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Sub­woo­fer rich­tig anschlie­ßen und auf­stel­len – so geht´s

Bass, Bass, wir brauchen Bass … mit einem Subwoofer bekommst du einen richtig satten Sound.

Gera­de hast du dir das neue Album dei­ner Lieb­lings­band her­un­ter­ge­la­den, doch irgend­was fehlt noch zum per­fek­ten Sound. Die Bäs­se wum­mern in dei­nen Kom­pakt­laut­spre­chern nicht so, wie du dir das vor­stellst. Zeit, dei­nen Sub­woo­fer end­lich ins Hi-Fi-Sys­tem zu inte­grie­ren. Wann eine sol­che Bass­box über­haupt sinn­voll ist, wie du sie anschließt und wo du sie auf­stellst, ver­rät dir UPDATED in die­sem Ratgeber.

Sub­woo­fer – was ist das und wofür brauchst du ihn?

Der Sub­woo­fer wird auch Bass­box genannt, da er die Töne in tie­fen Fre­quen­zen ver­stärkt. Nor­ma­le Kom­pakt­laut­spre­cher sind nicht in der Lage, den kom­plet­ten Fre­quenz­be­reich abzu­de­cken – unter Umstän­den nimmst du die Bass­li­nie eines Songs also ohne Sub­woo­fer gar nicht wahr. Besitzt du gro­ße, hoch­wer­ti­ge Stand­laut­spre­cher, kannst du auf Sub­woo­fer in den meis­ten Fäl­len ver­zich­ten, da die gro­ßen Laut­spre­cher in der Regel alle Fre­quen­zen von 40 Hz bis 20 kHz line­ar abbil­den. Für beson­ders bass­las­ti­ge elek­tro­ni­sche Musik oder auch den akus­ti­schen Genuss eines Action­films im Heim­ki­no ist ein Sub­woo­fer aber oft die bes­se­re Wahl.

Sub­woo­fer sind in ver­schie­de­nen Hi-Fi-Sys­te­men denk­bar: ob in einer umfas­sen­den 5.1‑Heimkino-Anlage oder in der redu­zier­ten Vari­an­te mit nur zwei nor­ma­len Boxen und eben dem Sub­woo­fer. Rich­tig ange­schlos­sen und auf­ge­stellt berei­chert ein Sub­woo­fer das Sounderlebnis.

Akti­ver oder pas­si­ver Sub­woo­fer – was ist was?

Willst du dir einen Sub­woo­fer zule­gen, wirst du ver­mut­lich gefragt, ob du ein akti­ves oder ein pas­si­ves Modell möch­test. In akti­ven Sub­woo­fern ist ein Ver­stär­ker bereits inte­griert. Um in den Genuss der tie­fen Bäs­se zu kom­men, brauchst du den Sub­woo­fer nur mit einem ein­zi­gen Kabel anzu­schlie­ßen. Pas­si­ve Gerä­te brau­chen einen zusätz­li­chen Verstärker.

In den meis­ten Fäl­len ist ein akti­ver Sub­woo­fer die bes­se­re Wahl. Denn durch elek­tro­ni­sche Fil­ter bie­ten akti­ve Sub­woo­fer oft eine bes­se­re Sound­qua­li­tät. Für einen ähn­lich guten Klang wirst du bei pas­si­ven Bass­bo­xen deut­lich tie­fer in die Tasche grei­fen müs­sen. Der Vor­teil der pas­si­ven Gerä­te: Die ande­ren Boxen wer­den vom Bass ent­las­tet. Das spielt für vie­le pri­va­te Nut­zer aber kaum eine Rolle.

Sub­woo­fer an AV-Recei­ver oder Ste­reo­an­la­ge anschließen

Im Nor­mal­fall benö­tigst du ledig­lich ein soge­nann­tes Cinch-Kabel, um dei­nen Sub­woo­fer ins Hi-Fi-Sys­tem zu inte­grie­ren. Das gilt aller­dings nur für akti­ve Sub­woo­fer, die kei­nen sepa­ra­ten Ver­stär­ker benö­ti­gen (sie­he Kas­ten). Bei pas­si­ven Bass­bo­xen ist es zusätz­lich nötig, den exter­nen Ver­stär­ker anzu­schlie­ßen. Wie das im Ein­zel­fall funk­tio­niert, ent­nimmst du der Bedie­nungs­an­lei­tung dei­nes Subwoofers.

An den meis­ten AV-Recei­vern ist eine Anschluss­buch­se mit der Bezeich­nung “Sub­woo­fer”, “Sub” oder “Sub Out” zu fin­den. Dort steckst du das Cinch-Kabel hin­ein. Die ande­re Sei­te kommt direkt in den pas­sen­den Anschluss dei­nes Subwoofers.

Dabei spielt es kei­ne Rol­le, ob du mit einem Mono-Cinch-Kabel oder mit einem Cinch-Y-Kabel mit zwei Anschlüs­sen an dem einen Ende arbei­test. Selbst wenn dein Sub­woo­fer zwei Ein­gän­ge haben soll­te (in der Regel einen roten und einen wei­ßen), reicht es, wenn du dein Mono-Cinch-Kabel in eine der Buch­sen steckst – oft ist eine mit “Mono” beschrif­tet. Die Y‑Kabel haben ledig­lich gerin­ge Laut­stär­ke-Vor­tei­le, die du in der Pra­xis aber leicht aus­glei­chen kannst, indem du dei­ne Anla­ge ein­fach etwas lau­ter drehst.

Wei­te­re Informationen 
Laut­spre­cher auf­stel­len: Zum 5.1‑Heimkino in fünf Schritten 

Falls dein AV-Recei­ver eben­falls zwei Sub­woo­fer-Aus­gän­ge besitzt, ist es egal, wel­chen du nimmst. Der zwei­te ist ein­zig für eine zwei­te Bass­box gedacht.

Hast du kei­nen sepa­ra­ten AV-Recei­ver, son­dern bei­spiels­wei­se nur eine ein­tei­li­ge Kom­pakt­an­la­ge inklu­si­ve Laut­spre­chern, kannst du dei­nen Sub­woo­fer eben­falls über ein Cinch-Kabel anschlie­ßen, sofern so ein Aus­gang vor­han­den ist. Andern­falls lässt sich auch ein nor­ma­les Laut­spre­cher­ka­bel (Klin­ken­ste­cker) ver­wen­den, mit dem du den Sub­woo­fer und den nor­ma­len Laut­spre­cher­aus­gang verbindest.

Und last but not least gibt es mitt­ler­wei­le natür­lich auch Wire­less-Sub­woo­fer, die gar kei­ne Kabel­ver­bin­dung benö­ti­gen. Die Kon­fi­gu­ra­ti­on erfolgt in der Regel über spe­zi­el­le Apps, die bei den meis­ten Model­len sowohl für iOS als auch für Android zur Ver­fü­gung stehen.

Sub­woo­fer rich­tig aufstellen

Das oft gehör­te Gerücht, es sei egal, wo der Sub­woo­fer plat­ziert wird, ent­spricht nicht der Wahr­heit. Akus­tisch ist der Sub­woo­fer zwar nicht an die ande­ren Boxen gebun­den, wes­we­gen er theo­re­tisch frei im Raum plat­ziert wer­den kann. Außer­dem strahlt er drei­di­men­sio­nal in alle Rich­tun­gen aus. Mit ande­ren Wor­ten: Ob die Bass­box links oder rechts von uns auf­ge­stellt wird, kön­nen wir schlicht­weg nicht wahrnehmen.

Den­noch ist es kei­nes­wegs egal, wo du den Sub­woo­fer auf­stellst – denn nicht jeder Ort ist gleich gut geeig­net. Im Ide­al­fall soll es so klin­gen, als käme der Bass eben­falls aus den Laut­spre­chern. Auch wenn die opti­ma­le Posi­ti­on stark von der Bau­wei­se und der Möblie­rung des jewei­li­gen Rau­mes abhängt, in dem die Bass­box plat­ziert wird, hal­te dich grund­sätz­lich an fol­gen­de Empfehlungen:

  • Stel­le den Sub­woo­fer nicht gleich weit von zwei par­al­lel ste­hen­den Wän­den auf, sonst kann es zu einem soge­nann­ten Flat­te­recho kommen.
  • Stel­le den Sub­woo­fer nicht in die Ecke des Rau­mes und auch nicht zu nahe an eine Wand, da Refle­xio­nen sonst den Hör­ge­nuss stö­ren können.
  • Stel­le den Sub­woo­fer in einer Heim­ki­no-Anla­ge nicht zu nahe an den Cen­ter-Laut­spre­cher, da der Bass sonst die Sprach­aus­ga­be über­la­gern könnte.
  • Stel­le den Sub­woo­fer nicht auf den Boden, son­dern leicht erhöht auf und plat­zie­re ihn am bes­ten gegen­über der Posi­ti­on, an der du die Musik oder den Film in der Regel genießt. Das sorgt für mehr direk­ten Klang aus dem Sub­woo­fer und weni­ger Refle­xio­nen aus dem Raum.

Pro­bie­ren geht über Studieren

Die meis­ten Laut­spre­cher-Set-ups kön­nen vom Ein­satz eines Sub­woo­fers pro­fi­tie­ren – vor­aus­ge­setzt, du hast ihn kor­rekt ange­schlos­sen und sinn­voll im Raum plat­ziert. Dann sorgt er für einen kna­cki­gen Bass bei der Musik­wie­der­ga­be oder der Ton­wie­der­ga­be beim Heimkino.

Das Anschlie­ßen des Sub­woo­fers ist kin­der­leicht und mit­hil­fe eines pas­sen­den Kabels schnell erle­digt. Ein­zig das best­mög­li­che Plat­zie­ren der Bass­box erfor­dert ein wenig Zeit, denn pau­schal lässt sich der­op­ti­ma­le Stand­ort nicht fest­le­gen. Pro­bie­ren geht hier über Stu­die­ren – ver­lass dich dabei ein­fach auf dein Gehör, an wel­cher Stel­le der Bass opti­mal rüberkommt.

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