bar mit der eines Fern­se­hers. Bei einer ange­ge­be­nen Lauf­zeit von 25.000 Stun­den bedeu­tet das neun Jah­re TV-Ein­satz bei neun Stun­den Betrieb pro Tag.

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